Mein erstes Regionaltreffen des Selfpublisher-Verbandes

Berliner Regionaltreffen des Selfpublisher-Verbandes

Letzten Mittwoch, den 24.05.2017, war ich im Kreuzberger Kulturhaus Lettrétage zum Berliner Regionaltreffen des Selfpublisher-Verbandes eingeladen. Eine Einladung, die ich natürlich nicht ausschlagen konnte, zumal mit Anja Saskia Beyer und Babsy Tom zwei prominente Selfpubslisherinnen die Ehrengäste waren, deren Auftritt ich nicht verpassen wollte.

Präsentiert wurde der Abend von Ruprecht Frieling, der schon alleine einen Abend wert ist und ebenso souverän wie witzig eine gleichermaßen anregende und entspannte Atmosphäre erzeugte.

So kam es nicht nur zu Lesungen der beiden Autorinnen, einer Vorstellung ihrer Biografien, einiger ihrer Romane und ihres Genres, sondern auch zu einem sehr regen und lebhaften Austausch mit dem Publikum.

Das lag auch an dessen kompetenter Besetzung, da sich dort unter anderem die ebenfalls prominenten Selfpublisherinnen Tanja Neise und Nika Lubitsch tummelten.

Nun muss ich gestehen, dass der thematische Schwerpunkt des Abends – Liebesromane – nicht unbedingt mein Vorgarten ist. Trotzdem fand ich es aber durchaus spannend, mehr über das Genre zu erfahren. Es schadet ja nicht, über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen. Hinzu kommt, dass es am Rande durchaus auch um eher allgemeinere Fragen des Selfpublishings ging.

Ruprecht Frielings humorvolle, aber nie herablassende Art, dem Thema zu begegnen, war ein Erlebnis. Man konnte merken, dass er persönlich recht wenig mit Liebesromanen anfangen kann, aber durchaus bereit gewesen ist, ihm professionell und wertschätzend zu begegnen.

Der Abend klang in einem inoffiziellen Rahmen aus. Ich bekam die Gelegenheit, ein paar Worte mit Nika Lubitsch zu wechseln, den Ehrengästen, die ich bisher nur von Facebook her kannte, die Hand zu schütteln und kleinere Einblicke in ihre Arbeitsweise zu bekommen, was ich sehr interessant fand.

Dies war mein erster Besuch eines Regionaltreffens des Selfpublisherverbandes, aber ganz sicher nicht mein letzter. Viele interessante Menschen tummeln sich dort, die Atmosphäre ist ausgesprochen anregend und es lassen sich neue Kontakte knüpfen.

Sehr positiv möchte ich hervorheben, dass es eben keine kaffeefahrtähnlich Werbeveranstaltung des Verbands ist. Natürlich kann man an solchen Abenden dem Verband beitreten – muss es aber auf keinen Fall. In dieser Richtung wird von den Veranstaltern keinerlei Druck aufgebaut, sodass das ganze Event eher den Rahmen eines gemütliche, aber informativen Beisammenseins hat.

Ich zumindest bin noch kein Mitglied des Selfpublisher-Verbandes, werde das aber in der nächsten Zukunft auf jeden Fall ändern.

Wer Näheres zum Selfpublihser-Verband erfahren möchte und/oder einfach nur einmal nachsehen will, ob, wann und wo in seiner Nähe ein Regionaltreffen stattfindet, kann dies natürlich auf der Website des Verbandes tun:

http://www.selfpublisher-verband.de

Die beste Publikationsform für deinen Roman? Kleinverlag vs. Selfpublishing vs. Digital-Imprint

Die beste Publikationsform für deinen Roman? Kleinverlag vs. Selfpublishing vs. Digitale-Imprint

Dein Roman ist endlich fertig. Die jahrelange, harte Arbeit soll sich nun auch endlich auszahlen. Du möchtest deinen Roman veröffentlichen. Er soll gelesen werden und was damit verdienen wäre natürlich auch nicht schlecht. Natürlich setzt du dir große Ziele und reichst deswegen dein Manuskript bei Publikumsverlagen oder den bekanntesten Literaturagenturen ein – und kassierst nur Absagen.

Keine Angst. Das ist normal und hat nicht zwangsweise etwas mit der Qualität deines Manuskripts zu tun (vorausgesetzt, du hast es ausgiebig getestet und überarbeitet).

Aber was nun? Selbst veröffentlichen? Bei Kleinverlagen bewerben oder das Manuskript bei einem der inzwischen zahlreichen digitalen Imprints der großen Verlage einreichen?

Das sind mehr oder weniger die Alternativen, die dir bleiben. Gegenüber den Publikumsverlagen haben alle drei Möglichkeiten erhebliche Nachteile:

  1. Prinzipiell kleinere Reichweite.
  2. Kein oder nur wenig Budget für Werbung.
  3. Geringeres Renommee – und damit verbunden eine kleinere oder gar keine Infrastruktur (Vernetzung mit anderen Medien usw.).

Neben diesen Nachteilen haben aber die drei genannten Publikationsmöglichkeiten auch noch weitere Unterschiede, die du abwägen solltest, bevor du dich für eine Alternative entscheidest.

Selfpublishing

Na, dann mach ich’s halt eben selbst. Ist ja heutzutage nicht so schwer. So denken viele. Prinzipiell stimmt das auch. Ein Buch kann heutzutage praktisch jeder publizieren, der einen Computer hat. Und das beinahe ohne weitere Kosten. Aber der Teufel steckt natürlich im Detail.

  • Die Vorteile: Selfpublisher dürfen am allermeisten von ihren Umsätzen behalten. Im Vergleich zum Veröffentlichen bei Verlagen ist die Gewinnbeteiligung gigantisch. Wenn man denn was verkauft. Hinzu kommt die gestalterische Freiheit. Praktisch alles – vom Coverdesign über das Lektorat bis hin zum Marketing – kann von dir selbst bestimmt werden, genau so, wie du es möchtest. Das bietet keine andere Veröffentlichungsmöglichkeit.
  • Die Nachteile: Du kannst nicht nur alles selbst mitbestimmen. Du musst es auch. Für jeden Buchstaben und jedes Pixel vom Cover bist du selbst verantwortlich. Entweder bist du ein Multitalent – was Lektorat, Cover und Marketing angeht und kannst in all diesen Bereichen aus dem Handgelenk das Gleiche leisten, das auch Menschen können, die eine Ausbildung und jahrelange Erfahrung auf ihren Gebieten haben – oder du musst dir dieses Know How und diese Fähigkeiten einkaufen.
    Lektorat und Korrektorat kosten in der Regel einige hundert, wenn nicht tausend Euro. Coversdesign so um die 300 und beim Marketing ist das Budget nach oben hin offen.
    Je nach dem, was du an Leistungen einkaufst und was du selbst machst, bleibt noch eine Menge Arbeit übrig, die du erledigen musst. Viele Arbeitsstunden, die du lieber ins Schreiben neuer Romane stecken könntest, musst du mit der Arbeit rund ums Veröffentlichen verbringen. Ob du das leisten kannst oder willst, musst du dir gut überlegen.
    Das sind dicke Hunde, die du schlucken musst – und/oder Summen, die du erst einmal mit deinem Roman verdienen musst.

Digitales Imprint

Praktisch alle großen Publikumsverlage haben mitbekommen, dass Selfpublihsing im E-Book-Format etwas ist, das Autorinnen und Leserinnen prinzipiell mögen. Also bieten sie inzwischen Labels an, unter denen sie auf diesem Feld mitmischen.

  • Die Vorteile: In der Regel arbeitet man hier mit Profis der Branche zusammen. Lektorat, Korrektorat und Coverdesign erfolgen häufig auf dem Niveau der großen Publikumsverlage. Zwischen Manuskripteinreichung und Veröffentlichung vergehen meist nur wenige Wochen – was im Vergleich zum Publikumsverlag, bei dem dieser Prozess viele Monate, wenn nicht Jahre dauern kann, geradezu lächerlich schnell ist.
  • Die Nachteile: Wenig Werbung im Vergleich zum Publikumsverlag und viel weniger Mitspracherecht im Vergleich zum Selfpublishing. Die Umsatzbeteiligung ist höher als beim Publikumsverlag, aber wesentlich geringer als beim Selfpublishing.

Kleinverlag

Es ist wesentlich wahrscheinlicher, bei einem Kleinverlag unterzukommen, als bei einem großen Publikumsverlag. Kleinverlage sind – wie der Name schon sagt – sehr kleine Betriebe. Nicht selten bestehen sie nur aus einer festen Mitarbeiterin, der Verlagsleiterin, die dann alle anderen Leistungen bei Drittanbietern einkauft.

Manchmal suchen Kleinverlage sogar aktiv Autoren. Das macht es verführerisch, sich dort zu bewerben.

  • Die Vorteile: Bei Kleinverlagen gibt es häufig einen engen persönlichen Kontakt mit den Mitarbeiterinn. Es geht halt familiär zu. Sonst funktioniert so ein Kleinverlag – wenn er professionell betrieben wird – wie ein großer Verlag.
  • Der Nachteile: Eigentlich bietet ein Kleinverlag gegenüber dem Selfpublishing oder dem Veröffentlichen bei einem digitalen Imprint keinen Vorteil. Vielleicht sind die finanziellen Konditionen etwas besser als beim Publikumsverlag – mit großer Wahrscheinlichkeit aber schlechter als beim Selfpublishing.

Es hängt beim Kleinverlag ganz massiv vom konkreten Unternehmen ab, ob er einem zusagt oder nicht. Während du dir beim einem Publikumsverlag relativ sicher sein kannst, das hier auf hohem Niveau gearbeitet wird (was allerdings auch keinen Persilschein bedeutet), musst du das beim Kleinverlag zuvor gründlich prüfen.

Fazit: Überraschung! Die eierlegende Wollmilchsau gibt es beim Veröffentlichen jenseits großer Publikumsverlage nicht. Stattdessen musst du in mindestens einen sauren Apfel beißen.

Aber: Selbst wenn du das Glück hast, bei einem Publikumsverlag genommen zu werden, heißt das noch lange nicht, dass du auch alle seine Vorteile genießen kannst. Unter Umständen wirst du am Ende ähnlich wie beim digitalen Imprint oder beim Kleinverlag behandelt, weil die erwarteten Umsätze, die der Verlag sich erhofft hat, ausbleiben.

Ganz gleich also, für welche Publikationsmöglichkeit du dich entscheidest oder ob du sogar bei einem großen Verlag gelandet bist – am Ende bleibt es noch immer zu einem großen Teil ein Glücksspiel, wie gut sich dein Roman verkauft.

Was macht eigentlich eine Literaturagentur und brauchst du eine?

Was macht eigentlich eine Literaturagentur und brauchst du eine?

Vielleicht stellst du dir vor, dein Manuskript einem Verlag zu schicken, wenn es fertig ist. Das ist jedoch inzwischen ein höchst unwahrscheinlicher Weg, veröffentlicht zu werden. Verlage nehmen in der Regel keine unverlangten Manuskripte an – sie verlassen sich meistens auf jene, die ihnen Literaturagenturen vermitteln.

Agenturen haben in den letzten Jahrzehnten die Rolle übernommen, die früher noch Verlagslektorinnen hatten: Das Sichten von Manuskripten neuer Autorinnen.

Die meisten Agenturen prüfen unverlangt eingesandte Manuskripte und melden sich bei dir, wenn ihnen dein Manuskript gefällt und nehmen dich dann unter Vertrag.

Das bedeutet, sie nehmen die Rolle eines Vermittlers zwischen dir und Verlagen ein und vertreten dich in allen wichtigen Bereichen. Sie holen Angebote rein, prüfen Verträge und versuchen das Bestmögliche für dich herauszuholen.

In der Regel gilt, dass eine Agentur wesentlich bessere Konditionen verhandeln kann, als du selbst. Erfahren Literaturagenten kennen alle Fallstricke des Vertragsrechts. Sie wissen, worauf zu achten ist, wenn es um das Verhandeln von Hörbuch-, Lizenz- und Filmrechten für einen Roman geht, und haben auch eine Idee, bei welchen Verlagen ein Manuskript auf welche Weise am chancenreichsten angeboten werden kann.

Darüber hinaus betreuen dich viele Agenturen intensiv. Sie vermitteln deine Manuskripte nicht nur, sie helfen auch dabei, sie so zu überarbeiten, dass sie auf dem Markt die besten Chancen haben.

Kurzum: Agenturen helfen dir, das für dich beste Angebot zu finden, professioneller aufzutreten und deine Interessen zu vertreten. Dafür wollen sie einen gewissen Prozentsatz des Autorenhonorars (meistens etwas zwischen zehn und zwanzig Prozent), wenn es gezahlt wird. Seriöse Agenturen wollen keine Vorschüsse.

Klingt gut? Ist es auch. Eine gute Agentur hilft dir, dich in allen Bereichen zu entwickeln und will dafür eigentlich relativ wenig.

Warum verzichten dann manche Autorinnen trotzdem auf eine Agentur?

Das kann viele Gründe haben. Manche wollen tatsächlich das Geld sparen, das eine Agentur kostet. Andere wiederum haben das Glück, andere Verbindungen zu Verlagen zu haben oder kennen sich selbst so gut in dem Milieu aus, dass sie keine Literaturagentin brauchen. Wieder andere wollen von vornherein im Selfpublishing verlegen – und dann können Agenturen relativ wenig für einen tun.

Es ist allerdings durchaus interessant, dass selbst manche Autorinnen, die bereits viel veröffentlicht haben – auf eigene Faust bei Verlagen oder als Selfpublisher – frühe oder später dann doch eine Agentur beauftragen, sie zu vertreten. Selbst nachdem ein Manuskript schon von einem Verlag akzeptiert worden ist, engagieren manche Agenturen, um für sie dann die Details des  Vertrags auszuhandeln.

Ob du also eine Agentur brauchst oder nicht, hängt davon ab, wie viel von der Arbeit, die sie erledigt, du dir selbst zutraust.

Bleibt noch die Frage offen, wie du an eine Agentur gelangst. Auch das ist ein sehr individueller Weg. Manche Autorinnen habe auch hier bereits Verbindungen, die sie nutzen können, andere müssen sich bewerben, ganz so, wie man es früher bei Verlagen getan hat, indem man unverlangt ein Anschreiben mit Exposé und Leseprobe versendet.

Literaturagenturen findest du, indem du sie einfach im Netz suchst. Jede Agentur hat auch eine Website, über die du Kontakt aufnehmen kannst. Ob eine Agentur für dich geeignet ist, erfährst du schon, wenn du dir ihren Internetauftritt genau ansiehst. Meistens wird hier auch schon gesagt, welche Genres die Agentur vertritt.

»der selfpublisher« Nummer 4 ist da!

sp der selfpublisher

»der selfpublisher« ist mit seiner vierten Ausgabe bereits zu einer Institution herangewachsen. Mit seiner gewohnt ausgewognen Mischung aus Beiträgen zum Handwerkszeug, Orientierungswissen, Einblicken in die Szene und handfestem Know-How, das praktisch unentbehrlich ist, begeistert mich auch die vierte Ausgabe fast durchgängig.

Hier ein Blick ins Heft:

Gleich den erste Beitrag »Die Botschaft macht’s« habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Es handelt sich um ein Interview mit dem Mentaltrainer Thomas Baschab. Freimütig gibt er selbst zu, kein Romanautor und Marketingexperte zu sein, meint aber im gleichen Atemzug, die beste Marketingstrategie sei es, eine Vision zu haben, die Welt zu verändern, dann würden die Leserinnen schon den Weg zum eigenen Buch finden.

Dieser Gedanke ist mir weder neu noch fremd, aber ich bezweifle ihn. Ich muss jedoch auch gestehen, dass ich Mentaltrainern eine gewisse Grundskepsis entgegenbringe. Ich sehe das etwas kritischer und bin ehrlich gesagt gegenüber Menschen mit Visionen immer etwas misstrauisch und halte es da eher mit Helmut Schmidt. Ein paar Anregungen habe ich aus diesem Interview jedoch trotzdem mitnehmen können.Lesens- und bedenkenswert ist das Interview allemal.

Weitere gemischte Gefühle löst bei mir der nächste Beitrag aus: »Ein Jahr ›der selfpublisher‹«. So sehr ich mich für das Magazin freue, diesen Meilenstein erreicht zu haben und so interessant es ist, die Macher hinter der Zeitschrift in dem Artikel kennenzulernen, so traurig macht es mich auch, dass dies die letzte Ausgabe unter der Leitung von Ingrid Haag ist. Andererseits bin ich schon sehr gespannt, wie sich »der selfpublisher« fortan unter Nicole Neuberger entwickeln wird.

Unter dem Titel »Zeitmanagement für Selfpublisher« widmet sich Shirley Michaela Seul neun typischen Schreibkillern und liefert Ideen, was man gegen sie unternehmen kann. Hier würde ich jedes einzelne Wort fett unterstreichen. Sehr lesenswert und sofort umsetzbar.

Reiseführer-Autor und Steuerexperte Frank Rösner klärt über »Buchführung und Steuern für Selfpublisher« auf. Der Artikel macht, was sein Titel verspricht. Einer der Beiträge, die dafür sorgen, dass ich diese Ausgabe in Griffweite neben meinem Schreibtisch aufbewahre, um den Text später nochmals gründlicher zu studieren.

Wolfgang Tischer argumentiert, wieso »Die eigene Website« auch in Zeiten von Facebook und Tumblr einfach zu selbstpublizierenden Autorinnen gehört wie der E-Bookreader und Jill Noll rezensiert den heiteren Ratgeber »Self-Publisher-Blues« von Luise Link. Wie auch in der letzten Ausgabe gibt es einen Überblick wichtiger E-Book-Distributoren und Stefanie Ross informiert über das ja für alle Autorinnen brisante Thema Piraterie.

Fest zum Selfpublisher gehört die Doppelseite von Susanne Pavlovic, der es auch diesmal gelingt ein Genre knapp und humorvoll auf den Punkt zu bringen: diesmal Liebesromane. Für mich, der mit dem Genre ziemlich wenig zutun hat, sehr informativ und gleichzeitig amüsant.

Ingrid Haag gibt im Interview der Hybridautorin Jennifer Benkau die Gelegenheit, sich selbst und ihr Bücherlabel INK REBELS vorzustellen – und löst damit das Rätsel, wer die Dame auf dem Cover ist.

In einer umfassenden Darstellung widmet sich Holger Reibold der Notizen-App »Evernote«. Ich habe schon viele Versuche hinter mir, mit Evernote warm zu werden und auch schon viel darüber gelesen. Auch Holger Reibolds Artikel habe ich gerne gelesen – bin aber am Ende immer noch nicht überzeugt, wo genau der Mehrwert von Evernote gegenüber der bereits in iOS und MacOS installierten Notizen-App ist, die ich bereits intensiv nutze. Aber allen, die mit dieser oder ähnlichen Funktionen ihres Betriebssystems unzufrieden sind oder bisher keine elektronischen Notizbücher genutzt haben, kann dieser Text vielleicht eine Entscheidungshilfe sein, sich diesem Thema doch einmal zu widmen. Ich kann das prinzipiell nur empfehlen – mit welcher App auch immer. Elektronische, cloudbasierte Notizbücher sind in meinen Augen ihrem Gegenstück in Papierform weit überlegen und wesentlich praktischer.

Die letzte Seite gehört Andrea Dunkler, die dort Qindie vorstellt.

Ich kann mein Fazit der letzten Ausgaben nur wiederholen: »der selfpublisher« ist und bleibt mein Lieblingsmagazin für Autorinnen. Meiner Meinung nach ist die Zeitschrift auf der Höhe der Zeit und damit eigentlich eine unentbehrliche Lektüre, ganz gleich ob man Self-Publisher oder Verlagsautor ist. Und das würde ich auch schreiben, wenn ich nicht selbst in der Ausgabe mit einem Text vertreten wäre. Ehrlich.

sp – der (neue) Selfpublisher Nummer 3: Fast eine Rezension

der selfpublisher #2Die neue Ausgabe des Magazins der selfpublisher (sp) ist seit dem 3. September erhältlich und endlich bin ich auch dazu gekommen, ihn zu lesen. Die Ausgabe hat es in sich und lohnt sich auf jeden Fall – aber ich möchte nicht den Eindruck erwecken, hier eine neutrale Rezension zu verfassen, da ich selbst mit einem Artikel im Heft vertreten bin.

Ein Dilemma, aber ich nutze meinen Blog trotzdem, um meine Leseerfahrung der aktuellen Ausgabe hier zu teilen. Das Heft ist zu gut und potenziell interessant für die meisten Leserinnen meines Blogs, deswegen muss ich hier ein paar Worte darüber verlieren und umreiße im Folgenden so neutral, wie es geht, den Inhalt

Frankfurter-Buchmesse-Survival-Guide 

Ein wunderbarer Artikel von Linda Schipp, in dem gezeigt wird, was alles möglich und vielleicht auch nötig ist, um als Autor (nicht nur als Selfpublisher) Buchmessen nicht nur irgendwie zu besuchen, sondern auch effizient zu nutzen. Ich sehe den Beitrag als einen wertvollen Ideengeber, was so alles möglich ist. Einige erfolgreiche Autoren werden hier zitiert, um Einblick in ihre Messevorbereitungen zu geben.

Am Ende fand ich den Tipp von D.B. Granzow am besten, sich auch nicht verrückt machen zu lassen und die Messe vor allem zu genießen. Es ist wie mit allen Tipps – jeder ist wertvoll und bedenkenswert, was man am Ende mit ihnen macht, muss zu einem passen und realistisch sein. Ideen bekommt man auf jeden Fall von Linda Schipp mehr als genug.

E-Book-Distributoren stellen sich vor

Wieso gab es so was nicht früher – und warum habe ich es bisher nicht vermisst? Im Ernst: Ein wirklich essenzieller Beitrag, der die verschiedenen zur Zeit in Deutschland erhältlichen Print-on-Demand-Anbieter miteinander vergleicht. Für Selfpublisher lebensnotwendig. Für alle anderen mindestens interessant.

Das perfekte Autorenfoto

Profifotografin Birgit-Cathrin Duval zeigt, wie es gemacht werden sollte – und wie vor allem nicht. Verdammt. Muss dringend neue Fotos machen …

Social Media – Zeitspartools

Martina Troyer informiert in ihrem Beitrag über Strategien für Autorinnen, sich auf den Social-Media-Kanälen zu präsentieren. Aber auch darüber, wie man Apps einsetzen kann, um seine Strategie zeitsparend umzusetzen.

Mir persönlich hat dieser Artikel nicht viel gebracht, da ich alle Apps schon kenne, teilweise auch schon benutzt und wieder verworfen habe. Sie haben alle viele Vorteile, aber auch den Nachteil, dass sie (wie Troyer auch schreibt) nicht unbedingt wenig Geld kosten, wenn man sie ausreizen will. Mich hat der Nutzen dieser Tools bislang nicht überzeugt. Aber vielleicht werde ich ja noch eines Besseren belehrt.

Die Krux mit der ISBN

Frank Rösner hat den Artikel geschrieben, den ich immer gesucht, aber nirgendwo sonst gefunden habe. Was genau ist eigentlich eine ISBN, wozu braucht man sie, woher bekommt man sie, was kostet sie und welche Alternativen gibt es?

Ein Thema, das sonst immer schnell unterschlagen wird, wenn darüber berichtet wird, wie einfach und kostengünstig Selfpublishing doch ist. Der Teufel steckt im Detail – und die ISBN ist ein sehr entscheidendes Detail. Ich vergebe diesem Text das Prädikat lebensnotwendig.

Erste Bestsellerliste für Print und Digital

Schöner Hinweise darauf, dass es inzwischen eine ehrliche Bestsellerliste gibt, die nicht nur Verkaufszahlen renommierter Printverlage einbezieht, sondern auch Selfpublisher – und siehe da, auch diese sind manchmal auf Platz eins.

In den Rubriken finden sich Artikel zum Thema Plotten (von mir), eine Vorstellung des Thriller-Genres (von Susanne Pavlovic), ein Autorenportrait von Frank Röster, der Newsticker, die Vorstellung der Alliance of Independent Authors (ALLi) von Andrea Gunkler und ein Praxistest der Satzsoftware Scribus.

Fazit:

Gäbe es den sp nicht, müsste man ihn erfinden. Sicherlich kann man sich einen Großteil der Informationen auch im Netz selbst irgendwie zusammensuchen. Doch das dauert und ergibt kein Wissen, das dermaßen gut zusammengestellt und auf den Punkt gebracht ist.

Obwohl ich kein Print-Zeitschriftenleser bin und mir meine Infos lieber selbst zusammensurfe oder im Digitalformat lese, wird bei mir der sp (gleich neben der Federwelt) sorgsam archiviert. Das Magazin steckt voller wertvoller, eigentlich überlebenswichtiger Infos.

Ich kann mich nur wiederholen: Wie auch die ersten beiden Ausgaben ist der sp für alle Autoren – ob Selfpublisher oder Verlagsautor – sein Geld wert. Es schadet nicht, über Vertriebswege und den Herstellungsprozess von Büchern informiert zu sein oder zu wissen, wie ein gutes Autorenfoto aussieht und in sozialen Meiden effizient verbreitet werden kann.

Der Selfpublisher – wichtiges Magazin, nicht nur für Selfpublisher

der selfpublisherSeit einigen Tagen ist das Magazin »Der Selfpublisher» erhältlich. Mit einer Teaserausgabe kündigte sich diese Publikation für Autoren, die ihre Bücher gerne selbst verlegen, bereits auf der Frankfurter Buchmesse 2015 an und schürte so bei mir hohe Erwartungen. Zu Recht, wie ich jetzt beim Studieren der ersten Ausgabe feststellen durfte.Weiterlesen »

Selfpublishing ist keine zweite Wahl mehr, um sein Buch zu veröffentlichen

SelfpublishingistkeinezweNoch bis vor einer Weile habe ich die Überzeugung vertreten, dass Selfpublishing etwas für Autoren ist, die zu ungeduldig sind, um den Veröffentlichungsweg über Verlage zu wählen. Inzwischen glaube ich das nicht mehr. Ich habe die Bewegung unterschätzt.Weiterlesen »