Warum halb-realistische Monster am besten funktionieren – Ein Gastartikel von John Paxing

Warum halb-realistische Monster am besten funktionieren

Vor knapp zwei Monaten erschien der erste Gastartikel des Horror-Autors John Paxing auf meinem Blog: »Warum wir Monster lieben«. Ich freue mich sehr über Johns Rückkehr. Viel Spaß mit diesem Artikel, von dem ich viel lernen konnte. Mehr über John auf seinem lesenswerten Blog Jpaxing.wordpress.com.

Die Stimmung passt, die Protagonisten sind interessant, die Geschichte fängt vielversprechend an. Zeit für das, was in vielen Horror-Storys irgendwann kommen muss: Das Monster. Bei der Erschaffung von Monstern können Autoren ihre Kreativität Amok laufen lassen, schließlich gibt es sie ja nicht wirklich – oder?

Es stimmt: Grenzen gibt es eigentlich nicht. Ob Riesen-Seeschlange, Zombie oder Killer-Teddy – richtig eingesetzt kann alles gruselig sein. Aber es gibt einen Trick, dessen sich John Carpenter, Stephen King und andere Monster-Erschaffer immer wieder bedienen. Der Trick besteht darin, sich nicht zu weit von dem zu entfernen, was wir aus unserer Umwelt kennen. Am gruseligsten sind für Menschen auf der ganzen Welt diejenigen Monster, die auf einer realen Gefahr basieren – und damit nur zum Teil unrealistisch sind. Dieses Phänomen ist sogar der wissenschaftlichen Forschung bekannt: Unsere Angst vor Monstern rührt nämlich von einer sinnvollen, tief in uns verankerten Emotion her, und das ist die Angst vor unseren drei wichtigsten Feinden: Fressfeinde, Gifttiere und aggressive Mitmenschen .

Diese Angst hat sich über millionen von Jahren in der Evolution des Menschen als erfolgreiche Strategie etabliert, dank derer wir diesen Gefahren erfolgreich ausweichen können, ohne erst riskantes Versuch-und-Irrtum -Lernen durchlaufen zu müssen. Mit anderen Worten: Die Angst vor dem bösen Wolf ist genetisch festgelegt. Denn ein Kind, das zum ersten Mal einem tödlichen Tier gegenüber steht, sollte nicht erst nachdenken müssen, bevor es wegläuft. Angst ist unser angeborenes Alarmsystem, und mit guten Horror-Geschichten lässt sich der Alarm genauso auslösen wie im realen Leben durch den Anblick gefährlicher Tiere.

Wenn man sich klar macht, dass unsere Angst vor dem Monster einer Horror-Geschichte nichts anderes ist als die Urangst vor feindlichen Menschen und Tieren, versteht sich von selbst, dass wir für die Erschaffung eines Monsters gar nicht weit ausholen müssen. Selbst Stephen King, dem es nun wirklich nicht an Fantasie mangelt, verwurzelt seine erfolgreichsten Monster in der Realität, oft sogar im Menschen selbst: Das überirdische Monster in »Es« erscheint seinen Opfern als Clown, der kleine Gage kehrt vom »Friedhof der Kuscheltiere« als fieses, untotes Kind zurück, und in »The Shining« ist es der Vater, der durchdreht und seine Familie umbringen will. Auch Tiere verwandelt Stephen King immer wieder in Monster, ohne sie groß zu verändern: »Cujo« ist beispielsweise ein tollwütiger Hund, und »Das Mädchen« wird – ACHTUNG SPOILER! – in letzter Sekunde vor einem gewöhnlichen Bären gerettet.

Waren es früher Werwölfe, so boomt der Markt in letzter Zeit mit Zombies und Vampiren, also Wesen, die teils Mensch, teils Fiktion sind. Dass wir uns vor solch halb-realistischen Wesen fürchten, obwohl wir wissen, dass es sie nicht geben kann, liegt daran, dass unser Alarmsystem nur auf eine schwammige »Schablone« des Feindes ausgerichtet ist. Es liefert kein 100%ig festgelegtes Bild vom Feind, denn es muss flexibel und lernfähig bleiben, damit wir uns an neue Gefahren in unterschiedlichen Umgebungen anpassen können.

Vampire und Zombies beispielsweise sprechen unsere Angst vor dem aggressiven Mitmenschen an, und unserem Gehirn ist grundsätzlich egal, warum dieser Mensch uns töten will. Ob durch einen uralten Fluch in Rage versetzt, mit einem verhaltensändernden Virus angesteckt oder weil er gerade im Poker verloren hat. Solange er es auf uns abgesehen hat und gefährlich wirkt, löst er in uns die Urangst aus, die den Menschen über die gesamte Evolutionsgeschichte hat überleben lassen. Dasselbe gilt entsprechend für tierische Feindbilder: Große, gut bewaffnete oder giftige Tiere lösen recht undifferenziert Angst aus. Sagen wir, es gibt die Schablone »großer Fressfeind mit Klauen und Fell«. Ob wir nun von einem gewöhnlichen Braunbären oder Tiger angegriffen werden, oder von einem fliegenden Leoparden mit glühenden Augen: Sie sind alle nur Varianten des Arche-Angst-Typs »Fressfeind mit Klauen und Fell«.

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Die Vergangenheit holt dich ein. Kannst du sie ertragen?

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Patricia Bloch will nur eines: Ein ganz normales Leben führen. Doch als ein Teenager mit übernatürlichen Kräften ist das alles andere als einfach. Patricia muss sich nämlich nicht nur mit ihrem Gefühlschaos auseinandersetzen, sondern so ganz nebenbei auch noch die Welt retten. Und das, obwohl sie gerade erst lernt, ihre Kräfte zu nutzen und unter Kontrolle zu bringen.

Als plötzlich Iwan Ostermann wieder auftaucht, der Mann, der einst ihren Vater und viele andere Menschen tötete, geraten Patricia und ihre Freunde in große Gefahr. Der Gegner scheint übermächtig und die Jugendlichen merken bald, dass sie niemandem mehr trauen können. Vielleicht nicht mal sich selbst …

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Wenn du die anderen Keltin-Bücher noch nicht kennst – lies auch:

TÖDLICHE GEDANKEN: 4,3 von 5 Sternen auf Amazon bei 49 Rezensenten!

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Patricia Bloch, hochbegabte 18-jährige in einem brandenburgischen Kaff, will die Provinz endlich hinter sich lassen, als Merkwürdiges geschieht: In einer rätselhaften Vision wird sie vor einem Amoklauf gewarnt. Kurz darauf erlebt sie vor ihrem geistigen Auge einen grauenhaften Mord. Hat Lias etwas damit zu tun – der einzige Mensch, dem sie sich nahe fühlt? Was ist sein Geheimnis? Und ehe sie begreift, was eigentlich geschieht, warnt sie eine innere Stimme erneut: Jemand hat es auf ihr Leben abgesehen.

»Tödliche Gedanken« ist der erste Kelltin-Roman und sollte für den vollen Lesegenuss vor »Tödliche Wahrheit« gelesen werden.

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LELANA: 4,7 von 5 Sternen auf Amazon bei 13 Rezensenten

Lelana Cover

Das Berliner Straßenkind Lelana erwacht eines Morgens nach einem Meth-Trip in der Blutlache ihres Lovers. Hat sie ihn erstochen oder Nadine, diese großspurige Blondine, die Lelana noch nie zuvor gesehen hat? Nadine stellt Lelana vor die Wahl: Entweder geht sie mit ihr oder in den Knast. Was will Nadine ausgerechnet von ihr? Wohin will sie Lelana bringen – und warum?
Lelana willigt ein, Nadine zu folgen und schwört innerlich bittere Rache. Doch mit der Welt, in die sie Nadine entführt, konnte sie mit bestem Willen nicht rechnen.

»Lelana« ist die Vorgeschichte zu «Tödliche Gedanken«, kann aber auch für sich gelesen werden.

»Es wird von Seite zu Seite spannender …« – Sascha Mrowka über »Lelana« auf Amazon.

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12974421_1189962721014992_4070522965118797940_n»Tödliche Gedanken« ist Midnights Deal des Monats. In allen Shops kann der Roman für 1,99 € statt 3,99 € erworben werden.

Hier der Klappentext:

»Patricia Bloch, hochbegabte 18-jährige in einem brandenburgischen Kaff, will die Provinz endlich hinter sich lassen, als Merkwürdiges geschieht: In einer rätselhaften Vision wird sie vor einem Amoklauf gewarnt. Kurz darauf erlebt sie vor ihrem geistigen Auge einen grauenhaften Mord. Hat Lias etwas damit zu tun – der einzige Mensch, dem sie sich nahe fühlt? Was ist sein Geheimnis? Und ehe sie begreift, was eigentlich geschieht, warnt sie eine innere Stimme erneut: Jemand hat es auf ihr Leben abgesehen.«

Making of »Lelana« – die Vorgeschichte zu »Tödliche Gedanken«

Lelana Cover Mitte April 2016 erscheint als E-Boock »Lelana«, eine Novelle von ca. 40 Seiten, die in der Zeit vor »Tödliche Gedanken« spielt und sich um einige bekannte Figuren dreht – aber auch neue vorstellt, die erst in der Fortsetzung zu »Tödliche Gedanken« auftauchen. Insofern ist die Novelle ein Prequel und gleichzeitig ein Bindeglied zwischen den beiden Romanen.Weiterlesen »

Neues von der Fortsetzung zu Tödliche Gedanken

Tödliche Gedanken - Die FortsetzungDas erste Feedback der Alphaleser trudelt ein. Jetzt wird in die Hände gespuckt und der 4. Entwurf geschrieben.

Im Großen und Ganzen bin ich mit der Kritik sehr zufrieden. Der Roman scheint besser zu funktionieren, als ich gehofft hatte. Jedenfalls sind die Rückmeldungen ziemlich positiv, obwohl mich meine Alphaleser normalerweise nicht schonen.

Ein paar Knackpunkte gibt es natürlich. Aber mit denen hatte ich mehr oder weniger auch gerechnet. Und die Lösungen liegen nun dank meiner wundervollen Testleser vor mir.

Das Skript macht ganz schön viel Spaß.

Tödliche Gedanken 2: Statusbericht und Umfrage

Tödliche Gedanken Statusbericht und UmfrageZur Zeit sitze ich fleißig an der Fortsetzung von Tödliche Gedanken.

Der erste und zweite Entwurf sind geschrieben, der dritte wird von mir gerade editiert. Der dritte Entwurf ist dann auch die Fassung, die bald an die Alpha-Leser gehen wird.

Normalerweise ist das eher der zweite Entwurf, aber da ich die Fortsetzung zu einem Zeitpunkt begann, als Patricia Bloch noch Parzival Bell war, habe ich einen Entwurf nur darauf verwendet, die Perspektive umzuschreiben.

Der dritte Entwurf ist vom Plot her bereits recht ausgefeilt, wobei es noch einige Änderungen gibt, die sich aus der Zusammenarbeit mit meiner Lektorin bei Midnight-Ullstein ergeben haben.

Vor allem werden in diesem Stadium aber wichtige Details überprüft, wie z.B. der Informationsfluss in den Dialogen, Kontinuitätsfehler, räumliche Darstellungen, zeitliche Abfolgen usw. Mit anderen Worten: nachdem der Plot grob steht, muss er nun auch im Detail ausgearbeitet werden, so dass die Geschichte rund wird.

Die Arbeit am dritten Entwurf geht jedoch (bis jetzt) flott von der Hand. Zur Zeit bin ich beim sechsten Kapitel von (bisher) dreiunddreißig. Die genaue Anzahl kann sich noch ändern, nicht zuletzt durch Anregungen aus dem Lektorat – und meiner Testleser.

Der dritte Entwurf ist aber auch noch roh genug, um weitere Anregungen einfließen zu lassen. Deine!

Seit dem Erscheinen von Tödliche Gedanken sind nun gute drei Monate vergangen und viele haben den Roman bereits gelesen. Mich würde nun interessieren, was ihr euch als Leser von der Fortsetzung wünscht.

Was wollt ihr erleben? Was nicht? Welche Fragen bewegen euch nach der Lektüre des ersten Teils? Was wollt ihr von Patricia Bloch noch wissen? Wie stellt ihr euch ihre Zukunft vor?

Und natürlich noch alle (un)möglichen anderen Dinge, die euch im Kopf herumspuken.

Ich kann natürlich nicht versprechen, dass alle Ideen, Wünsche und Kritik in den neuen Roman auch einfließen werden (was ja auch langweilig wäre, denn dann gäbe es ja keine Überraschungen mehr). Aber ein gewisses Maß an Mitwirkung ist möglich.

Als Autor kann man nicht immer genau wissen, was die Leser bewegt, was sie interessiert und mit welchen Erwartungen sie an ein neues Buch herangehen. Hier ist eure Chance, diesen Dingen Luft zu machen und sie am Ende vielleicht in dem neuen Roman auch wiederzufinden.

Schreibt mir eure Ideen in die Kommentare, kontaktiert mich auf Twitter oder Facebook oder auch über die Website der SchreibDilettanten. Einfach dort, wo es euch am leichtesten fällt. Ich werde ganz bestimmt alles lesen.

Ich bin gespannt.

P.S.: Wer sich ein bisschen inspirieren lassen will, kann hier bei der Lovelybooks-Leserunde zu Tödliche Gedanken ein wenig stöbern, wo ich bereits viele Wünsche und Ideen aufgenommen habe.

Tödliche Gedanken ist der Spannungs-Tipp von Deborah Schmidt von Midnight by Ullstein!

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Hui, ich fühle mich geehrt. Danke an Deborah Schmidt und das Midnight-Team für diese besonderes Auszeichnung.

Nebenbei: Auf vorablesen.de (eine Seite die ich ohnehin jedem ans Herz lege, der sie noch nicht kennt), hat Tödliche Gedanken mit 54 Rezensionen einen Schnitt von 4 Sternen erreicht und einige sehr interessante Leserkommentare erhalten. Fazit: Eigentlich alle finden Tödliche Gedanken sehr spannend, was mich unglaublich freut, denn das war auch mein Ziel.

Wen es interessiert, mal ein wenig zu stöbern, hier der Link zur Tödliche Gedanken bei vorablesen.de: http://www.vorablesen.de/buecher/toedliche-gedanken