Entfesselter Tod: Making-of

Entfesselter Tod als Kindle-E-Book und als Taschenbuch: http://amzn.to/2iy5Db4

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»Entfesselter Tod« – Kostenlose Leseprobe des ersten Kapitels

 

Etwas Kaltes drückte in Vickys Stirn.

Sie riss die Augen auf. Grelles Licht blendete sie. Sie lag mit dem Bauch auf Fliesen. Die Keramik verstärkte das grelle Licht wie Schnee die Sonne an einem klaren Wintertag. Tränen schossen ihr in die Augen.

Unter Schmerzen drehte sie den Kopf, um mehr zu sehen.

Das Licht stammte von Scheinwerfern. Ein kugelförmiges Wasserbecken spiegelte die Strahlen. Es zeichnete blaue Schatten auf die Wand dahinter. Das gläserne Becken wirkte wie eine riesige Kristallkugel, in der ein Minivan Platz gehabt hätte. Mehr als groß genug, dass ein Mensch darin komplett verschwinden konnte.

Wieso war sie hier? Wo war sie überhaupt?

Vicky versuchte aufzustehen.

Jemand hatte ihr die Hände auf dem Rücken gefesselt. Handschellen. Das spürte sie sofort, auch ohne sie zu sehen. Es war nicht das erste Mal, dass sie welche trug.

Ein Schatten bewegte sich am Rand ihres Sichtfelds. Sie war nicht alleine hier.

»Hallo?« Ihre Stimme krächzte. Sie musste sich räuspern, sonst hätte sie sich an ihrem eigenen Speichel verschluckt.

Keine Antwort. Etwas klirrte. Etwas Großes, Schweres.

Ketten, die über den Boden geschleift wurden.

Vickys Puls raste. Wo auch immer sie war, das hier würde nicht gut für sie enden. Gar nicht gut.

»Wer sind Sie? Sagen Sie mir, wo ich bin! Bitte …«

Schweigen. Schleifen. Klirren. Schritte kamen auf sie zu. Aber wie sie den Kopf auch drehte, sie konnte nicht erkennen, wer da war. Sie wollte sich auf den Rücken drehen. Aber in dem Augenblick drückte sie jemand grob zurück auf den Boden, indem er ihr das Knie ins Kreuz rammte, und fummelte an den Handschellen herum. Dann verschwand der Druck in ihrem Kreuz und ihre Hände waren frei.

Erleichtert atmete Vicky auf.

Doch nicht so schlimm. Bestimmt ein Missverständnis. War sie hier bei der Polizei? In einer Ausnüchterungszelle? Sie konnte sich nicht daran erinnern, betrunken gewesen zu sein. Die letzten paar Stunden waren allerdings weg. Wie bei einem Filmriss. Und sie fühlte sich verkatert. Wieso konnte sie sich nicht einmal mehr daran erinnern, etwas getrunken zu haben? So heftig war es noch nie gewesen.

Sie wollte sich erneut umdrehen. »Hören Sie, ich -«

Jemand stieß ihr wieder ein Knie in den Rücken. Vicky blieb die Luft weg. Beinahe hätte sie sich vor Schmerzen übergeben.

Der Unbekannte packte sie an den Haaren, riss ihren Kopf nach oben und knallte ihn auf den Fliesenboden. Schmerzen rasten hinter ihrer Stirn.

Vicky schrie. Sie wollte nicht schreien. Lieber wollte sie stark sein. Ihrem Gegner trotzig die Stirn bieten. Aber es gelang ihr nicht.

Sie war nicht das erste Mal in einer heiklen Situation. Hin und wieder drehten Freier durch. Aber das hier war anders. Dieser sterile Ort. Das Licht. Die Brutalität – ohne ein einziges Wort.

Das alles machte ihr riesige Angst.

Wieder schleuderte der Unbekannte sie mit der Stirn gegen die Fliesen.

Er wollte sie betäuben.

Vicky unterdrückte mit aller Willenskraft die Schmerzen, die von ihrer Stirn über ihren Schädel bis ins Rückgrat heiß durch ihren Körper wüteten, und erschlaffte. Blut lief ihr über die Stirn. Das war ihre einzige Chance. Die Augen schließen und so tun, als wäre sie bereits bewusstlos. Was auch immer hier mit ihr geschehen sollte – sie war sich inzwischen sicher, dass es um Leben oder Tod ging. Ihren Tod.

Wenn der Entführer glaubte, sie sei bewusstlos, dann würde er sie vielleicht liegen lassen. Die Handschellen hatte er ja schon gelöst.

Er drehte sie auf den Rücken. Vicky ließ den Kiefer locker nach unten gleiten und hielt die Augen weiter geschlossen. Sie atmete so ruhig, wie sie nur konnte.

Sie hörte, dass ihr Peiniger aufstand und ein paar Schritte zurücktrat.

Sollte sie loslaufen?

Gleich darauf vernahm sie das Rascheln von schwerem Stoff.

Sie öffnete ihre Augen zu einem kleinen Spalt.

Breitbeinig stand die Gestalt über ihr. Schlank, mittelgroß, schwarze Jeans, schwarzer Pullover, mit einer schwarzen Sturmhaube über dem Kopf. Unmöglich zu sagen, ob es sich um einen drahtigen Mann oder eine muskulöse Frau handelte.

Die Gestalt hielt eine Zwangsjacke in den Händen. Daher das Rascheln.

Ihr Peiniger musste ein Mann sein. Nur Kerle kamen auf so einen perversen Scheiß.

Der Maskierte packte Vickys rechten Arm. Ganz offensichtlich wollte er ihn in die Zwangsjacke stopfen. Das durfte nicht passieren. Steckte sie erst einmal in dem Ding, war sie wehrlos.

Jetzt oder nie!

Mit aller Kraft riss sie ihr Bein hoch und zielte auf den Schritt der Gestalt. Egal ob Mann oder Frau, das würde wehtun.

Ein unterdrücktes Stöhnen drang unter der Maske hervor. Die Gestalt sank auf die Knie und ließ die Zwangsjacke fallen. Sie musste sich mit beiden Händen abstützen, um nicht mit dem Kopf auf dem Boden aufzuschlagen.

Fieberhaft streifte Vicky den rechten Pumps vom Fuß, holte damit aus und zielte mit dem Pfennigabsatz auf den Hals des Maskierten. Im letzten Augenblick erkannte er, was sie vorhatte, und wich aus. Vicky traf nur die Schulter.

Ein heiserer Schrei. Ihr Angreifer knallte neben ihr auf den Boden und hielt sich die verletzte Stelle.

Vicky krabbelte von ihm weg und streifte den zweiten Pumps ab. Für einen Augenblick dachte sie daran, mit dem Schuh einen zweiten Angriff zu versuchen. Aber jetzt, da ihr Gegner stöhnend vor ihr auf dem Boden kauerte, konnte sie sich nicht dazu überwinden. Stattdessen stemmte sie sich hoch und rannte mit nichts weiter als den Fischnetzstrumpfhosen an den Füßen los.

Rechts – nicht weit weg – sah sie eine Tür. Sie war groß, aus Metall und wahrscheinlich sehr schwer.

Hoffentlich war sie nicht verschlossen.

Vicky warf einen Blick hinter sich. Ihr Peiniger stand wieder auf. Schwankte noch. Aber es war bestimmt nur eine Frage von Sekunden, bestenfalls Minuten, bis er wieder fit war. Verdammt. Sie hatte gehofft, dass ihr Entführer noch eine Weile außer Gefecht sein würde. Nun bereute sie es, dass sie ihm nicht den Rest gegeben hatte. Aber jetzt war es zu spät.

Sie wagte es nicht, sich noch einmal umzudrehen, stürmte los, packte mit beiden Händen den Griff und zog.

Die Tür glitt erstaunlich leicht auf.

Vicky rannte weiter. Ihre fast nackten Sohlen platschten über Granitboden.

Vor ihr lag eine dunkle Halle. Am anderen Ende sah sie etwas, worauf sie gehofft hatte: ein weit geöffnetes Tor, durch das sie den Schnee im Mondlicht schimmern sehen konnte.

Es war noch Nacht. Also war sie nicht lange bewusstlos gewesen. Eine Handvoll Stunden. Höchstens.

Aber das spielte jetzt keine Rolle. Erst musste sie dafür sorgen, dass sie überlebte, dann konnte sie versuchen, sich auf die Geschichte einen Reim zu machen.

Der Boden war rau und schnitt mit jedem Schritt in ihre ungeschützten Fußsohlen. Sie sprintete trotzdem, was das Zeug hielt.

Als sie etwas mehr als die Hälfte geschafft hatte, wagte sie einen Blick hinter sich.

Nichts zu sehen. Die Gestalt verfolgte sie nicht. Die Tür, hinter der der geflieste Raum lag, war weit geöffnet, ein grelles Loch im Dunkeln der Halle.

Obwohl Vicky vor Anstrengung keuchte und ihr Herz in ihrem Brustkorb hämmerte, musste sie kichern. Was auch immer das perverse Arschloch vorgehabt hatte – sie hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Vickys Beine versanken bis zu den Waden im Schnee. Sie war draußen. Entkommen. Sie hatte es geschafft!

Dann sah sie sich genauer um. Weit und breit keine Menschenseele.

Niemand. Nichts.

Hier war gar nichts. Nur schneebedecktes Feld bis zum Horizont. Keine Lichter der Großstadt oder von irgendeinem Dorf oder wenigstens von einem verdammten Haus.

»Das darf nicht wahr sein«, flüsterte sie verzweifelt.

Vicky drehte sich im Kreis und starrte in den Himmel. Dichte Wolken schoben sich vor den Mond. Sie zitterte. Ihre verschwitzten Haare klebten auf ihrer Stirn. Ihr wurde kalt. Nicht gut. Sie musste in Bewegung bleiben. Sie stapfte los.

Hier musste ein Fahrzeug sein. Mit irgendetwas musste der Entführer sie schließlich hergebracht haben. Wo war seine verdammte Karre?

Sie bog um die Ecke des Gebäudes und erkannte einen Weg. Er führte über das Feld bis zur Halle. Kurz vor dem Grundstück stand ein silbergrauer Tiguan.

Schnell war sie bei ihm. Mit bebenden Fingern zog sie an dem Griff der Autotür. Nicht abgeschlossen! Super!

Sie setzte sich hinter das Lenkrad und zog die Tür zu. Geschafft. Hier drin war sie sicher. Für ein paar Sekunden gönnte sie es sich, die Augen zu schließen und durchzuatmen.

Und jetzt weg hier. Sie langte neben das Lenkrad.

Kein Schlüssel.

Nein, nein, nein. So durfte das nicht enden.

Konnte sie den Wagen kurzschließen? In Filmen sah das immer so einfach aus. Aber sie hatte nicht die geringste Ahnung, wie das funktionierte. Und kein Handy, um das zu googeln. Bestimmt konnte man das googeln. Wenn sie nur ihr Handy hätte.

Ihr Handy war in ihrer Handtasche. Irgendwo mussten doch ihre Sachen geblieben sein. Vielleicht hatte sie ja mal Glück.

Vicky beugte ich runter zum dunklen Fußraum des Beifahrersitzes und tastete ihn ab.

Tatsächlich. Ihre Handtasche.

Selbst wenn sie das Kurzschließen eines Autos nicht googeln konnte, konnte sie auf jeden Fall erst einmal Hilfe rufen.

Sie drückte ihre Handtasche an sich und wühlte darin. Lippenstifte, Pfefferspray, Schminkspiegel, Geldbörse, alte Kassenzettel, Kondome, Schlüssel … Wo war nur das verflixte Handy? Wieso nur konnte sie keine Ordnung halten?

Die Tür vom Wagen wurde aufgerissen.

Vicky packte die Dose mit dem Pfefferspray. Doch bevor sie es benutzen konnte, knirschte ihre Nase markerschütternd. Der Faustschlag ließ in ihrem Gesicht eine Supernova aus Schmerzen explodieren.

Wie aus weiter Ferne hörte sie ihr eigenes Wimmern. Es klang fremd. Der Kerl schleifte sie zurück zu dem Raum mit dem riesigen, kugelförmigen Wasserbecken. Ihre Haut wurde aufgeschürft. Sie blutete aus der Nase, durch die sie keine Luft mehr bekam.

»Wieso tötest du mich nicht gleich hier, Arschloch?«

Keine Antwort.

Sie platschte wieder auf den Fliesenboden.

Vicky atmete durch den Mund tief ein. So tief, wie sie konnte. Es musste ihr gelingen, die Panik niederzukämpfen und neue Kraft zu sammeln, um ihn noch einmal anzugreifen.

Sie würde ihm die Augen auskratzen. Dazu brauchte sie nicht viel Kraft. Das bekam sie noch hin. Er würde nicht damit rechnen, weil er bestimmt glaubte, sie bereits gebrochen zu haben.

Die maskierte Gestalt beugte sich über sie, um einen weiteren Versuch zu unternehmen, sie in die Zwangsjacke zu stopfen.

Vicky riss beide Hände hoch und formte sie zu Krallen. Aber er war schneller als sie, wehrte sie ab, ihre langen Fingernägel verfingen sich in der Sturmhaube. Sie klammerte sich fest. Ihr Angreifer wand sich, aber sie ließ nicht locker. Fingernägel knickten ab.

Plötzlich hielt sie die Mütze in der Hand.

»Was? Du?«, flüsterte Vicky.

 

Entfesselter Tod Preview Klappentext

Die »Entfesselter Tod«-Playlist

Entfesselter Tod Preview Klappentext

Ich schreibe gerne zu Musik, meistens erhöht das bei mir die Produktivität. Meine erste Wahl sind hier häufig Film- und Seriensoundtracks. Sie versetzen mich in die richtige Stimmung und inspirieren mich.

Auch bei der Arbeit an »Entfesselter Tod« ließ ich häufig im Hintergrund Soundtracks laufen. Wer beim Lesen ein wenig in die gleiche Atmosphäre eintauchen möchte, kann ja mal seine Musiksammlung durchforsten, ob das eine oder andere Album auch mit dabei ist.

Falls nicht, ist das vielleicht eine gute Gelegenheit, sie sich zuzulegen.

1. The Prestige

Schlichtweg der beste Film zum Thema Bühnenmagie mit einem der besten Soundtracks überhaupt. Die durchweg getragene, romantische und doch unheilvolle, aber wenig aufgeregte Atmosphäre machen die Musik zur idealen Begleitung beim konzentrierten Schreiben und Lesen – und ist schlichtweg magisch.

2. The Sentinel – Wem kannst du trauen?

Die zweitwichtigste Musikquelle, die den anderen großen Aspekt von »Entfesselter Tod« abdeckt. In dem Film gehst es um den Secret-Service-Agent Pete Garrison, dem ein Mord angehängt wird, der in eine Intrige gerät und deswegen auf der Flucht vor seinen eigenen Kollegen seine Unschuld beweisen muss.

Sehr schöner Soundtrack, der die Balance zwischen untergründige Spannung und Action hinbekommt. Ideal für die Atmosphäre von »Entfesselter Tod«

3. Person of Interest

Eine meiner Lieblings-Thriller-Serien. Thematisch passt sie nicht ganz so gut zu »Entfesselter Tod« wie die anderen beiden Soundtracks, dafür ist die Musik einfach gut. Sehr stimmig für Krimis, die in der Gegenwart spielen.

4. Fringe

Eine meiner Lieblingsfernsehserien und einfach ein toller Soundtrack, der mystisch, geheimnisvoll, romantisch und actionbetont klingt.

5. Das Schweigen der Lämmer

Einer der besten Thriller aller Zeiten hat auch einen der besten Thriller-Soundtracks aller Zeiten. Läuft bei mir praktisch in Dauerschleife. Passt deswegen natürlich auch zu »Entfesselter Tod«.

6. Psycho

Wiederum: Ganz hervorragende Thriller-Musik. Das allzu aufdringlich und charakteristische Thema des Mordes unter der Dusche nehme ich raus. Aber der Rest eignet sich hervorragend als Schreib- und Lesemusik.

Rivalität und Rationalismus: Die Ursprünge von »Entfesselter Tod«

Entfesselter Tod Preview Klappentext

Romane entstehen nicht aus dem Nichts heraus. Mein demnächst erscheinender Thriller »Entfesselter Tod« bildet da keine Ausnahme. Ich bin einmal in mich gegangen und habe darüber nachgedacht, was mich eigentlich alles zum Schreiben des Romans gebracht hat. Hier ein paar der wichtigsten Quellen, die mich inspiriert haben:

Eine der wichtigsten Inspirationen für »Entfesselter Tod« war für mich die Biografie Harry Houdinis. Wer sich mit ihr beschäftigen möchte, macht mit der Min-TV-Serie »Houdini« nichts falsch. Sie ist dramatisch, spannend, hat schöne Bilder, fängt die Zeit und das Milieu Houdinis gut ein und ist damit nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch lehrreich.

Das Interessante an Harry Houdini ist für mich weniger, dass er ein hervorragendes Bühnenmagier war. Was ihn besonders wichtig macht, ist sein Talent zur Selbstvermarktung. Was die Medienwirksamkeit angeht, war er nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern eher seinen Zeitgenossen weit voraus.

Sich zum Beispiel aus einer Zwangsjacke zu befreien, ist kopfüber von einer Kette über den Straßen der Großstadt hängend nicht schwieriger als im Stehen auf einer Bühne. Aber Houdini war sehr bewusst, dass die Wirkung einfach spektakulärer war. Also tat er das, was andere nur im Varieté zeigten, in der Öffentlichkeit zur Mittagsstunde in einem außergewöhnlichen Rahmen und warb damit perfekt für seine Shows und natürlich für seinen eigenen Mythos, an dem er selbst stets unermüdlich feilte.

Für mich besonders interessant: die enge Verbindung zwischen Harry Houdini und Arthur Conan Doyle. Gerade als Krimi- und Thriller-Leser und vor allem als großer Sherlock-Holmes-Fan, fasziniert es mich, dass diese beiden so unterschiedlichen Figuren miteinander bekannt, ja sogar befreundet waren.

Zentral ist hier für mich das unterschiedliche Verhältnis zwischen Houdini und Doyle zum damals so populären Spiritismus. Arthur Conan Doyle, der mit Sherlock Holmes den rationalen Detektiv erfunden hatte, der die Naturwissenschaft mit Ermittlungsarbeit verband, war ein große Anhänger des Spiritismus, wohingegen Houdini ein radikaler Skeptiker war.

Das empfinde ich schon fast als einen Witz der Geschichte. Der geistige Vater der Detektivgeschichte, die auf Logik setzte, glaubte an Geister, wohingegen der Zauberer, der auf der Bühne so tat, als gäbe es Magie, in Wirklichkeit ein Verfechter  der Wissenschaft war und sich sogar darum bemühte, Spiritismus als die Scharlatanerie zu entlarven, die sie war.

Sherlock Holmes ist dabei ein weiteres gutes Stichwort. Gerade in seiner aktuellsten und bekanntesten Inkarnation, in der TV-Serie »Sherlock« begeistern mich diese klassischen Detektivgeschichte und vor allem die Figur des Meisterdetektivs selbst. In jeder meiner Romanfiguren steckt ein kleiner Teil Sherlock, so auch in dem Protagonisten von »Entfesselter Tod«, Christopher Vanick.

Das wiederum verbindet den Entfesselungskünstler meines Romans mit einem anderen berühmten Serienhelden, nämlich mit dem Ermittler Patrick Jane aus »The Mentalist«. Eine Serie, die ich geradezu verschlungen habe. Die Mischung aus Arroganz und Warmherzigkeit, dem Drang zur Aufklärung und dem Individualismus, mit dem sie verfolgt wir, standen bei meinem Helden Christopher Vanick unleugbar Pate.

Weitere wichtige Einflüsse waren für mich zahlreiche Filme über Bühnenmagier, angefangen von »The Prestige«, einem meiner Lieblingsfilme schlechthin, über »The Illusionist« bis hin zu »Die Unfassbaren«, um nur drei populäre Beispiel zu nennen. Ich gehe in jeden Film, der Bühnenmagie thematisiert.

»The Prestige« gibt wunderbare Einblicke in die Welt der Magie und zeigt zwei besessene Zauberer, die über ihre Rivalität auf der Bühne zu Erzfeinden werden und sich das Leben zur Hölle machen, bis hin zur absoluten Selbstaufgabe und auch zur Selbstvernichtung. Dieses Kernthema steckt auch tief im Plot von »Entfesselter Tod« und lenkt zu einem gewissen Teil die Figuren.

An »Die Unfassbaren« faszinierte mich die Leichtigkeit, der Humor und das Tempo, mit der das Thema Bühnenmagie in all ihren Facetten thematisiert wird. Der Film krankt ein wenig daran, dass manche der Tricks reine Fantasy sind, aber trotzdem ist er eine extrem spaßige Auseinandersetzung mit dem Thema und eine wirklich große Geschichte. Seine Leichtigkeit und Schnelligkeit haben mich ebenfalls beim Schreiben von »Entfesselter Tod« geleitet.

Neben diesen Haupteinflüssen gibt es noch viele andere, die mich beim Schreiben des Romans inspiriert haben. Bei vielen bin ich mir bestimmt nicht einmal bewusst. Das hier sind nur ein paar, die wichtigsten und vielleicht auffälligsten.

Wenn du wie ich ein großer »Sherlock«-Fan bist, »The Mentalist« gerne gesehen hast, dich die Filme wie »The Prestige« und »Die Unfassbaren« ins Kino gelockt haben und du schon immer das Wirken und Leben von Harry Houdini faszinierend fandest und du auch noch gerne Krimis und Thriller liest – dann dürfte »Entfesseltet Tod« für dich auch interessant sein.

Rezi-Exemplare zu vergeben

Entfesselter Tod: Rezi-Exemplare zu vergeben!

Rezi-Exemplare zu vergeben

Ende August erscheint mein neuer Thriller »Entfesselter Tod«. Wenn du dich für Krimis- und Thriller interessierst, gerne Buch-Rezis veröffentlichst und/oder ein Buch-Blogger bist, kannst du dich ab jetzt für ein Rezensions-Exemplar bewerben.

Wie viele Exemplare ich herausgebe, hängt von der Anzahl der Bewerbungen ab. Ich kann nicht garantieren, dass alle Bewerbungen auch eine Ausgabe des Romans erhalten. Die Rezi-Exemplare verschicke ich nur als E-Books per E-Mail, wahlweise als .mobi oder .epub.

Entfesselter Tod Preview Klappentext

Bewirb dich mit ein paar Infos zu dir und – wenn vorhanden – der URL zu deinem Buchblog oder -vlog. Ein eigener Blog oder YouTube-Kanal ist allerdings keine Teilnahmebedingung. Bewerbungsschluss ist der 21. August 2017. Gerne kannst du dich in den Kommentaren, per PN oder E-Mail bewerben: marcus.johanus@googlemail.com.

Es besteht keinerlei Rechtsanspruch auf ein Rezi-Exemplar. Ich behalte mir vor, ihre Anzahl und Empfänger selbst zu bestimmen. Ich freue mich über eine Rezi auf Amazon oder deinem Blog, erwarte aber selbstverständlich keine Gefälligkeits-Rezension.

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