Triff mich auf der online Autorenmesse vom 05. bis zum 12. November 2017

Triff mich auf der online Autorenmesse vom 05. bis zum 12. November 2017
https://online-autorenmesse.de

Vom 05. bis zum 12. November 2017 findet die erste online Autorenmesse statt. Jurenka Jurk hat ein tolles Programm zusammengestellt und haufenweise tolle Menschen für ihr Projekt gewonnen – und Axel Hollmann und ich sind als Die SchreibDilettanten dabei!

Auf der Messe kannst du in über 30 verschiedenen Videos von Profis lernen willst, wie du erfolgreiche Romane schreibst und neue Impulse für dein Schreiben bekommen.  Die Messe ist kostenlos und du kannst bequem von Zuhause aus an ihr teilnehmen. Du benötigst nur einen Computer oder ein Handy mit Internetzugang und Videoplayer.

Für eine Teilnahme musst du dich auf der Website der Online Autorenmesse anmelden. Anschließend bekommst du eine eMail mit weiteren Informationen, wie und wann du die Videos sehen kannst. Du erhältst auch einen Messe-Zeitplan und während der Messe erinnert dich Jurenka täglich an die bevorstehenden Experteninterviews, sodass du keines verpasst. Jedes Video kannst du dann 24 Stunden lang kostenfrei anschauen.

Wenn du noch Fragen hast, findest du auf der FAQ-Seite der online Autorenmesse ganz viele Antworten.

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Roman-Cheatsheet: So behältst du die Arbeit an deinem Roman im Blick

Roman Cheat sheet so behältst du die Arbeit an deinem Roman im Blick

Folgende Übersicht ist dazu gedacht, dir dabei zu helfen, die einzelnen Phasen der Arbeit an deinem Romanmanuskript zu strukturieren. Ich arbeite so. Das heißt nicht, dass du ganz genauso arbeiten sollst oder musst. Auf der Grundlage dieser Übersicht kannst du dir aber vielleicht deine eigenes Cheatsheet erarbeiten, wozu ich dir dringend rate.

  1. Ideenfindung (maximal zwei Wochen)
    • Brainstorming/Clustering
    • Recherche
    • Mindmapping
  2. Figuren (maximal zwei Wochen)
    • Brainstorming/Clustering
    • Schreiben der Biografien
  3. Plot hinter dem Plot (maximal zwei Wochen)
    • Was ist vor der Romanhandlung alles passiert?
    • Welche Ereignisse geschehen während der Romanhandlung, die das Publikum aber nicht oder nur indirekt erfährt?
    • Falls nötig: Überarbeitung und Änderungen der Biografien der Figuren
    • Erstellen einer Zeitleiste des Plots hinter dem Plot
  4. Prämisse (maximal zwei Tage)
    • Hauptfigur + Konflikt = Lösung
    • Innerer Konflikt: Zentrale Frage auf der Figurenebene?
    • Äußerer Konflikt: Zentrale Frage auf der Handlungsebene?
  5. 7-Punkte-Plot (maximal zwei Tage)
    • 1. Aufhänger (Gegenteil von der Auflösung)
    • 2. Erste Wendung (Stellt den Konflikt vor, die Welt der Hauptfigur verändert sich, sie lernt Neues.)
    • 3. Erster Kniff (Etwas geht schief.)
    • 4. Mittelpunkt (Übergang von der Reaktion zur Aktion)
    • 5. Zweiter Kniff (Erhöht den Druck, bis die Situation hoffnungslos erscheint)
    • 6. Zweite Wendung (Die Hauptfigur erhält die letzte fehlende Sache, um zu gewinnen)
    • 7. Auflösung (Gegenteil vom Aufhänger, der Haupfkonflikt wird gelöst)
  6. Pitch (maximal zwei Tage)
    • Name der Hauptfigur + Beschreibung der Hauptfigur + Setting + Ziel der Hauptfigur + Name des Schurken + Beschreibung des Schurken + Ziel des Schurken
    • Kürzen, kürzen, kürzen …
  7. Exposé (maximal eine Woche)
  8. Treatment (maximal sechs Wochen)
    • Karteikarten einzelner Szenen: Datum und Uhrzeit, Handlung in einem Satz, Konflikt, emotionale Veränderung der Perspektivfigur
    • Ausformulieren der einzelnen Szenen in ca. ein bis zehn Sätzen
  9. Erster Entwurf (maximal acht Wochen)
    • Schnell schreiben! Maximal zwei Monate Zeit!
    • Danach: Mindestens vier Wochen ruhen lassen
  10. Zweiter Entwurf (maximal vier Wochen)
    • Überarbeitung des ersten Entwurfs auf inhaltlicher Ebene
  11. Alpha-Leserinnen (nicht beeinflussbar)
    • Bibber …
  12. Dritter Entwurf (maximal vier Wochen)
    • Einarbeiten des Feedbacks der Alpha-Leserinnen
  13. Beta-Leserinnen (nicht beeinflussbar)
    • Bibber, bibber …
  14. Vierter Entwurf (maximal vier Wochen)
    • Einarbeiten des Feedback der Alpha-Leserinnen
  15. Lektorat (nicht beeinflussbar)
    • Seufz …
  16. Fünfter Entwurf (maximal vier Wochen)
    • Fast noch mal neu schreiben … Nein, nur Spaß … Oder doch nicht?
  17. Korrektorat (nicht beeinflussbar)
  18. Sechster Entwurf (maximal zwei Wochen)
    • Feintuning der Sprache, auch auf stilistischer Ebene
  19. Veröffentlichung
    • Erstellen des Klappentextes (Exposé und Pitch helfen)

Das wirkt wie ein sehr linearer Arbeitsprozess. Das ist auch das Ideal. Am Ende ist diese Linearität aber selten der Fall. Häufig muss ich zwischen einzelnen Phasen vor- und zurückspringen.

Die Zeitangaben hinter den einzelnen Punkten sind durchaus strikt gemeint. Es ist wichtig, dass du dir selbst Deadlines setzt – denn außer dir tut es sonst keiner. Anders als Verlagsautorinnen haben Selfpublisher halt niemanden, der sie zur Abgabe zwingt. Und da Arbeit sich meisten in einem Maße ausdehnt, wie Zeit zur Verfügung steht, kann es durchaus passieren, dass du schon in einer frühen Phase festhängst und mit deinem Projekt nicht mehr weiterkommst.

Strikte Deadlines helfen auch dabei, deinen Perfektionismus und deinen inneren Kritiker zu überwinden.

Wenn du dir die Mühe machst, die Zeiten zu addieren, wirst du feststellen, dass ich ungefähr 40 Wochen für ein Romanprojekt benötige. Plus die nicht kalkulierbaren Phasen, in denen ich auf das Feedback von Testleserinnen, Lektorinnen und Korrektorinnen warte, braucht so ein Roman also rund ein Jahr, bis er veröffentlichungsreif ist.

Das ist wohlgemerkt die Zeit, die ich als nebenberuflicher Selfpublisher benötige, der nicht mehr als zwei Stunden pro Tag zum Schreiben Zeit hat. Hauptberufliche Selfpublisher müssten also ungefähr in einem Viertel der Zeit zum Ziel kommen, in rund drei Monaten.

Entfesselter Tod Preview Klappentext

»Ausgeklügelte Handlungsstränge für Freunde trickreicher Krimis, genug Action sodass auch bei Hardboiled-Fans keine Langeweile aufkommen dürfte und Charaktere mit denen man mitfiebert, lassen die Seiten nur so vorüberfliegen.«

Jan Butte

Entfesselter Tod: Making-of

Entfesselter Tod als Kindle-E-Book und als Taschenbuch: http://amzn.to/2iy5Db4

Die »Entfesselter Tod«-Playlist

Entfesselter Tod Preview Klappentext

Ich schreibe gerne zu Musik, meistens erhöht das bei mir die Produktivität. Meine erste Wahl sind hier häufig Film- und Seriensoundtracks. Sie versetzen mich in die richtige Stimmung und inspirieren mich.

Auch bei der Arbeit an »Entfesselter Tod« ließ ich häufig im Hintergrund Soundtracks laufen. Wer beim Lesen ein wenig in die gleiche Atmosphäre eintauchen möchte, kann ja mal seine Musiksammlung durchforsten, ob das eine oder andere Album auch mit dabei ist.

Falls nicht, ist das vielleicht eine gute Gelegenheit, sie sich zuzulegen.

1. The Prestige

Schlichtweg der beste Film zum Thema Bühnenmagie mit einem der besten Soundtracks überhaupt. Die durchweg getragene, romantische und doch unheilvolle, aber wenig aufgeregte Atmosphäre machen die Musik zur idealen Begleitung beim konzentrierten Schreiben und Lesen – und ist schlichtweg magisch.

2. The Sentinel – Wem kannst du trauen?

Die zweitwichtigste Musikquelle, die den anderen großen Aspekt von »Entfesselter Tod« abdeckt. In dem Film gehst es um den Secret-Service-Agent Pete Garrison, dem ein Mord angehängt wird, der in eine Intrige gerät und deswegen auf der Flucht vor seinen eigenen Kollegen seine Unschuld beweisen muss.

Sehr schöner Soundtrack, der die Balance zwischen untergründige Spannung und Action hinbekommt. Ideal für die Atmosphäre von »Entfesselter Tod«

3. Person of Interest

Eine meiner Lieblings-Thriller-Serien. Thematisch passt sie nicht ganz so gut zu »Entfesselter Tod« wie die anderen beiden Soundtracks, dafür ist die Musik einfach gut. Sehr stimmig für Krimis, die in der Gegenwart spielen.

4. Fringe

Eine meiner Lieblingsfernsehserien und einfach ein toller Soundtrack, der mystisch, geheimnisvoll, romantisch und actionbetont klingt.

5. Das Schweigen der Lämmer

Einer der besten Thriller aller Zeiten hat auch einen der besten Thriller-Soundtracks aller Zeiten. Läuft bei mir praktisch in Dauerschleife. Passt deswegen natürlich auch zu »Entfesselter Tod«.

6. Psycho

Wiederum: Ganz hervorragende Thriller-Musik. Das allzu aufdringlich und charakteristische Thema des Mordes unter der Dusche nehme ich raus. Aber der Rest eignet sich hervorragend als Schreib- und Lesemusik.

Widerstehe der Versuchung, Kurzgeschichten zu schreiben

Widerstehe der Versuchung, Kurzgeschichten zu schreiben-2
Kurzgeschichten sind scheinbar eine gute Idee. Überall gibt es Wettbewerbe, bei denen man sie einreichen kann. Du kennst sie aus dem Deutschunterricht, wo sie als hochliterarisch gelobt und häufig besprochen werden. Alle großen Schriftsteller scheinen sie geschrieben zu haben – warum also nicht auch du?

Und, hey, sie sind kurz, was soll schon passieren? Mal so eine Kurzgeschichte schreiben, auch nur zu Übung – das kann doch nicht schaden …

Doch. Kann es. Und hier einige Argumente, warum du der Versuchung Kurzgeschichten zu schreiben, widerstehen solltest, wenn du eigentlich doch Romane schreiben möchtest.

1. Kurzgeschichten sind eine Form der Prokrastination

Die Aufschieberitis lauert überall und hat viele Masken, wenn du so ein langwieriges und schwieriges Projekt wie einen Roman in Angriff nimmst. Gerade Tätigkeiten, die so wirken, als würden sie mit deinem Romanprojekt zutun haben, bilden eine besonders heimtückische Zeitfalle.

Kurgeschichten sind doch eine tolle Übung, liest du vielleicht auf Blogs oder in Schreibratgebern. Versuche dich erst einmal mit einem kurzen Text, bevor du einen Roman schreibst, ist ein gut gemeinter Ratschlag, den ich immer wieder lese.

Aber Romane schreiben lernst du vor allem, wenn du Romane schreibst. Ja, natürlich können Kurzgeschichten in gewisser Weise eine gute Vorbereitung für das Romanschreiben sein. Das kann aber das Auswendiglernen des Dudens oder das Verfassen von Gedichten auch sein. Natürlich lernst du beim Schreiben immer etwas dazu, ganz gleich, was du schreibst. Doch wenn du Kurzgeschichten schreibst, lernst du vor allem, Kurzgeschichten zu schreiben, nicht das Schreiben von Romanen.

Kurzgeschichten sind verführerisch, weil sie eben so schön kurz sind und deswegen beherrschbarer als ein Manuskript von 100.000 Wörtern. Sie mögen dir vielleicht leichter fallen. Aber eine gute Vorbereitung oder Übung für das Schreiben von Romanen sind sie nicht. Sie halten dich nur davon ab, das zu tun, was du eigentlich möchtest.

2. Kurzgeschichten haben mit Romanen wenig zu tun

Kurzgeschichten und Romane wirken auf den ersten Blick verwandt. Beide erzählen eine Geschichte, beide verwenden dazu Prosa, haben Dialoge, Beschreibungen, einen Spannungsaufbau und so weiter.

Viel wichtiger aber als die Gemeinsamkeiten sind die Unterschiede. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht: Kurzgeschichten haben viel mehr mit Gedichten gemeinsam als mit Romanen. Kurzgeschichten leben von der Kürze, also der  sprachlichen Verdichtung. Der Roman ist das genaue Gegenteil. Zu ihm greifen die Leserinnen gerade wegen seiner epischen Breite. Eine Kurzgeschichte ist nun einmal Kurz und muss sich deswegen auch sprachlich stark einschränken, wenn sie denn gut sein soll. Sie lebt von Andeutungen und Leerstellen, die der Roman gerade füllt.

Insofern schadet es sogar deinem Stil, wenn du Kurzgeschichten schreibst. Es kann gut sein, dass du dann beim Romanschreiben deinem Publikum exakt die Dinge vorenthältst, die  sie eigentlich gerne lesen wollen.

3. Kurzgeschichten haben eine stark eingeschränkte Zielgruppe

Das Genre der Kurzgeschichten ist bei Germanisten, Literaturkritikern in Schreibseminaren oder bei Literaturwettbewerben sehr beliebt. Diese stellen aber eine Literatenblase dar, die nicht viel mit dem breiten Publikum für Romane zutun hat. Wenn du dich damit zufrieden geben willst, für eine Elite und für Wettbewerbe zu schreiben, dann sind Kurzgeschichten eine gute Idee.

In der Regel möchtest du aber als Romanautorin ja viele Leserinnen erreichen.

Auf den ersten Blick scheinen Kurzgeschichten durchaus erfolgreich zu sein. Immerhin gibt es viele Kurzgeschichtensammlungen auf dem Markt. Immer wieder erscheinen Anthologien, die auch beworben und gelobt werden.

Aber wirf einen Blick in die Amazon-Charts, auf die Spiegel-Bestsellerliste oder auf beliebige andere Verkaufsränge. Hier tauchen so gut wie nie Kurzgeschichtensammlungen auf. Sie fehlen hier nicht nur in den Top 10, sondern auch in den Top 20, 40, 50 …

4. Mit Kurzgeschichten verbrennst du deinen Namen

Kurzgeschichten sind auch deswegen verführerisch, weil du sie vielleicht in der Regionalzeitung in Form eines Kurzkrimis oder bei einer ähnlichen Publikationsform leicht unterbringen kannst. Leichter jedenfalls als ein Romanmanuskript bei einem großen Publikumsverlag. Das kann kleines, aber schnelles Geld bedeuten und dir eine Plattform liefern, die immerhin ein paar hundert, wenn nicht ein paar tausend Leute lesen. Das klingt doch gut, oder?

Diese Veröffentlichungsform ist meiner Ansicht nach eine Sackgasse. Es ist eine Illusion zu glauben, dass die Leute, weil sie eine tolle Kurzgeschichte von dir lesen, sich Monate oder Jahre später auch an deinen Namen erinnern und dann zu deinem Roman greifen. Für eine Handvoll Leute mag das stimmen. Für die Masse eher nicht.

Vor allem funktioniert das meiner Erfahrung nach nicht bei Lektoren oder Agenten. Denen ist in der Regel ziemlich gleichgültig, ob du Kurzgeschichten irgendwo erfolgreich veröffentlich hast, wenn es darum geht, dein Romanmanuskript zu beurteilen.

Nur, weil der umgekehrte Fall funktioniert, tappen viele in diese Wahrnehmungsfalle. Ja, wenn ein bereits etablierter Autor mit einem Massenpublikum, wie z.B. Stephen King, Kurzgeschichten irgendwo veröffentlicht, die begeistert gelesen werden und sich im Anschluss dann seine Romane super verkaufen, heißt das nicht, dass das bei dir auch klappt.

Wenn du Pech hast, setzt ein gegenteiliger Effekt ein: Die Menschen verbinden mit deinem Namen die netten Kurzkrimis und trauen dir nicht zu, auch einen komplexeren Roman schreiben zu können.