Meine #fbm17

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Von links nach rechts: ich, Axel Hollmann, Tanja Neise, C.A. Raaven und Patrizia Prudenzi

Zunächst einmal muss ich mich entschuldigen, dass ich mit meinem Messebericht von der #fbm17 so spät dran bin. Aber die letzten Tage waren so voller Arbeit und Aufgaben, dass ich beim besten Willen nicht dazu gekommen bin, mich meinem Blog zu widmen.

Also, nach dem Motto »Besser spät als nie.« hier mein Bericht von der Frankfurter Buchmesse: Weiterlesen „Meine #fbm17“

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Triff mich auf der Frankfurter Buchmesse 2016!

Wer dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse ist, kann mich am Messesamstag von 15 bis 16 Uhr in Halle 3.0 Stand B130 von Midnight by Ullstein treffen. Ich freue mich über jeden, der vorbei kommt und mit mir plaudern will. Wer möchte, kann sich gerne Postkarten mit den Covermotiven meiner beiden Romane Tödliche Gedanken und Tödliche Wahrheit, die ich im Gepäck habe, oder ein selbst mitgebrachtes Taschenbuch von Tödliche Gedanken signieren lassen.

#fbm – Meine Frankfurter Buchmesse 2015

Die Buchmesse war für mich dieses Jahr eine ziemliche Herausforderung. Um 2:30 Uhr bin ich am Samstag aufgestanden und um 21:30 Uhr wieder zu Hause gewesen – dazwischen war ich nur auf Achse.

Aber eines nach dem anderen:

Verflixt früh ging es für mich in Berlin los. Aus beruflichen und familiären Gründen blieb mir dieses Jahr nur der Samstag als Messetag. Frankfurt am Main ist nicht gerade um die Ecke für mich.

Erste Überraschung: Kurz vor fünf Uhr morgens ist der Berliner Hauptbahnhof ausgestorbener als der Invalidenfriedhof. So gut wie keine Fahrgäste. Alles hat zu.

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Ich muss gestehen, dass ich kein regelmäßiger Zugfahrer bin. Aber ich hätte schon gedacht, dass auf dem größten Bahnhof der Hauptstadt rund um die Uhr der Bär steppt.

Nachdem es mir trotzdem gelungen war, einen Kaffee und ein Frühstück zu organisieren, konnte ich auf die Sekunde (!) genau pünktlich (!!) meinen Zug besteigen. Nicht schlecht.

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So ungefähr bis Göttingen hatte ich auch einen schönen Sitzplatz, an dem ich super schreiben konnte. Danach erfuhr ich, wieso ich keinen Platz in dem Zug reservieren konnte. Dicht gedrängt und immer auf der Suche nach einem freien Plätzchen ging die Fahrt bis Frankfurt weiter. An schreiben war da leider nicht mehr zu denken.

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Ebenfalls pünktlich (!!!) lief ich dann auch im Frankfurter Hauptbahnhof ein. Hier war schon erheblich mehr los als in der Hauptstadt. Kein Wunder, denn die Messe ist ja gleich um die Ecke.

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Die zehn Minuten lief ich schnell in einem Pulk anderer Buchinteressierter. Und blitzartig wurden auch die Erinnerungen an meinen Messebesuch von vor zwei Jahren wieder wach. Plötzlich war es so, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich das letzte Mal hier gewesen war.

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So ungefähr eine gute halbe Stunde brauchte ich noch, bis ich raus hatte, wie ich an meine von Midnight für mich zurückgelegte Karte kam, auf ein Klo stieß, das auch frei war, und schließlich noch die richtige Halle fand, in der Axel und Viola Hollmann mit Tanja Neise bereits am Stand von Amazon auf mich warteten.

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Leider hatte ich Tanjas Lesung punktgenau versäumt. Trotzdem war der Stand durchaus interessant. Spannend, welche Präsenz Amazon auf der Messe zeigt. Ständige Autorenlesungen und viele Veranstaltung an einem attraktiven Stand. Amazon nimmt offensichtlich seine eigene Verlagstätigkeit sehr ernst.

Auch hatte ich alle Aktivitäten rund um den Selfpublisher-Award leider verpasst. Der Sieger, Philip P. Petersons Paradox: Am Abgrund der Ewigkeit, interessierte mich, da ja SF eine meiner heimlichen Leidenschaften ist.

Praktisch schon vor Ort habe ich damit begonnen, den Roman zu lesen. Und obwohl ich noch lange nicht durch bin, bin ich schon sehr begeistert. Peterson hat zu recht gewonnen. Ein wirklich hervorragender Roman, so weit ich das bis jetzt beurteilen kann. Hut ab vor der Informationsdichte, dem Fachwissen und dem trotzdem lockeren und unterhaltsamen Schreibstil. Ganz großes Kino, nicht nur für Fans des Genres.

Danach schlenderte ich mit Viola (Axel hatte noch wichtige Termine und Tanja war am Autorensofa sowieso dauergebucht) ein wenig durch die Halle 3.0, um mir ein paar Eindrücke zu verschaffen – und suchte den Stand von BoD. Dank Messe-App erfolglos, denn der Stand war schließlich ganz woanders, als dort ausgewiesen. Aber das erfuhr ich erst viel später.

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Mich beeindruckte schon die Vielfalt der Aussteller und die Menge der Besucher. Bücher sind lebendiger denn je. Das war schön anzusehen.

Was mir persönlich negativ auffiel: Vor zwei Jahren gab es praktisch keinen Stand ohne iPad oder E-Book-Reader. Dieses Jahr fand ich lediglich bei Heyne Lesegeräte in einer Ecke versteckt. Viele Verlage scheinen das Thema E-Books aussitzen zu wollen. Ein Fehler, wenn man mich fragt.

Sehr zu meiner persönlichen Freude durfte natürlich auch ein Star-Wars-Stand nicht fehlen. Sehr schick. Mit einem Stormtrooper und einem Jedi. Allerdings beunruhigte mich schon, dass alle mit dem Stormtrooper ein Selfie machen wollten und keiner mit dem Jedi – der auch ziemlich traurig darüber war.

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Nach dem Streifzug durch die überfüllten Messegänge holten wir Axel von seinem Termin ab und suchten zu dritt das Autorensofa.

Unterwegs sprach uns Ingrid Haag an, Autorin, Lektorin und Chefredakteurin des neuen Magazins aus dem Uschtrin-Verlag Der Selfpublisher.

Wir outeten uns gegenseitig als Fans, denn immerhin sind Axel und ich Abonnenten und regelmäßige Leser der Federwelt und sind beide ganz begeistert vom Selfpublisher-Magazin. Und Ingrid scheint die eine oder andere Folge der SchreibDilettanten nicht unbekannt zu sein 🙂

Wir nutzten die Gelegenheit, um Ingrid kurz vor die Kamera zu zerren, was uns allen, denke ich, sehr viel Spaß gemacht hat.

Anschließend ging es aufs Autorensofa – was nur als Metapher zu verstehen ist. Denn das Sofa, das es wirklich gibt, haben wir am Stand der Selfpublisher-Vereinigung gar nicht sehen können. So dicht drängelten sich hier die Fans um die Autoren.

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Ich war buchstäblich sprachlos, wie massiv der Ansturm der Leser hier war. Nach meinem subjektiven Eindruck war er jedenfalls größer als bei den meisten Publikumsverlagen auf der Messe, was eine beachtliche Leistung darstellt.

Kein Wunder. Ich konnte zwar wegen der Menschenmenge und des Lautstärkepegels lediglich ein wenig mit Violet Truelove und Karina Reiß plaudern. Aber das genügte schon, um mich erleben zu lassen, welche herzliche und freundschaftliche Atmosphäre hier herrschte. Chapeau. Für mich ein Höhepunkt der Messe.

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Der zweite Höhepunkt folgte alsbald: Das Meet & Greet von Midnight und Forever.

Hier erfuhren Axel und ich die nächste Überraschung: Fans der SchreibDilettanten (und Leser unserer Romane) warteten hier bereits auf uns! Das hätten wir nie für möglich gehalten. Zu schön, um wahr zu sein.

Kaum waren wir da, wurden wir schon in spannende und sympathische Gespräche verwickelt, die kein Ende nahmen. Ich signierte einige meiner Tödliche Gedanken-Postkarten und hatte den Eindruck, sehr, sehr liebe, kompetente und aufgeschlossene Leser zu haben. Das Feedback war unglaublich positiv.

Auch die Gespräche mit den anderen Midnight- und Forever-Autoren waren sehr unterhaltsam und aufschlussreich. So viele freundliche Menschen auf einen Haufen habe ich selten erlebt. Eine tolle Atmosphäre, ich war wirklich überwältigt.

Leider hatte ich es nur mit viel zu wenigen geschafft, ins Gespräch zu kommen.

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Sogar Marguerite Joly, die Projektleitern von Midnight und Forever, ließ sich von Axel und mir vor die Kamera zerren – allerdings nur für einen kleinen Teaser, da sie uns ein längeres Interview zu einem späteren Zeitpunkt in Aussicht stellte. Zuschauer der SchreibDilettanten dürften also gespannt sein.

Für Axel und Viola war nach dem Meet & Greet die Messe auch schon vorbei. Kein Wunder. Sie waren bereits seit Mittwoch dabei und schon ziemlich platt.

Ich schlenderte noch ein wenig durch die Halle, konnte hier und da noch einen Blick auf ein paar Prominente werfen, wie z.B. Bernhard Hennen und Sebastian Fitzek.

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Der Stand des Bastei-Verlags war ja von Sebastian Fitzek dominiert. Nicht nur sein neuer Roman Das Joshua-Profil wurde dort ausgiebig beworben. Sehr originell wurde auch sein Cameo-Roman Max Rhodes Blutschule präsentiert – mit einem Klassenzimmer, das dort aufgebaut war. Sehr schick das Ganze. Und eine wirklich spannende Idee. Ich freue mich schon darauf, beide Bücher zu lesen.

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Schließlich fand ich – mehr oder weniger zufällig und dank ein wenig Hilfe von Karina Reiß – doch noch den BoD-Stand, wo ich mich beraten ließ, wie verflixt einfach, günstig und trotzdem qualitativ hochwertig man inzwischen sein eigenes Buch drucken lassen kann.

Zum Abschluss schlenderte ich noch ein wenig über den Messehof und erfreute mich an den zahlreichen Cosplayern, die die Messe angenehm bunt und vielfältig machen.

Ich entschloss mich, von Heimweh nach meiner Familie und Müdigkeit gepackt, dann doch die Messe wieder Messe sein zu lassen und den nächsten Zug nach Berlin zu nehmen, der mit nur wenigen Minuten Verspätung kam.

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Fazit: Trotz der Kürze eine wirklich schöne und ereignisreiche Messe mit vielen neuen und spannenden Eindrücken. Die Buchbranche entwickelt sich ständig. Viele Dinge gefallen mir, bei wenigen bin ich eher skeptisch.

Ich habe den Eindruck, dass die meisten traditionellen Verlage versuchen, den E-Book-Zug an sich vorbeirauschen zu lassen, was ich nicht nur persönlich schade, sondern auch falsch finde.

Ich glaube, E-Books und minderwertiges Selfpublishing werden zu häufig gleichgesetzt.

Das Autorensofa hat gezeigt, welches gigantische Potenzial in der E-Book- und Selfpublisher-Bewegung steckt, die nicht zwangsläufig etwas damit zu tun hat, dass jemand ein unfertiges Buch unüberlegt auf den Markt wirft, wie so häufig unterstellt wird.

Ich selbst habe diesen Standpunkt noch bis vor ein, zwei Jahren vertreten. Inzwischen denke ich da vollkommen anders drüber. Niemand, der den Selfpublisher-Markt ernsthaft beobachtet, kann bei dieser Meinung bleiben.