Wie du 2018 deine Ziele als Selfpublisher erreichst

Wie du 2018 deine Ziele als Selfpublisher erreichst

Du kennst das: neues Jahr, neue gute Vorsätze. Selfpublisher sind für sie besonders anfällig. Vom Beenden deines Manuskripts, das schon seit Ewigkeiten auf deiner Festplatte schmort, bis hin zum Vorsatz, dieses Jahr früher deine Steuererklärung abzugeben.

Und wie jedes Jahr hält die frische Motivation bestenfalls drei Monate – dann hat dich die Dampfwalze deiner Alltagspflichten wieder eingeholt und deine guten Vorsätze plattgemacht.

Sich etwas einfach nur ganz, ganz fest vorzunehmen reicht einfach nicht, um ständig am Ball zu bleiben.

Zum Glück gibt es ein paar Tricks, mit denen du deine Vorsätze doch in die Tat umsetzen kannst.

Nimm dir nur eine Sache vor

Schon allein die Formulierung »gute Vorsätze« beinhaltet ihr Scheitern. Häufig bringen wir zum Jahreswechsel alles auf die Platte, was uns stört: mehr Bewegung, weniger Schokolade essen, mehr Zeit für die Familie, weniger Fernsehen und dann noch das Beenden des Romans, seine Veröffentlichung und Werbung in den sozialen Medien.

Alle diese Ziele zu erreichen wäre einfach übermenschlich. Das kann nicht gut gehen. Es ist absolut sinnvoll, sich nur auf ein Ziel zu konzentrieren.

Häufig ist es so, dass das Umsetzen eines guten Vorsatzes, andere nach sich zieht. Wenn du mehr schreibst, um deinen Roman zu beenden, hast du automatisch weniger Zeit zum Fernsehen.

Formuliere dein Ziel schriftlich

Sich einfach nur im Kopf diffus vorzunehmen »Ich mach jetzt mal mehr mit Social Media. Soll ja die Verkäufe ankurbeln..« ist kein verbindliches Ziel.

Schreibe stattdessen lieber so was wie: »Bis Ende Januar habe ich ein Profil bei Facebook eingerichtet.«

Drucke dir diesen Vorsatz auf und hänge ihn irgendwo auf, wo du ihn gut sehen kannst (aber sonst niemand außer dir). So erinnerst du dich selbst an deine Ziele und erzeugst eine Verbindlichkeit.

Wir fühlen uns schlecht, wenn wir unsere gesteckten Ziele nicht erreichen. Und dieses Gefühl wird umso größer, je verbindlicher das Ziel ist.

Bestenfalls möchtest du dieses miese Gefühl, dein Ziel verfehlt zu haben, vermeiden und verfolgst es somit konsequenter als wenn es nur als diffuse Vorstellung in deinem Kopf herumschwirrt.

Visualisieren hilft nicht

In manchen Ratgebern bekommst du den Tipp, deine Ziele genau zu visualisieren, damit du sie besser erreichen kannst. Neuere Studien deuten darauf hin, dass das keine gute Idee ist.

Wenn du dir in deinen Tagträumen zu detailliert ausmalst, wie es wäre, wenn du deine Ziele erreicht hast, kann es sein, dass dies schon als Belohnung ausreicht.

Soll heißen: Es fühlt sich für dich so an, als hättest du deine Ziele bereits erreicht. Das kann sich negativ auf die Motivation auswirken.

Plane so detailliert wie möglich auch für den Fall, dass etwas schiefgeht

Häufig enden die guten Vorsätze in solchen Sätzen wie: »Ich wollte ja täglich schreiben, aber dann ist mein Kind krank geworden und ich musste mit ihm zum Arzt, dann hab ich eine Erkältung bekommen und ehe ich mich versah, waren vier Wochen um. Da war ich dann so raus aus dem Schreibfluss, dass ich mich nicht mehr motivieren konnte.«

Das Gute an diesen Erfahrungen: Wir sind eigentlich alle Experten darin, was uns beim Erreichen unserer Ziele im Weg steht. Denn wir sind ja schon oft genug gescheitert.

Behalte deinen Vorsatz für dich

Gerade aus Sportratgebern kenne ich den Tipp, Ziele mit anderen zu teilen und zu verabreden. Dieser Annahme liegt der Gedanke zugrunde, dass die soziale Kontrolle dafür sorgt, dass du deine Vorsätze auch einhältst.

Es besteht hier jedoch die Gefahr, dass du schon so viel Lob allein für deinen Vorsatz einstreichst, dass du dazu neigen könntest, dich auf deinen Lorbeeren auszuruhen.

Wenn du also deiner Familie mitteilst »Im April veröffentliche mein Buch auf Amazon.«, könnte es sein, dass du dafür so viele Lob erhältst, dass du dich dadurch wiederum so reich belohnt fühlst, dass die Motivation, dein Ziel auch wirklich zu verfolgen, schwindet.

Wenn du es also wirklich ernst meinst mit dem Umsetzten deiner guten Vorsätze, dann antizipiere auch, was ihnen dir alles in die Quere kommen kann. Wie kannst du es schaffen, weiter am Ball zu bleiben, obwohl du oder deine Familie krank wirst, es einen Rohrbruch gibt, überraschender Besuch ins Haus fällt oder was weiß ich?

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3 Antworten auf “Wie du 2018 deine Ziele als Selfpublisher erreichst”

  1. „Behalte Deinen Vorsatz für Dich“ ist ein extrem wichtiger Punkt. Es ist ein üblicher Fehler bei Doktorarbeiten, ständig irgendwelche Abgabetermine zu nennen. Das Fatale ist dann, dass sich die Leute sowas merken und dann immer nachfragen, wie es denn aussieht, was irgendwann fast schon zu Psychoterror werden kann. Und die ersten 10 Termine oder so schafft man ja eh nicht. Ich weiß noch, dass ich meine tatsächliche Abgabe wegen des Drucks etc. einen Tag nach hinten verschieben musste. Und wenn man dann total gestresst in seinem Büro sitzt und ständig Leute reinkommen und fragen, ob man abgegeben hat, ist das der reinste Horror.

    Daher sollte man immer schön schwammig bleiben und sich auf nichts festlegen lassen 😉

    Ich nehme mal an, dass das Phänomen bei „normalen“ Büchern ähnlich ist.

    Gefällt mir

    1. Das kann ich zu 100% bestätigen. Posaune NIEMALS deinen Vorsatz öffentlich hinaus, denn die Leute warten wie die Hyänen darauf, dir hämisch die Frage: „Na, wie geht es dir denn mit XYZ?“ entgegenzuwerfen. Ich kann so wie Markus Johannus und Michael Kleu nur empfehlen, hier das berühmte Schweigen zu bringen. Vor allem, wenn man den ersten Roman schreibt. Da der Genialitätsmythos weit verbreitet ist, kriegt man mit dieser Frage sofort den Subtext zu spüren, dass man eben ein Depp ist, der nicht einfach so nach durchsoffener Nacht den fertigen Roman in die Ecke kotzt.

      Gefällt 2 Personen

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