Diese Schreibratgeber solltest du als Selfpublisher wirklich lesen

Diese Schreibratgeber solltest du als Selfpublisher wirklich lesen

Der Markt ist überschwemmt mit Schreibratgebern. Vor allem, wenn du auch englischsprachige Bücher übers Schreiben in dein autodidaktisches Fortbildungsprogramm einbeziehst, kann die Orientierung schwerfallen.

Deswegen hier die meiner Meinung nach wichtigsten Bücher, die du wirklich gelesen haben solltest, bevor du dich Hals über Kopf ins Selfpublishing stürzt.

James N. Frey »The Key. Wie verdammt gute Romane noch besser werden«

Wenn du nur einen Schreibratgeber in deinem Leben lesen willst, solltest du diesen hier lesen. Seine Stärke ist, dass er dir eine sehr praktikabel Anleitung zum Schreiben an die Hand gibt, das Ganze mit einem komplett geplattetem und im ersten Entwurf geschriebenem Beispiel unterlegt. Am Ende lernst du auf diese Weise nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch die Heldenreise kennen, das wichtigste Plotmuster schlechthin.

Stephen King »On Writing. Das Leben und das Schreiben«

Wenn du nur zwei Schreibratgeber lesen willst, solltest du Freys »The Key« und Kings Buch lesen. Das ist deswegen sinnvoll, weil King und Frey ziemlich unterschiedliche Ansätze haben. Das tut gut, denn dann siehst du, was so alles möglich ist.

Interessant ist hier aber auch, dass sie am Ende trotz unterschiedlicher Ansätze viele Gemeinsamkeiten haben.

Lies sie einfach hintereinander und du wirst verstehen, was ich meine.

Anne Basener »Heftromane schreiben und veröffentlichen«

Ja, es geht ums Schreiben von Heftromanen und um das Business dahinter. Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich halte die Kenntnis über das Heftromangeschäft und dessen Techniken gerade für Selfpublisher für ausgesprochen wichtig. Ich finde das auch sehr interessant. Aber selbst, wenn du dich nicht für Heftromane interessierst oder mit dieser Sparte Berührungsängste hast, ist Baseners Buch das beste Buch übers Romanschreiben einer deutschen Autorin, das ich je gelesen habe. Hier lernst du einfach, wie die Profis schreiben. Das kann nicht schaden.

James N. Frey »Wie man einen verdammt guten Roman schreibt«

Macht im Prinzip nichts, was »The Key« nicht auch kann, beleuchtet aber einige Aspekte noch ein bisschen ausführlicher. Lohnt sich.

Dwight D. Swain »Techniques of the selling writer«

Gibt es meines Wissens leider nicht auf Deutsch, aber für dieses Buch lohnt es sich, im Zweifelsfall Englisch zu lernen. Viele Prinzipien, die bei Frey nur angerissen werden, werden hier vertieft und im Detail erläutert. Sehr anschaulich und sehr erhellend.

Blake Snyder »Rette die Katze! Das Ultimative Buch übers Drehbuchschreiben«

Es gibt viele – sehr, sehr viele – Bücher übers Drehbuchschreiben. Schweren Herzens habe ich mich für Snyders Buch entschieden, wenn man nur eins lesen will. Meiner Ansicht nach das Kompakteste.

David Howard und Edward Mabley »Drehbuchhandwerk – Technik und Grundlagen«

Sagt über das Schreiben von Drehbüchern nicht unbedingt mehr oder Besseres als Snyders Buch, lohnt sich aber wegen der vielen konkreten Beispiele. Nach der Lektüre von »Drehbuchhandwerk« guckst du Filme mit neuen Augen und hast auch eine ganz andere Perspektive auf dein eigenes Schreiben.

John Locke »How I sold 1 Million E-Books in 5 Months«

Kein Schreibratgeber im eigentlichen Sinne. Aber neben vielen Marketingtipps und einiger Selbstbeweihräucherung gibt Locke auch Einblick in seinen Schreibprozess, was nicht uninteressant ist.

Advertisements

16 Antworten auf “Diese Schreibratgeber solltest du als Selfpublisher wirklich lesen”

  1. Ein paar der Ratgeber kamen gleich auf meine Anschaffungs-Liste. Ich bin ja kein Autor, doch der kreative Prozess interessiert mich als Musiker (und da bin ich durchaus schaffend tätig) brennend.

    Gefällt mir

  2. Schöne Tipps, von denen ich einige kenne und bestätige (King natürlich und Frey, wobei mir der erste, also „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“, noch einen Tick besser gefallen hat), andere nicht. Wie so oft meinen herzlichen Dank!

    Gefällt mir

  3. Was ich darüber hinaus noch sehr empfehlen kann: „Wie man einen Roman plant. Gliedern Sie ihre Schritte zum Erfolg“, dabei geht es speziell um das Plotten von Romanen (aller Genres), von der amerikanischen Autorin und Schreibratgeber-Bloggerin K.M.Weiland.
    Auf Deutsch leider aktuell nur als E-Book erhältlich, die amerikanische Version „Outlining your novel – map your way to success“, gibt es als Printbuch.

    Gefällt 1 Person

  4. Das schöne ist ja: Ich muss da mal gar nichts. Es gibt unzählige Blogs, Websites und Foren von meist älteren Autoren (30+) die alle unzählige Ratgeber gelesen haben und in auf ihren Webpräsenzen ihr Wissen teilen, so wie eben auch du, Marcus. Ich habe in meinem leben nicht einen einzigen Schreibratgeber gekauft, geschweige denn gelesen und mein erstes Buch steht vor der Veröffentlichung. Das meiste meines Wissens habe ich von solchen Blogs wie diesem hier, aus anderen Websiten, Foren und Autorenkontakten via Social-Media. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bücher mal unabdingbar für das Schreiben von Büchern waren, aber nicht mehr sind. Dadurch, dass viele Autoren einen Blog haben und über das, was sie in Büchern für das Schreiben mitgenommen haben, schreiben, ist es für die neuere Generation an Autoren gar nicht mehr notwendig, Bücher zu lesen. Es ist ein Weg für das Wissen, aber nicht der einzige. Am Ende muss man selbst entscheiden, womit man mehr Spaß hat. Bücher? Games? Serien? Filme? Musik? Am besten ist natürlich alles!

    Gefällt 1 Person

  5. Hi Marcus,

    vielen Dank für die interessante Auflistung lesenswerter Schreibratgeber.

    „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von Frey und „Das Leben und das Schreiben“ von King habe mir auch zu Gemüte geführt und für ausgesprochen gut befunden.

    Der mit Abstand (!) beste Schreibratgeber, den ich je gelesen habe, ist allerdings „Über das Schreiben“ von Sol Stein.

    Dieser Ratgeber war für mich eine Art Offenbarung. Auf jeder Seite finden sich zeitlose Schreibweisheiten, die man in Stein meißeln und sich über den Schreibtisch hängen möchte.

    Ich habe mir vorgenommen, dieses Buch von nun an einmal im Jahr zu lesen, um das Wissen immer wieder aufzufrischen.

    Dass dieser Schreibratgeber in deiner Liste fehlt, hat mich schockiert. Ihm gebührt der Platz ganz oben, und die anderen Ratgeber sollen ihm die Füße küssen. 😉

    Viele Grüße

    Simon

    Gefällt 1 Person

    1. Stein habe ich auch gerne gelesen. Allerdings war er nicht einer meiner ersten Schreibratgeber und ich hatte nicht den Eindruck, etwas Neues in ihm zu finden. Vielleicht liegt das daran. Aber ich gucke einfach mal wieder rein. Unter Umständen habe ich ihn auch falsch in Erinnerung.

      Gefällt 1 Person

  6. Ich kann Story von Robert McKee empfehlen. Der Autor kommt zwar eher aus der Drehbuch-Welt, aber die Prinzipien in dem Buch lassen sich auch auf Romane anwenden. Ist mein absolutes Lieblingsbuch unter den Schreibrategebern und sollte von jedem Schrifsteller mal gelesen werden.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s