Jede Geschichte wird besser mit einer Liebesgeschichte

Jede Geschichte wird besser mit einer Liebesgeschichte

Liebesgeschichten gehören nicht nur in den Liebesroman. Ich finde, jeder Roman wird besser durch eine Liebesgeschichte. Auch und gerade Thriller. Ich stehe da ganz in der Tradition Alfred Hitchcocks, der einmal gesagt hat, dass seine Filme im Kern Romanzen sind.

Liebesgeschichten sind als Subplot eine ideale Zutat für jeden Roman, weil berühren uns auf einer ganz grundlegenden  emotionalen Ebene berühren. Jeder sehnt sich nach Liebe und Partnerschaft. Deswegen wecken Liebesgeschichten automatisch das Interesse der Leserinnen und lassen sie mitfiebern.

Außerdem ist eine Hauptfigur ohne Liebesleben eine unvollständige Hauptfigur. Eine Liebesgeschichte rundet sozusagen jede Figur ab und macht sie dreidimensional.

Je nach Stimmung und Genre muss das nicht immer eine einfache Boy-Meets-Girl- und/oder Boy-Gets-Girl-Substory sein. Zu einem grimmigen Thriller könnte beispielsweise das Misslingen einer Partnerschaft dazugehören – oder deren plötzlicher Abbruch durch den Tod des Partners oder der Partnerin (womöglich durch die Hand des Schurken).

Realistische, sozialkritische Romane können auch zeigen, wie schwierig es ist, eine Beziehung aufrecht zu erhalten, während man gleichzeitig versucht, Serienkiller zu jagen.

Auch Dreiecksbeziehungen eigenen sich hervorragend als Unterthema für Thriller, die im Polizeimilieu spielen. Die Arbeitstage sind lang, die Nächte werden durchgemacht – dann ist es nicht weiter verwunderlich, wenn der Kollege attraktiver wird als der Ehepartner.

Dienen Liebesgeschichten als Subplot für andere Genres, wie zum Beispiel dem Thriller oder dem Krimi, ist vor allem auf zwei Dinge zu achten:

  1. Der Sublot darf nicht den Hauptplot überdecken.
  2. Die Liebesgeschichte muss (mindestens) eine originelle Wendung nehmen.

Ersteres stellt einen schwierigen Balanceakt dar. Im Thriller oder Krimi bilden der Kampf gegen den Schurken und/oder die Ermittlungsarbeit, die notwendig ist, um ihn zu stellen, den Hauptplot. Einerseits darf also die Liebesgeschichte sich nicht zu sehr in den Vordergrund rücken, andererseits sollte auch die Liebesgeschichte nicht als unabhängiger Handlungsfaden existieren, sondern mit dem Hauptplot verbunden sein.

Ein spannendes Beispiel ist Thomas Harris‘ »Schweigen der Lämmer«. Hier entspinnt sich eine eher abartige unterschwellige Erotik zwischen Hannibal Lecter und der Hauptfigur Agent Starling. Faszinierend und gruselig zugleich. Harris zeigt, wie weit man sozusagen mit der Liebesgeschichte im Thriller gehen kann und wie wichtig sie für die emotionale Intensität eines Romans ist.

Harris‘ Roman ist auch ein gutes Beispiel für eine originelle Wendung, die eine Liebesgeschichte nehmen kann. Sie entsteht an einer Stelle und auf eine Weise, wie Leserinnen sie nicht vermuten würden – und erzeugt dadurch auch Gefühle, die normalerweise nicht mit einer Liebesgeschichte verbunden werden.

Robert Blochs Psychothriller »Psycho« wagt eine andere Gratwanderung. Da hier der Haupteffekt des Romans mit der überraschenden Wendung in der Mitte zusammenhängt, mutet er seinen Leserinnen zu, einen krassen emotionalen Bruch durchzumachen.

ACHTUNG SPOILER:

Die Figur, die uns zu Beginn des Romans als Hauptfigur präsentiert wird, Mary Crane, wird uns vor allem durch ihre Liebesgeschichte nährgebracht. Das, was sie tut, ist zwar böse, aber sie tut es aus Liebe. Das erzeugt in den Leserinnen ein ambivalentes Verhältnis und gleichzeitig eine Verbindung mit ihr. Somit ist ihr gewaltsame Tod in der Mitte des Romans einerseits erschütternd, andererseits empfinden wir ihn aber auch als eine Form von Gerechtigkeit.

Dieser Zwiespalt wird im zweiten Teil der Handlung aufgelöst, wenn Marys Schwester Lila nach ihrer Schwester forscht und quasi stellvertretend für sie den Schurken stellt. Marys Liebesgeschichte mit ihrem Verlobten Sam wird indirekt fortgesetzt, wenn sich Lila und Sam als Paar ausgeben, um »verdeckt« ermitteln zu können. Von untergründiger erotischer Spannung, die gleichermaßen auch ein Tabu darstellt, ganz zu schweigen.

Sehr viel komplexer und enger verwoben mit der Haupthandlung kann eine Liebesgeschichte im Thriller eigentlich nicht sein.

Beide Beispiele zeigen, wie hervorragend Liebesgeschichten zur emotionalen Dichte eines Romans beitragen können und gleichermaßen ins Genre passen und originell sein können.

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39 Antworten auf “Jede Geschichte wird besser mit einer Liebesgeschichte”

  1. Zuerst dachte ich: Och, nee – es muss doch nicht wirklich jedesmal ne Love-Story dabei sein!! Aber bei näherem Überlegen, in Kombination mit Deinen zwei Punkten, muss ich doch zustimmen 🙂
    „Misery“ von Stephen King ist übrigens auch eine schöne Verquickung von „Liebe“ und Thriller …

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  2. Es kommt drauf an in wie fern sich die Rahmenhandlung dazu eignet. Ich habe auch Geschichten gelesen, wo die Lovestory nicht zum Rest gepasst hat und wo man den Eindruck hatte, dass sie nur drin ist um da Thema abzufrühstücken oder weil es eh jeder tut
    … Gerade bei Teeniegeschichten driftet mir es zu sehr ins Klischee. Bei Krimis und Thrillern finde ich es nur interessant, wenn es das Problem auslöst oder lõst. Die Vorlieben irgendwelcher Ermittler sind mir als Leser echt egal…

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    1. Nun ja. Es gibt halt gute Beispiele und schlechte Beispiele. Das ändert ja nichts daran, dass prinzipiell eine Liebesgeschichte ein wichtiger Bestandteil eines Romans sein kann.

      Wie viele schlechte Krimis gibt es? Trotzdem ist das Genre prinzipiell toll.

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  3. Es gibt kaum Geschichten, in denen mehrere Menschen vorkommen, in denen deren Beziehungen nur auf der Sachebene bleiben. Dass jede Geschichte mit einer Liebesgeschichte besser wird, ist natürlich provokant. Aber die Auflösung ist nachvollziehbar.

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    1. Ich weiß nicht, inwiefern das provokant ist. Für mich zumindest ist es einfach wahr. Romane, die Liebesgeschichten ausklammern, lese ich meistens erst gar nicht, wenn ich das vorher schon sehe. Und mir fällt auch kaum ein Roman ein, der mir gefallen hat, der keine Liebesgeschichte hatte.

      Es geht auch um mehr als nur eine Beziehungsebene. Da könnte es ja auch um Freundschaft oder Feindschaft gehen. Ich meine schon ganz konkret Liebesgeschichten.

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  4. Können? Meinetwegen. Aber bitte nicht „müssen“. Ich bin um jeden Roman froh, der mal ohne Liebesgeschichte auskommt. Beziehungen? Ja gerne. Realistisches Sozialmilieu? Auch.
    Aber es muss für mich persönlich ganz oft keine Lovestory sein. Die dürfte eher dafür sorgen, dass ich die Augen rolle und „nicht schon wieder das“ murmle. Wenn schon im Klappentext eines Thrillers steht „und außerdem fühlt sie sich zu ihrem geheimnisvollen Mitermittler xy hingezogen, aber sie soll doch professionell bleiben!“ dann bin ich weg. Tut mir leid.

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    1. Unterschrieben. Nur weil eine Romanze die leichteste Form ist, irgendwen menschlich erscheinen zu lassen, muss ich nicht immer diese Abkürzung nehmen. Nota auch, dass Liebe und Romanze und Sex drei verschiedene Dinge sind. Nicht nur Aromanties freuen sich, wenn’s mal keine romantische Liebesgeschichte, sondern eine Freundschaft ist. Oder eine Wahlverwandtschaft, oder zunächst unfreiwilliges Mentoring, oder …?

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      1. Was ist das Problem mit einer Liebesgeschichte? Ich lese ja auch den Millionsten Mord im Krimi. Du hast recht, dass es da natürlich Abstufungen und weitere Schubladen gibt, die ich der Einfachheit halber ignoriert habe. Aber im Prinzip verstehe ich nicht, wieso Liebesgeschichten auf so viel Widerstand stoßen. Mich überrascht das.

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        1. Das Problem mit Liebesgeschichten ist genau das gleiche wie mit dem Mord. Oder jedem anderen Storyelement auf der Welt. Manchen gefällt beides, manchen gefällt eins davon und das andere gar nicht und wieder anderen gefällt weder das eine noch das andere.
          (Ich lese lieber Krimis als Liebesgeschichten, auch wenn Krimis jetzt auch nicht zu meinem Lieblingsgenre gehören. Aber ich liebe Sci-Fi oder Fantasy mit Krimi-Subplot. Mit Romantasy kann man mich dagegen sowas von jagen…)

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          1. Ich würde dir dahingehend widersprechen, dass Mord und Liebe zwei unterschiedliche Storyelemente sind. Tod und Liebe wären Storyelemente auf dem gleichen Niveau. Der Mord ist mehr oder weniger ein spezielles Element des Krimis. Der Tod ist ein universelles Thema. So sehe ich das mit Liebe auch.

            Eine sehr spannende Diskussion. Vielen Dank dafür.

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        2. Tja … gehör mal zu einer Minderheit, der mit jedem Roman unter die Nase gerieben wird, dass sie eine Minderheit ist. Dich würde es genauso ankäsen, wenn es eine überschaubare Liste von Stories gäbe, die Romanzen enthalten.

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          1. Wie bereits erwähnt: Ich meine explizit eine Romanzen. Romanzen verengen das Thema Liebe, so wie Mord das Thema Tod. Ich denke durchaus an einen sehr weit gefassten Begriff von Liebesgeschichte und meine damit nicht das Klischee, das wir, z.B. aus Soaps vielleicht als Erstes im Kopf haben, wenn wir an Liebesgeschichten denken.

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      2. Exakt… Die Prota meiner neunteiligen Vampirreihe ist asexuell, einen romantischen Subplot gibt es erst in Band 4 und auch das nur, weil die Figuren ohne mein Einverständnis sich einfach verliebt haben o.O
        Die Protagonistin meiner zweiten Romanreihe ist aromantisch, da kann es auch per Definition keine Liebesbeziehung zwischen ihr und irgendwem geben, wenn, dann Sex (um den ich mich dann herumdrücke, wo ich kann, weil ich den nicht schreiben mag ^^).
        Und ich habe treue Betaleser, die beide Reihen sehr mögen :).

        Aber ja, es gibt so viele andere Formen von Beziehung mit sich, mit der Umwelt, mit den Mitmenschen, als immer nur (meist auch noch cis-heteronormative) Lovestorys.

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        1. Wie schon bei einem anderen Kommentar erwähnt – ich habe den Eindruck, dass mit Liebesgeschichte immer gleich ein Klischee assoziiert wird. Beide Beispiele, die ich im Artikel erwähne, haben jedoch, wie ich denke, mit einer klischeehaften Liebesgeschichte nicht viel zu tun.

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    2. Sehe ich genau anders. Wie bereits erwähnt: Ich lege jeden Roman zur Seite, in dem erkennbar keine Liebesgeschichte vorkommt. Natürlich möchte ich hier auch nicht mit einem Klischee bedient werden. Aber wenn das Thema Liebe originell verarbeitet wird, gehört das für mich zum Besten, das ich lesen kann.

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      1. Dann sind wir zwei einfach völlig verschiedene Arten von Lesern. Das ist legitim.
        Was mich an dem Blogpost stört, ist der absolute Weisheitsanspruch, dass ALLE Geschichten für ALLE Leser (du schränkst es im Blogpost nirgends ein, dass das für deinen persönlichen Geschmack gilt) eine Geschichte besser machen.
        Wie du siehst, ist das aber für etliche Leser tatsächlich nicht der Fall. Wir zwei finden offenbar völlig unterschiedliche Bücher gut und das ist auch in Ordnung so – ich bin immer für Vielfalt und bin darum auch der Meinung, dass Autor*innen nie wirklich Konkurrent*innen sein können – weil es so viele Geschmäcker wie es Leser*innen gibt und jedes Buch seine Adressat*innen finden wird.
        Nur: Dein Blog wird von unzähligen Schreibenden gelesen und vielleicht wird jetzt jemand mit sich hadern, da in der eigenen Geschichte aus welchem Grund auch immer kein Liebessubplot irgendwo vorkommt. So absolute Sätze sind gerade für Anfänger*innen toxisch.

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        1. Du hast vollkommen recht: Zum Glück gibt es unterschiedliche Vorlieben. Ich bin ebenfalls ein großer Verfechter der Vielfalt.

          Trotzdem rücke ich von meinem Standpunkt nicht ab. Mir fällt kein großes Stück Literatur, kein erfolgreicher Film, kein populäres Buch ein, in dem es keine Liebesgeschichte gibt und in dem die Liebesgeschichte nicht zum Erfolg dieser Geschichte beiträgt. Von Star Wars bis Harry Potter, von 1984 bis Sommernachtstraum gibt es einfach kein Beispiel, das mir einfallen will.

          Alle Beispiele, die ich genannt habe, sind auch vollkommen unterschiedliche Geschichten. Trotzdem haben sie gemeinsam, dass sie eine Liebesgeschichte beinhalten.

          Auch in der Heldenreise und in jedem anderen überlieferten Plotschema, das mir bekannt ist, spielt Liebe wenigstens eine untergeordnete Rolle. Es gibt dort gleich mehrere Archetypen, die mit dem Thema Liebe zutun haben.

          All das hat seine Gründe.

          Es kann eine große Vielfalt geben – und trotzdem ist das Thema Liebe – genauso wie das Thema Tod – in allen großen, erfolgreichen Geschichten ein wichtiger Bestandteil.

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          1. Das denke ich nicht. Ich stimme Evanesca Feuerblut und Carmilla DeWinter zu. Überall eine Liebesgeschichte zu lesen, brauche ich nicht und will ich nicht. Ja natürlich kann Liebe vorkommen und das tut sie in unzähligen Formen. Freundschaft, Geschwisterliebe oder das frisch verheiratete Paar, dass der Prota im Zug sieht. Aber sie ist nicht als Plotelement in Form einer Liebesbeziehung (wie auch immer geartet) nötig.

            Schau dir Kinderbücher an. Da gibt es verdammt viele erfolgreiche Romane, die ohne auskommen. Michael Ende, Astrid Lindgren, Helme Heine … Freundschaft definitiv, Geschwister- und Elternliebe ganz klar. Aber keine Liebe in Form einer Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen wie du sie beschreibst.
            Momo finde ich ist hier ein tolles Beispiel, da es nicht nur für Kinder ein geniales Buch ist. Freundschaft ist sehr wichtig und ein zentrales Thema. Darauf baut sich durchaus Spannung auf. Aber es gibt in dem Roman Liebesbeziehung in der Form nicht. Und dafür gibt es sicherlich noch viele andere Beispiele. Nicht jeder gute Roman braucht sie zwingend. Aber beinahe jeder schlechte hat sie drin.

            Bei einem aktuellen Projekt von mir war im ursprünglichen Plot eine Liebesgeschichte geplant. Mittlerweile hat sich mein Plot in eine Richtung gedreht, die weit davon weg ist. Keine Liebesgeschichte und es wird auch keine geben. Geschwisterliebe ist dafür zu einem zentralen Thema geworden und dadurch hat das ganze Buch enorm gewonnen. Es ist eben nicht der x. In ein anderes Genre verpackte Liebesroman. Auch als Leser mag ich das nicht. Dann kann ich gleich zu einem Liebesroman greifen. Ja, Liebe in all ihren Formen darf und soll vorkommen, aber es muss nicht immer eine Liebesbeziehung sein. Freundschaft, Verwandtschaft, Feinde … Alles ebenso interessante Themen.

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            1. An Kinderbücher habe ich auch nicht gedacht. Aber um das Schreiben von Kinderbüchern geht es in meinem Blog ja nicht.

              Zum zweiten Punkt deines Kommentars: Ich denke nicht, dass Liebesgeschichten andere Aspekte verdrängen müssen. Freundschaft ist ebenfalls ein sehr wichtiges Thema, das durchaus gleichwertig behandelt werden kann.

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              1. Ich denke lediglich, dass die Verallgemeinerung, es muss eine Liebesgeschichte geben, sonst lese ich das nicht bzw. Autor muss eine Liebesgeschichte einbauen, sonst ist es nicht gut, nicht sinnvoll ist. Dadurch schließt du von vornherein Romane aus, die möglicherweise ganz gut ohne funktionieren. Bspw. Kommt auch der kleine Hobbit ohne Liebesgeschichte aus. Hierzu finde ich den folgenden Artikel auf Wortmalerei sehr nett:
                http://www.wortmalerei.org/2012/06/where-is-love-oder-bucher-ohne.html?m=1

                Ich möchte gar nicht ausschließen, dass Liebesgeschichten auch schön für das Herz sind und manche nicht-Liebesromane ohne eine Liebesgeschichte gar nicht in der Art funktionieren würden. Ich bin aber der Meinung, dass es sehr wohl Romane für Erwachsene gibt, die auch ohne Liebesgeschichte auskommen und möglicherweise gerade deswegen gut sind.

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                1. Wie bereits gesagt: Mir fällt kein Roman ein – und damit meine ich jetzt keine Kinderbücher, auch nicht den Hobbit -, der ohne Liebesgeschichte auskommt und Weltliteratur und/oder ein Bestseller ist.

                  Interessant ist doch auch, dass der Hobbit in seiner Verfilmung eine Liebesgeschichte bekommen hat. Es scheint also von Menschen, die sich sowohl mit Storytelling als auch mit der Marktlage auskennen, durchaus als ein sehr wichtiges Element angesehen zu werden.

                  Der Titel des Artikel ist natürlich verkürzt. Aber „Jeder Roman für Erwachsene wird für die allermeisten Leserinnen besser mit einer Liebesgeschichte, auch wenn es durchaus wenige Leserinnen gibt, die Liebesgeschichten nicht mögen“ wäre vielleicht korrekter und weniger provokant, aber halt auch weniger griffig.

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                  1. Der Titel darf gerne provokant sein 😉 Der Inhalt des Artikels macht es. Ich finde einfach nur schade, wenn eben kategorisch ausgeschlossen wird, dass ein Roman ohne Liebesgeschichte gut sein könnte – und das hast du bislang getan 😉 ich sage nicht, dass Liebesgeschichten schlecht sind oder will sie den Menschen nehmen, die sie haben wollen. Ich bin nur der Meinung, dass es durchaus Romane gibt, die auch ohne gut funktionieren und keine Liebesgeschichte brauchen bzw. Gehe ich sogar so weit, dass manche Bücher (oder Filme – hierzu zählen auch der Hobbit und Herr der Ringe für mich) durch eine Liebesgeschichte unnötig verkitscht und verwässert werden.

                    Wo braucht Schiffbruch mit Tiger oder die Stadt der träumenden Bücher eine?

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                    1. Das sehen wir unterschiedlich. Sowohl der Herr der Ringe als auch der Hobbit sind für mich wesentlich bessere Geschichten geworden, nachdem sie von Drehbuchautoren bearbeitet wurden. Wie gesagt: Diese Menschen wissen, was sie tun und der Erfolg gibt ihnen recht.

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                    2. Ich denke wir bleiben unterschiedlicher Meinung. Das ist auch in Ordnung. Ich hoffe nur, dass unerfahrene Autoren, die den Beitrag lesen, auch die Kommentare lesen und darauf kommen, dass der Beitrag nicht die universelle Richtlinie ist 😉 Ich weiß noch, wie schwer mir es am Anfang fiel, mich von Sachen wie „du musst plotten“ und Ähnlichem aus diversen Schreibratgebern zu lösen 🙂

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  5. Geht mir wie Marcus. Ein Roman ohne Liebesgeschichte interessiert mich nicht. Ist mir zu unpersönlich. Ist doch im realen Leben auch nicht anders. Sobald eine Gruppe nicht gleichgeschlechtlicher Menschen zusammen arbeitet und/oder sich trifft, knistert es. Ob man dem nachgibt oder nicht, steht auf einem anderen Stern. Aber Fakt ist, es passiert.

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  6. Ich bin eigentlich ja auch nicht so der romantische Typ, aber ich muss gestehen, dass meine Lieblingsbuchreihe ziemlich stark auf einer Liebesbeziehung basiert. Es stimmt einfach, wenn es um Liebe geht, dann muss sogar ich mitfiebern 🙂

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