Challenge: 31 Tage Autorenwahnsinn, Tag 21 – Meine Schreibmusik

Challenge: 31 Tage Autorenwahnsinn, Tag 21 - Meine Schreibmusik

Schreibmusik handhabe ich sehr unterschiedlich. Manchmal will ich sie, manchmal auch nicht. Ab und zu brauche ich auch die Stille zum Schreiben. Ein Muster dahinter habe ich noch nicht gefunden.

Fest steht: Es geht nix mit Text. Bei Schreiben höre ich also keine Popmusik oder Ähnliches. Klassik ist mir ebenfalls zu anstrengend, um sie nebenbei zu hören. Die fordert zu viel Aufmerksamkeit.

Manchmal geht Jazz, aber auch eher selten und nur bestimmte Stilrichtungen. Free Jazz und ähnliches ist einfach wieder zu fordernd – und ohnehin nicht so mein Ding. Aber so in Richtung Oscar Peterson etc. klappt gut. Das hat dann so ein bisschen Café-Atmosphäre.

Apropos Café: Ich bin nicht der Schreiben-im-Café-Typ. Ich hasse es, wenn mir Leute beim Schreiben über die Schulter gucken oder mich in Gespräche verwickeln a la: »Ach, Sie Schreiben, das ist ja spannend. Ich habe auch mal ein Buch angefangen, da muss ich Ihnen von erzählen …«

Ich unterhalte mich gerne auch mit unbekannten Menschen, vor allem übers Schreiben natürlich, aber nicht, wenn ich selbst gerade schreiben will. Dazu ist mir meine Schreibzeit einfach zu kostbar. Und irgendwie ist mir das bisher jedes Mal passiert, wenn ich versucht habe, im Café zu schreiben.

Aber zum Glück gibt es ja in der wunderbaren neuen virtuellen Welt Abhilfe: Häufiger als Musik oder absolute Stille benutze ich Noizio. Eine App, die Cafégeräusche (oder auch andere) simuliert. Denn: Nachweislich ist das Schreiben im Café, genauer: mit der Geräuschkulisse eines Cafés produktiver als das Schreiben in absoluter Stille.

Wenn ich doch zu Musik greife, dann am liebsten zu Film- und Serien-Soundtracks. Bei längeren Projekten mache ich mir extra Playlists mit Soundtracks, die einen Bezug zum Thema haben. Soundtracks haben den Vorteil, dass sie genau für den Zweck komponiert wurden, für den ich sie beim Schreiben ja auch benötige: Sie sollen im Hintergrund laufen, ohne die Aufmerksamkeit zu beanspruchen, wecken aber Gleichzeitig Emotionen. Das ist beim Schreibprozess an vielen Stellen hilfreich.

Besonders eignen sich hier die Soundtracks von Erdenstern, die ich immer wieder gerne empfehle. Denn die Hamburger Musiker machen Soundtracks für Filme, die gar nicht existieren. Das ist natürlich noch praktischer, weil ich dann nicht in die Falle tappe, plötzlich in Erinnerungen an tolle Filmszenen zu schwelgen, die ich mit dem Soundtrack verbinde – was manchmal aber auch gewollt ist.

Puh. Ziemlich komplex, das Thema. Aber tatsächlich ist das für mich ein durchaus wichtiger Punkt.

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3 Antworten auf “Challenge: 31 Tage Autorenwahnsinn, Tag 21 – Meine Schreibmusik”

  1. Mich stört Text vor allem, wenn er auf deutsch ist. Bei Fremdsprachen kann ich den Inhalt ausblenden (nehme ich schon irgendwie wahr, aber eher unbewußt) und reagiere dann nur auf Melodie und Stimmklang. Aber Noizio fängt an, mich zu interessieren. Muß ich mir mal anschauen, oder besser: -hören.

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      1. Ja, finde ich interessant. Für mich tritt der Text bei Songs tatsächlich in den Hintergrund, wenn ich nicht alles unmittelbar verstehe. Auch spannend, mal darüber nachzudenken.

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