»der selfpublisher« Nummer 4 ist da!

sp der selfpublisher

»der selfpublisher« ist mit seiner vierten Ausgabe bereits zu einer Institution herangewachsen. Mit seiner gewohnt ausgewognen Mischung aus Beiträgen zum Handwerkszeug, Orientierungswissen, Einblicken in die Szene und handfestem Know-How, das praktisch unentbehrlich ist, begeistert mich auch die vierte Ausgabe fast durchgängig.

Hier ein Blick ins Heft:

Gleich den erste Beitrag »Die Botschaft macht’s« habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Es handelt sich um ein Interview mit dem Mentaltrainer Thomas Baschab. Freimütig gibt er selbst zu, kein Romanautor und Marketingexperte zu sein, meint aber im gleichen Atemzug, die beste Marketingstrategie sei es, eine Vision zu haben, die Welt zu verändern, dann würden die Leserinnen schon den Weg zum eigenen Buch finden.

Dieser Gedanke ist mir weder neu noch fremd, aber ich bezweifle ihn. Ich muss jedoch auch gestehen, dass ich Mentaltrainern eine gewisse Grundskepsis entgegenbringe. Ich sehe das etwas kritischer und bin ehrlich gesagt gegenüber Menschen mit Visionen immer etwas misstrauisch und halte es da eher mit Helmut Schmidt. Ein paar Anregungen habe ich aus diesem Interview jedoch trotzdem mitnehmen können.Lesens- und bedenkenswert ist das Interview allemal.

Weitere gemischte Gefühle löst bei mir der nächste Beitrag aus: »Ein Jahr ›der selfpublisher‹«. So sehr ich mich für das Magazin freue, diesen Meilenstein erreicht zu haben und so interessant es ist, die Macher hinter der Zeitschrift in dem Artikel kennenzulernen, so traurig macht es mich auch, dass dies die letzte Ausgabe unter der Leitung von Ingrid Haag ist. Andererseits bin ich schon sehr gespannt, wie sich »der selfpublisher« fortan unter Nicole Neuberger entwickeln wird.

Unter dem Titel »Zeitmanagement für Selfpublisher« widmet sich Shirley Michaela Seul neun typischen Schreibkillern und liefert Ideen, was man gegen sie unternehmen kann. Hier würde ich jedes einzelne Wort fett unterstreichen. Sehr lesenswert und sofort umsetzbar.

Reiseführer-Autor und Steuerexperte Frank Rösner klärt über »Buchführung und Steuern für Selfpublisher« auf. Der Artikel macht, was sein Titel verspricht. Einer der Beiträge, die dafür sorgen, dass ich diese Ausgabe in Griffweite neben meinem Schreibtisch aufbewahre, um den Text später nochmals gründlicher zu studieren.

Wolfgang Tischer argumentiert, wieso »Die eigene Website« auch in Zeiten von Facebook und Tumblr einfach zu selbstpublizierenden Autorinnen gehört wie der E-Bookreader und Jill Noll rezensiert den heiteren Ratgeber »Self-Publisher-Blues« von Luise Link. Wie auch in der letzten Ausgabe gibt es einen Überblick wichtiger E-Book-Distributoren und Stefanie Ross informiert über das ja für alle Autorinnen brisante Thema Piraterie.

Fest zum Selfpublisher gehört die Doppelseite von Susanne Pavlovic, der es auch diesmal gelingt ein Genre knapp und humorvoll auf den Punkt zu bringen: diesmal Liebesromane. Für mich, der mit dem Genre ziemlich wenig zutun hat, sehr informativ und gleichzeitig amüsant.

Ingrid Haag gibt im Interview der Hybridautorin Jennifer Benkau die Gelegenheit, sich selbst und ihr Bücherlabel INK REBELS vorzustellen – und löst damit das Rätsel, wer die Dame auf dem Cover ist.

In einer umfassenden Darstellung widmet sich Holger Reibold der Notizen-App »Evernote«. Ich habe schon viele Versuche hinter mir, mit Evernote warm zu werden und auch schon viel darüber gelesen. Auch Holger Reibolds Artikel habe ich gerne gelesen – bin aber am Ende immer noch nicht überzeugt, wo genau der Mehrwert von Evernote gegenüber der bereits in iOS und MacOS installierten Notizen-App ist, die ich bereits intensiv nutze. Aber allen, die mit dieser oder ähnlichen Funktionen ihres Betriebssystems unzufrieden sind oder bisher keine elektronischen Notizbücher genutzt haben, kann dieser Text vielleicht eine Entscheidungshilfe sein, sich diesem Thema doch einmal zu widmen. Ich kann das prinzipiell nur empfehlen – mit welcher App auch immer. Elektronische, cloudbasierte Notizbücher sind in meinen Augen ihrem Gegenstück in Papierform weit überlegen und wesentlich praktischer.

Die letzte Seite gehört Andrea Dunkler, die dort Qindie vorstellt.

Ich kann mein Fazit der letzten Ausgaben nur wiederholen: »der selfpublisher« ist und bleibt mein Lieblingsmagazin für Autorinnen. Meiner Meinung nach ist die Zeitschrift auf der Höhe der Zeit und damit eigentlich eine unentbehrliche Lektüre, ganz gleich ob man Self-Publisher oder Verlagsautor ist. Und das würde ich auch schreiben, wenn ich nicht selbst in der Ausgabe mit einem Text vertreten wäre. Ehrlich.

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Ein Gedanke zu “»der selfpublisher« Nummer 4 ist da!

  1. Volle Zustimmung, Marcus!

    Es ist eine dieser glücklichen Fügungen gewesen, die mir das Heft im letzten Jahr auf der FBM in die Hände gespielt hat. Seit diesem Tag möchte ich es nicht mehr missen und schätze die Fülle an Informationen für unsereins.

    Auch wenn (dadurch?) eine andere, mir sehr ans Herz gewachsene Zeitschrift ihr Licht ausgehaucht hat.

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