Meine Frankfurter Buchmesse 2016 #fbm2016

Die Frankfurter Buchmesse 2016 hat mich so richtig umgehauen. Sie war ein berauschendes Erlebnis und hat viel Spaß gemacht. Vor allem die Resonanz beim Meet & Greet am Stand von Midnight by Ullstein hat mich beeindruckt. Ich hab viel signiert und noch mehr geplaudert.

Aber eins nach dem anderen.

fbm2016 start

Kurz vor sechs Uhr morgens sieht es im Oktober also so vor meiner Haustür aus. Kalt und regnerisch. Typischer Berliner Sprühregen.

Ich breche so früh am Samstagmorgen auf, da es mir andere Pflichten leider nicht erlauben, länger als nur einen Tag auf der Buchmesse zu verbringen. Ist ein bisschen stressend, so viel zu fahren und nur so kurz auf der Frankfurter Buchmesse zu sein. Aber immer noch besser als sie zu verpassen.

fbm2016 Hauptbahnhof

Eine knappe halbe Stunde später bin ich auf dem Hauptbahnhof. Es ist immer noch stockdunkel. Um 6:31 Uhr geht mein Zug. Ich muss mich beeilen, mein Gleis zu finden. Klein ist der Bahnhof ja nicht gerade. Mein Herz schlägt schneller.

fbm2016 Abfahrt

Wie man sieht, stehe ich erst zehn Minuten vor Abfahrt auf dem richtigen Gleis. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt. Bin sonst immer der Typ, der mindestens eine halbe Stunde früher da ist. Für mich ist das schon so gut wie zu spät kommen …

fbm2016 Schreiben im Zug

Im Zug wird natürlich sofort der Kaffeebecher platzier und der Laptop gezückt.

Ich habe mir ausnahmsweise mal ein Ticket in der ersten Klasse genehmigt. Ist gar nicht so teuer, wie man vielleicht glaubt (habe rund nen Zehner Aufpreis bezahlt) und der Vorteil ist der komfortable Sitzplatz inklusive Freiheit nach rechts und nach links – sehr wichtig fürs Schreiben im Zug. Jedenfalls für mich. Bin ja nicht so der Kaffeehausschreiber.

Woran ich arbeite? Natürlich an den Vorbereitungen für den NaNoWriMo.

fbm2016 Frankfurt HbF

Gegen halb elf bin ich am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen. Wer sich auskennt weiß – von der Messe zum Bahnhof ist es nicht weit. Kann man bequem und zügig laufen.

Also marschiere ich los. Kurz überlege ich noch, ob ich das Navi anwerfen soll, denke mir aber: »Nee, du folgst einfach den Menschenmassen.«

Keine Ahnung, wo die vielen Leute, denen ich hinterherlaufe, hinwollen. Zur Messe jedenfalls nicht, wie mir nach rund einem Kilometer bewusst wird. Also doch auf den Stadtplan geguckt. Schlimm verlaufen habe ich mich nicht – aber ich bin natürlich trotzdem exakt in die falsche Richtung marschiert.

Kostet mich insgesamt fast eine halbe Stunde. Jetzt muss ich schon wieder hetzen. Und das Read & Greet mit Melanie Raabe, zu dem ich eigentlich noch rechtzeitig eintreffen wollte, habe ich auf diese Weise verpasst.

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Einchecken in die Messe ist kein Problem. Keine Schlange, an der ich anstehen muss. Securtiy ist ein Witz. Und schon habe ich Axel Hollmann getroffen, der dafür sorgt, dass ich noch pünktlich dorthin komme, wo ich hinwill:

fbm2016 BoD

Obwohl ich vollkommen verplant bin und Axel schon seit Mittwoch auf der Messe ackert, deutlich heiser, müde und überarbeitet ist, ist er sehr geduldig mit mir und manövriert mich durch die Menschenmassen.

fbm2016 Menschen

Die übrigens dieses Jahr weit weniger heftig ausfallen als die vorangegangenen Jahre. Das Foto täuscht. Ich vermute, hier ist es im Eingangsbereiche besonders voll, weil weiter links die Toiletten und das Messecafé sind.

fbm2016 BoD Seminarraum

Und da ist mein Raum für das Seminar »Der Autor als Marke«, das die freundlichen Menschen von BoD ihren Autorinnen spendieren. Natürlich lasse ich mir so was nicht entgehen – und selbstverständlich bin ich viel zu früh da. Endlich.

fbm2016 Melanie Raabe

Was mir die Gelegenheit gibt, kurz noch bei Melanie Raabe vorbeizuschauen. Wenigstens einen Schnappschuss kann ich noch machen. Dann muss ich zum Seminar.

fbm2016 Mira Morton

Thorsten Simon und Mira Morton referieren zum Thema »Der Autor als Marke«. Ein wirklich interessantes und ergiebiges Seminar. Die zwei Stunden haben sich gelohnt. Eine sehr feine Sache, dass BoD so viel in seine Autorinnen investiert. Von hier aus nochmals herzlichen Dank an alle Seminarleiterinnen für das Engagement.

fbm2016 Autorensofa

Gleich nach dem Seminar nimmt mich mein persönliche Messeguide Axel wieder an die Hand und wir schlendern ein bisschen durch die Gänge zum Autorensofa, wo natürlich eine Menge los ist. Und schwuppdiwupp werden Axel und ich sofort von Fans der SchreibDilettanten angesprochen.

Ich komme nicht weg, wir plaudern und plaudern – dabei muss ich doch eigentlich schnell zum Meet & Greet am Stand von Midnight. Die Zeit verfliegt auf der Messe im atemberaubenden Tempo.

fbm2016 Midnight Meet & Greet

Mittendrin im Meeten und Greten. Meine Güte, ist da was los. Wer sich einen noch intensiveren Eindruck verschaffen will, kann einen Blick in den offiziellen Messevlog von Ullstein werfen, da sind wir kurz zu sehen.

Midnight-Kollegin Katrin Schön und ich kommen aus dem Plaudern und Signieren kaum raus. Die Stunde rinnt mir zwischen den Fingern durch und ich habe den Eindruck, nicht annähernd mit allen angemessen plaudern zu können. Und Zack, nach nur einer Stunde ist die Stimme weg. Wie machen das andere nur den ganzen Tag?

fbm2016 Benjamin Spang

Zeit für Selfies ist natürlich auch. Obwohl ich gefühlt nur am Knipsen bin, fehlen so viele. Hier habe ich immerhin bei Benjamin Spang dran gedacht.

fbm2016 Leserinnen aus der Schweiz

Und zwei charmante Leserinnen aus der Schweiz habe ich auch noch geknipst.

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Endlich habe ich auch bei dieser Gelegenheit mal YouTuberin und Autorinnen-Kollegin Annika Bühnemann getroffen. Unser Vorhaben, mal ein gemeinsames Video zu drehen, ist bereits eine unendliche Geschichte. Aber jetzt haben wir uns das ganz fest vorgenommen. Kommt bestimmt bald. Ehrlich …

Viel Zeit ist nach dem Meet & Greet nicht mehr. Um 18:13 Uhr geht bereits mein Zug zurück nach Berlin. Ich haste noch durch die Gänge der Halle 3.0, um so viel wie mögliche Eindrücke aufzusaugen, schaue noch beim Stand der Federwelt und des selfpublishers vorbei, quatsche mich fest und vergesse natürlich nicht nur die Zeit, sondern auch prompt weitere Fotos zu machen. Ich Depp. Es ist einfach zu viel los und ich werde immer müder und immer heiserer.

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So müde bin ich, dass ich auf der Messe herumirre, aber eines meiner persönliche Highlights, nämlich die Signierstunde von Dan Wells nicht finde. »Sinnig at the tent near the open stage« steht auf seiner Website. Nur wo genau soll das sein? Nach einer halben Stunde herumirren und erfolgloser Suche, muss ich mich aufmachen in Richtung Bahnhof, um meinen Zug nicht zu verpassen.

Traurig. Ich habe ja so was wie einen Lieblingsautor nicht. Aber hätte ich einen, wäre er wahrscheinlich Dan Wells. Nicht nur, weil »Ich bin kein Serienkiller« für mich einer der besten Romane ist, die ich je lesen durfte, sondern vor allem natürlich auch wegen seines Engagements beim Podcast Writing Excuses, von dem ich so unendlich viel gelernt habe.

Kaum bin ich am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen, erreichen mich die Fotos von Axel, wie er mit Dan plaudert und mein Buch signieren lässt…

fbm2016 Back in Berlin

Müde, geschafft und melancholisch erreiche ich die Heimat. So viel gesehen, so viel erlebt, mit so vielen gesprochen und doch habe ich das Gefühl, alles verpasst zu haben.

Jetzt bleibt mir nur noch, mich auf die Buchmesse Leipzig zu freuen – und auf die Buch Berlin am 19.11. 2016. Hoffentlich bekomme ich ja dort die Gelegenheit, ein paar Menschen zu treffen, die mir in Frankfurt durch die Lappen gegangen sind.

Bleibt mir zum Abschluss nur noch, mich aufrichtig und herzlich bei allen zu bedanken, die ich treffen durfte. Es war ein wunderbarer Tag.

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13 Gedanken zu “Meine Frankfurter Buchmesse 2016 #fbm2016

  1. Toller Bericht, in dem ich mich sofort wiedergefunden habe (Stichwort: Verlaufen…). 😉 Danke für das Treffen und dass du dir die Zeit für uns alle genommen hast! 🙂 Liebe Grüsse aus der Schweiz

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  2. Vielen Dank für den „live-aus-dem-Autorenleben-Bericht“. Herrlich! Sehe ich da zarte Hoffnung für die BuchBerlin keimen, wenn Du rumwuselst und ich angelegentlich lungere:) Herbstgrüße von der Ostsee, Toni

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  3. Habe dich in Frankfurt leider verpasst, bin aber ebenfalls an der Buch Berlin 🙂 Vielleicht ergibt sich ja da eine Gelegenheit? (Wirst du dort auch an einem bestimmten Stand sein, oder einfach unterwegs?)

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