sp – der (neue) Selfpublisher Nummer 3: Fast eine Rezension

der selfpublisher #2Die neue Ausgabe des Magazins der selfpublisher (sp) ist seit dem 3. September erhältlich und endlich bin ich auch dazu gekommen, ihn zu lesen. Die Ausgabe hat es in sich und lohnt sich auf jeden Fall – aber ich möchte nicht den Eindruck erwecken, hier eine neutrale Rezension zu verfassen, da ich selbst mit einem Artikel im Heft vertreten bin.

Ein Dilemma, aber ich nutze meinen Blog trotzdem, um meine Leseerfahrung der aktuellen Ausgabe hier zu teilen. Das Heft ist zu gut und potenziell interessant für die meisten Leserinnen meines Blogs, deswegen muss ich hier ein paar Worte darüber verlieren und umreiße im Folgenden so neutral, wie es geht, den Inhalt

Frankfurter-Buchmesse-Survival-Guide 

Ein wunderbarer Artikel von Linda Schipp, in dem gezeigt wird, was alles möglich und vielleicht auch nötig ist, um als Autor (nicht nur als Selfpublisher) Buchmessen nicht nur irgendwie zu besuchen, sondern auch effizient zu nutzen. Ich sehe den Beitrag als einen wertvollen Ideengeber, was so alles möglich ist. Einige erfolgreiche Autoren werden hier zitiert, um Einblick in ihre Messevorbereitungen zu geben.

Am Ende fand ich den Tipp von D.B. Granzow am besten, sich auch nicht verrückt machen zu lassen und die Messe vor allem zu genießen. Es ist wie mit allen Tipps – jeder ist wertvoll und bedenkenswert, was man am Ende mit ihnen macht, muss zu einem passen und realistisch sein. Ideen bekommt man auf jeden Fall von Linda Schipp mehr als genug.

E-Book-Distributoren stellen sich vor

Wieso gab es so was nicht früher – und warum habe ich es bisher nicht vermisst? Im Ernst: Ein wirklich essenzieller Beitrag, der die verschiedenen zur Zeit in Deutschland erhältlichen Print-on-Demand-Anbieter miteinander vergleicht. Für Selfpublisher lebensnotwendig. Für alle anderen mindestens interessant.

Das perfekte Autorenfoto

Profifotografin Birgit-Cathrin Duval zeigt, wie es gemacht werden sollte – und wie vor allem nicht. Verdammt. Muss dringend neue Fotos machen …

Social Media – Zeitspartools

Martina Troyer informiert in ihrem Beitrag über Strategien für Autorinnen, sich auf den Social-Media-Kanälen zu präsentieren. Aber auch darüber, wie man Apps einsetzen kann, um seine Strategie zeitsparend umzusetzen.

Mir persönlich hat dieser Artikel nicht viel gebracht, da ich alle Apps schon kenne, teilweise auch schon benutzt und wieder verworfen habe. Sie haben alle viele Vorteile, aber auch den Nachteil, dass sie (wie Troyer auch schreibt) nicht unbedingt wenig Geld kosten, wenn man sie ausreizen will. Mich hat der Nutzen dieser Tools bislang nicht überzeugt. Aber vielleicht werde ich ja noch eines Besseren belehrt.

Die Krux mit der ISBN

Frank Rösner hat den Artikel geschrieben, den ich immer gesucht, aber nirgendwo sonst gefunden habe. Was genau ist eigentlich eine ISBN, wozu braucht man sie, woher bekommt man sie, was kostet sie und welche Alternativen gibt es?

Ein Thema, das sonst immer schnell unterschlagen wird, wenn darüber berichtet wird, wie einfach und kostengünstig Selfpublishing doch ist. Der Teufel steckt im Detail – und die ISBN ist ein sehr entscheidendes Detail. Ich vergebe diesem Text das Prädikat lebensnotwendig.

Erste Bestsellerliste für Print und Digital

Schöner Hinweise darauf, dass es inzwischen eine ehrliche Bestsellerliste gibt, die nicht nur Verkaufszahlen renommierter Printverlage einbezieht, sondern auch Selfpublisher – und siehe da, auch diese sind manchmal auf Platz eins.

In den Rubriken finden sich Artikel zum Thema Plotten (von mir), eine Vorstellung des Thriller-Genres (von Susanne Pavlovic), ein Autorenportrait von Frank Röster, der Newsticker, die Vorstellung der Alliance of Independent Authors (ALLi) von Andrea Gunkler und ein Praxistest der Satzsoftware Scribus.

Fazit:

Gäbe es den sp nicht, müsste man ihn erfinden. Sicherlich kann man sich einen Großteil der Informationen auch im Netz selbst irgendwie zusammensuchen. Doch das dauert und ergibt kein Wissen, das dermaßen gut zusammengestellt und auf den Punkt gebracht ist.

Obwohl ich kein Print-Zeitschriftenleser bin und mir meine Infos lieber selbst zusammensurfe oder im Digitalformat lese, wird bei mir der sp (gleich neben der Federwelt) sorgsam archiviert. Das Magazin steckt voller wertvoller, eigentlich überlebenswichtiger Infos.

Ich kann mich nur wiederholen: Wie auch die ersten beiden Ausgaben ist der sp für alle Autoren – ob Selfpublisher oder Verlagsautor – sein Geld wert. Es schadet nicht, über Vertriebswege und den Herstellungsprozess von Büchern informiert zu sein oder zu wissen, wie ein gutes Autorenfoto aussieht und in sozialen Meiden effizient verbreitet werden kann.

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4 Antworten auf “sp – der (neue) Selfpublisher Nummer 3: Fast eine Rezension”

  1. Danke für den Hinweis – fantastisch, dass solche Sachen gemacht werden. Meine Hochachtung. Und faszinierend fand ich meine Reaktion darauf, dass Du (absichtlich oder nicht) keinen Link gesetzt hast zu http://www.derselfpublisher.de. Ich war einen kleinen, kleinen Moment sauer, dann ärgerte ich mich über die mittlerweile so selbstverständliche Bequemlichkeit von uns Lesern im Internet 🙂
    Liebe Grüße!

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  2. Sehr richtig, Marcus! Das Gratisheft auf der letzten Buchmesse war ein wahrer Glücksfall. Der SP ist ein Heft, welches für Selfpublisher unverzichtbar ist. Zumal wenn man, wie ich, lieber mit gedruckten Erzeugnissen arbeitet.
    Und ja: Die Sache mit dem Foto. Auch ich habe dringend Handlungsbedarf, wie ich leidvoll gelesen habe. Dabei fand ich die Idee richtig gut. Klarer Fall von Denkste! 😉

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