Ob du als Autorin nur in deinem Genre oder möglichst breit gefächert lesen solltest, hängt davon ab, was du schreibst

Ob du als Autorin nur in deinem Genre oder möglichst breit gefächert lesen solltest, hängt davon ab, was du schreibstAls Autorin solltest du viel lesen. Das ist unstrittig und einleuchtend. Fußballerinnen studieren auch das Spiel andere Spitzenspielerinnen, Musikerinnen die Werke anderer großer Komponistinnen usw.

Die Frage ist allerdings, was genau du lesen solltest.

Es gibt die Auffassung, das du als Autorin möglichst breit gefächert lesen solltest. Demnach wäre es wichtig, nicht nur Romane des Genres zu lesen, in dem du auch schreibst.

Der leider viel zu früh verstorbene Terry Pratchett zum Beispiel – unangefochtener König der Funny Fantasy – hat stets freimütig betont, dass er zwar viel liest, allerdings nicht gerade viel Fantasy.

Stephen King empfiehlt immer wieder, nicht nur das eigene Genre, sondern auch die Klassiker der Weltliteratur zu lesen.

Demgegenüber vertritt beispielsweise Brandon Sanderson in seinen Lectures und im Podcast Writing Excuses immer wieder den Standpunkt: Wer SF und/oder Fantasy schreiben will, sollte halt vor allem SF und Fantasy lesen.

Wer hat nun recht?

Natürlich kann es im Sinne einer guten Allgemeinbildung nicht schaden, alles Mögliche zu lesen, vor allem natürlich auch die Klassiker. Es hat seine Gründe, dass sie Klassiker sind. Ihre Sprache, ihr Stil und ihre Themen haben zum Teil die Jahrhunderte überdauert.

Andererseits: Was nützt es dir, wahllos die Größen der Weltliteratur zu durchforsten, wenn du doch eigentlich knallharte Thriller schreiben willst?

Thomas Manns Stil eignet sich nur wenig als Anschauungsmaterial. Und Franz Kafka hat bestimmt einige thrillertaugliche Themen in seinen Romanen, ist aber aufgrund der vielen sprachlichen Figuren und Verschlüsselungen in seinen Werken das genaue Gegenteil eines Pageturners.

Die Zeit, die dir zum Lesen bleibt ist stets knapp und da muss die Lektüre auch sorgfältig gewählt sein, um das eigene Schreiben voranzubringen.

Die Antwort auf diesen Zwiespalt: Es kommt – wie immer – darauf an, was genau du selbst schreibst.

Terry Pratchetts Rat ist für das, was er schrieb, vollkommen zutreffend. Denn er schrieb ja eben keine topaktuelle Fantasy, die auf der Höhe seines Genres mit den Werken anderer großer Fantasy-Autoren wie Patrick Rothfuss oder George R.R. Martin konkurrieren musste. Er schrieb Parodien von Fantasy, durchsetzt mit philosophischen, literarischen und gesellschaftskritischen Insider-Gags. Ohne eine möglichst breite Lektüre hätte ihm die Grundlage für seine Romane gefehlt.

Um Klischees durch den Kakao zu ziehen, muss ich kein Experte in Sachen Fantasy sein. Ich muss die typischen Vertreter des Genres kennen und wissen, wie ich sie ins Komische wenden kann. Ein bisschen Tolkien und Howard als Grundlage reichen da schon aus.

Stephen King schreibt schon lange nicht mehr ausschließlich Horror-Romane. Viele seiner Werke verzichten vollkommen auf fantastische Elemente und sind eher Charakterstudien. Und der typische Horror-Autor war er auch nie. Dank seines durchschlagenden Erfolgs hat sich eher das Genre nach seinem Vorbild entwickelt.

Autoren wie King oder Pratchett sind also weniger durch ein Genre definiert. Sie sind ihre eigene Marke. Ich kaufe den nächsten King nicht, weil ich einen Horror-Roman lesen will, sondern weil ich den nächsten Stephen King lesen möchte.

Wenn du diese Karriere als Autorin anstrebst, solltest du tatsächlich auch viele Klassiker lesen. Dann geht es darum, dass du einen sehr eigenen Stil entwickelst und dich mit deinen Romanen jenseits eines bestimmten Genres als eigene Marke etablierst.

Wenn du aber zum Beispiel Krimi-Autorin bist, solltest du meiner Meinung nach tatsächlich vor allem sogar das spezielle Sub-Genre lesen, in dem du schreibst und dessen aktuelle Trends sehr gut kennen. Schreibst du Who-Dunnits oder Landhaus-Krimis, ist es vielleicht ganz nett auch Hard-Boiled-Romane zu kennen. Nur wirst du von ihnen nicht viel für deine Romane lernen können.

Zusätzlich würde ich zum Beispiel jeder Autorin von Liebesromanen durchaus empfehlen, Jane Austen, Shakespeares »Romeo und Julia«, Goethes »Werther« oder sogar Effie Briest zu lesen – wenn die Zeit bleibt. Genauso, wie ich als Thriller-Autor nicht nur die Vertreter des Genres auf der aktuellen Bestsellerliste lese, sondern gelegentlich meine Nase in Edgar Allan Poe oder Robert Bloch stecke.

Die Hauptlektüre sollte allerdings schon aus den aktuellen und prominenten Vertreterinnen deines Genres bestehen.

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39 Antworten auf “Ob du als Autorin nur in deinem Genre oder möglichst breit gefächert lesen solltest, hängt davon ab, was du schreibst”

  1. sorry ich widerspreche
    – ich schreibe für Kinder bis ca. 14Jahre – lese aber selbst äusserst selten Kinderbücher – ich lese das was mir gefällt – wie du schon richtig gesagt hast Zeit ist knapp (habe aber auch nicht den Anspruch an mich jedes Jahr 2-3 Romane für Kids zu schreiben) – es gibt viele Autoren die das tun und dann kommt so was vor wie für die Mülltonne produziert – ich bin der Beobachter – Kinder kann man gut beobachten ob beim Spiel oder beim Umgang mit den Eltern oder Gleichgesinnten und die Phantasie ist dann unbegrenzt – schwieriger finde ich es eine gute Agentur zu finden die die vertritt und dir somit alle beiliegenden weiteren Arbeiten wie z.B. Verlag suche abzunehmen

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  2. Das Ding ist, seit ich selber schreibe, ist Lesen anders. Drum bin ich ganz froh, die erste Hälfte meines Lebens mit dem Lesen, und die zweite Hälfte mit dem Schreiben zu verbringen. Wenn ich heute neben dem Schreiben Bücher lese, schaffe ich es selten, so tief in die Geschichte einzutauchen, wie ich das früher tat. Der innere Lektor will ständig herumkritteln, ist das Buch auch noch so gut. Hinzukommt, dass ich mir vorgenommen habe, möglichst die Bücher der Kolleginnen und Kollegen zu lesen, die ich über Soziale Medien kennengelernt habe. Ich möchte sie und ihre Bücher kennen, und so lese ich auch manchmal solche Sachen, die mich normalerweise nie angesprochen hätten. Da fällt es dann allerdings auch schwer, im eigenen Genre dran zu bleiben, aber immerhin hat das meiste meiner Lektüren fantastische Elemente. Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich die Klassiker lesen, die derzeitigen Bestsellerlisten rauf- und runterwälzen, die noch unbekannten Kollegen und Kolleginnen… Und nebenbei einen eigenen Bestseller schreiben. 😉

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    1. Das ist ja genau der Punkt. Mit Zeit ohne Ende würde ich auch viel breiter gefächert lesen. Die Frage ist nur, was einen bei der knappen Zeit, die fürs Lesen bleibt, für das eigene Schreiben voranbringt.

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    2. Du sprichst mir aus der Seele! Mein Leseverhalten hat sich extrem verändert.
      Ich lese, was mir gefällt. Liebesgeschichten, Krimis, Thriller und auch mal ein Fantasy-Roman – Möglichst unterschiedliche Autoren aus unterschiedlichen Zeitepochen.
      Doch seit ich selber schreibe, achte ich eher auf den Stil des Verfassers. Die Story rückt dabei öfters in den Hintergrund. Allerdings könnte das auch ein Anzeichen dafür sein, dass der Autor sie nicht packend genug konzipiert hat….
      Dieses „Lesestörung“ überträgt sich auch auf das Anschauen von Filmen und Serien! Erschreckend 🙂

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  3. Ich finde es sehr fruchtbar, gelegentlich Ratgeber für andere Künste zu lesen.
    Rhythmus zum Beispiel lernt man gut über Musik.
    Dafür muss man sich nicht gleich ein ganzes Kompositions Lehrwerk anschaffen.
    Blogs über Songwriting für Anfänger liefern schon sehr gute Anregungen.
    Auch die bildenden Künste und Architektur sind interessant.

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  4. Generell würde ich dir nicht widersprechen. Man sollte sich natürlich vornehmlich in „seinem“ Genre auskennen. Andererseits denke ich aber doch, dass man auch aus anderen Geschichten immer was mitnehmen kann, was man irgendwie verwenden kann. Wenn ich Fantasy schreibe, aber den Protagonisten quasi wie einen Detektiv anlege, der in seiner Welt Mordfälle lösen muss, oder ähnliches, schadet es sicher nicht, auch mal einen Thriller gelesen zu haben.

    Ich lese zwar hauptsächlich (Funny) Fantasy – Pratchett ist unerreicht -, weil ich darin eben auch hauptsächlich schreibe, aber es kommt nicht selten vor, dass ich eine Idee habe, die rein gar nichts mit Fantasy zu tun hat, die ich dann aber gerne in dieses Fantasygewand verpacken will. Dann lont es definitiv, sich auch mit anderen Genres zu befassen.

    Am Ende muss das Lesen, wie das Schreiben aber einfach Spaß machen, deshalb sollte man natürlich trotzdem mit Bedacht auswählen.

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    1. Ich stimme nur teilweise zu.

      »Spaß« ist mir zu oberflächlich. Die Frage ist, ob ich als Zeitvertreib schreibe und zur eigenen Erbauung. Dann hast du natürlich recht. Ich sollte in diesem Fall auf jeden Fall lesen und schreiben, um Spaß zu haben.

      Besitze ich aber ein professionelles Selbstverständnis als Autor, dann sollte Spaß nicht der entscheidende Faktor sein, der über die Lektüre entscheidet. Wenn ich als Ingenieur auf eine Fortbildung gehe, macht mir die vielleicht auch Spaß, aber vornehmlich tue ich sie mir an, weil ich hinterher bessere Brücken bauen kann.

      So sehe ich das auch, wenn ich Schreiben als (Zweit-)Job verstehe.

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      1. Ja, war vielleicht etwas missverständlich augedrückt. Ich meinte halt, dass man auch innerhalb der Genres eine Auswahl treffen kann, die einem besser liegt. Ich kann zB nix mit Tolkien anfangen, weil ich es einfach quälend fand. Aber es gibt ja noch genug andere Fantasyautoren, bei denen das Lesen dann nicht so anstrengend ist.
        Beim Schreiben steht aber schon der Spaß im Vordergrund, denke ich. Wenn ich absolut keinen Bock habe, eine Liebesgeschichte zu schreiben, fällt mir absolut kein Grund ein, warum ich es tun sollte. Also schreibe ich, woran ich wirklich Spaß habe. Natürlich gibt es trotzdem immer Dinge, die dann weniger Spaß machen (editieren bei mir), aber bevor man eine Geschichte beginnt, sollte man schon darüber nachdenken, in welchem Genre man wohl am meisten Spaß beim Schreiben hat, finde ich.

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  5. Effie Briest und der Werther wird einem in der Schule schon tüchtig verleidet, später rührt es niemand mehr freiwillig an.
    Ein Blick auf Tolstoi wäre aber nicht verkehrt.

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      1. ich hatte in der Grundschule eine sehr gute Deutschlehrerin und zum Schluss in Deutsch Leistungskurs noch einmal einen hervorragenden Lehrer.
        Der Rest war langweilig bis entsetzlich.
        Schlechter Deutschunterricht ist ein Verbrechen!

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  6. Ich bin ja ein großer Freund von Klassikern und wie du weißt auch von erwähntem Thomas Mann. Das man bei ihm nicht das Schreiben eines Pageturners lernt, ist mir wohl klar. Trotzdem würde ich genreunabhängig ein breites Lesen in den Klassikern empfehlen. Breit heißt hierbei ja auch, dass man eben nicht in die Tiefe geht. Um also seine literarische Allgemeinbildung als Autor zu verbessern, genügt – wie ich finde – zunächst mal ein Buch jeden Autors. Gerade von den Klassikern gibt es auch Novellen. (Also nicht Zauberberg lesen, sondern vielleicht Tod in Venedig.) Mit dieser Technik die großen Autorinnen und Autoren der Weltliteratur abzuklappern, mag natürlich Zeit kosten; Wenn man sich aber auf ein einzelnes kurzes Werk beschränkt, kann man sehr schnell eine breite Bildung erlangen. (So eine Novelle ließt sich an einem Abend.)
    Gerade in genrefremden Büchern findet man doch – das ist meine Erfahrung – Anregungen für Plot, Stil und Figuren, da man eben nicht nur die Standards des eigenen Genres rezipiert.

    Beste Grüße
    Martin

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    1. Wenn ich die Standards meines Genres bereits verinnerlicht habe, mag das stimmen, was du schreibst. Klar, wenn ich Profi bin und mein Genre aus dem FF beherrsche, vielleicht sogar an dessen Spitze mitspiele und es zum Teil auch präge (wie beispielsweise Sebastian Fitzek den deutschen Thriller), dann kann ich mir auch bei einem guten Glas Wein zur Erbauung mal den »Tod in Venedig« vornehmen. Bevor ich das nicht erreicht habe, bin ich der Meinung, sollte man seine Hausaufgaben machen. Wenn ich für das Abitur lerne, lese ich auch, was ich dafür brauche, und keine Comics.

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  7. Ja. Nein. Jein. Ich finde den Artikel ein wenig frustrierend, weil es mir einfach nicht gelingen will, die Kunst des Schreibens, bzw. die des Lesens, ausschließlich dem Zweck oder der aktuellen Mode unterzuordnen. Dafür ist mir widerum mein Leben zu kurz und meine Zeit zu kostbar.
    Selbst dann, wenn man ein spezielles Genre bedient, wird man wohl kaum auf wirklich originelle Ideen kommen, wenn man sich nur im eigenen Teich herumtreibt, und für die x-te Variante des immer gleichen Strickmusters konnte ich mich noch nie begeistern.

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    1. Ich habe keinen so negativen und eng gefassten Begriff von Genres. Wenn ich mir beispielsweise das Genre Schweden-Krimis vornehme und Autoren wie Nesser und Mankell nebeneinanderlege, gibt es da viele individuelle Unterschiede, die es zu entdecken gibt. Trotzdem gehören beide die Spitzenliga ihres Genres.

      Gerade das deutsche Thriller-Gerne sehe ich da ähnlich. Wenn ich Wulf Dorn, Sebastian Fitzek, Arno Strobel und Ursula Poznanski vergleichend lese, fallen mir zahlreiche Variationen und eine Bandbreite von Themen auf, die durchaus originell sind. Zwischen Romanen wie »Saeculum« oder »Passagier 23« liegen Welten, finde ich.

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      1. Da hast du ganz sicher recht. Aber häufig scheinen mir weniger die Spitzentitel abzufärben, als der Unterdurchschnitt. An irgendetwas muss es ja liegen, dass Vieles in der Genreliteratur schon an der Sprache scheitert, weshalb ein Abstecher in die „Weltliteratur“ vielleicht nützlich wäre. Aber andererseits vielleicht auch viel zu anstrengend.

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  8. Ich finde, dass man die Sache genau andersherum angehen sollte: Nicht was man schreibt bestimmt was man als Autor liest, sondern man schreibt eher, was man gerne liest. Ich für meinen Teil lese sehr gerne und sehr viel Fantasy. Deshalb kann ich auch behaupten, zu wissen, wie ein solcher Roman aufgebaut sein sollte. Einen Liebesroman zu strukturieren oder zu schreiben ist da für mich deutlich schwerer, weil ich seit Twilight (was auch eher Fantasy ist) keine Romanze mehr gelesen habe und davor so gut wie nichts aus diesem Genre gelesen habe. Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist nicht unmöglich, in Genres zu schreiben, die man selten oder gar nicht liest, aber es ist deutlich schwieriger. Andererseits stellt sich bei mir aber auch die Frage: Wie kann jemand, der nur ein einziges Genre liest, auf die Idee kommen, in einem völlig anderen Genre schreiben zu wollen, das man gar nicht kennt?

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    1. Du beschreibst natürlich den Idealfall. Ich beneide Autoren, wie zum Beispiel Tanja Neise, die einfach ihr Genre im Blut hat, weil sie Liebesroman einfach aus jeder Pore atmet.

      Ich lese halt von Hause aus so ziemlich alles und kann auch beinahe jedem Genre was abgewinnen. Und die Schwerpunkte meiner Neigungen sind Thriller, Krimi, SF, Horror und Fantasy. Ich finde einfach, ein gutes Buch, ist ein gutes Buch, ganz gleich, welche Schublade auf dem Cover prangt. Nur kommt man mit dieser Einstellung spätestens an seine Grenzen, sobald man sich mit dem ersten Agenten unterhält. Der Buchmarkt funktioniert in Kategorien.

      Aber ich gebe dir natürlich recht: Ein Genre das ich nicht gerne lese, würde ich nie schreiben. Wozu auch?

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      1. Ja, so ähnlich betrachte ich das auch: Ohne meine andauernde Schwäche für Fantasy würde ich das Zeugs ja auch nicht schreiben. Gefühlte fünfzig Prozent der „aushäusigen“ Literatur sind denn Sachtexte, die irgendwie mit meinen Themen zu tun haben oder gleich als Recherche durchgehen, daneben Dramatisches/Liebesgeschichten/Zeitgeschichte, das ich zumeist ausgeliehen bekomme, und was mir als figurenbetonte Schreiberin durchaus wieder nützt.

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  9. Ich selbst schreibe Fantasy und sie hätte niemals eine so große und philosophische Tiefe gehabt, wenn ich nicht mindestens die 36 Lehren des Vivec von Michael Kirkbride aus The Elder Scrolls III: Morrowind gelesen hätte. Und das ist In-Game Literatur. Also Texte aus einem Videospiel. Ich lese zwar derzeit auch die Song of Ice and Fire Bücher aber nichts hat mich so sehr in meinem Stil und meine Art des Schreibens beeinflusst wie die Elder Scrolls reihe.

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      1. Das schöne ist ja, dass sich In-Game Literatur nicht auf die Konventionen „Herkömmlicher“ Literatur richten muss, weil es nur ein Teil eines Gesamtkunstwerkes ist. Ein androgyner Gott, der den Penis eines anderen Gottes als Waffe nutzt? In-Game: Kein Problem und sau cool. In der Literatur werde ich direkt dumm angemacht. „Das wird sich eh nicht verkaufen!“

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  10. Bei mir driften Büchergeschmack und Schreibereien dezent auseinander. Es hat mich nie gestört sondern eher motiviert. Ich komme damit auf vollkommen andere Ansätze ^^

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      1. In vielen Genre habe sich gewisse Handlungsmuster und Welten durchgesetzt, die für mich als Leser schon vorhersehbar und langweilig geworden sind. Ich kann Autoren verstehen, die sich den genretypischen Welten und Handlungen bedienen, weil man den Leser schon mit wenigen Worten ins tiefste Mittelelter oder auf Raumschiff Enterprise steckt. Ich finde Geschichten wesentlich spannender, wenn sie sich nicht den genretypischen Klischees bedienen. Es spricht ja nichts dagegen die Erzähltechnik eines Horrorfilms in ein High Fantasy Gewand zu verpacken oder einen Krimi mit einer Sage zu verknüpfen.

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  11. Hat dies auf Erik Huyoff rebloggt und kommentierte:
    Genau das ist der Grund, warum ich Jugendbuchschnulzen am laufenden Band lese! (Nagut, Spaß macht es mir auch ;)).
    Ab und an lese ich zwar etwas breiter, aber grundsätzlich stimme ich dem Artikel voll zu. Ich lese fast keine Krimis, kaum Horror oder Thriller, wenig Mystery oder Sci-Fi. Klar gibt es Ausnahmen, aber die überwältigende Mehrheit findet sich doch in den Bereichen, in denen ich gern schreibe.

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  12. Ich finde die Vielfalt gut. Ich schreibe Romane, von denen ich nicht genau weiß, in welches Genre sie gehören. Aber ich lese auch Bücher, die so Garnichts damit zu tun haben. Man lernt andere Ausdrucksweisen und findet interessante Ideen, die man dann wieder verwenden kann. So entwickelt sich mitunter ein ganz neuer Schreibstil.

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