Plots entwickeln sich zwischen den drei Eckpfeilern Ziel, Motivation und Konflikt.

Plots entwickeln sich zwischen den drei Eckpfeilern Ziel, Motivation und KonfliktEin Großteil der Handlung deines Romans hängt davon ab, welches Ziel seine Heldin verfolgt. Was motiviert sie und was steht hier dabei im Weg, ihr Ziel zu erreichen?

Mit anderen Worten, der Plot entwickelt sich zwischen den drei Eckpfeilern Ziel, Motivation und Konflikt.

Ziel und Motivation sind zweierlei, obwohl sie häufig miteinander verwechselt werden. Das sollte dir nicht passieren, denn dann wird die Handlung deines Romans verwässert.

Du musst ganz genau zeigen, was deine Hauptfigur motiviert. Mehr noch: Du musst erreichen, dass die Leserin die Motivation deiner Heldin spürt, fühlt und emotional nachvollzieht. Dann hast du einen packenden Roman geschrieben, denn die Motivation deiner Hauptfigur wird im gewissen Sinne zur Motivation deiner Leserin. Am Ende fiebert sie dadurch mit und dein Roman wird zu einem spannenden Lesevergnügen.

Das äußere und innere Ziel deiner Hauptfigur

Deine Figur wird nicht nur ein Ziel haben. Sie hat zwei Ziele, ein inneres und ein äußeres.

Es dürfte einleuchten, dass das äußere Ziel sehr klar definiert sein muss. Die Zuschauerin muss sehr schnell und klar erkennen können, wann deine Heldin es erreicht hat.

Das äußere Ziel hängt auch immer mit der zentralen Frage deiner Geschichte zusammen.

Naheliegend, oder? Niemand hat behauptet, dass immer alles kompliziert sein muss.

Das Erreichen des inneren Ziels hingegen ist weitaus schwieriger, komplexer und langwieriger und nicht so einfach durch äußere Handlung zu erkennen.

Das ist auch in Ordnung so. Deswegen leitet sich meistens die zentrale Frage der Geschichte nicht vom inneren Ziel ab. Die Antwort darauf ist meistens mit der Handlung des Romans schwer zu zeigen.

Oft ist es so, dass bei einer Geschichte, die unbefriedigend oder wenig spannend ist, genau hier der Hase im Pfeffer liegt: Die zentrale Frage ist an das innere Ziel der Hauptfigur geknüpft, weil die Autorin es interessanter, bedeutsamer oder niveauvoller findet, innere, emotionale oder intellektuelle Vorgänge zum Zentrum der Geschichte zu machen.

Das mag sein, sorgt aber nicht unbedingt immer für Klarheit.

Der Konflikt hängt mit dem Ziel zusammen

Ganz einfach und einleuchtend, denke ich: Aus der Motivation entspringt ein Ziel. Das Ziel darf die Hauptfigur nur schwer erreichen. Sollte sie es einfach erreichen können, gibt es keine Handlung. Dann ist der Roman nach einer Seite schon vorbei.

Mit anderen Worten: Etwas muss der Hauptfigur dabei im Weg stehen, um ihr Ziel erreichen zu können. Ein Ziel und ein Hindernis ergeben einen Konflikt. Der Konflikt muss eng mit dem Ziel der Hauptfigur verbunden sein, sonst könnte die Hauptfigur ja einfach abhauen und die Sache gut sein lassen.

Wiederum: Es ist nicht verkehrt, einfache Motivationen, Ziele und Konflikte für deinen Plot zu wählen. Entscheidend ist, was du daraus machst.

Der Konflikt muss eskalieren

Denke an die schlimmsten Dinge, die deiner Hauptfigur geschehen können, während sie versucht ihr Ziel zu erreichen. Brainstorme alle möglichen Dinge, die sich die Gegenspieler der Heldin ausdenken können. Ordne sie vom Schlimmsten zum Allerschlimmsten und wähle die aus, die originell und überraschend sind.

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4 Gedanken zu “Plots entwickeln sich zwischen den drei Eckpfeilern Ziel, Motivation und Konflikt.

  1. Vielleicht liegt hierin der Unterschied zwischen E- und U-Literatur (auch wenn ich die Unterscheidung nicht immer gut finde.):
    Im U-Roman steht das äußere, im E-Roman das innere Ziel im Vordergrund. Einen guten Roman erhält man trotzdem nur, wenn trotzdem auch die andere Komponente vorhanden ist.

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