Meine #lbm16

#lbm16

Ich liebe die #lbm. Um mein Fazit vorweg zu nehmen: Sie gefällt mir besser als die Frankfurter Messe.

Das fängt schon mal mit der Anfahrt an. Von Berlin nach Leipzig braucht mein Zug nur etwas mehr als eine Stunde. Solche Zugfahrten ist man als Berliner gewöhnt. Mit der U-Bahn bin ich nicht gerade selten länger unterwegs. Und die ist weniger komfortabel als die Züge der Deutschen Bahn.

Am Leipziger Hauptbahnhof  dauert es eine Weile, bis ich mich orientieren kann, um herauszufinden, mit welchen öffentlichen Verkehrsmitteln ich von dort zur Messe komme. Laufen scheidet aus. An diesem Punkt ist Frankfurt günstiger, da das Messegelände in Laufnähe zum Hauptbahnhof liegt.

Aber trotz guter Ratschläge einiger Facebook-Freunde stellt sich die Fahrt vom Hauptbahnhof zur Messe nicht gerade als Trivial heraus, was nicht an der Wegbeschreibung oder mangelnder Orientierung, sondern an den überfüllten Verkehrsmitteln liegt.

Es ist überall so richtig voll.

Die Bahnmitarbeiter raten mir dringen davon ab, Tram oder Bus zu nehmen. Dafür würde der nächste IC nach Köln extra für uns Messeenthusiasten einen Zwischenstopp am Messebahnhof einlegen.

Messegelände

Eingepfercht im IC zwischen allen anderen Messebesuchern, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die anderen Verkehrsmittel noch voller sein sollen. Und da es weder eine Ansage im Zug, noch eine Anzeige am Bahnhof für den außerplanmäßigen Zwischenstopp gibt, befürchte ich schon, dass das alles nur ein Plan ist, um uns überzählige Messefuzzis nach Köln abzuschieben.

dieschreibdilettanten

Doch ich komme tatsächlich am Messebahnhof an und genieße sehr entspannt die Vorzüge eines Pressausweises: extra Eingang ohne Anstehen, kostenlose Garderobe, Presselounge … Akkreditieren lohnt sich.

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Schließlich lande ich dann aber doch im Gewimmel mit allen anderen, was aber auch ganz gut so ist. Deswegen bin ich ja hier. Und es herrscht trotz der Menschenmassen eine entspannte Atmosphäre, die ich sofort genieße.

Leipzig ist in meinen Augen aufgeräumter, systematischer und weitläufiger als Frankfurt. Auch wenn manche Gänge zeitweise wegen des hohen Andrangs gesperrt werden, habe ich doch ein bisschen mehr Platz und das Gedränge ist nicht ganz so arg. Zumindest gefühlt.

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Vielleicht geht mir das aber auch nur so, weil ich mich vor der Halle 1 drücke, wo die Comics und die ganzen Cosplayer sind. Obwohl ich beides eigentlich ganz gerne sehen würde, laufe ich doch lieber weiter zu Halle 3, um mich am Stand von Ullstein umzusehen und natürlich länger bei der Midnights E-Book-Booth vorbeizuschauen.

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In Halle drei schlendere ich noch über die Stände von blanvalet und Heyne. Hier überrascht mich positiv, dass es immerhin kleine Präsentationen von SF- und Fantasy-Titeln gibt. Auf der Frankfurter Messe war davon – abgesehen von Game of Thrones – nichts zu sehen. Ich vermute Philip Peterson macht es offenbar möglich.

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Bei Midngiht und Forever angekommen  begrüßt mich Deborah Schmidt herzlich, hat tolles Werbematerial von Tödliche Gedanken parat und schon Leser im Schlepptau, die mich um ein Autogramm bitten.

midnight

Nach einer ganzen Weile, die ich mit Schnacken und dem Signieren von ein paar Tödliche-Gedanken-Postkarten verbringe, mache ich noch ein paar Fotos und treibe mich dann eigentlich die meiste Zeit in Halle 5 herum – bei den Selfpublishern, wo erstaunlicher Weise auch Amazon Publishing zu finden ist.

Ich plaudere mit Sandra Uschtrin, der Herausgeberin der Federwelt und des Selfpublsihers, und Ingrid Haag, der Chefredakteurin des Selfpublishers, und informiere mich über die Angebote des Autorenwelt-Shops.

Hier in Halle 5 laufen mir noch weitere Leser über den Weg, ich signiere noch ein paar Postkarten und führe mehr spannende oder einfach nur herzliche Gespräche, als ich zählen kann, unter anderem natürlich auch mit den Autorenfreundinnen Tanja Neise, Karina Reiß – und sogar einem meiner Autorenidole Sina Beerwald darf ich die Hand schütteln, die sich spontan als Gelegenheitsleserin meine Blogs outet, was mich nicht nur ein bisschen stolz macht.

tanjaneise

Ich treibe mich noch eine Weile auf der Messe herum, merke aber, dass die Füße langsam schmerzen und der Magen grummelt. Ohnehin geht bald mein Zug nach Berlin zurück und die Messe schließt auch in nicht allzu ferner Zukunft ihre Tore.

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Die Zeit ist wie im Flug vergangen und ich habe viel zu wenig gesehen, getroffen und gemacht auf der Messe, aber leider bleibt mir nur der Samstag.

Fazit: Für mich persönlich lohnt sich Leipzig mehr als Frankfurt, was auch daran liegt, dass die kürzere Anfahrt schlichtweg einen wesentlich höheren Kosten-Nutzen-Faktor birgt. Aber auch darüber hinaus wirkt Leipzig einfach sympathischer, entspannter und trotzdem effizienter.

Ich bin zwar das erste, aber ganz bestimmt nicht das letzte Mal in Leipzig gewesen.

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12 Antworten auf “Meine #lbm16”

  1. Schöner Bericht, den ich müde im Bett lese, um gleich von meinen Freunden aus zum letzten Messetag aufzubrechen. Mein persönliches Messehighlight und meine Empfehlung für Dich und jeden anderen Autor, der Interesse an Vernetzung und Lernmöglichkeiten hat: die Leipziger Autorenrunde, die sich als ein grandioses Format herausgestellt hat, es mir ermöglicht hat, mit Zoë Beck und Hans-Peter Roentgen an einem Tisch zu sitzen und unglaublich viel zu lernen.

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  2. Das erinnert mich daran, dass ich das auch noch machen wollte, also einen Bericht schreiben. Bisher nur einmal als Leser*in in Frankfurt gewesen, aber mein Eindruck deckt sich mit deinem. – Bin trotzdem gestern um 14 Uhr abgehauen, nach 2,5 Tagen waren meine Füße gefühlt platt.

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  3. Ich war letztes Jahr zum ersten Mal in Frankfurt (bin aber in der Ecke zu Hause und kenne das Messegelände ganz gut) Ich fand ja, dass, wenn man sich auf die Hallen konzentriert, die einen am meisten interessieren, hat man ne ganze Menge mitnehmen können. Zuzmal auch viele interessante Veranstaltungen und Lesungen sich in „meiner“ Halle abspielten…
    Aber natürlich ist es ne andere Atmosphäre, ich glaube, einfach schon weil Leipzig wohl kleiner ist, wirkt es intimer.
    Aber, da Frankfurt schon um die Ecke ist, bin ich auf jeden Fall wieder dort!

    Übrigens ist im April eine ganz kleine, ganz feine Buchmesse auch in Mainz, in der alten Lokhalle…
    Supernett, und wirklich gaaaanz kleine und familiär… ( http://www.buchmesse-rheinland-pfalz.de/ ) Kleiner Tipp für alle, die hier zu Hause sind: Am Messe-Sonntag ist wieder Poetry Slam!.. 😀

    Gefällt 2 Personen

  4. Danke für den interessanten Bericht. Ich habe es aus beruflichen Gründen leider nicht geschafft, nach Leipzig zu kommen. Dafür genieße ich dann die Fülle in Frankfurt wieder…;-)

    Wie bist Du an den Presseausweis gekommen? Nur mal so gefragt…

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