4 Lifehacks für Autoren

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1. Nicht am Schreibgerät sparen

Meiner Ansicht nach ist es wichtig, sich genau den Laptop zu kaufen (oder Füller, Papier, was auch immer), den man wirklich gerne haben möchte. Kompromisse rächen sich hier.

Erstens ist es wichtig, dass ich wirklich gerne an den Rechner (usw.) gehe, um zu schreiben. Es muss Spaß machen und ich darf mich nicht mit einer minderwertigen Tastatur, Programmabstürzen etc. aufhalten. Auch das Design ist hier kein Beiwerk, sondern eine wichtige Eigenschaft.

Laute Lüfter z.B. können nerven. Teurere Modelle kommen meistens ohne aus.

Ein bisschen (oder auch viel) mehr für den Schreiblaptop auszugeben kann auch den positiven Effekt haben, dass man sich dazu verpflichtet fühlt, ihn auch zu benutzen. Bei einem 1000-Euro-Rechner tut es schon weh, wenn er ungenutzt in der Ecke liegt.

2. Die Datei mit dem aktuellen Projekt immer offen lassen

Ist die Datei mit dem aktuellen Projekt immer offen, fallen lange Zeiten fürs Booten etc. weg, wenn man plötzlich eine Idee hat, die man schnell hinzufügen will. Es fällt auch leichter, sich mal für zehn Minuten zum Schreiben hinzusetzen. Oder einen Satz schnell noch einmal zu korrigieren, für den man endlich eine bessere Formulierung gefunden hat.

Gerade Laptops (und ich würde nie auf etwas anderem schreiben), können problemlos stets angelassen werden. Zugeklappt verbrauchen sie kaum Energie. Beim Aufklappen sind sie schnell betriebsfähig und über Nacht kann man sie dann bequem wieder aufladen.

3. Schreiben ist nicht wichtiger als schlafen

Schreibzeit ist stets kostbar und schwer aus dem Alltag zu gewinnen. Auf irgend etwas Liebgewonnenes oder Wichtiges muss verzichtet werden, um sich dem Schreiben richtig widmen zu können.

Das Einzige, woran auf keinen Fall gespart werden sollte, ist meiner Meinung nach Schlaf. In anderen Bereichen sind Kompromisse möglich. Es tut mir nicht weh, weniger Fern zu sehen, nicht so viel Zeit auf Facebook zu verbringen oder einfach mal keine E-Mails zu beantworten.

Mangelnder Schlaf rächt sich hingegen immer. Früher oder später. Und je weniger man schläft, desto schlechter schreibt man.

4. Biografien anderer Autoren lesen

Mich beflügelt es stets, wenn ich Biografien erfolgreicher Autoren lese. Immer wieder stelle ich fest: Keine ist wie die andere.

Der Weg hin zum veröffentlichten Autor ist so individuell wie sonst kaum ein anderer. Die Persönlichkeiten hinter den Büchern überraschen mich immer wieder und zeigen mir, dass prinzipiell jeder, der gerne Schreiben will, das Zeug zum Autor hat und nicht etwas Bestimmtes studiert, gelernt, in wichtigen Branchen gearbeitet usw. haben muss. All das kann helfen. Muss es aber auch nicht.

Auch spannend: Fast alle Autoren mussten lange und harte Durststrecken und viele Ablehnungen kassieren, bevor sie veröffentlicht wurden. Das kann Mut machen.

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24 Gedanken zu “4 Lifehacks für Autoren

  1. Zu Nummer 1 kann ich nur sagen, dass es auch andersrum mal wichtig sein kann:
    Nicht zu viel ausgeben 🙂
    Grund dahinter: Ich bin immer sehr angetan von den teuren, wunderschönen Notizbüchern und möchte sie alle kaufen und damit arbeiten. Aber dann ertappe ich mich dabei zu denken „Diese Idee ist nicht gut genug für das besondere Notizbuch“ und es bleibt leer.
    Außerdem weiß ich auch ganz genau, dass ich mit einem „Buch“ nicht gut arbeiten kann, sondern ein Ringbuch/block brauche, den ich komplett umklappen kann. Und die bekomm ich ganz günstig.
    Ich würde also weniger sagen, dass man das kaufen sollte, was man unbedingt haben möchte, sondern die Dinge, mit denen man am besten arbeiten kann. Wenn das der ultrateure Laptop ist, dann muss das halt sein!
    Ich brauche z.B. bald ein kleines und leichtes Netbook. Weil es für mich optimal ist.

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  2. Meine Laptop-Tastatur hat mir das Schreiben schwer gemacht, irgendwie wurde oft der letzte Satz markiert und ich hab dann beim schnellen Tippen einfach drübergeschrieben – und weg war er! Da ich kein Geld für nen neuen Laptop hatte, hab ich einfach eine Tastatur mit USB-Stecker gekauft. Ich schreibe sowieso nur zuhause. Es klappt wunderbar. Geheimnis: Man muss allein das Geräusch lieben, dass die Tasten beim Tippen machen. Dann schreibt man automatisch mehr ;).

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  3. Bei Punkt drei sprichst du einen wunden Punkt für mich an.

    Wenn ich den ganzen Tag keine Zeit zum Schreiben gefunden habe und abends andere Arbeit erledigen muss, dann schreibe ich auch gerne mal zu unchristlicheren Uhrzeiten.

    Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich nutze ein Schreibtagebuch. Das hilft in diesem Zusammenhang, weil ich dann dazu gezwungen bin, spätestens um 12 Uhr aufzuhören, schließlich darf ich die Wörter nicht mehr auf meinen heutigen Wordcount anrechnen. (Und für morgen vorzuarbeiten, sehe ich nicht ein (außer im NaNoWriMo) )

    Liebe Grüße

    Martin

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  4. Tipp 2 und 4 kann ich zustimmen. SSD kann ich auch weiterempfehlen.
    Aber es gibt noch mehr Lifehacks (der Begriff scheint umzugehen) für Autoren:
    1. Immer eine Tasse heißen Tee oder eine Tasse heiße Schokolade zum Schreiben dabeihaben, das motiviert und wärmt die Hände
    2. Musik hören, das inspiriert
    3. Abends schreiben (wo die Verbindung zum Unterbewusstsein am besten sein soll)
    4. auf bereits beschriebene Zettel/Dokumente schreiben (das nimmt die Angst vor dem weißen Blatt)
    5. Die DUDEN Rechtschreibkorekktur für WORD
    6. Meditation zur Fokussierung/ Anregung der Gedanken

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    • 1. Teils, teils. Ein Heißgetränk ist nie verkehrt. Manchmal ist es aber so, dass das Zubereiten von Getränken Aufschieberitis ist (Erst mach ich mir noch einen Kaffee, dann fange ich an zu schreiben. Hm. Puh. Ist die Kaffeemaschine schmutzig. Die muss ich erst reinigen. Oh, jetzt bin ich schon beim abwaschen, kann ich auch gleich die Sache von gestern sauber machen. Ne Tasse brauch ich ja auch … So, fertig. Ach, verflixt, jetzt ist die Schreibzeit um.).

      2. Musik ist bei mir so eine Stimmungssache. Mal hilft sie, mal stört sie.

      3. Abends schreiben kann ich nicht unterstützen. Da bin ich so müde, dass ich über der Tastatur einpennen würde.

      4. Finde ich sehr gut. Empfehlenswert, wenn man mit der Hand schreibt.

      5. Muss gestehen, dass ich weder Word noch den Duden Korrektor mag. Aber wer damit gut arbeiten kann, warum nicht?

      6. Persönlich finde ich das auch gut. Ist aber nicht jedermanns Sache.

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  5. Mein Traum in Sachen Schreibgerät ist ja Hemingwrite. Einfach mal googeln, total spannendes Konzept. Und an Punkt 1 und 2 kannst du damit auch gleich einen Haken machen.
    Jetzt müsste man sich nur noch dazu überwinden können, die 400$ aufn Tisch zu legen…

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    • Irgendwie spannend. Diese Geräte gab es doch vor rund 25 Jahren serienmäßig. Elektrische Schreibmaschinen mit Vorschaufunktion. Nannte sich Word Processor. Bestimmt gibt es bald den Trend, auf mechanischen Schreibmaschinen zu schreiben.

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  6. Weiterer Lifehack: Wenn man gerade im ersten Entwurf für einen Science Fiction Roman steckt, sollte man auf keinen Fall Folge 129: „Soll ich wirklich schreiben, was ich kenne“ der Schreibdilettanten hören.

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      • Gut, ich schreibe keine WildWest-SpaceOpera (auch wenn ich Firefly geliebt habe), aber wenn das schriftstellerische Herz doch stark für SciFi schlägt, schmälert es ein wenig die Motivation zu hören, dass man nach Möglichkeit kein SciFi schreiben sollte (zumindest, wenn man Verlage bzw. Agenturen für den Stoff begeistern möchte). Aber hach, was soll’s, wenn das Ding fertig ist, dann sind Fantasy und Zombie-Apokalypsen bestimmt wieder out und SciFi-Amnesie-Geheimdienst-Stories plötzlich in 🙂

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