Top 10 Romane 2014

Nachdem ich im letzten Blogeintrag einen Blick auf die Top 10 Filme geworfen habe, die ich für 2014 ins Auge fasse, widme ich mich heute  den Romanen, die mich im kommenden Jahr besonders interessieren. Vielleicht ist für dich auch ein Tipp dabei.

Die Reihenfolge hat diesmal nichts zu sagen, da ich z.B. von The Ocean at the End of the Lane noch nicht einmal weiß, ob und wann der Roman 2014 auf Deutsch erscheint.

1. Neil Gaiman: The Ocean at the End of the Lane

Schon seit Monaten scharre ich mit den Hufen, den neusten Roman von Neil Gaiman – einer meiner Lieblingsautoren – zu lesen, allerdings habe ich mir vorgenommen auf die Übersetzung zu warten.

Es ist nicht so, dass ich nicht gerne im englischen Original lese, allerdings bedeutet Lesen für mich auch immer gleich Training fürs Schreiben. Leider habe ich festgestellt, dass ich, wenn ich Romane auf Englisch lese, nicht nur nichts für meine Muttersprache tue, sondern sogar ein wenig in ihr einroste. Ich schreibe einfach flüssiger, wenn ich parallel auch auf Deutsch lese und nicht auf Englisch.

Sollte allerdings die deutsche Übersetzung noch sehr viel länger auf sich warten lassen, werde ich wohl doch lieber zum Original greifen. Ich finde, ich habe den deutschen Verlagen lange genug eine Chance gegeben, mich als Leser und Käufer zu gewinnen.

2. Dan Wells: Fragmente

Der erste Teil von Dan Wells‘ dystopischer Jugendbuch-Trilogie, Partials: Aufbruch, hat mich nicht unbedingt umgehauen. Der Roman hatte seine Momente, aber wäre Wells nicht der Autor der von mir sehr geschätzten John-Cleaver-Romane und dem hervorragenden Du stirbst zuerst, hätte ich das Buch wohl nicht beendet.

Die Novelle Isolation – eine Prequel zur Partials-Serie – hat mir allerdings sehr gut gefallen,  besser als der eigentliche Roman. Sie hat mir gezeigt, dass in Wells‘ Partials-Setting eine Menge Potenzial steckt, das mit dem ersten Band noch nicht ausgeschöpft wurde.

Somit bin ich bereit, der Serie mit dem zweiten Teil eine neue Chance zu geben.

3. Frank Schätzing: Breaking News

Schätzings Der Schwarm habe ich verschlungen (Wer nicht?), Lautlos war super, Mordshunger steht noch immer auf meiner Leseliste und wird bestimmt bald gelesen, Tod und Teufel habe ich nicht gelesen und ich werde es auch wohl so bald nicht tun, da historische Romane nicht meine Leib- und Magenspeise sind.

Limit …, tja … Ich bin nun wirklich SF-Fan und die Verbindung aus Thriller und Science Fiction hätte bei mir als Michael Crichton-Enthusiast eigentlich offene Türen einrennen müssen. Hat sie aber nicht. Limit war mir zu lang und auch zu langweilig. Nach ca. 300 Seiten bin ich aus dem Roman ausgestiegen. Ist vielleicht der Grund, wieso ich Mordshunger so lange vor mir hergeschoben habe.

Breaking News klingt spannend. Ich bin gerne bereit Schätzing eine neue Chance zu geben und freue mich darauf.

4. Kai Meyer: Phantasmen

Kai Meyer ist für mich ein Top-Autor. Sein Stil begeistert mich und er hat ein sehr gutes Händchen für Spannung. Seinen Roman Das zweite Gesicht habe ich verschlungen. Eines meiner Lieblingsbücher schlechthin. Hex hat mir sehr gefallen. Die Vatikan-Verschwörung und Schweigenetz waren spannende Pageturner. Die Winterprinzessin liegt als Hörbuch auf meiner Audible-App und Die Geisterseher lungert als gedrucktes Buch seit Ewigkeiten auf meinem Regal herum. Ich würd’s sofort lesen, würde ich noch gedruckte Bücher benutzen. Ich hoffe die ganze Zeit, dass es bald für den Kindle erscheint. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings größer, dass ich es mir wohl auch eher als Hörbuch besorgen werde.

Phantasmen ist also endlich mal wieder ein Einzelbuch von Kai Meyer. Für mich als Zylkus- und Trilogie-Muffel ist es schon so gut wie gelesen.

5. Arno Strobel: Abgründig

Arno Strobel steht schon lange auf der Liste von Autoren, die ich noch nicht gelesen habe, aber unbedingt lesen will. Abgründig soll sein erster Jugendbuchthriller sein. Und da ich eine Schwäche für Young Adult habe, scheint mir das ein guter Einstieg zu sein.

6. Brandon Sanderson: Die Seele des Königs

Wenn man mich fragt, ist Brandon Sanderson der zur Zeit beste Fantasy-Autor, den man lesen kann. Kinder des Nebels hat mich begeistre wie schon lange keine Epic Fantasy mehr. Schon lange habe ich mit The Emperor’s Soul geliebäugelt. Die deutsche Übersetzung kommt mir da gerade recht.

7. Jim Butcher: Eiskalt – Die dunklen Fälle des Harry Dresden 14

Die Harry-Dresden-Romane sind eine Ausnahmeerscheinung, weil Jim Butcher einfach hervorragend schreibt. Spannungsaufbau, Sprache, Humor … für mich stimmt hier alles. Grandioser Autor. Er könnte auch Bedienungsanleitung für Mundduschen schreiben und ich würde sie mit Begeisterung kaufen und lesen. Leider bin ich bei den Harry-Dresden-Romanen noch lange nicht so weit, wie ich es gerne wäre – ich hänge noch bei Band 5 fest. Aber ich für 2014 habe ich mir vorgenommen, das zu ändern.

8. Kerstin Gier: Das zweite Buch der Träume

Kerstin Giers Silber – Das erste Buche der Träume war für mich eine echte Überraschung. Ich hatte den Roman eher als Pflichtlektüre begonnen. Da Gier wohl eine der erfolgreichsten, wenn nicht vielleicht sogar zur Zeit die erfolgreichste deutschsprachige Jugendbuch-Autorin ist, habe ich mir gedacht, es könne nicht schaden, mal einen Blick in ihre Werke zu werfen.

Und siehe da, ich habe den Roman wirklich verschlungen – obwohl mir als männlicher, erwachsener Leser doch einige Dinge fremd blieben. Gier schreibt einfach sehr, sehr gut und macht in meinen Augen alles richtig, was man in einem Jugendbuch nur richtig machen kann. Wer wissen will, wie man zielgruppenorientiert schreibt, kann bei Kerstin Gier wirklich viel lernen.

Ein echtes Vergnügen, hier einem Profi bei der Arbeit zuzugucken. Das schreit nach einer Wiederholung.

9. Thomas Finn: Schwarze Tränen

Thomas Finn ist mir schon aus Rollenspielertagen ein Begriff gewesen. Gerne habe ich in seinen Workshops auf Cons gesessen. Spätestens seit der Frankfurter Buchmesse 2012, auf der er meinem Writing Buddy Axel und mir nicht nur ein ellenlanges Interview gewährte, sondern auch noch lange mit uns zum Schnacken zusammensaß, hat er für mich das Prädikat sympathischer Autor zum Anfassen gewonnen.

Weißer Schrecken ist mein Lieblingsbuch von ihm. Auf sein neues Buch im nächsten Jahr Schwarze Tränen freue ich mich schon jetzt.

10. Michael Robotham: Erlöse mich

Michael Robotham gehört zu meinen Lieblings-Thriller-Autoren. Im rahmen dieses Artikels fiel mir auf, wie lange ich schon keinen Roman mehr von ihm gelesen habe. Sein Ermittler, der an Parkinson-Erkrankte Psychologe Joseph O’Loughlin, gehört für mich zu den interessantesten Hauptfiguren im Psychothriller-Genre.

Seine originelle Perspektive – erste Person Gegenwart – weiß Robotham zu meistern, obwohl ich davon eigentlich kein großer Fan bin. Und ich freue mich schon darauf, mich nächstes Jahr wieder davon überzeugen zu lassen, dass sie doch funktioniert.

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4 Antworten auf “Top 10 Romane 2014”

  1. Tja, ich habe schon angefangen, den zweiten Teil der Partials Reihe zu lesen. Vielleicht war ich ja ein wenig voreingenommen, da die Rezensionen auf Amazon eher mau waren … egal. Spannender als der erste Teil beginnt er jedenfalls nicht. Immerhin, ich habe ihn nicht nach einem Kapitel beiseite gelegt … sondern erst nach zweien.

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  2. Oh, da habe ich mich aber gefreut, dass du mit ‚The Ocean at the End of the Lane‘ zu meiner Rezension verlinkt hast! Danke sehr!

    Ich hoffe so sehr, dass dieses wunderbare Ausnahme-Buch auch auf Deutsch erscheinen wird! Und dass ein Übersetzer mit Seele und Sachverstand auch die sprachliche Magie des Originals ins Deutsche zu übertragen vermag.

    Die ‚Dresden Files‘ möchte ich auch schon länger mal angehen. Gut geschriebener, auch mal schräger ‚magical realism‘ zieht mich sehr an. Kennst du vielleicht Ben Aaronovitch’s Peter Grant-Reihe? Die liebe ich, und erhoffe mir von Harry Dresden Ähnliches in Amerikanisch.

    Kerstin Giers ‚Silber‘ dagegen hat mich wirklich enttäuscht. Ihre ‚Edelstein-Trilogie‘ finde ich wesentlich besser (und da stimmen auch meine der Zielgruppe zugehörigen Kinder zu).

    Gruß,
    Papercuts1 vom ‚buchstapelweise‘ Blog

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    1. Ich habe zu danken, dass ich auf deinen Artikel verlinken durfte.

      Werde von Gier bestimmt noch mehr lesen. Aber Silber hat mir schon mal sehr gut gefallen. Andere Bücher von ihr kenne ich nicht.

      Die Peter-Grant-Reihe kenne ich nicht. Da kann ich also leider keinen Vergleich beisteuern.

      Vielen Dank fürs Folgen.

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