10 Tipps, die sofort dein Schreiben verbessern

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Ohne langes Üben oder großes Nachdenken waren diese zehn Punkte Augenöffner, die mir dabei geholfen haben, besser zu schreiben.

1. Entwickle eine tägliche Schreibroutine

Schreiben muss in den Alltag integriert werden.

Manche schreiben gerne direkt nach dem Aufstehen. Ich gehöre dazu. Ich stehe extra früher auf, um noch schreiben zu können, bevor der Tag richtig losgeht. Andere schreiben lieber abends, wenn alles erledigt und der Rest der Familie im Bett ist. Ich kann das nicht, aber für manche ist das bestimmt genau das Richtige.

Wichtig dabei ist nur, regelmäßig zu schreiben, eine feste Zeit zu finden. Morgens zwischen vier und sechs, abends zwischen 22 und 24 Uhr oder in der Mittagspause zwischen 14 und 16 Uhr, bevor die Kinder aus der Kita oder Schule kommen.

Es ist entscheidend, eine feste Zeit am Tag zu haben, an der Körper und Hirn nach einer gewissen Eingewöhnungszeit (die kürzer ist, als man glaubt), auf Autopilot schalten und wissen: Jetzt ist Schreibzeit, sonst nix.

Auslöser helfen dabei, eine Routine zu entwickeln. Manche kochen sich einen Kaffee, andere gehen vorher eine Runde um den Block, wieder andere meditieren. Es ist gut, einen Auslöser für die Schreibroutine zu finden.

2. Kenne deine Leser

Über diesen Punkt habe ich mir das erste Mal konkret Gedanken gemacht, als ich das Buch „How I Sold 1 Million eBooks in 5 Months“ von John Locke las. Mich hat beeindruckt, wie konsequent Locke seine Nische und damit sein Publikum kennt und wie konkret er diese Erkenntnis in seinen Büchern umsetzen kann.

Ein Bild von seinem (hypothetischen) Lesern zu haben bedeutet, zu wissen, in welches Genre man gehört, noch mehr aber, welchen Leserkreis innerhalb eines Genres man gerne bedienen möchte. Diese Erkenntnis hilft beim Schreiben, Entscheidungen zu treffen und nicht nur „für sich“ zu schreiben. Das macht Schreiben nicht einfacher, aber  fokussierter. Der Text gewinnt.

3. Kenne dein Ziel

Es ist okay, beim Schreibprozess eine Phase zu haben, in der man vor sich hin schreibt, sich ausprobiert und seiner Kreativität freien Lauf lässt (s. 10.), um auszuloten, in welche Richtung sich ein Projekt entwickeln kann.

Irgendwann sollte allerdings der Zeitpunkt kommen, an dem man sein Material sichtet und sich fragt – wo soll es hingehen? Will ich einen Thriller für Erwachsene schreiben? Ein Jugendbuch? Soll der Roman ein echter Whodunnit oder doch eher ein Serienkiller-Katz-und-Maus-Spiel werden? Will ich einen lyrischen Roman verfassen, der zum Träumen einlädt oder doch eher eine knallharte Police Procedual, die sich auf das Wesentliche bezieht und mit Worten spart?

Welches sind meine Vorbilder, neben denen mein Roman einerseits im Regal beim Buchhandel stehen könnte – wovon unterscheidet sich aber mein Werk, so dass es eine Daseinsberechtigung hat? Was ist (realistisch gesehen) das beste Ergebnis, das ich zur Zeit erreichen kann? Wie kann ich es erreichen und vor allem auch in welchem Zeitraum?

4. Suche stets nach dem kürzesten Wort

Ein ziemlich einfach umzusetzender Tipp: Technologie bedeutet kaum etwas anderes als Technik, hat aber zwei Silben mehr. Promenieren klingt eindrucksvoll, heißt aber auch nichts weiter als bummeln. Klingt banal, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Text an Verständlichkeit gewinnt, wenn ich mich für das kürzere Wort entscheide.

Natürlich gibt es Fälle, in denen ich lieber promeniere als bummle, in denen es wichtig ist, dass jemand Technologie statt Technik sagt. Aber die meine ich hier nicht.

5. Benutze kurze Sätze

Als Schreibanfänger habe ich mich gegen diese Erkenntnis gewehrt, aber je länger ich bei der Sache bin, desto häufiger bestätigt sie sich für mich: Je kürzer ein Satz ist, desto klarer ist auch der Gedanke, den er transportiert. Klarheit ist gut.

Ein Text braucht Rhythmus. Rhythmus entsteht dadurch, dass sich kurze und etwas längere Sätze abwechseln. Meiner Erfahrung nach, muss man jedoch nie versuchen, kurze Sätze länger zu machen. Lange und verschwurbelte Sätze schreibt man von ganz alleine.

6. Absätze sind dein Freund

Ein Text bekommt nicht nur durch den Wechsel von langen und kurzen Sätzen Struktur, sondern auch durch Absätze. Meiner Meinung nach sind viele Absätze gut für einen Text. Wovor man sich jedoch hüten sollte, sind zu viele Absätze, die nur einen Satz enthalten.

Das wirkt einmal eindrucksvoll.

Beim zweiten Mal schon etwas bemüht.

Beim dritten Mal …

Du weißt, worauf ich hinauswill.

7. Benutze aktive Sprache

Aktiv ist immer besser als passiv. Dank vieler Schreiben, die in Amtssprache gehalten sind, falscher Impulse aus dem Deutschunterricht und der Konditionierung aus dem Studium, fällt es manchmal schwer, sich aktiv auszudrücken.

Passiv ist fast immer schwerer zu verstehen. „Ich hebe die Flasche.“ ist einfacher als „Die Flasche wird von mir gehoben.“ Trotzdem tendieren viele eher zu Letzterem. Auch ich. Immer wieder muss ich in Überarbeitungsphasen passive Passagen überarbeiten. Das lohnt sich immer.

8. Lasse Geschriebenes reifen

Es ist immer gut, eine neue Perspektive auf einen Text zu gewinnen, bevor man ihn überarbeitet. Die einfachste Methode, das zu erreichen, besteht darin, den Text ein paar Wochen liegen zu lassen.

9. Beende immer, was du begonnen hast

Das sage nicht ich, dass sagt Neil Gaiman. Gut, ich sag’s natürlich auch. Aber Neil Gaiman hat mehr Autorität als ich.

Mit einem Projekt fertig zu werden, ist ein Wert für sich. Selbstzweifel kommen bei jeder Arbeit. Die anfängliche Begeisterung für ein Projekt hält niemals 300 Seiten oder vier, fünf oder mehr Überarbeitungsschritte. Zwischendurch stößt jeder auf Schwierigkeiten. Die Versuchung, alles in den Müll zu werfen und mit der nächsten tollen Idee anzufangen, die viel, viel besser ist als das Projekt, an dem man gerade sitzt, ist riesig.

Tu’s nicht. Auf diese Weise können Jahre ins Land gehen, ohne dass je ein Projekt fertig wird. Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe so jahrelang gearbeitet. Viele, viele Jahre.

10. Schreibe wie ein Rebell, überarbeite wie ein Erbsenzähler

Für mich war diese Erkenntnis ein Durchbruch: Romane entstehen nicht beim Schreiben, sie entstehen beim Überarbeiten. Als Jugendlicher habe ich meinen ersten Roman geschrieben. Unbekümmert habe ich 300 Seiten auf einer elektrischen Schreibmaschine (eines meiner schönsten Geburtstagsgeschenke damals) in die Tasten gehauen – in ein paar Wochen. Ich ahnte nichts von Schreibtheorien, machte mir keine Gedanken über die Qualität der Sprache usw.

Danach hat es zwanzig Jahre gedauert, bis ich einen weiteren Versuch unternommen habe, einen Roman zu schreiben.

Was war in der Zwischenzeit geschehen? Ich hatte in der Oberschule angefangen zu lernen, was „gute“ Literatur ist und was „gute“ Texte auszeichnet. Ich hatte angefangen, mich selbst mit Romantheorien und kreativem und dramatischem Schreiben zu beschäftigen. Ich las nicht mehr „nur“ Unterhaltungsromane, sondern auch „hohe“ Literatur.

So einen Schund wie damals, dachte ich mir, so was kann ich doch nicht mehr schreiben.

Die ganzen Ansprüche, die sich in mir aufgestaut hatten, führten dazu, dass ich nie über ein paar Sätze, bestenfalls ein paar Seiten, hinauskam, weil meine Maßstäbe so groß geworden waren, dass ich sie mit einem ersten Entwurf nie erfüllen konnte.

Erst als ich dank der wunderbar pragmatischen Schreibbücher von Stephen King und James N. Frey erfuhr, dass es ganz normal ist, einen „miesen“ ersten Entwurf zu schreiben, habe ich es überhaupt geschafft, mich dem Romanschreiben wieder zu widmen.

Im ersten Entwurf schreibe ich alles auf, was mir so einfällt. Hier kann ich die Sau rauslassen und jeder Idee nachgehen, schlechte Sprache verwenden und Fehler ohne Ende machen. Es ist sogar wichtig, hier unbekümmert einfach alles aufzuschreiben, was einem einfällt. Der Erbsenzähler, der innere Kritiker oder interne Lektor, ist der Feind eines kreativen Prozesses.

Beim zweiten Entwurf lasse ich den Lektor von der Leine. Hier gilt es, jedes Wort auf die Waagschlage zu legen und jedes Plotelement kritisch zu prüfen.

Welchen wichtigen Tipp habe ich deiner Meinung nach vergessen?

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38 Gedanken zu “10 Tipps, die sofort dein Schreiben verbessern

  1. Ich nutze ja auch lieber das einfache als das komplizierte Wort. Manchmal charakterisiert ein kompliziertes Wort eine Figur besser als das einfache Wort, also nicht so dogmatisch sein.

    So passiv finde ich deine Schreibweise hier nicht.

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  2. Kann ich nur alles zustimmen, besonders den Punkt 10. Auch ich hatte eine elektrische Schreibmaschine. Damals gab es keine „Rücktaste“. Fehler mussten umständlich ausradiert werden. Später kam das Tippex. Fehler wurden mit weißer Farbe übermalt, da schrieb man noch besser und vorsichtiger. Briefe mussten mehrmals geschrieben werden, bis der Text keine Tippfehler enthielt. Wie einfach ist es heute.

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    • Auf der Plus-Seite muss man festhalten, dass ich dadurch Schreiben und Tippen wirklich gelernt habe. Ich bin absoluter Autodidakt in dieser Beziehung. Ich habe auch nie das 10-Finger-System gelernt. Trotzdem bin ich ein wirklich schneller Tipper.

      Als Kind habe ich haufenweise Manuskripte getippt, immer und immer wieder, bis ich zum Schluss die Endfassung nochmals sauber abgetippt habe. Jede Seite musste fehlerfrei sein, so dass ich beim geringsten Vertippen die Seite noch einmal neu anfing. Das schult.

      Ich weiß nicht, ob ich auf einem Computer so zu tippen gelernt hätte. Vor allem: Mir hat das als Kind einfach Spaß gemacht. Für mich war das ja ein Spiel.

      Aber du hast schon Recht. Komfortabler ist das heute allemal.

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  3. Vielen Dank für diese Zusammenfassung. Einiges hat mir bereits geholfen und über andere Punkte habe ich bereits nachgedacht. Für den Leser zu schreiben ist etwas, dass ich bislang eher außer Acht gelassen haben. Nun mein erster Roman sollte ein Kinderroman werden und ist es letztendlich auch geworden. Doch obwohl ich am liebsten einfach meine Ideen freien Lauf lasse, denke ich es macht sehr viel Sinn, diese Ideen in ein solches Format zu bringen, das die identifizierte Lesergruppe auch anspricht. Schließlich schreibe ich ja auch für den Leser und nicht nur für mich selbst.

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    • Hallo, Sandy!

      Vielen Dank für das tolle Feedback. Ja, gerade, wenn man für Kinder schreiben möchte, sollte man unbedingt an den Leser denken, finde ich. Und wie gesagt, das schließt nicht aus, dass man seinen Ideen zunächst auch freien Lauf lassen kann und sollte. Nur sollte man hinterher dann gut überlegen und auswählen, welche dieser Ideen zum anvisierten Publikum passen und welche nicht.

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  4. Hallo Marcus,

    danke, dass Du das geschrieben hast. Ich hoffe, es hilft vielen verzweifelten Autoren, die immer noch auf der Suche nach dem einen, dem großen Superplot sind.

    Ich möchte hier eine kleine Geschichte erzählen. Von meinem allerbesten Freund, von meinem Ex-Chef, meinem Mentor, meinem Engel. Er war der genialste Schreiber, den ich je getroffen habe. Der Mann hatte Musik und Poesie in jedem Satz. Er konnte mit wenigen Sätzen Bilder malen wie ein Renoir, mit einem einzigen Absatz den Leser fesseln. Die Ideen für Bücher sprudelten aus ihm wie aus einer Bergquelle. Und er schrieb. Ja, er schrieb viele, viele Romane. Ich habe mindestens 30 Romananfänge inklusive Exposés gelesen. Jeder Romananfang kultverdächtig.

    Mein allerbester Freund starb mit 52 Jahren. Er hat nie einen einzigen Roman zu Ende geschrieben.

    Herzlichst Nika Lubitsch

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    • Hallo, Nika!

      Herzlichsten Dank für deinen Kommentar. Das Lob bedeutet mir viel.

      Die Geschichte ist natürlich unglaublich traurig. Gerade deswegen ist sie aber auch sehr wichtig. Vielen Dank dafür, dass du sie hier teilst.

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    • Den Superplot gibt es sowieso nicht, es gibt viele Superplots.

      Ja, etwas zu beenden, ist auch schon ein Wert an sich. Verstehe ich es richtig, er schrieb keine Romane, sondern hatte so viele Ideen und Plots dafür, aber konnte sie nicht beenden?
      Ansonsten kannst du ja mal Max Brod spielen und schauen, ob sich aus dem einen Manuskript nicht doch etwas zusammenschustern lässt.

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  5. Also für mich sehr interessant und neu- Tipp 1! Das muss ich direkt mal versuchen umzusetzen! Vieles von den anderen Tipps habe ich wohl schon – bewusst oder unbewusst – ein wenig verinnerlicht… aber ich check´das sicherheitshalber nochmal… danke für den gelungenen Artikel!
    LG Dirk

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  6. Hallo!
    Was bin ich erleichtert, vor kurzem erst diese Seite gefunden zu haben! Ein dickes Lob, 1000 Dank, Ihr seid echt sympathisch!
    Ich lese/höre mich hier quer durch.

    Meinen ersten Roman veröffentlichte ich mit 20. (okay, Miniverlag, Zuschuss, würde ich heute nie wieder machen). Danach folgte lange Jahre- nichts.
    Im Grunde kann ich das, was du erlebt hast, Marcus, so unterzeichnen.
    Das ungewöhnliche ist, dass mir eben dieser Roman nicht mehr aus dem Kopf ging, ich focht dutzende innere Kämpfe aus, weil ich ihn „neu“ schreiben wollte. Im „reiferen“ Alter. 😉
    Gut, ist jetzt auch schon wieder über 5 Jahre her, und das Ende ist noch nicht in Sicht, aber diese Entwicklung hat größtenteils private/gesundheitliche Ursachen.
    Wenn man so will, hat der „erste“ zweite mit dem ersten gar nichts mehr zu tun. 😉
    Es steckt auch der Wunsch nach „Wiedergutmachung“ dahinter.
    Soweit so gut.

    Schade ist nur, wenn ich in der Folge „Hilfe, ich kann nicht schreiben“ (Danke hierfür!!)
    lese, dass Rowling 18 Romane postwendend zurück erhielt. Ich finde es einfach schade um die Ideen, die Mühe, die Geschichte.
    Natürlich möchte jeder seinen Erstling gerne veröffentlicht sehen, mir würde es schwer fallen, einfach einen neuen zu beginnen und wieder und wieder, und niemand sieht’s.

    Wie geht ihr damit um? Was geschah mit euren Erstlingen?

    Liebe Grüße und
    noch mal ein dickes Dankeschön! (auch, wenn dieser globale Kommentar evtl. an dieser Stelle fehl platziert ist.

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    • Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

      Was mein Erstling ist, ist schwer zu beurteilen. Meine ersten Romane schrieb ich als Teenager. Die würde ich nur noch nicht als Erstlinge beschreiben. Dann folgte ein lange, lange Zeit voller unvollendeter Projekte. Mit meinem ersten Roman, den ich nun fertiggestellt habe, habe ich auch eine Agentur gefunden. Das heißt ja noch nichts. Kann sein, dass der nun auch seinen Verlag findet, kann aber auch sein, dass ich noch 18 weitere Projekte brauche, bis das klappt, oder mehr.

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  7. Ich habe einen Coaching Blog und versuche bessere Artikel zu schreiben. Ich freue mich deinen Blog gefunden zu haben und lese fleißig. Vielleicht ist die Disney Strategie aus dem NLP hilfreich für den Schreibprozess. Ich selber habe auf meinem Blog darüber noch nicht geschrieben. Hier ist eine Beschreibung zu finden
    http://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Disney_Strategie

    Mit diesem Format gelingt es, einmal kreativ zu sein, einmal der Realisierer zu sein und einmal der Kritiker zu sein.

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  8. Hi,

    danke für den guten Artikel. Hab eben selbst einen Artikel zu dem Thema verfasst (allerdings andere Tipps…)
    Obwohl man die meisten Sachen doch in der Schule lernt, vergisst man sie irgendwann wieder… Man muss es eben nur wieder raus kramen 🙂

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  9. Vielen lieben Dank für die Ratschläge. Sie haben mir wirklich geholfen und mich zum Nachdenken angeregt. Ich bin 14 Jahre alt, fast 15 und widme dem Schreiben sozusagen mein ganzes Leben. Wenn es etwas gibt, dass ich dem Schreiben tatsächlich vorziehe, dann das Lesen. An eigenen Geschichten hatte ich mich zum ersten mal mit ungefähr 11 Jahren versucht. „Geschichten“ konnte man das natürlich noch nicht nennen. Ich war an den Computer meines Vaters gegangen und hatte meiner Fantasie freien Lauf gelassen, alles niedergeschrieben, was mir in diesem Moment so zugeflogen kam. Auf Fehler hatte ich nicht sonderlich geachtet. Jetzt mit 15 Jahren haben sich die Dinge ein klein wenig verändert. Ich muss mich mit meiner beruflichen Zukunft ausgiebig verfassen, kann förmlich spüren wie die Zeit in meinen Händen verrinnt und ich mich immer noch nicht auf einen endgültigen Beruf spezialisiert habe. Zeit zum Schreiben habe ich zwar genug, und auch an ausreichend Lust fehlt es mir nicht, aber ich vermute, dass ich mir zu viel Druck setze. Alles muss perfekt sein und wenn es das nicht ist, dann schaffe ich es einfach nicht mehr weiterzuschreiben. Auf der Internetseite Wattpad veröffentliche ich meine Werke und diese sind meiner Meinung nach auch gut belesen, nur verliere ich meine Leser schnell, wenn ich wochenlang nichts mehr update. Bei einem meiner Bücher ist es sogar so weit gekommen, dass ich es wirklich hasse. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie stolz ich am Anfang auf mein Werk gewesen bin. Dass es nun so gekommen ist, finde ich wirklich sehr traurig.
    Als ich mir jetzt deinen Beitrag durchgelesen hatte, habe ich mich in vielen deiner Tipps wieder erkannt. Verständlicherweise muss ich noch einige Erfahrungen sammeln und auch noch an meinem Schreibstil arbeiten, aber mich zu sehr unter Druck zu setzen, tut mir alles andere als gut. Ich denke, dass ich als nächstes versuchen werde ungezwungener zu schreiben und mein angefangenes Werk auch wirklich zu beenden, auch wenn es nur 15 Seiten lang sein sollte.
    Es tut mir leid, wenn ich mit diesem Kommentar übertrieben haben sollte.

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  10. Hei Marcus 🙂

    Ich kann dir bei jedem Punkt zustimmen, aber vor allem bei den letzten beiden!
    Nie etwas zu beenden zerstört das Vertrauen in das eigene Schreiben finde ich, und sich beim kreativen Prozess gehörig auszutoben gehört einfach dazu.

    Grüsse,

    Fatima

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  11. Hi Marcus,
    ich bin froh hier gelandet zu sein. Wir beschäftigen uns gerade intensiv mit dem Schreiben und Deine Seite ist einfach super. Gute Tipps!

    Vor allem das Beispiel mit der aktiven Sprache gefällt uns gut.

    Werden hier gleich noch mal ein bisschen weiter rum stöbern.

    Beste Grüße

    Jojo und Jezz

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