Lohnen sich Kurzgeschichten für Romanautoren?

Eigentlich bin ich ja ein Kurzgeschichtenskeptiker. Prinzipiell habe ich nichts gegen sie. Im Gegenteil. Ich lese sie recht gerne und auch welche zu schreiben, macht mir Spaß. Trotzdem habe ich bisher eher weniger Short Storys geschrieben, um vor allem keine Zeit für das Schreiben an meinen Romanprojekten zu verlieren.

Immer wieder las ich hier und da, dass erfahrene und erfolgreiche Autoren es jedoch für sehr wichtig halten, auch als Romanautor Kurzgeschichten zu schreiben. Stephen King gibt diesen Tipp mehrfach in Das Leben und das Schreiben, aber auch zum Beispiel der etwas weniger bekannte, aber von mir sehr geschätzte, Michael Marshall Smith, haben häufiger den Tipp geäußert, lieber mit einem 2000- bis 3000-Wörter-Werk zu beginnen, als sich sofort an die 60000-Wörter-und-mehr-Monster heranzuwagen.

Eben hier bin ich skeptisch. Romane sind Romane und Kurzgeschichten sind Kurzgeschichten. Nur weil beide erzählende Texte sind, heißt das noch lange nicht, dass sie aus der Autorenperspektive vergleichbar sein müssen. Meiner Meinung nach haben Short Storys eher etwas mit Lyrik gemeinsam als mit Romanen. Sowohl im Gedicht wie auch in der Short Story kommt es darauf an, jedem Satz, jedem Wort Bedeutung zu verleihen, auf engstem Raum Kunst zu schaffen.

Der Roman ist eher das Gegenteil. Hier habe ich viel Platz, um mich auszutoben. Eine gewisse Langatmigkeit wird vom Leser sogar erwartet. Der Romanleser will sich in Figuren und Setting verlieren, in den Plot und die Welt des Romans eintauchen, um andere Menschen zu erleben, exotische Welten oder Milieus zu erfahren und von überraschenden Wendungen unterhalten zu werden.

Der Leser einer Short Story will meiner Meinung nach schnell auf den Punkt kommen. Eine gute Kurzgeschichte ist wie ein guter Witz. Es gibt eine Exposition, die außergewöhnlich ist, und mindestens eine überraschende Wendung, eine Pointe, die verblüfft. Figuren, Perspektive, Setting … Alles, was die Stärken des Romans ausmacht, spielt bei einer Kurzgeschichte nur am Rande eine Rolle und muss mit wenigen Sätzen oder sogar Worten erledigt werden.

Namhafte Romanautoren sind bekennende Kurzgeschichtenmuffel. Brandon Sanderson bekennt sich öffentlich dazu, keine Texte unter 30000 Wörtern schreiben zu können (oder zu wollen). Wozu auch? Er ist mit 300000-Wörter-Werken erfolgreich. Ein hervorragender Autor mit epischer Fantasy. So ziemlich dem Gegenteil einer Kurzgeschichte.

Writing-Excuses-Kollege Dan Wells, bekannt vor allem durch seine John-Cleaver-Romane, schreibt zwar nicht unbedingt dicke Wälzer, ist aber ebenfalls mit Romanen sehr erfolgreich, gibt aber ebenfalls zu, mit Kurzgeschichten auf dem Kriegsfuß zu stehen.

Seit längerem schwelt aber schon der Gedanke in mir, dass es mit dieser Kurzgeschichtensache schon was auf sich haben muss, wenn alle davon reden. Richard Norden hat mit seinem Gastartikel auf meinem Blog über Kurzgeschichten als Marketingtools für Selfpublisher in mir einen ersten Denkprozess ausgelöst. Was er dort schreibt, erscheint mir vollkommen plausibel. Nur fühlte ich mich bisher davon nicht angesprochen, da ich ja (zumindest noch) kein Selfpublisher bin.

Auch J.A. Konrath, ebenfalls Selfpublisher, gab in dem empfehlenswerten (und kostenlosen) Schreibratgeber Write Good Or Die den Tipp, auch als Romanautor viele Kurzgeschichten zu schreiben, um im Fluss zu bleiben, aber auch, um seinen Namen in die Welt zu tragen. Schön und gut, dachte ich mir, klingt für Selfpublisher irgendwie logisch. Betrifft mich aber nicht.

Nun las ich aber vor nicht allzu langer Zeit in einem Artikel auf dem Blog des Literaturcafés, dass Wettbewerbe eine tolle Möglichkeit seien, um auch Agenten und Verlage auf sich aufmerksam zu machen. Denn lieber noch als unverlangt eingesandte Manuskripte, schauen diese lieber auf Literaturwettbewerbe um zu sehen, ob dort ein Autor in diesem Umfeld bestehen kann.

Der Gedanke war für mich der entscheidende Anstoß, mich doch dem Schreiben von Kurzgeschichten zu widmen. Na klar, in einem Wettbewerb geht nicht allein darum, besser zu schreiben als die Konkurrenz. Hier kann man als Autor Tugenden zeigen, die auch in der Verlagswelt eine Rolle spielen: sich der Kritik von außen stellen, eine Deadline einhalten, Qualität abliefern usw.

Ob an dieser ganzen Kurzgeschichtensache nun etwas dran ist, oder nicht, kann ich natürlich nicht endgültig beurteilen. Trotzdem hatte ich mir vor einiger Zeit fest vorgenommen, bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit an einem Wettbewerb teilzunehmen.

Dabei ist mir vor kurzem der Thriller-Kurzgeschichtenwettbewerb von Neobooks aufgefallen. Für mich bisher der passendste Wettbewerb, der mir bekannt ist, denn es geht um Thriller-Kurzgeschichten. So häufig gibt es erstaunlicher Weise keine Wettbewerbe für das Genre.

Der Test

Positiver Nebeneffekt für mich: Ich kann bei dieser Gelegenheit auch einmal ausprobieren, wie

Selfpublishing so funktioniert und was dabei tatsächlich am Ende rumkommt. Spaß macht die Sache bislang auf jeden Fall. Ich habe mal wieder feststellen können, dass ich Kurzgeschichten wirklich gerne schreibe. Und dass ich diesmal meine Kurzgeschichte Der Test nicht für die Schublade verfasst habe, ist für mich das I-Tüpfelchen.

Wer Interesse am Wettbwerb (oder an meiner Kurzgeschichte) hat, kann sich hier einmal umsehen. Die Veranstaltung geht noch bis zum 28.6.2013. Wer also Lust hat, sich an ihr zu beteiligen, kann dies noch tun. Ich würde mich freuen, von Lesern meines Blogs oder NaNoWriMo-Buddies zu erfahren, die ebenfalls mitmachen. Gebt mir in den Kommentaren Bescheid, kontaktiert mich auf Facebook oder Twitter, ob ihr am Wettbewerb teilnehmt und falls ja, wo ich eure Storys finden kann.

Falls ihr euch dazu entscheidet, nicht am Wettbewerb teilzunehmen, finde ich es ebenfalls interessant, die Gründe dafür zu erfahren.

P.S.: Falls noch mehr über den Neobooks-Wettbewerb und meine Beweggründe, an ihm teilzunehmen, erfahren möchtest, empfehle ich dir die Sonderausgabe der Die SchreibDilettanten: Neobooks Krimi-Kurzgeschichten-Schreibwettbewerb.

Folgende Artikel könnten dich auch interessieren:

Advertisements

28 Antworten auf “Lohnen sich Kurzgeschichten für Romanautoren?”

  1. Ich nehme gerade an einem Schreibstudium an der HAF teil und tue mich immer wieder schwer mit Kurzgeschichten und Vorgaben – also genau dem, was du über Wettbewerbe sagst. Gleichwohl habe ich es mir ganz, ganz fest vorgenommen, nach dem Short-Story-Spatz zu greifen und an dem Neobooks-Wettbewerb teilzunehmen.
    Die Romantaube wird noch etwas warten müssen.

    Gefällt mir

  2. Hallo Marcus,

    ich stehe Kurzgeschichten ähnlich gegenüber wie du. Kurzgeschichten und Romane sind so grundverschieden und meiner Meinung nach ist die Kurzgeschichte um ein vielfaches schwerer zu schreiben. Gerade weil man nicht so viel Wörter zur Verfügung hat.
    Warum sollte ich dann die wertvolle Zeit, die ich zum Schreiben meines Romans brauche, für eine Kurzgeschichte opfern? Für die einzelnen Etappen meines Romans habe ich mir selber Deadlines gesetzt (der Tipp kam glaub ich auch von dir, oder?) und diese möchte ich auch unbedingt einhalten.
    Ich kenne aber auch den von dir angesprochenen Artikel von Richard Norden und finde seine Argumente sehr einleuchtend und richtig. Euer Podcastspecial habe ich mir natürlich auch angehört. Ihr habt vollkommen Recht damit, daß dieser Wettbewerb eine wunderbare Möglichkeit ist, Erfahrungen als Self-Publisher zu bekommen und vorallem Feedback zu bekommen.
    Ihr habt mich überzeugt! Ich habe gestern angefangen mit einer Brainstorming-Phase und werde mich heute ins Schreiben stürzen und bin selber sehr gespannt, was dabei herauskommt.
    Liebe Grüße
    Karina

    Gefällt mir

  3. Ein paar Gedanken zum Thema. Kurzgeschichten sind anders Romane, richtig. Sie aber auf Buchmarketing zu reduzieren, wäre viel zu kurz gegriffen und würde ihnen furchtbar Unrecht tun. Ganz wichtig ist es zu wissen, ob man über eine Short Story oder eine Kurzgeschichte redet. Denn das ist mitnichten das Gleiche – auch wenn in den letzten Jahren die Entwicklung weg von der „klassischen“ Kurzgeschichte gegangen ist.

    Kurzgeschichten sind Momentaufnahmen, gekennzeichnet durch ein offenen Anfang, oft auch durch ein offenes Ende. Sie werfen ein Lichtkegel auf eine ganz bestimmte Situation und stellen eine Frage in den Raum. Neben aus dem Deutschunterricht bekannten Kurzgeschichten führe ich gerne immer „Brudermord im Altwasser“ von Georg Britting an (siehe hier: http://www.britting.de/prosa/32-020.html).

    Ein sehr schöner Vergleich ist der, Kurzgeschichte wäre wie Brühwürfel. Ein Konzentrat. Etwas was man auflösen muss. Eine Verdichtung. Sie machen, so meine Erfahrung, mindestens genauso viel Arbeit wie mehrere Romankapitel, denn in einer Kurzgeschichte hat jedes Wort gewicht. Durchhänger verzeiht eine Kurzgeschichte nicht. Und Kurzgeschichte ist alles andere als ein guter Witz – es wäre auch merkwürdig, wenn man über „Nachts schlafen die Ratten doch“ lachen kann.

    Zum Thema Neobooks könnte ich jetzt auch noch eine Menge schreiben. Aber da muss wirklich jeder selber wissen, ob er sich das antut.

    Gefällt mir

    1. Danke für deinen ausführlichen Kommentar, Thomas. Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich meinte keineswegs, dass alle Kurzgeschichten witzig sind. Ich meinte nur, dass Kurzgeschichten einen Aufbau besitzen, die mit dem eines Witzes vergleichbar ist.

      Gefällt mir

      1. Ok, das mit dem Witz ist dann wohl ein Missverständnis – oder vielleicht eher ein hinkender Vergleich 😉
        Was meinen Kommentar ansonsten angeht: ich fürchte, es ist deutlich geworden, dass ich Kurzgeschichten (also genau die) liebe.

        Gefällt mir

  4. Kurzgeschichten-Wettbewerbe haben nicht nur den Vorteil, dass Verleger und Agenten auf einen aufmerksam werden können, sondern wenn man einen Wettbewerb gewinnt, kann dies bei der Verlagssuche von Vorteil sein. Ebenfalls, wenn man nach (Buchhandlungs-)Partnern sucht, um eine Lesung durchzuführen.
    Hat man neben einer Neuerscheinung noch einige Wettbewergsgewinne im Rucksack, erhält man als noch unbekannter Autor deutlich mehr Aufmerksamkeit.

    Gefällt mir

  5. In diesem Jahr setze ich aus – in der Hoffnung, dass der Wettbewerb mal wiederholt wird.
    Im Moment habe ich einfach zu viele Baustellen offen. Schade, aber man muss realistisch bleiben.
    Unabhängig davon schreibe ich ganz gerne Kurzgeschichten.

    Gefällt mir

  6. Ich sehe es wie Du: Kurzgeschichten und Romane sind zwei völlig verschiedene Literaturgattungen. Ich schreibe zufällig beides, aber ich schreibe auch Haikus und Songtexte und mir ist noch nie jemand begegnet, der mir gesagt hat, das mit den Haikus sei ja sicher ein schönes Training für meine Romane. 😀

    Es gibt eine Mischform, die Novelle. Aber ich würde auch sagen, dass Balladen eine Mischform zwischen Gedicht und Kurzgeschichte sind – dennoch bleiben das ganz unterschiedliche Ausdrucksformen.

    Ich glaube aber, was die angelsächsischen Autoren sagen, hat etwas mit der Kurzgeschichtenkultur im angelsächsischen Raum zu tun. Das ist dort eine Literaturgattung, die als durchaus vermarktbar gilt. Und wenn ein(e) Autor(in) sowohl Romane als auch Kurzgeschichten schreiben kann, dann ist die Kurzgeschichte eine gute Methode, sich einen Namen zu machen und auch etwas Geld mit dem Schreiben zu verdienen, bevor man sich auf die lange Reise durch Romanien begibt.

    Das sieht hier in Deutschland leider völlig anders aus. Ich schreibe Kurzgeschichten, seit ich 13 war, Horror, Sci-Fi, manchmal Krimi. Meinen ersten Roman habe ich mit ca. 30 geschrieben. Veröffentlicht habe ich den ersten Roman dann 9 Jahre später – die erste Kurzgeschichte ein Jahr danach, in einer Anthologie des selben Verlages. In diesem Sommer erscheint zum ersten Mal einer Kurzgeschichte von mir in einem anderen Verlag, zu dessen Anthologie mich die Herausgeberinnen eingeladen haben. Für einen Amerikaner wäre das ein völlig ungewöhnlicher Weg. Aber hier ist es eben oft so, dass man jemanden kennen muss, der jemanden kennt um in eine Anthologie zu kommen.

    Es gibt hierzulande zwar viele Anthologieausschreibungen, aber ein beträchtlicher davon verbietet sich für Autoren, die sich und ihre Arbeit ernst nehmen. Dabei sind die Ausschreiber, die den Autoren, die es in die Anthologie „schaffen“ kein Geld zahlen (die Anthologie dann aber sehr wohl verkaufen wollen) nicht mal die Schlimmsten. Die Schlimmsten sind die, die von den Autoren Geld VERLANGEN (gerne in Form von Abnahmeverpflichtungen), dafür, dass ihre Geschichte in die Anthologie kommt. Also… wenn ich mir meine eigene Geschichte abkaufen will, dann brauche ich keine Anthologie – ich kann sie mir auch einfach ausdrucken, und mir das Geld dann selbst in die Spardose werfen. Ich habe mich gestern noch in meinem eigenen Blog über diese Unsitte ausgekotzt. NIEMAND mit Selbstachtung sollte sich an so etwas beteiligen, wirklich.

    Natürlich gibt es auch bei uns seriöse Ausschreibungen, und nicht wenige, es lohnt sich, danach zu suchen. Seriös finde ich alle Anthologieausschreibungen, die entweder bei Veröffentlichung Honorar versprechen (anteilig oder pauschal) oder mit einem ECHTEN Preis für die beste Geschichte verbunden sind – also GELD, nicht nur einer Aufnahme in eine Anthologie, für die man dann keinen Lohn bekommt, weil die Aufnahme ja der Preis ist (auf solche Ideen muss man wirklich erstmal kommen).

    Die Ausschreibung von Neobooks scheint mir nach diesen Maßstäben absolut seriös, und ich werde mich beteiligen, wenn ich die Zeit finde. Good Fight allen anderen, die mitmachen. 😉

    Was bei uns leider völlig fehlt, ist die Kultur von Genremagazinen, die für Kurzgeschichten zahlen. Ich habe schon darüber nachgedacht, einige meiner Geschichten von einem Muttersprachler mit entsprechendem Hintergrund (ich hätte da einen) übersetzen zu lassen, um sie amerikanischen Magazinen anzubieten.

    Gefällt mir

  7. Ich muss auch sagen, dass ich nicht glaube, dass Kurzgeschichten dich für Romane trainieren, oder so. Ich habe bisher immer nur Kurzgeschichten geschrieben (meiste ultra-kurz um die 1000 Worte) und ich kämpfe ganz schön mit meinem ersten längeren Werk.

    Zwei verschiedene Biester, eindeutig.

    Gefällt mir

  8. Natürlich sind Romane und Kurzgeschichten teilweise recht unterschiedlich in ihren Anforderungen. Aber sieh es doch mal von der Seite: Mit einer Kurzgeschichte kann man viel leichter Neues ausprobieren. Denn dadurch, dass sie so schön kurz sind, kann man schnell mal verschiedene Genres testen, unterschiedliche Erzählperspektiven etc. Man versteift sich nicht nur auf eine Sache (die man kennt), sondern fühlt sich frei zu experimentieren und noch andere Vorlieben zu finden, Dinge zu üben und zu festigen. Gerade auch was den Schreibstil betrifft. Und deshalb empfehle ich vor allem Schreibanfängern immer wieder, so viele Kurzgeschichten wie möglich zu schreiben, denn man entwickelt sich schnell weiter und vor allem in alle Richtungen.
    Ein Roman ist viel zu komplex und lässt deshalb nur wenig Möglichkeit, verschiedene Dinge zu testen. Meist kommt man auch gar nicht erst auf die Idee, etwas Neues zu probieren und bleibt deshalb bei dem, was man kennt und was sich bislang bewährt hat. Aber das muss nicht immer das Beste sein.
    Wenn man hingegen (aus eigener Erfahrung) weiß, was es alles gibt, wie es wirkt und womit man sich selbst am wohlsten fühlt, wird sich das auch auf das Schreiben von Romanen positiv auswirken.
    Außerdem ist es schön, nicht immer nur diese Großbaustelle Roman vor sich zu haben, sondern auch zwischendurch mal eine (kurze) Geschichte fertig zu schreiben. Das motiviert ungemein. 🙂

    Gefällt mir

    1. Stimmt. Die Frage ist halt nur, was man genau übt. Ja, man kann ein wenig mit seinem Stil experimentieren etc. Aber ich denke, was man halt beim Schreiben von Kurzgeschichten übt, ist vor allem das Schreiben von Kurzgeschichten 😉

      Gefällt mir

  9. Man scheut ja davor zurück, Kurzgeschichten zu schreiben, weil die Vorbereitung so aufwändig ist. Aber die Figuren können ja Helden von mehreren Kurzgeschichten sein und so kann man sich peu a peu einen kleinen Episodenroman aufbauen.

    Gefällt mir

      1. Ich habe zum Beispiel ein komplettes Kapitel aus meinem Roman gestrichen, weil es einfach nicht gepasst hat. Weil ich die Idee aber trotzdem schön finde, werde ich daraus eine Kurzgeschichte machen. Die Figuren kenne ich ja dann schon 😉

        Gefällt mir

  10. Na ja, natürlich sind Romane und Kurzgeschichten verschieden. Trotzdem ist es bei beiden wichtig schnell prägnante Details zu erfassen, die dem Leser ermöglichen sich ein inneres Bild von Szenen und Personen zu machen. (Auch in einem Roman kann man, obwohl man ganz viel Platz hat, nicht erst nach hundert Seiten erwähnen, dass der Hauptcharakter, der von Seite eins an beschrieben wurde, blonde Haare hat.) Die Kurzgeschichte kann daher auch für Romanautoren ein hilfreiches Mittel sein wesentliche Bausteine zu erfassen, seinen Ausdruck zu verfeinern.
    Es verhält sich semiotisch ähnlich wie mit Skizzen und Gemälden. Man kann realistischer malen, wenn man oft übt schnelle Skizzen zu machen, als wenn man stundenlang immer vor demselben Gemälde sitzt und daran arbeitet.

    Gefällt mir

    1. Danke für die Einblicke in deine Arbeitsweise, Fremdleser. Ich muss gestehen, mit Skizzen und Gemälden würde ich Kurzgeschichten und Romane nicht vergleichen. Eine Skizze wäre beim Schreiben z.B. eher das Stufendiagramm oder das Entwerfen einer Figur für mich. Beides mache ich sowohl im Vorfeld eines Romans wie auch einer Kurzgeschichte.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s