Wie dein Kindle touch zu einem Kindle Paperwhite wird

Nun ja, fast.

Amazon hat das Update der Version 5.1.2 auf 5.3.2 der  Software seines E-Book Reader Kindle touch veröffentlicht (keine Ahnung, wo die Versionsnummer 5.2 geblieben ist, aber wen kümmert’s). Aus irgendwelchen Gründen hängt Amazon dies nicht an die große Glocke. Es gibt auch keinerlei Hinweise des Geräts selbst. Schade, eigentlich, denn kein Kindle touch-Leser sollte sich dieses Update entgehen lassen, denn es stattet das Gerät mit (fast) allen Eigenschaften des Kindle Paperwhite aus, macht ihn also schicker und schneller.

Was du mit dem Update bekommst

Die Frage sollte eigentlich eher lauten: Was du mit dem Update nicht bekommst. Im Ernst. Abgesehen vom Gehäuse, wirst du nach dem Update das Gefühl haben, ein neues Gerät in der Hand zu haben. Die Benutzeroberfläche ändert sich komplett – zum Besseren.

Für mich die schönste und schickste Veränderung: Das Archiv heißt nun konsequent Cloud und das, was früher die Startseite war, heißt nun Gerät. Damit einher geht, dass ich nicht mehr auf die öde Listenansicht angewiesen bin, sondern mir auch die schicke Covervorschau meiner Kindle Bücher aussuchen kann. Das macht auf jeden Fall viel mehr Spaß als vorher.

Allerdings gibt es diese Ansicht nicht als Standardeinstellung. Wenn du sie nutzen willst, musst du nach dem Update auf der Startseite rechts oben auf das Icon klicken und den Menüpunkt „Coveransicht“ auswählen. Die Coveransicht sieht nicht nur besser aus, sie beseitigt auch einen Anachronismus in der Bedienung des Kindle touch. Bisher musste man nach unten scrollen, um seine Sammlung zu druchforsten, obwohl man ja beim Kindle sonst immer mit einem Klick auf den rechten Rand weiter kommt. Diese Bedienung gilt mit der Coveransicht nun endlich konsequent für alle Bereiche.

Aber das ist, wie gesagt, nur eine der vielen Änderungen. Die Nutzeroberfläche ändert sich mit dem Update komplett, wird schicker, aufgeräumter und intuitiver. Das gilt auch und vor allem für den Kindle Shop.

Hinzu kommt, dass das Gerät ein kleines bisschen schneller reagiert als mit der alten Software. Vielleicht ist es Einbildung, aber mir kommt es auf jeden Fall so vor. Langsamer wird es jedenfalls nicht.

Wie du den Kindle touch aktualisierst

Hier sind wie bei einem wesentlich heikleren Thema. So ganz trivial ist der Updateprozess nicht, jedenfalls nicht für Nicht-Nerds.

Die erste Hürde, überhaupt von dem Update zu erfahren, hast du mit diesem Artikel hier ja bereits genommen. Die zweite besteht darin, dass Update zu finden. Auch das ist schnell erledigt:

http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html/?nodeId=200841660

Zumindest bei mir hat es nicht geklappt, das Update intern mit dem Kindle touch durchzuführen. Ich weiß nicht wieso. Erstens muss man auch hier erst einmal den Menüpunkt finden, was nicht ganz so leicht ist. Dazu musst du die Startseite mit einem Klick auf Menü in irgend ein anderes Untermenü verlassen, um dann erneut auf Menü zu klicken, damit du anschließend die Funkion „Kindle Updaten“ auszuwählen. Natürlich muss dazu die WiFi-Verbindung eingeschaltet sein.

Zweitens darf dann der Menüpunkt „Kindle Updaten“ nicht grau unterlegt sein. Bei mir war er es. Und er wurde auch nicht schwarz, ganz gleich, wie lange ich gewartet habe.

Es ist also in jedem Fall sicherer, dem Link oben zu folgen. Dort findest du eine Anleitung für das Update. Damit ist der Drops gelutscht, sollte man meinen. Weit gefehlt.

Erstens musst du genau darauf achten, welche Softwareversion dein Kindle touch hat, um unter Umständen noch das vorangegangene Update zu laden. So oder so, lauert im Update-Prozess noch die eine oder andere kleine Falle.

Wenn du dir das aktuelle Softwarepaket 5.3.2 herunterladen willst, erhältst du eine gezippte Datei. Als braver und erfahrene Nutzer habe ich natürlich versucht, diese Zip-Datei zu entpacken. Ich habe es lange versucht, aber es konnte mir nicht gelingen, bis ich in meiner Ratlosigkeit einfach die Zipdatei auf das Kindle-Icon auf meinen Desktop zog. Und siehe da, das Update startete.

Also: Zip-Datei nicht entpacken, einfach auf das Icon ziehen. Das ist wichtig. Keine Unterordner auswählen, sondern nur auf das Icon ziehen. Wenn man erst einmal weiß, wie es geht, ist es einfach. Leider unterscheidet sich da der Update-Prozess jedoch von dem vieler anderer Geräte, weswegen wenigstens ich erst einmal eine Weile rätseln musste.

Aber wie gesagt, es lohnt sich. Und sooooo kompliziert ist die Angelegenheit nun auch wieder nicht. Im Prinzip erhält mit dem Update jeder Kindle touch besitzer rückwirkend einen Kindle Paperwhite – mit dem kleinen Unterschied natürlich, dass die Hintergrundbeleuchtung fehlt. Die kann kein noch so gutes Update dem Gerät verleihen, versteht sich.

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5 Gedanken zu “Wie dein Kindle touch zu einem Kindle Paperwhite wird

  1. Die wichtigste neue Paperwhite-Funktion, die ich mir auch für meinen Kindle-Keyboard wünschen würde (ja ich weiß, ich bin hoffnungslos veraltet) ist die Anzeige der noch verbleibenden Lesezeit bis zum Kapitelende. Hoffentlich kommt das noch als kleines Update…

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  2. Ja, erstaunlicherweise versteckt Amazon die Firmware-Updates sehr gut.
    Und auch ich hätte gerne einige zusätzliche Features für den Kindle Keyboard. Aber der Trend muss wohl eher zum Zweit-Kindle gehen.

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