8 Gründe, wieso ich am liebsten auf dem Kindle Touch lese

Schon nach kurzer Zeit möchte ich meinen Kindle Touch nicht mehr missen. Hier acht Gründe, wieso das so ist:

1. Der Kindle ist unverschämt handlich

Vor dem Kindle las ich E-Books entweder auf dem iPad, und manchmal auch auf dem iPod Touch/iPhone – aber eher selten. Der Kindle schlägt das iPad vor allem dadurch, dass er super in der Hand liegt (Okay, das iPhone ist nicht schwer zu halten, aber auf die Dauer doch arg klein zum Lesen.).

Das iPad hat ein cooles Display und iBooks stellt elektronische fast wie gedruckte Buchseiten dar. Das Gerät muss ich aber schon mit zwei Händen halten. Auch unterwegs ist es sperrig.

Der Kindle passt in jede Tasche – sogar in die Hosentasche einer Jeans, wenn’s denn sein muss. Ich kann ihn locker mit einer Hand halten und sogar gleichzeitig mit dieser Hand umblättern, ohne dass der Arm oder die Hand ermüden.

Echte Bücher sind so ab 300 Seiten kein Vergnügen mehr. Sie werden unhandlich, ich muss sie mit beiden Händen halten, der Buchrücken knickt und wird unansehnlich …

Beim Kindle ist es Wurst, wie viele Seiten ein Buch hat. Und knicken kann da auch nix. Dank einer superschicken und megastabilen Echtlederhülle habe ich auch keine Sorge, das Gerät fallen zu lassen. Ich hab’s noch nicht probiert, aber bei dem dicken Gummirand, den die Hülle hat, würde ich drauf wetten, dass der Kindle wie ein Flummi wieder in meine Hand zurück springt.

2. Der Kindle hat ein klasse Display

Nichts gegen das Retinadisplay des „neuen“ iPads. Zum Lesen von Comics oder PDFs ist es super. Ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die der Ansicht sind, dass es unmöglich ist, damit draußen zu lesen (zumal ich sowieso sehr selten im grellen Sonnenlicht sitze).

Trotzdem ist das E-Ink-Display vom Kindle für Bücher unschlagbar und auf Dauer angenehmer beim Lesen als das iPad (und sogar angenehmer als ein echtes Buch). Die Schrift ist gestochen scharf. Der Kontrast zwischen Buchstaben und Hintergrund ist sehr angenehm. Die Augen ermüden beim Lesen nicht, ganz gleich wie hell es ist.

Und wenn’s dunkler wird, hat meine Megahülle auch noch eine eingebaute Lampe. Die haben die meisten gedruckten Bücher, die ich in meinem Leben bisher kennengelernt habe, eher nicht.

Bin gespannt, wie in Zukunft die neuen Paper-White-Modelle aussehen werden. Die werden angeblich ein beleuchtetes Display, eine noch höhere Auflösung und dazu einen schnelleren Seitenaufbau haben.

3. Ich lese mehr und schneller

Was beim Kindle total fix geht: Das Wechseln zwischen Büchern. Ich muss gestehen, dass ich oft mehrere Bücher zur gleichen Zeit lese. Mit dem Kindle Touch sind das nur ein paar Klicks auf dem Display. Ich muss nicht zum Regal latschen und noch nicht einmal die Seite suchen, bei der ich ein Buch beendet habe. Was habe ich früher mit Lesezeichen hantiert, die dann rausfielen. Oder ich hab doch vergessen eins reinzulegen.

Der Schrifttyp des Kindle (man kann auch einen serifenlosen wählen, aber den mag ich nicht so gerne) ist sehr angenehm zu lesen. Das allein erhöht schon das Lesetempo.

Da ich mir die Schriftgröße, den Zeilenabstand, Rand und sogar die Breite der Buchstaben aussuchen kann, muss ich nicht mit zu eng bedruckten und klein Gesetzten Buchseiten kämpfen. Ich mag es, wenn ich das Gefühl habe, in einem Buch schnell voran zu kommen, anstatt mich durch Bleiwüsten zu quälen.

Sogar das Umblättern selbst geht schnell. Mein Tipp: Auf der „Meine Inhalte“-Seite im Menü unter Einstellungen -> Leseoptionen -> „Seite aktualisieren“ ausschalten.

Ist diese Option gewählt, wird bei jedem Umblättern die Seite kurz schwarz, um sich neu aufzubauen. Schaltet man sie aus, passiert das nur alle fünf Seiten. Angeblich soll die neue Seite bei ausgeschalteter Option etwas unschärfer aussehen. Habe ich aber noch nicht bemerkt. Dafür geht das Umblättern ein kleines bisschen schneller.

4. Touchscreen

Tasten sind ja soooooo Neunziger.

Im Ernst, seit ich es gewohnt bin, mit Touchscreens zu arbeiten, wüsste ich nicht, wozu man je etwas anderes braucht.

Ich hatte schon mehrfach den „normalen“ Kindle mit Tasten in der Hand. Der hat mir nie gefallen. Ich bin mit dem Umblättern nicht klargekommen und die Tastaturbenutzung ist ein Krampf (Seien wir ehrlich, auch der Kindle Keyboard ist viel zu groß und sieht doof aus.).

Der Kindle Touch ist (fast) intuitiv zu bedienen. Der Touchscreen gibt mir auch das Gefühl, beinahe wie in einem gedruckten Buch umzublättern.

5. Unbekannte Wörter nachschlagen im Nu

Für mich das Killerfeature. Beim Lesen englischer Bücher muss ich nur ein Wort gedrückt halten, um es im Oxford nachzuschlagen.

Aber auch bei deutschen Büchern kommt es häufiger vor als gedacht, dass ich den Duden aufrufe. Mal ehrlich, ich habe mir einfach mit der Zeit angewöhnt, über unbekannte Wörter hinweg zu lesen, weil ich zu faul war, jedes mal aufzustehen und ein Wörterbuch oder Lexikon zu holen.

Dank des Kindles lerne ich jetzt dazu.

6. Neue Bücher laden wann und wo ich will

Okay, ich gestehe, ich habe es noch geschafft einen Kindle Touch 3G zu ergattern. Zur Zeit gibt es den nicht mehr bei Amazon. Es wird ihn aber früher oder später wieder geben (dann als Paper-White-Modell).

Ja, der Touch 3G ist wesentlich teurer als der Touch nur mit WLAN. Es muss jeder selbst wissen, ob ihm die drahtlose Überall-Anbindung an den Kindle-Store so viel Geld wert ist.

Ich finde sie klasse.

Ich muss mir keine Gedanken mehr darüber machen, welche Bücher ich einpacke, wenn ich irgendwo hin fahre (ganz gleich, ob es sich um eine kurze Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder um eine längere Reise handelt).

Ich kann lesen, was, wo, wann immer ich will. Echter Luxus.

7. Tierisch lange Akku-Laufzeit

Da das E-Ink-Display so gut wie keinen Strom verbraucht, hält der Akku im Kindle wirklich lange. Das ist ein echter Vorteil gegenüber dem iPad oder dem iPhone.

Wenn ich früher unterwegs mit dem iPhone gelesen habe, war der Akku doch recht schnell runter und ich hatte am Ende des Tages keinen Saft mehr, um zu telefonieren.

Auch das iPad ist – je nach eingestellter Helligkeit – beim Lesen ziemlich schnell leer.

Die Batterie vom Kindle hält bei normaler Benutzung Wochen. Ich muss mir keine großen Gedanken darüber machen, den Kindle aufzuladen, bevor ich aus dem Haus gehe. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Akku unterwegs nicht durchhält, ist ziemlich gering.

Voraussetzung ist natürlich, dass man die Drahtlosverbindung nach Benutzung ausschaltet.

8. Keine Ablenkungen

Der absolut wichtigste Punkt für mich zum Schluss. Ich gebe zu, dass ich mich wirklich leicht vom Internet und seinen unbegrenzten Möglichkeiten ablenken lasse. So schön das iPad oder das Smartphone auch zum Lesen von E-Books sein mögen, die nächste interessante App oder das Checken der E-Mails ist nur einen Fingertipp entfernt.

Für mich fatal.

Theoretisch habe ich auch mit dem Kindle Zugang zum Internet, aber die Möglichkeiten zum Herumspielen mit irgendwelchen Optionen sind zum Glück gering.

Und Surfen ist auf dem Kindle nun wirklich kein Vergnügen. Muss es auch nicht sein. Der Kindle ist ein Gerät, das wirklich nur für einen einzigen Zweck optimiert ist: Lesen. Vollkommen ungestört.

Und auf welchem Medium liest du am liebsten? Hast du auch einen Kindle oder einen anderen E-Reader? Was sind deine Erfahrungen?

Dieser Artikel könnte dich auch interessieren:

Advertisements

18 Gedanken zu “8 Gründe, wieso ich am liebsten auf dem Kindle Touch lese

  1. Hi Marcus!

    Das mit dem “Seite aktualisieren” brauche ich zwingend bei PDFs. Denn die werden nach 1-2 mal Umblättern komplett unlesbar.
    Aber bei normalen Kindle-Büchern gebe ich dir Recht, da geht das ohne.

    Gefällt mir

  2. Ich sehe mit Freuden, dass wir Kindle-Fans immer mehr werden.
    Ich habe meinen ersten Kindle vor knapp drei Jahren bei amazon.com bestellt und kann mir kaum noch vorstellen, wie ich je ohne leben konnte. Letzte Woche ist mein Zweit-Kindle (wieder 3G) angekommen und ich überlege, ob ich nicht ein paar Bücherregale aus meiner Wohnung entfernen soll.
    Zu 3G: Auf Reisen auch an Orten (z.B. letztes Jahr Ostafrika) ohne Internetverbindung die neue Ausgabe der Zeit am Donnerstagmorgen ‚aufschlagen‘ zu können und Reiseführer in weniger als 1 Minute auf den Kindle zu laden sind für mich unschlagbare Vorteile.
    Mit der Tastatur lebe ich noch gut, man braucht ja nicht viel Text einzugeben, um Bücher im Shop zu kaufen.
    Aber es ist schon lustig, wie ‚altmodisch‘ mein 3 Jahre alter Kindle (2. Generation) gegenüber der neusten Version wirkt.

    Gefällt mir

  3. Tasten sind ja soooooo Neunziger.
    Nanana. Da muss ich mal scharf widersprechen. Ich bin froh, dass ich ein Keyboard Modell habe (ebenfalls damals noch über amazon.com bestellt) weil ich das Gerät auch zum Überarbeiten von Texten benutze. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das Touch-Display nach ein oder zwei Kapiteln aussieht; selbst wenn ich vorher kein Wurstbrötchen in der Hand hatte 🙂

    Gefällt mir

  4. Guten Morgen Marcus,

    mit Ausnahme des Begriffes »Kindle« und Punkt 6 (ich habe immer genug eBooks auf meinem Reader, so dass ich nicht von überall aus neue darauf laden muss) stimme ich Dir voll und ganz zu.
    Die Marke »Kindle« ersetze ich für mich mit dem Oberbegriff »eBook-Reader«. 🙂

    Momentan warte ich sehnsüchtig auf meinen »Neuen«, letzten Sonntag bestellten »Kobo Glo«.

    Viele Grüße
    Martina

    Gefällt mir

  5. Den Punkt „keine Ablenkungen“ habe ich selbst noch gar nicht bedacht, aber er stimmt natürlich. Touchscreen habe ich bei meinem Kindle 3 noch keinen, aber den Paperwhite werde ich mir holen – Touchscreen UND Beleuchtung, der helle Wahnsinn 🙂

    Gefällt mir

  6. Das Meiste stimmt… und ich war bis vor einem halben Jahr eine Papierbuchfetischistin. Bis ich den Kindl Touch zum Geburtstag bekam. Aber es gibt zwei Dinge, die ich ungeheuer, und zwei, die ich mäßig nervig finde:

    Ungeheuer:
    – Der Kindl schubbert in der Tasche rum, und dadurch wird der Touchscreen bedient, und beim nächsten Mal ist man irgendwo im Buch, nur nicht da, wo man aufgehört hat. (Ok, ok, ich sollte ihn ausschalten, statt ihn einfach nur reinzustecken… Lektion gelernt. Aber nicht verinnerlicht.)
    – Es ist schwer, bestimmte Stellen im Buch zu finden, selbst mit der „Gehe zu“ Funktion. Seitenzahlen haben viele Bücher nicht, Inhaltsverzeichnisse teils auch nicht (oder sie sind zu grob) und die unhandlichen Positionsziffern merke ich mir nicht. Bei einem physischen Buch weiß ich „haptisch“ ungefähr, an welcher Stelle ich aufschlagen muss, und blättere dann ggf. auch mehrere Seiten auf einmal vor oder zurück. Beim Kindl muss ich im schlimmsten Fall Seite um Seite umblättern und waaaarten, bis sich die neue aufgebaut hat…

    Mäßig:
    – Ich finde das Display zu dunkel bzw. kontrastarm (im Vergleich zum Echtbuch). Das Licht muss schon ziemlich gut sein (und die Lederhülle mit Lampe finde ich echt zu teuer).
    – Alles, wo man was eintippen muss, ist mit den kleinen Tasten auf dem Touchscreen ziemlich „fummelig“ und zudem langsam.

    Gefällt mir

    • Der KIndle Paperwhite ist einen TIck schwerer als der Touch. Aber dafür hat er halt eine Hintergrundbeleuchtung. Ich hab noch den Touch und bin eigentlich sehr zufrieden, würde aber, wenn ich jetzt die Wahl hätte, einen Paperwhite nehmen.

      Gefällt mir

      • Ja, habe auch noch einen Touch. Kann nur schwer dem Impuls widerstehen, mir einen Paperwhite zu holen. Aber mein Touch ist keine fünf Monate alt. Das wäre für mich irgendwie Verschwendung, ihn jetzt schon zu ersetzen. Und soooo dringend brauche ich eine Hintergrundbeleuchtung auch nicht.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s