6 Gründe, wieso ich keine gedruckten Bücher mehr lese

Gedrucktes kommt mir nur noch selten ins Haus. Eigentlich gibt es lediglich zwei Gründe, aus denen ich zum herkömmlichen Buch greife, statt zum E-Book:

  1. Es gibt das Buch nicht als E-Book.
  2. Es handelt sich um ein Buch, das ich für die Arbeit brauche. Was im Prinzip 1. ist, denn die meisten Bücher, die ich berufliche brauche, gibt es ebenfalls nicht als E-Books.

Vom Papierfetischisten zum E-Book-Enthusiasten

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit sperrte ich mich mit den gleichen Argumenten gegen digitalisierte Bücher, wie sie E-Book-Verweigerer immer wieder in entsprechenden Diskussionen äußern:

Wo bleibt denn bei so einem E-Book-Reader die Haptik? Und der Geruch? Bücher sehen im Regal schick aus, da fehlt doch was, wenn ich die nicht mehr habe. So ein Buch, das ist auch eine Wertanlage, ein E-Book nicht …

Ein Argument nach dem anderen bröckelte bei mir mit der Zeit. Fortschritt lässt sich nunmal nicht aufhalten. Es hat seinen Grund, dass wir heutzutage alle nicht mehr auf mechanischen Schreibmaschinen tippen und keine Telegramm mehr verschicken.

Hier sechs gute Gründe, wieso ich inzwischen Papierbücher meide:

1. E-Books lesen macht Spaß

Ich geb zu, das ist jetzt nicht so das harte, wasserdichte Argument, aber es ist so. Ich lese inzwischen unter anderem deswegen mehr, weil es mir auf elektronischen Lesegeräten einfach mehr Spaß macht. Ist für jeden eine Frage, wie technikbegeistert er ist. Bei mir jedenfalls funktioniert’s.

2. E-Books sparen Geld

Das hängt natürlich vom Lesegerät ab. Aber einen E-Book-Reader bekomme ich schon für unter hundert Euro (teilweise deutlich billiger – allerdings sollte man nicht unbedingt das günstigste Gerät kaufen, finde ich, dann entfällt unter Umständen 1.).

Den grünen Lappen habe ich schnell wieder raus. Denn erstens spare ich mir unzählige Fehlkäufe, indem ich mir in Seelenruhe die ersten 30-40 Seiten eines Buches als Leseprobe herunterladen kann.

Zweitens sind E-Books günstiger als ihre gedruckten Gegenstücke (Ja, höre nicht auf die vielen Miesmacher im Netz. E-Books sind günstiger. Sie sind vielleicht nicht so viel günstiger wie sie seien könnten, aber sie kosten trotzdem weniger. Und die ganzen Klassiker gibt es größtenteils sogar umsonst!).

3. E-Books sparen Zeit

Zunächst spare ich mir die Zeit, die ich normalerweise ins Geschäft gehen müsste. Selbst wenn ich im Internet bestelle, dauert es mindestens einen Tag, bis ich das Buch zu Hause habe. Auf dem E-Book-Reader habe ich es binnen weniger Sekunden.

Zeitersparnis beim Lesen bedeutet für mich als Autor auch mehr Zeit zum Schreiben, was sehr, sehr wichtig ist. Lesen ist unabdingbar für jeden, der schreiben will, hält aber gleichzeitig vom Schreiben ab. Ein Dilemma, das sich durch E-Books auch nicht lösen lässt, aber immerhin ein wenig entschärft wird.

Doch auch für jeden anderen kann es ja nicht schlecht sein, Zeit beim Lesen zu sparen. Entweder gewinne ich dadurch mehr Zeit, um noch mehr zu lesen (Lechz!) oder ich habe so mehr Zeit um die negativen Auswirkungen des Lesens zu bekämpfen (Zeit zum Joggen, um die steifen Knochen loszuwerden usw.).

4. Ich lese mehr

Kein Umblättern, kein Suchen der Seite usw. Das E-Book ist immer dort aufgeschlagen, wo ich mit dem Lesen zuletzt aufgehört habe. Das lästige Suchen einer Seite entfällt (wie oft sind mir Lesezeichen aus dem Buch gerutscht und ich war aufgeschmissen).

Darüber hinaus kann ich mir die Schriftgröße meines Textes aussuchen, bis sie genau meinen Bedürfnissen entspricht. Ich hasse zu klein und eng bedruckte Seiten. Für mich stets ein Lesehemmnis.

Hinzu kommt, dass ich dank des handlichen Formats den E-Book-Reader wirklich immer dabei habe (Er passt sogar in die Hosentasche.). Da kann ich auch mal zwischendurch schnell ein, zwei Seiten lesen. Das läppert sich.

5. E-Books sind handlich

Mal ehrlich: Bei einem 1000-Seiten-Fantasywälzer muss ich mir arg überlegen, ob und wie ich ihn überall hin mitschleppe. Der E-Book-Reader passt in jede Tasche und ist immer gleich leicht und handlich, ganz egal wie lang mein Buch ist.

Außerdem sind die Geräte dazu geschaffen, bequem in einer Hand zu liegen, was man von den meisten Taschenbüchern nicht behaupten kann.

Wer also das haptische Erlebnis sucht, ist mit einem E-Book-Reader eigentlich besser bedient als mit den meisten gedruckten Büchern, zumal es inzwischen für jeden Geschmack verschiedene Hüllen gibt, die das Gerät nicht nur schützen, sondern auch die Haptik und den Geruch verbessern (seufz!). Soll mir doch mal einer erzählen, dass die Echtlederhülle sich schlechter anfühlt und riecht als ein Taschenbuch.

6. E-Books sparen Platz

Auf einen E-Book-Reader passen meistens mehr als tausend Bücher. Mit einer Anbindung an eine Cloud kann die eigene Bibliothek nahezu unendlich groß werden (jedenfalls kann sie mehr Bücher umfassen, als ich in meinem Leben lesen kann).

Dafür muss ich die Bücher nicht mehr in meinen Regalen stehen lassen. Für Menschen, die gerne in einem Bücherarchiv wohnen, mag das okay sein. Ich habe irgendwann gemerkt, dass die allermeisten Bücher keine Augenweide sind (so ein Taschenbuch sieht nach einem Tag am Strand nicht mehr vorzeigefähig aus).

Hinzu kommt, dass ich maximal ein Drittel der Bücher, die bei mir in den Regalen lauern, auch ein zweites Mal lese. Der Rest setzt nur Staub an und vergilbt.

Kohle bekommt man für Bücher, die man verkauft, auch nicht. Die paar Bücher, für die ich beim Verkauf mehr als 10 Cent bekommen habe, lassen  sich an einer Hand abzählen. Die allermeisten habe ich verschenkt.

Dank E-Books habe ich mehr Platz, sehen die eigenen vier Wände ordentlicher aus und sind heller geworden. Aufräumen und Sauber machen gehen schneller und einfacher. Somit habe ich wieder mehr Zeit zum Lesen (s. 3.), zumal ich die Bücher auch nicht mehr lange umräumen, sortieren oder suchen muss.

Und wie liest du am liebsten?

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100 Gedanken zu “6 Gründe, wieso ich keine gedruckten Bücher mehr lese

  1. Das sind gute Argumente. Für mich dürfen da 3 nicht fehlen: Ich habe Zugriff auf anderssprachige Literatur, vor allem auf den amerikanischen Buchmarkt. Da kann man Klassiker im Original lesen oder die Neuerscheinungen bevor sie übersetzt werden. Oder bspw. schwedische oder niederländische Bücher sind offline quasi nicht zu bekommen. Was damit zusammenhängt ist 2., dass ich deutsche Bücher im Ausland kaufen kann. Wenn man ein paar Monate nicht hier ist, kann man beruhigt ohne Bibliothek aufbrechen. Und 3., dass ich sowieso ein Tablet habe, auf dem ich für lau die Amazon-App nachinstalliere. Das habe ich wegen Mails u.a. immer dabei.

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    • Alles sehr, sehr gute Argumente, wobei ich gestehen muss, dass ich recht selten zum schwedischen oder niederländischen Original greife … 😉 Aber zumindest des Englischen bin ich leidlich fähig. Wobei ich, wenn möglich, lieber zur Übersetzung greife, einfach, weil ich durch das Lesen ja nicht mein Englisch trainieren will, sondern meine Muttersprache, da ich in dieser auch schreibe. Allerdings greife ich bei Sachbüchern sehr häufig zum englischen Original. Vor allem, weil es im angloamerikanischen Raum viel mehr und bessere Literatur zum kreativen Schreiben gibt, als von deutschen Autoren. Leider.

      Hier müsse ich ohne E-Book-Reader teilweise Wochen auf die Literatur warten.

      Sehr schade ist jedoch das verhältnismä0ig schmale Angebot deutschsprachiger E-Books. Da gibt es noch sehr viel Nachholbedarf.

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  2. Ein Artikel, der mir aus der Seele spricht. Es gibt so wenig Nachteile bei ebooks, dass man den Ablehnern beinahe eine „Alles-was-neu-ist-ist-schlecht-Einstellung“ unterstellen müsste. Bei all deinen Argumenten dachte ich: ja genau. Dafür sind Ebooks da. Schlüssig und sachlich. Super!

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    • Wow, vielen Dank für das Lob.

      Was die Ablehner angeht: Ich vermute, dass sehr häufig hier Existenzsorgen eine Rolle spielen. Es verdienen nicht gerade wenig Menschen mit gedruckten Büchern ihren Lebensunterhalt. Diese Ängste nehme ich auch sehr ernst, zumal ich selbst eine ganze Weile lang mit dem Verkauf von Gedrucktem meinen Lebensunterhalt verdient habe.

      So berechtigt und ernst zu nehmen Existenzängste auch sind: Ich bin dafür, diese dann auch offen auszusprechen und nicht hinter Nostalgie zu verstecken. Der Fortschritt wird nicht aufzuhalten sein, ob man das nun gut oder schlecht findet. Zu häufig habe ich den Eindruck, dass gerade in Deutschland sich hier massiv gegen Neuerungen und Veränderungen gewehrt wird.

      Im Laufe der Zeit gibt es nun einmal Berufe die aussterben, die Arbeitswelt ist ständiger Veränderung unterworfen. Es gibt auch keine Heizer mehr, die in Dampflokomotiven die Kohle nachlegen. Und ich denke, dass das insgesamt eine positive Entwicklung ist, so dramatisch das für den Einzelnen vielleicht auch sein mag.

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      • Und schon wieder muss ich dir zustimmen. Die Ablehner, von denen ich sprach, kommen aus dem privaten Bereich. Haben also durch Ebooks keine Existensängste.
        Ich habe beruflich viel mit Buchhändlern zu tun und die verstehe ich nur zum Teil mit ihrer Angst. Die haben Angst ihr Geschäft schließen zu müssen, weigern sich aber auch nur eine Internetseite zu installieren, weils zu modern ist. Ich finde es einfach schade, dass viele aus der Buchbranche, die ich kenne, so gar nicht neugierig auf alles Neue sind und sich vielleicht überlegen, wie man alle Vorlieben kombinieren könnte. Hach, schönes Thema. Ich könnte ewig weiter diskutieren. 😉

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  3. Was für einen eBook-Reader besitzt du?
    Ich finde die Argumente interessant, nur bei 3. frage ich mich – spare ich nur Zeit, weil das Buch schneller da ist? Oder ist auch das Lesen als solches schneller?
    Bisher hab ich es noch nicht ausprobiert, aber „I’ll give it a try“. Am besten ist wirklich, dass es einige Klassiker für lau gibt…die werd ich mal testen, wenn ich Zeit habe 🙂

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    • Ich wollte das eigentlich im Dunkeln lassen, um nicht in den Verdacht zu geraten, Schleichwerbung zu machen. Aber da wir hier in der Kommentarsektion ja unter uns sind … 😉

      Begonnen habe ich damit, E-Books auf dem iPod/iPhone zu lesen. Das ist jedoch nur das halbe Vergnügen. Richtiger Lesespaß hat sich erst auf dem iPad eingestellt. Hier ist der Riesenvorteil, dass Buchseiten auch wie echte Buchseiten aussehen (vom Format her), dass ich auch im Dunklen lesen kann, ohne eine weitere Lichtquelle zu brauchen, und dass PDFs und Comics super dargestellt werden. Das iPad versagt jedoch beim Lesen im Garten bei hellem Sonnenschein und für mich auch unterwegs. Jedenfalls zücke ich in Berlin in der U-Bahn nur ungern mein iPad.

      Für diese Zwecke habe ich inzwischen einen Kindle touch 3g. Den Kindle hatte ich bisher immer abgelehnt, weil mich die Bedienung mit den Tasten wirklich genervt hat. Mit der Touch-Technologie ist das Ding der Knaller, meiner Meinung nach.

      Was die Geschwindigkeit angeht: Ich glaube gelesen zu haben, dass jemand mal gemessen hat, dass man auf E-Book-Readern schneller liest als in einem normalen Buch. Kann auch sein, dass ich das nur mal von Axel gehört habe. Vielleicht liest er ja hier mit und gibt noch seinen Senf dazu.

      Von mir selbst kann ich nur sagen, dass ich auf jeden Fall schneller lese. Ich kann mir die Buchstabengröße, Abstände und Seitenränder so einrichten, wie es meinen Gewohnheiten am meisten entspricht. Für mich gilt: Je kleiner die Schrift, desto langsamer das Lesetempo. Das habe ich auf einem E-Book-Reader in der Hand. Außerdem bilde ich mir ein, dass das Umblättern schneller geht. Aber da bewegt sich der Vorteil im Zehntelsekundenbereich, vermute ich.

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      • Hatte schon einmal versucht, das zu kommentieren, habe mich aber zu doof angestellt. Also noch einmal: Jupp, habe irgendwo gehört, dass sich E-Books schneller lesen. Hab aber keine Ahnung mehr, wer / wann / wo die Untersuchung gemacht wurde. Kommt mir aber nicht völlig abwegig vor, da man den Schrifttyp / Größe wählen kann – und jetzt wohl auch teilweise die Textbreite.

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  4. … Aber E-Books riechen nicht. Analoge Bücher riechen so gut 🙂 Man kann die Ecken umknicken, jederzeit in allen möglichen Farben hinein kritzeln und sie dann begeistert allen Freunden und Bekannten ausleihen. Man kann sie „aussetzen“ und hoffen, dass ein Fremder genauso viel Spaß damit hat wie man selbst. Man kann mit den weniger Guten wunderbar wackelige Möbel standfest machen und bei Wutanfällen lohnen sich jene ebenso gut als Wurfgeschosse. EBook-Reader gehen da, genauso wie Teller, schnell kaputt. Bei Taschenbücher muss man nur die einzelnen Seiten einsammeln und ins Altpapier geben.
    Und man kann zu Gästen nicht sagen: „Natürlich habe ich diese ganzen Bücher gelesen!“ … die ganzen Bücher sind ja in einer winzigen Datei in einem Din A5 Gerät gespeichert 😦

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    • Vielen Dank für deine Ergänzungen. Freut mich sehr, dass mir hier auch mal ein wenig widersprochen wird. Einige der Argumente kann ich nachvollziehen, andere eher weniger.

      Den Geruch hatte ich schon im Artikel. Mal ehrlich – riecht ein Buch so viel besser als eine Echtlederhülle? Auch das Gerät selbst stinkt ja nicht. Und altes Papier …, ich weiß nicht. Ist das nicht häufig etwas muffig? Ich bin jedoch gerne dazu bereit zuzugeben, dass mein Geruchssinn etwas unterentwickelt ist. Vielleicht bin ich hier einfach nicht kompetent.

      Ecken umknicken geht beim E-Book auch. Mit einem Fingertipp und schon hat man ein Lesezeichen. Besser noch: Mit dem entsprechenden Gerät und der entsprechenden Ansicht, habe ich alle „umgeknickten“ Seiten auf einmal im Blick und kann zwischen ihnen navigieren.

      Markieren und Anmerkungen schreiben geht bei E-Books auch.

      Du wirfst Bücher?! :-O Okay, hier muss ich passen … 😉 Auch auf die Idee, Bücher „auszusetzen“ oder ausgesetzte Bücher aufzulesen, bin ich noch nie gekommen. Interessante Idee. Ich habe so ein Gefühl, wo die letzten Wälzer in meinen Regalen, die ich noch loswerden will, bleiben werden … 😉 Andererseits? Ist das nicht irgendwie auch Umweltverschmutzung? Ist doch eigentlich Papiermüll. 😉

      Ja, mit meiner Büchersammlung zu protzen … hmmmm, … früher fand ich das irgendwie auch wichtig. Vielleicht bin ich inzwischen dafür einfach zu alt und stehe über den Dingen 😉

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      • Bücher haben diesen bestimmten Geruch. Wenn sie neu sind, riechen sie nach Karton, dicker Pappe und Tintenschwärze. Steckt man die Nase gaaanz tief zwischen die Seiten, dann kann man bei Taschenbüchern den Leim riechen. In der Mitte riechen Bücher anders, als auf der ersten Seite. Da riecht man vor allem das Einbandpapier und den Lack.
        Ältere Bücher riechen nicht mehr so stark nach Tinte, dafür nach Staub, Parfum (je nachdem wer sie liest), ab und zu nach Handcreme. Sie nehmen den Geruch der Umgebung auf. Zigarre, Zigaretten… Küchengerüche… Die Farbe des Papiers ändert sich. Das Buch lebt 🙂 Man fühlt es, wenn man mit den Fingerspitzen über die Seiten streicht, das Papier zwischen den Fingern reibt und beim Ecken machen ( 😉 ) spürt man den Widerstand des Papiers. Wenn man das Buch ansieht, geschlossen, dann sieht man übrigens auch alle Ecken die man gemacht hat 😉
        Das Markieren mag zwar in einem E-Book auch gehen. Aber hat man dann seine eigene Handschrift? Oder die Handschrift vom Vorleser? Sieht man die kleinen kitzeligen Notizen, die man sich eventuell im Bett gemacht hat, dann die etwas ordentlicheren, die am Schreibtisch oder Couchtisch entstanden sind?

        Das Aussetzen von Büchern nennt sich „Book Crossers“ und ist mittlerweile sehr beliebt.

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  5. Ich habe bisher ein E-Book herausgebracht, als Selfpublisher auf Kindle. Meine Erfahrungen damit haben mich sehr ernüchtert und leider zu dem Schluss geführt, dass ich vorerst, sofern ich kann, verhindern werde, dass irgendeines meiner verlegten Bücher als E-Book erscheint. Wenn der Verlag das von sich aus möchte, kann ich es nicht verhindern. Wenn er mich aber fragt, werde ich abraten.

    Dabei habe ich gar nichts gegen E-Books an sich. Ich lese zwar selbst lieber auf Papier, aber ein Reader hat immense Vorteile, viele davon führst Du oben auf. Und alleine die Idee, mit einer ganzen Bibliothek in den Urlaub fahren zu können ist toll.

    Dem steht aber gegenüber, dass ich derzeit nur die Wahl habe, entweder meine ehrlichen Leser zu ärgern und zu verprellen, oder mich der hemmungslosen Ausbeutung durch Ichlinge mit Kostenlosmentatlität auszusetzen. Mich haben Bekannte schon fröhlich gefragt, ob man meine Bücher nicht kostenlos irgendwo downloaden könne. Und ich bin der darauffolgenden Diskussion, die sich im Grunde ja um die Frage dreht, ob ich als Künstler das Recht habe, Geld für meine Arbeit zu verlangen, müde. Ich lasse mich nicht gerne bestehlen, und wenn ich das einfach dadurch verhindern kann, dass es meine Bücher als E-Book nicht gibt, dann gibt es sie eben nicht. Klar – man kann sie trotzdem einscannen und vertreiben. Aber erstens bin ich dafür nicht berühmt genug und zweitens gehört dazu noch sehr viel mehr kriminelle Energie, als sie sich mal irgendwo illegal zu ziehen, weil es ja so einfach ist.

    DRM ist nicht die Lösung. Denn mit den derzeitigen DRM-Systemen schikaniere ich nur die Leute, die bereit sind, für meine Bücher Geld zu bezahlen, also meine ehrlichen Leser. Ich habe also die Wahl, diese fairen Fans entweder technisch zu gängeln, oder sie wie Deppen aussehen zu lassen, weil sie für etwas zahlen, was jeder rücksichtslose Idiot sich irgendwo klauen kann. Und komme mir bitte niemand mit Kulturflatrate oder so etwas. Ganz abgesehen davon, dass da immense Summen eingesammelt werden müssten, um nur die paar Kröten einzubringen, die wir heute für unsere Bücher bekommen, ist das auch der Einstieg in die staatliche Zensur. Denn wer bestimmt denn, wer an einer Kulturflatrate teilhaben darf und wer nicht?

    Die Lösung liegt für mich nur in einem Mentalitätswandel auf Nutzerseite. So lange wir darüber diskutieren, ob Künstler ein Recht auf Vergütung haben, so lange behauptet wird, das Urheberrecht sei das Problem und nicht der Rechtsbruch, so lange unwidersprochen kolportiert wird, unser Geschäftsmodell sei veraltet (wenn es das wäre, würde man uns ja nicht massenhaft bestehlen – das Geschäftsmodell eines Goldschmiedes sieht auch „veraltet“ aus, wenn man der Polizei verbietet, ihn zu beschützen), so lange wäre ich doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich meine Bücher frei kopierbar machte. Wenn sich allerdings unter den Nutzern die Einsicht durchsetzen würde, dass ein Freeloader nicht besser ist als jeder Landendieb und dass es einfach anständig und selbstverständlich ist, für etwas, dass man konsumieren will auch zu bezahlen, dann bräuchten wir kein DRM oder keinen anderen Kopierschutz mehr und keine Kulturflatrate und nichts – und dann würde ich meine Bücher mit Freude auf jedem Reader dieser Welt sehen. Klar gäbe es dann immer noch Freeloader, aber es gibt ja auch Ladendiebe, ohne dass ich Gepäckkontrollen am Ausgang jeder Buchhandlung verlangen würde. Ein kleiner Prozentsatz will immer möglichst auf Kosten anderer leben.

    Aber bevor es diesen Mentalitätswandel nicht gibt, muss ich eben leider auf die ehrlichen E-Book Kunden verzichten, so leid es mir tut. 😦

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  6. Du sprichst einen sehr, sehr wichtigen und heiklen Punkt an. Gute Idee. An diese Seite des E-Books habe ich beim Schreiben des Artikels nicht gedacht. Mir war hier sozusagen die „als Autor lesen“-Perspektive wichtig. Anstatt hier lange zu antworten, werde ich meine Ansichten zu deinen Argumenten mal in den nächsten Artikel verpacken.

    Ich möchte aber festhalten, dass keines meiner Argumente lautete: weil ich mir Bücher kostenlos rippen kann.

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    • Das habe ich sehr wohl gelesen, Marcus. Deshalb sind es gerade Leute wie Du, die gute Argumente pro E-Book liefern und die auch bereit sind, dafür zu zahlen, um die es mir leid tut. Ihr seid nämlich die Leser, die ich mir wünsche und ihr seid die Leidtragenden.

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      • Wie Marcus schon mal am Rande geschrieben hatte, seit ich meine ersten E-Books gelesen habe, mache ich einen weiten Bogen um das (auf Papier) gedruckte Wort. Ehrlich gesagt, bei der Diskussion über E-Books ist mir der Gedanke, viele Leser würde jetzt anfangen, Bücher zu kopieren, überhaupt nicht gekommen. Wahrscheinlich ein wenig naiv von mir. Allerdings: Ich ziehe (kaufe!) meine Bücher auch bei Amazon und Apple, soll heißen, mit DRM habe ich keine Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, wie es hierbei anderen Lesern geht. Mich stört es nicht, die Bücher „nur“ zu DRM Bedingungen zu erstehen. Im Gegenteil: Ich sehe es als großen Luxus, dass mir diese Bedingungen gestatten, die Bücher auf verschiedenen Endgeräten (Handy und Reader) zur Verfügung zu haben. Ich schätze, die Mehrheit der Leser empfindet da so wie ich (in Bussen und Bahnen sehe ich fast ausschließlich „Kindles“, d.h. die E-Books werden DRM geschützt sein. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

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        • Vermutlich wird da die Verlagswelt auch einfach eine ähnliche Entwicklung durchmachen wie die Musikbranche. Da galten mp3 und das Internet ja einige Jahre als der schmutzige Hinterhof, in dem nur mit Diebesgut gedealt wird, bis Apple den Weg aufgezeigt hat, wie man mit auch hier Geld verdienen kann.

          Was ich mir in diesem Zusammenhang noch wünschen würde: eine E-Book-Flatrate ähnlich wie bei Audible.

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  7. @Mountfright „Wenn sich allerdings unter den Nutzern die Einsicht durchsetzen würde, dass ein Freeloader nicht besser ist als jeder Ladendieb und dass es einfach anständig und selbstverständlich ist, für etwas, dass man konsumieren will auch zu bezahlen, dann bräuchten wir kein DRM oder keinen anderen Kopierschutz mehr und keine Kulturflatrate und nichts – und dann würde ich meine Bücher mit Freude auf jedem Reader dieser Welt sehen. “

    DAS genau ist der Punkt – es geht (vor allem in Deutschland) immer um billigbillig. Die Erkenntnis, das ein illegaler Download schlicht Diebstahl ist, ist in den Köpfen noch nicht angekommen. Kein Leser geht in die Buchhandlung, steckt sich 50 Bücher unter den Arm und marschiert wieder raus. Und darüberhinaus gibt er damit möglicherweise im Freundeskreis an (ey Alter, hab gestern wieder 50 Bücher geklaut) und wird dafür auch noch anerkennend benickt.
    Hier geht es auch nicht um eine Verschärfung von Gesetzen und deren Durchsetzung – für ein Produkt oder eine Dienstleistung muß eben gezahlt werden. So funktioniert das System. Ich will nicht beschissen werden, also bescheiß ich auch niemanden. Ehrlichkeit muß sich durchsetzen.
    Abgesehen von dieser Erkenntns ist es an Verlagen und Autoren, Modelle zu entwickeln, die eine Illegalität unattraktiv machen.

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  8. …oh, nach ca. 3000 Büchern daheim ist mir die Lust auf Wohnzimmerdeko durch Buchrücken, und Buchgeruch merklich vergangen. Klar ist es super, durch eine eigene Bibliothek zu laufen und in den Tolkien-, Balzac- und Conan-Doyle-„Abteilungen“ zu bummeln, aber nach sovielen Exemplaren hört bei mir der Spaß einfach auf – in der eigenen Wohnung ist nicht unendlich vel Platz. Schließlich : Glossen hineinkritzeln geht doch nur bei Arbeitsbüchern (die muss man ja durcharbeiten 😉 ) und Bücher werfen, halte ich ebenso wie Ecken umknicken für ein Unding. Klar, die ganzen Promi–Bücher eignen sich dazu bestimmt super, aber…dafür gebe ich kein Geld aus. Ich muss hier zugeben, dass ich mich bei einem Buch sehr gut darüber informiere, bevor ich es mir kaufe. Bullshit, den ich nach dem Durchlesen durchs Zimmer werfen oder unter Möbel packen will, kommt mir nichts Haus, dafür ist mir die Lebenszeit viel zu schade (s.o.)

    Bücher aussetzen und hoffen, dass ein Fremder genausoviel Spaß hat, wie man selbst, geht wiederrum wunderbar in unserem globaliserten Zeitalter des Digitalen. Alles, was man braucht, ist ein One-Click-Hoster und schon erfreut man die Herzen zahlloser Bücherratten 🙂

    Klare Sache, Bücher sind super zum Kaufen und Rascheln, wenn man (noch) nicht genug daheim stehen hat. Ab einem gewissen Punkt wird es allerdings grenzwertig, und da kommen die Reader perfekt ins Spiel.

    Das Lesen auf dem Kindle steigert tatsächlich das Lesetempo – ich habe damit den ersten Band von Game of Thrones an drei Tagen im Original gelesen und ich lese sonst suuuper-langsam. Ich führe es darauf zurück, dass man, wenn man eine große Schrift einstellt, eine Seite ähnlich einem Zeitungsartikel in einer Spalte wahrnimmt. Da muss man auch den nicht groß von links nach rechts schwenken, sondern geradezu mittig durch. Herausragend finde ich in dem Kontext, dass man unbekannte englische Wörter mit drei Klicks nachschlagen kann – awesome !!!

    Was die unterschiedlichen Buchmärkte angeht: hier muss ich den Vorrednern voll und ganz zustimmen. Der Vorteil, dass man auch auf andere Buchmärkte von daheim zugeifen kann, ist kolossal. Es ist für mich schlicht und ergreifend faszinierend, dass es bei russischen mobi-Büchern Mark Twain-oder H.G.Wells-Übersetzungen aus der Zarenzeit gibt, die man sonst einfach nicht in Papierform kaufen kann. Das ist zweifellos die Erhaltung des Kulturguts Buch in seiner reinsten Form, ähnlich den Videospiel-Emulatoren von Automatenspielen aus den 80ern. Dasselbe gilt auch für viele Übersetzungen. Zum Beispiel gibt es auf dem russischen Buchmarkt vollständig übersetzte Komplettwerke (!) von Robert Howard, Arthur C.Clarke, Isaac Asimov und Philip K. Dick – sowas ist auf dem deutschen Markt kaum vorstellbar – hier habe ich statt eines Komplettwerks doch nur -zig zerschossene Einzelbände, von denen der Großteil nur noch antiquarisch zu beziehen ist. Von Robert Heinlein, einem der größten Sci-Fi-Autoren aller Zeiten, sind hier in good old Germany gerade mal zwei Bücher in print. ZWEI BÜCHER! Das ist so, als würden vom Sherlock Holmes-Zyklus 2 Kurzgeschichten gedruckt werden, da, freut euch doch ! Sorry, Heyne, da greife ich lieber zu Del Rey und Gollancz und hole mir alle Conan-Geschichten für 0,89 €. Die ganzen Klassiker sind eh kostenlos und wenn, kosten wunderschöne Gesamt-Ausgaben (nicht zu verachten: Lovecraft, Shakespeare, Dreiser, Hugo, Dumas) fast gar nichts.

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      • Hm, ich denke so halbernst ueber einen reader nach, weil einige Argumente stichhaltig sind. Was mich bislang zurueckhaelt sind einige Punkte, die noch nicht aufgetaucht sind:
        – konkurrierende Systeme. Dass die jeweiligen Geschaeftsmodelle andere ausschliessen, zwingt mich als Kunden in ein Silo, in dem ich nicht sein will.
        – egal, welches Buch man mit Reader liest: es sieht immer gleich aus und fuehlt sich gleich an. Ich mag Abwechslung.
        – ich mag die datenkrake amazon nicht. Und die vorstellung, dass ein Gericht in den USA ein Buch auf den Index setzt und amazon es wieder von meinem Geraet absaugen koennte, obwohl ich es gekauft habe, verstoesst gegen meine Vorstellungen, was ein Konzern darf. Habe auch keine Lust, zeit fuer rechtliche analysen vor vertragsklick zu investieren.

        Also, der markt ist fuer Kunden wie mich noch nicht entwickelt genug. Zudem: Bei diesem ganzen mobilen Krempel vergisst man gerne das „lademanagement“ und das Ladegeraet (Kugel am Bein). Es ist grotesk, welche mengen ich davon inzwischen mit auf Reisen nehme.

        Mal sehen, wie lange mich diese argumente noch zurueckhalten.

        Ach ja: Achtung Ledereinband. Nicht zu viel hautkontakt, ausser es ist pflanzengegerbt.

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        • Das ist natürlich ein wichtiger Punkt. Mich stört das Amazon-System nicht so sehr, dass ich auf das Vergnügen eines E-Book-Readers verzichten würde. Aber es gibt ja auch genug Konkurrenzmodelle, mit denen man sich bei anderen Quellen legal mit Büchern eindecken kann.

          Das mit den unterschiedlichen Ladegeräten ist ein Argument. Allerdings kann der Kindle per USB-Kabel am Rechner oder Laptop aufgeladen werden. Somit spart man ein Ladegerät und ohne USB-Kabel gehe ich schon gar nicht mehr aus dem Haus.

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  9. Ich frage jetzt ein wenig provokativ: Warum muss man heute für alles eine Erklärung haben? Oder anders gefragt: Warum liebt man etwas? Kann man das immer in Worte fassen? Ich denke nicht.
    Man mag sich vielleicht darüber unterhalten oder sogar streiten, ob man sich überhaupt an „Dinge“ binden sollte. Aber Bücher sind – zumindest für mich – mehr als bedrucktes und geleimtes oder gebundenes Papier.
    Ein e-book ist … naja, halt „da“. Genaugenommen ja nicht mal das. Denn wenn der Strom weg ist, ist es das auch. Das, muss ich gestehen, ist mir etwas suspekt.
    Mit Argumenten oder einem übermässig sinnvollen Beitrag zu der Buch contra e-book Diskussion hat das natürlich nicht viel zu tun. Aber mir geht es hier um Emotionen, also ist mir das Egal. 😉

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    • Du hast natürlich vollkommen Recht, Marc, dass sich niemand dafür rechtfertigen muss, dass er lieber Gedrucktes oder elektronisch liest. Jeder nach seiner Facon. Ich finde es nur bedauerlich, wie stiefmütterlich E-Books behandelt werden und wie viele in meinen Augen fadenscheinige Argumente ja durchaus auch in bedeutenderen Diskussionen gegen elektronisches Lesen ins Feld geführt werden.

      Ich mag halt Bücher finde ich vollkommen akzeptabel und ein viel besseres Argument als z.B. „die riechen gut“.

      Etwas unverständlich finde ich deine Befürchtungen, deine Bücher könnten verschwinden, wenn der Strom weg ist. Ja, na klar, du brauchst Elektrizität (steckt ja schon im Namen drin). Aber so ist die moderne Welt nun einmal. Ohne Strom kann ich nicht duschen, essen, heizen, fahren oder fernsehen. Und wie wahrscheinlich ist es, dass der Strom dir für längere Zeit beim Lesen fehlt? Stromausfälle kommen vor, sind aber nun wirklich eine Ausnahmesituation. Und wenn es tatsächlich zum Blackout kommt, bin ich mir sicher, werde ich mich um ganz, ganz andere Dinge kümmern müssen, als um meine Lektüre.

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      • Danke für deinen Antwort-Enthusiasmus. 😉
        Meine Befürchtung bezog sich nicht auf den Reader, sondern auf den Server des Anbieters. Gehört einem das e-book dann immernoch?
        Ein bisschen – aber nur ein wenig – Offtopic: Ich war gestern in der ältesten Buchhandlung Londons, ohne zu wissen, dass es genau diese war. Was ich darin erlebt habe schildere ich nicht hier. Es würde den Rahmen sprengen 😉
        Zum Thema: Wie sicherst du deine e-books? Kannst du das? Oder musst du darauf vertrauen, dass sie beim Dealer verfügbar bleiben? Dass der Dealer verfügbar bleibt? Klar, auch meine Hütte kann abbrennen, dann sind die Bücher auch weg. Aber wie du sagtest, dann habe ich andere Sorgen. 😉

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        • Nun ja, theoretisch könnte ich alle Bücher aus der Cloud auf meinen Reader packen. Mache ich aber nicht und vertraue tatsächlich darauf, dass mein „Dealer“ am Markt bleibt. Ich muss gestehen, dass mich er Gedanke, meine E-Books könnten verschwinden, nicht nachts wach hält. Auch an gedruckten Büchern hänge ich nicht großartig. Ich bin kein großer Sammler. Nachdem ich ein Buch gelesen habe, war es für mich das Geld schon wert. Die wenigsten Bücher lese ich zweimal.

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    • Du hast natürlich vollkommen Recht, Marc, dass sich niemand dafür rechtfertigen muss, dass er lieber Gedrucktes oder elektronisch liest. Jeder nach seiner Facon. Ich finde es nur bedauerlich, wie stiefmütterlich E-Books behandelt werden und wie viele in meinen Augen fadenscheinige Argumente ja durchaus auch in bedeutenderen Diskussionen gegen elektronisches Lesen ins Feld geführt werden.

      Ich mag halt Bücher finde ich vollkommen akzeptabel und ein viel besseres Argument als z.B. „die riechen gut“.

      Etwas unverständlich finde ich deine Befürchtungen, deine Bücher könnten verschwinden, wenn der Strom weg ist. Ja, na klar, du brauchst Elektrizität (steckt ja schon im Namen drin). Aber so ist die moderne Welt nun einmal. Ohne Strom kann ich nicht duschen, essen, heizen, fahren oder fernsehen. Und wie wahrscheinlich ist es, dass der Strom dir für längere Zeit beim Lesen fehlt? Stromausfälle kommen vor, sind aber nun wirklich eine Ausnahmesituation. Und wenn es tatsächlich zum Blackout kommt, bin ich mir sicher, werde ich mich um ganz, ganz andere Dinge kümmern müssen als um meine Lektüre.

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  10. Einen rationalen Kritikpunkt an e-book Readern habe ich aber doch noch. 😉
    Schon mal ein Buch als .pdf auf einen E-Reader gepackt und dann mit vergrösserter Schrift versucht zu lesen? Da kann es passieren, dass grade Dialoge so zerschossen werden, dass man nicht mehr weiss wer grade spricht. Zeilen werden dann einfach zerhackt.
    Und bevor die Polizei zu mir kommt: Es gibt sehr sehr viele Bücher als DRM-freie .pdf legal zu haben. Die ganzen angesprochenen Klassiker zum Beispiel.

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    • Natürlich benötigt man für ein bestimmtes Medium auch den entsprechenden Reader. Deswegen habe ich persönlich beispielsweise für großformatige PDFs und Comics das iPad und für „normale“ Bücher einen Kindle.

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      • Jetzt bräuchte ich also nur noch einen günstigen iPad, dann könnte ich mir auch einen Kindle leisten. Und dann eine tolle Hülle wo ich beide reinstecken kann und fertig ist meine 1 kg E-Bibliothek. Im Ernst: Ich bin kein Gegner von E-books und völlig weltfremd bin ich auch nicht. Aber Dinge wie … Ach liess einfach den Blogeintrag wenn er da ist. 😉

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  11. Wenn ich auf ein Buch aufmerksam werde, schaue ich als erstes ob es das als eBook gibt. Und wenn das nicht der Fall ist, hat es sehr schlechte Karten bei mir. Ich finde es ist eine Unsitte neue Bücher ausschliesslich im Print herauszugeben. Das schränkt mich so stark ein, dass mir die Lust so etwas zu lesen garnicht erst kommt.

    Seit ich den eBook Reader habe, kaufe ich auch viel mehr Bücher. Zum einen ist es viel einfacher und ich kann viel besser beurteilen was ich kaufe. Hinzu kommt noch, dass man eBooks schlecht leihen kann. Früher habe ich sehr viele Bücher nicht gekauft, weil Ich sie mir von Freunden geliehen habe. Heute kaufe ich mir diese Bücher. Ich gebe zu, das ist auch ein Verlust, weniger weil es Geld spart, sondern weil die soziale Komponente fehlt.

    Wenn es möglich ist, kaufe ich die DRM-freie Variante eines Buches. Ich arbeite im IT Bereich, meine Fachbücher gibt es fast immer ohne DRM. Da zahlt man schonmal 35 Euro für ein PDF. Dafür bekomme ich aber alle weiteren Auflagen ohne Kosten. So muss das sein! Auch wenn die Bücher DRM-frei sind, es steht immer mein Name oder eine ID darin, meistens dezent auf jeder Seite. Vielleicht bin ich ja naiv, aber ich bin der Überzeugung dass es das sehr einfach für Verlage macht, automatisiert gegen unlizensierte Verbreitung vorzugehen.

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    • Mir geht es ähnlich wie dir, jedenfalls überlege ich mehrfach, ob ich ein Buch, das nicht als E-Book erhältlich ist, überhaupt noch kaufe und entscheide mich fast immer dagegen. Zumal ich hoffe, dass mit der Zeit die meisten Bücher auch noch in elektronischer Form herauskommen.

      Ich kann auch bestätigen, dass ich mehr Bücher kaufe. Auf jeden Fall lese ich viel mehr Bücher an, da die Möglichkeit der kostenlosen Leseproben einfach super ist.

      Die Möglichkeit, Bücher zu verleihen, ist ein helles Thema bei E-Books. Bei DRM-freien Büchern dürfte das ja kein Problem sein. Zumindest bei Amazon soll es die Möglichkeit geben, Bücher 14 Tage zu verleihen. Ich habe das noch nicht ausprobiert, weil sich die Gelegenheit noch nicht ergab. Problematisch soll wohl sein, dass viele Verlage da einfach noch nicht mitmachen.

      Beim Thema Verleihen finde ich eigentlich auch eine andere Alternative cleverer. Wenn ein Buch nur maximal drei bis fünf Euro kostet, wüsste ich nicht, wieso ich es mir leihen sollte. Der Preis liegt zumindest für mich so weit unter der Schmerzgrenze, dass ich ihn gerne zahle, wenn ich dafür mein Leben lang das Buch jederzeit (wieder) lesen kann. Da ja auch schon vor dem digitalen Zeitalter Bücher verliehen wurden, womit Verlagen Käufe entgehen, könnte das vielleicht ein Modell für die Zukunft sein: statt wenige hochpreisige Bücher, viele günstige verkaufen. Aber so was kann ich natürlich nicht kalkulieren.

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  12. Ein weiteres Argument, das bisher noch gar nicht aufgetaucht ist:
    E-Books sind *sehr viel* umweltfreundlicher. Insbesodnere, wenn man auf einem eReader und nicht auf einem Tablet liest.Das Öko-institut freiburg hat das utnersucht und letztes Jahr die Ergebnisse veröfffentlicht. Im Fazit kamzusammengefasst heruas, dass Reader schon ab dem 11. Buch einen öologischen Nutzen haben, Tablets nach ein paar mehr. Das Öko-Inistut ist gründlich – es hat die ganze Kette indie Rechnung aufgenommen; von der Produktion über den Transport 8aus Asien) bis zum Recycling.
    Ist den Holzbuchfans (ja, Bücher werden immer noch zum allergrößten Teil aus Holzschlif hergestellt) eigentlich klar, wie viel Umweltdreck die Papierherstellung produziert? Nicht nur hinsichtlich des Strombedarfs, sondern auch der chemischen Stoffe? In der Frühen Neuzeit wurden die Papiermühlen aus den Städten verbannt, weil den BewohnerInnen Gestanz und Dreck zu viel war. Und als Berlin zur „Zeitungsstadt“ wurde – im 19.Jahrhundert – gehörten die Papierhersteller zu den großen Flussverschmutzern mit ihren Abwässern. Das sieht heutzutage natürlich viel besser aus; aber im Vergleich zu elektornischen Lesegeräten immer noch ziemlich schlecht.

    E-Books kann man übrigens auch in der Badewanne lesen; ein paar Spritzer machen dem Gerät nichts aus – bei teuren Büchern und Zeitschriften hab ich mich das nicht getraut. Die wurden immer so schnell unansehnlich.
    Und weil ich auf dem Reader einhändig lesen kann, lese ich jetzt auch, während ich mir die Haare föhne (macht bei meiner haarlänge 20 Minuten mehr Lesezeit) und während ich koche. Zum Umrühren brauche ich ja nur eine Hand: Das ist ein enormer Vorteil, wenn ich ein Buch lese, dass so spannend ist, dass ich es nicht weglegen mag.

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    • Ich muss gestehen, dass ich mir zur Ökobilanz bisher keine großen Gedanken gemacht habe. Vielen Dank, dass du das so aufschlussreich ergänzt hast. Cool, jetzt kann ich auch noch mit einem guten Gewissen E-Books lesen – zumindest, was meinen ökologischen Fußabdruck angeht.

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    • Wenn das ein Schwerpunkt des Interesses an Büchern ist, dann kann ich eine Entscheidung gegen E-Books verstehen. Nur, wie du selbst sagst, ein Verkauf von Büchern lohnt sich häufig nicht. Und um ehrlich zu sein, habe ich noch nie Bücher getauscht. Von Freunden kann man sie sich ja leihen, da bin ich noch nie auf die Idee gekommen, zu tauschen.

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    • Ich sehe beide Gründe ein. Sie gelten aber, zu meinem Glück, nicht für mich, da ich eh nie was verkauft habe, mir fehlt da wohl ein Gen, noch getauscht. Eigentlich habe ich nicht mal Bücher verliehen, aber das nicht aus Besitzzwang, sondern weil ich immer einen stark anderen Lesegeschmack hatte als meine Bekannten und Freunden. Und WENN dann doch mal etwas dabei war, daß ich anderen dann unbedingt andienen wollte… na, dann hab ich halt noch mal 10,– für ein Geschenk für zwischendurch investiert.

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        • Zum Thema eBooks verschenken: da frag ich mich, warum Amazon da keine Verschenkfunktion wie Steam anbietet. (oder gibt es das sogar? Ich habe keinen kindle…) – Ich kann mir das nett vorstellen: da packt mein freund morgens in der S-Bahn seinen kindle aus und da steht plötzlich ein neues Buch im Regal, mit Chräckers besten Wünschen…

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      • Es gibt für mich folgende Gründe, die für ein EBook sprechen:

        – Sachbücher aufbewahren (wobei nichts so schnell veraltet wie ein Sachbuch)
        – Notizfunktion
        – Übersetzungsfunktion einzelner Wörter bei fremdsprachigen Büchern (wahrscheinlich, würde ich sehr viel mehr z.B.) auf Englisch lesen.

        Dagegen sprechen andere Gründe:

        – Kaum ein Preisvorteil
        – Der geringe Preisvorteil wird dadurch aufgehoben, dass ich die Bücher nicht bei Ebay verkaufen oder bei Tauschticket tauschen kann. Und wenn ich ein Buch gelesen habe, gibt es für mich keinen Sinn, es zu behalten.

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        • Dass E-Books kaum einen Preisvorteil haben gilt nur eingeschränkt für aktuelle deutsche Bücher. Zumindest englischsprachige Bücher sind als E-Book meistens deutlich billiger als gedruckte. Und Klassiker bekommt man kostenlos.

          Das mit dem Tauschen ist natürlich richtig. Aber mal schauen. Amazon bietet ja bereits eine Funktion zum Verleihen von E-Books an. Vielleicht kommt auch die Zeit, in der man Bücher tauschen kann. Es darf ja auch nicht vergessen werden, dass E-Books noch in den Kinderschuhen stecken. Da werden wir noch einige spannende Entwicklungen sehen.

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      • Das mit dem Tauschen ist natürlich richtig. Aber mal schauen. Amazon bietet ja bereits eine Funktion zum Verleihen von E-Books an.

        Das wusste ich nicht, unsere öffentliche Bibilothek hier bietet dies – extrem gemäßigt – an. In Großstädten sind die Bibilotheken vielleicht schon weiter, was massiv für ein Kindle sprechen würde.

        Bei mir ist die Lebenssituation auch derart, dass ich vielleicht noch 1-2 Zugreisen pro Jahr unternehme. (Ich gehöre zu denen, die lieber mit dem Zug durch Europa touren, als zu fliegen). Wenn ich die mache, ist ein Kindle natürlich praktischer als ein paar Bücher. Aber ich lese zur Zeit nur zu Hause und da entfällt das Gewichts- / Platzargument einfach.

        Mir ist auch unsympathisch, dass Amazon, so stand es jedenfalls in der Zeit, den Kindle – Lesern über die Schulter sieht, was sie lesen und wie schnell. Beim Buch ist man da doch anonymer.

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      • Nachtrag:

        Auch wenn sich EBooks auf Dauer durchsetzen sollten, wird es immer einen Markt für das gedruckte Buch geben:

        1.) Es wird immer Leute wie mich geben, die z.B. einen Krimi nicht zweimal lesen wollen und lieber eintauschen.

        2.) Bildbände kann ich mir als Ebook-Variante gar nicht vorstellen, da kan ich gleich die Google-Bildersuche anwerfen. Kann sich jemand dieses Buch als EBook vorstellen? – Ich nicht.

        3.) Bücher wirken bis zu einer bestimmten Menge recht gemütlich.

        4.) Bei Kleinstverlagen bin ich mir nicht sicher, ob sich Ebooks lohnen.

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      • Ich glaube, gerade bei graphischen Büchern (Bildbände, Graphic Novels ect.) hinkt der Vergleich CD-Schallplatte.
        Auch deswegen, weil ich CDs weggeben kann, es wäre also eher Schallplatte – Download.

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  13. Gibt es eigentlich einen wirklichen Grund dafür, dass Deutsche E-Books so wenig günstiger sind als ihre gedruckten Cousins? Wenn der Aufwand in der Produktion bis zum Druck vergleichbar ist, dann müssten Druck- und Lagerkosten doch entfallen. Denn Speicherplatz kostet immer weniger, das dürfte also kaum ins Gewicht fallen. Zumal man jedes Buch ja nur einmal „lagern“ muss.
    Ich kapier’s nicht. Jemand möge es mir doch bitte erklären.
    Ich schau mich jetzt mal nach einem 7- oder 8-Zoll Androiden um. Da habe ich ein halbwegs leichtes Tablet und einen Universal-Reader in einem. Tipps? Vorschläge?

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  14. Hallo Marcus,

    mit meinem Sony eBook-Reader – augenblicklich ist es noch der 650er, in ein paar Tagen wird es der T2 sein.

    Sehr gute und vor allem schlüssige Argumente, die mich als eBook-Reader-Fan natürlich absolut ansprechen.

    Ich lese zumindest in Sachen Belletristik nur noch eBooks. Wie Du so gut beschrieben hast – ein Reader passt im Gegensatz zu Büchern in die kleinste Tasche – und in meine Handtaschen auf jeden Fall. Wenn ich dies möchte, habe ich ferner auf diesem kleinsten Raum eine ganze Bibliothek dabei.
    Außerdem brauche ich keine Angst mehr zu haben, dass unser Wohnzimmerschrank irgendwann ob der ganzen Bücherlast zusammenbricht.
    Der einzige Grund, weshalb ich ab und an gebrauchte gedruckte Bücher kaufe, ist der, dass es diese – zumindest nicht legal – als eBook gibt. Ich scanne sie dann für meinen Privatgebrauch selbst ein und mache ein eBook daraus, was lt. UrhG §53, Absatz 1 erlaubt ist. Und nein, Du musst auch nicht »die Grünen« rufen *g*, selbstverständlich bedeutet »Privatgebrauch« bei mir eben genau das.

    Zu dicht beschriebene Seiten in zu kleiner Schrift mag ich auch nicht. Taschenbücher kann ich aufgrund meiner Sehschwäche fast gar nicht mehr bzw. nur mit großer Anstrengung lesen.

    Was mir bei manchen Diskussionen über dieses Thema allerdings überhaupt nicht gefällt, ist dieses starre »entweder … oder«. Darüber habe ich vor ein paar Wochen selbst einen Artikel geschrieben.
    Wer lieber gedruckte Bücher liest – okay, gar kein Thema.
    Sicher spreche ich über meinen Reader und das Lesen darauf – meine 72-jährige Mami konnte ich für diese tolle Technik begeistern (vor ein paar Monaten habe ich ihr den T1 von Sony besorgt) – aber ich missioniere nicht.
    Leben und leben lassen, sage ich immer. 🙂

    Viele Grüße
    Martina

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    • Ich hoffe, nicht missionarisch aufgetreten zu sein. Ist nicht meine Absicht. Und es gibt ja tatsächlich gute Gründe für das Ablehnen von E-Books, einige davon habe ich erst durch diese Diskussion hier kennengelernt, bzw. wurden mir hierdurch erst richtig bewusst. Trotz aller Gegenargumente überwiegen für mich die Vorteile. Und ich habe auch Technikskeptiker und Buchliebhaber kennengelernt, die zunächst sehr ablehnend gegenüber E-Book-Readern waren (ich gehörte dazu), aber sich schnell begeistern konnten, wenn sie dem elektronischen Lesen eine echte Chance gegeben haben.

      Ich finde es wichtig, Neuem gegenüber offen zu sein und nicht aus übertriebener Skepsis heraus Neues abzulehnen, einfach nur weil es ungewohnt ist.

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      • Hallo Marcus,

        nein, Du nicht. 🙂
        Du vertrittst Deinen Standpunkt und das ist vollkommen in Ordnung. Das mache ich in meinem Blog nicht anders.
        Wie Du so schön sagst, wer schreibt, sollte auch viel lesen – das tue ich – aber was ich manchmal an »literarischen Ergüssen« entdecke, da sträuben sich mir teilweise doch die Haare.

        Offen gegenüber Neuem zu sein, finde ich ebenfalls sehr wichtig.
        Wer nicht mit der Zeit geht, stellt irgendwann fest, dass sie für ihn stehengeblieben ist.

        Viele Grüße
        Martina

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  15. An sich finde ich die E-Book-Reader gar nicht mal so übel und gerade bei Elektronikgeräten bin ich sehr offen gegenüber Neuem. Allerdings habe ich gerade bei der Elektronik einige Einbußen machen müssen bisher. Mir sind beispielsweise bereits 2x die Festplatten am PC durchgeschmort und ich denke mal nach einiger Zeit wird sich das auch bei einem E-Reader über kurz oder lang einstellen. Schade nur, wenn man dann viele Bücher drauf hat, die man noch nicht gelesen hat. O.o“

    Ich habe mir mal probehalber das Kindle für PC von Amazon runtergeladen, einfach um zu sehen wie die Handhabung mit dem Programm so ist und ich muss sagen, es ist wirklich nicht schlecht. Wie bereits erwähnt wurde, kann man sogar Fremdwörter schnell nachschlagen, ohne dafür den Duden oder das Internet durchwälzen zu müssen.

    Na ja, bei den Preisen finde ich schon, dass die Verlage einem da ein wenig mehr entgegen kommen könnten. Anfangs habe ich mich doch sehr gewundert, wieso ich mir ein E-Book anlegen sollte, wenn die nur ein paar Euro weniger kosten, als bei einem Buch. Da habe ich mir schon die Frage gestellt: Lohnt sich das überhaupt?

    Was ich natürlich auch an einem E-Book-Reader toll finde, ist, dass man alle seine Bücher immer dabei hat und das eigene Zimmer nicht danach richten muss, wo man denn nun das nächste Bücherregal bloß hinstellen soll (Anmerkung: Mein Zimmer ist auch so schon ziemlich klein und eng). ;P

    Was ich natürlich gut finde ist, das es wirklich umweltschonender ist, Bücher auf E-book-Readern zu lesen. Deutschland gehört, soweit ich weiß, sowieso zu denjenigen die am meisten Papier verbrauchen. X<

    Ich werde mal abwarten, wie der neue Kindle ist. Bisher tendiere ich beim Kauf eher zu dem Kindle Touch. Mal sehen. :3

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    • Ja, Computer gehen kaputt. Ich habe da selbst sehr, sehr leidvolle Erfahrungen gemacht (wer nicht?). Hier lohnt es sich meiner Erfahrung nach, sich vor einer Anschaffung darüber zu informieren, welcher Hersteller die haltbarsten Geräte und den besten Kundenservice anbietet. Das kann den Ärger minimieren. In meinem Bekanntenkreis habe ich allerdings noch nichts von defekten E-Book-Readern mitbekommen und selbst auch keine Erfahrungen gemacht. Natürlich werden die Geräte auch kaputt gehen, da sie jedoch wesentlich simplere Maschinen sind als Laptops oder Desktops, vermute ich, dass sie weniger störanfällig sind.

      Was die Preise von E-Books angeht, empfehle ich nochmals den hervorragenden und informativen Artikel von Kerstin Brömer: http://www.literaturjournal.de/2012/07/28/e-book-verhinderung/

      Ich denke, es ist eine Frage der Zeit, bis sich da auch in Deutschland was tun wird.

      Wie bereits weiter unten erwähnt, habe ich als Lesegerät einen Kindle Touch und bin begeistert. Bislang hat mich am Kindle immer die Navigation mit den Tasten gestört. Der Touch ist in der Handhabung super.

      Zur Zeit würde ich mit einer Anschaffung allerdings noch warten. Wer weiß, wie gut der Kindle Fire wird. Und die nächste Kindle Touch-Generation soll ja einen kontrastreicheres Bild und einen leuchtenden Hintergrund haben. Das würde ich mir vor einer Kaufentscheidung erst einmal ansehen.

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  16. Aktualisierung: Ebooks kosten mich in der Schweiz und in Deutschland vergleichbar viel, Rundungsdifferenzen fallen nicht wirklich ins Gewicht. Anders sieht es bei z.B. Taschenbüchern aus. Da kostet mich das TB bei Amazon weniger (Deutsche MwSt. sei Dank 😉 ) als das e-book. Ich weiss, damit haben die meisten hier nichts zu tun, aber für mich ist das ein Argument, das ich nicht von der Hand weisen kann.
    Blöde Situation die es nicht grade einfacher macht sich für e-books zu entscheiden …
    Und ja, wir reden hier von deutschen oder übersetzten Büchern. Bei englischen e-books sieht es wirklich nochmal ganz anders aus.
    Die Ökonomie diktiert mir also, keinen e-book Reader zu kaufen. Schon seltsam …

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  17. Das grosse Problem für mich als Schüler ist ja dass es keine Bibliotheken für Ebookreader gibt. Zwei Bücher pro Monat liegen einfach nicht drin.
    Der geniale Vorteil ist aber dass mein iPad mit iBooks alle Wörter schnell Nachschlagen kann und eine Definition in Originalsprache liefert. Das hilft enorm viel und englische Bücher zu lesen macht so auch richtig Spass.

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  18. Schade, dass in Europa die Umsatzssteuersätze auf E-Books nicht genauso niedrig sind wie auf Papierbücher, sonst wären vor allem das Preisersparnis Argument noch viel kräftiger. Aber bereits jetzt sind die meistens E-Books um ca. 15-20% billiger, viele neue Romane kosten als E-Book z. B. 9,90 statt 12,90 €uro.

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  19. Bei mir sind es im Wesentlichen die Argumente zwei (wobei ich befürchte, dass ich das eingesparte Geld eh sofort wieder ausgebe, um mehr Bücher zu kaufen) und fünf. Vor allem fünf. Ich lese viel unterwegs und mein Kindle ist einfach besser mitzunehmen als ein Buch, das ich mal wieder als Hardcover kaufen musste, weil das Taschenbuch erst in zwei Jahren kommt und ich solange nicht warten kann… Ein riesiger Vorteil ist, dass ich mit dem Kindle auch mit einer Hand lesen kann. Mit der richtigen Technik reicht das um Festhalten und Umblättern. Das bedeutet, dass ich auch gefahrlos lesen kann, wenn ich im Bus stehen muss, weil ich eine Hand zum Festhalten frei habe. In den Vor-eBook-Zeiten bedeutete ein Stehplatz meistens eine halbe Stunde Langeweile und entsprechend weniger geschaffte Seiten. Allerdings gilt dieses Argument wahrscheinlich nicht für Leute, die reisekrank werden, womit ich zum Glück so gut wie keine Probleme habe. Ein kleiner Zusatz-Vorteil beim Lesen im Bus: ich kann subversive Lektüre oder Gore-lastige historische Romane lesen, ohne dass die Oma mit Rollator und Schoßhund gegenüber entsetzt auf das Cover schaut. 😉

    Ein zusätzlicher Vorteil ist, wie in den Kommentaren schon erwähnt, die problemlose Verfügbarkeit fremdsprachiger Bücher. Das ist zwar in den letzten Jahren eh besser geworden, aber eBooks sind doch noch ein Stück problemloser. Ebenso sind Bücher, die es gedruckt nicht mehr gibt (oder höchstens maßlos überteuert und/oder gebraucht) manchmal noch als eBook zu bekommen und wenn nicht, sollten sie es sein.

    Wofür eBooks nicht besonders geeignet sind, sind Bücher mit vielen Bildern (manche Fachbücher mit zahlreichen Abbildungen zum Beispiel). Jedenfalls dann, wenn man wie ich die klassischen eInk-Displays wegen Kontrast und Akkulaufzeit bevorzugt. Für Romane oder sehr textlastige Fachbücher dagegen finde ich eBooks sehr gut geeignet.

    Ein kleiner Nachteil ist, dass ich bei einem eReader immer mehr Angst habe, er könnte kaputt gehen oder gestohlen werden. Wer wie ich seit dem Alter von sechs Jahren gerne, viel und überall liest, weiß, dass Bücher den Strand, das Zelt, die Wiese und ähnliches problemlos überleben. Bei meinem (noch ziemlich neuen) Kindle bin ich mir da nicht so sicher, trotz Schutzhülle. Ein weiterer kleiner Nachteil ist, dass man auf Flugreisen bei Start und Landung (und im ganzen Zeitraum drumherum) auf dem Kindle nicht lesen darf, weswegen ich da immer ein normales Taschenbuch mitnehme.

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    • Danke für den ausführlichen und anschaulichen Kommentar, Annika.

      Echt? Den Kindle darf man nicht im Flugzeug benutzen? Gibt es da keinen Flugmodus oder so? In der Situation war ich noch nicht, ist aber dann natürlich ein Nachteil.

      Um die Robustheit meines Kindles mache ich mir keine großen Gedanken. Ich denke, der hält so Einiges aus. Übertreiben sollte man es natürlich auch nicht. Aber wer wirklich gerne liest, achtet ja in der Regel auch auf den Zustand der P-Books.

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    • Doch, bei den vielen Airlines darf man das inzwischen (z. B. Air Berlin, American Airlines, Condor, Air Lingus aus eiigener Erfahrung) solange es in Flugmodus ist. Ausnahme sind größere Geräte, u. u. auch Tablets, aber deswegen weil sie bei Turbulenz jemanden verletzen könnten. Siehe hier .

      Ja zu dem Klauen am Strand… aber mein Smartphone habe ich eh dabei. Gibt auch noch andere Orte, wo man evtl. keine elektronischen Geräte mitnehmen darf, oder zumindest schräg angesehen wird, z. B. Sauna, Museum (ja, ich bin schon mal so unverschämt im Museum zu lesen wenn ich dort hingeschleift werde, damit sich jemand für vier Stunden abstrakte Kunst ansehen kann) oder Bibliothek.

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  20. Ich stimme dir zu….und auch wieder nicht.
    Zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust, das eine was immer sagt:
    „Denk an die kleinen Buchhändler, die können sonst nicht existieren (meine Tochter ist gelernte Buchhändlerin), wovon sollen die leben, wenn alle nur noch Bücher im Netz bestellen und keiner mehr Beratung braucht.“
    Das andere seufzt und sagt:
    „Ja aber…du schreibst doch selbst….E-Books.“
    Ja, es stimmt, ich schreibe selbst und es sind E-Books. Denn das war die einzige Möglichkeit um erst mal einen Anfang zu finden. Und ich mag das Lesen am PC immer noch nicht, mache es aber immer mehr, schon weil ich auf meiner Plattform fast permanent eingeloggt bin…und man dann doch liest was die anderen so geschrieben haben. Eine Reader habe ich noch nicht, man würde mich hier lynchen…..*seufz*
    Ich würde mir wünschen, dass beide Formen von Büchern nebeneinander in friedlicher Koexistenz nebeneinander weiter bestehen können, dann ist jedem Genüge getan…

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    • Den Konflikt kenne ich gut. Ich habe jahrelang im Einzelhandel gearbeitet und auch Bücher verkauft. Den Druck, den das Internet mit seinen bequemen Einkaufsmöglichkeiten vor allem auf kleine Brick & Mortar Stores ausübt, habe ich am eigenen Leib nur zu gut gespürt. Ich fühle mit jedem unabhängigen Buchhändler mit und trauere um jeden Arbeitsplatz, der verloren geht. Trotzdem lässt sich Fortschritt nicht aufhalten. Der Kunde geht halt nun einmal dort hin, wo seine Bedürfnisse am besten erfüllt werden.

      Ich habe keine Ahnung, wie ich als Händler auf die Entwicklung des Buchmarktes zur Zeit reagieren würde, wenn ich in dem Bereich noch arbeiten würde. Jedenfalls würde ich alles tun – aber ich würde mich auf keinen Fall dem Trend verschließen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es vielleicht, denn immerhin scheinen E-Books den großen Ketten mehr zu schaden als dem kleinen Buchhandel:

      http://www.boersenblatt.net/590136/

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      • Ich finde aber, um ehrlich zu sein, hat der Buchhändlermarkt den Markt auch gründlich verpennt. Vor Jahren schon hab ich angefangen, eReader zu nutzen und bin anfangs ganz blauäigig in die Buchhandlung vor Ort gegangen und gefragt, ob ich dort eBooks kaufen könnte. (man htte die mir ja nach hause per eMail senden können. Auch andere Konzepte wären ja denkbar)
        Ich mag Buchläden. Wieso kann ich selbst heute nicht mit einem Buch aus dem Regal zur Kasse gehen und sagen: das hier bitte als eVersion? Das Buch wandert dann wieder als Regal, der Buchladen als Showroom, das Geld kommt beim stationären Buchhändler in der Kasse, der mit mit Beratung, Ambiente und eine (gern bezahlte) Tasse Kaffee einen deutlichen Mehrwert liefern würde. Stattdessen wurde von der Buchbranche der Untergang aller Kultur prophezeit, halbherzige und schlecht gemachte Portale ins Internet geschoben (da hat mein Buchhändler auch nichts von) und gehofft, das Amazon sich verhebt.

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  21. Deine Gründe und Ausführungen kann ich nachvollziehen. Ich persönlich aber vermisse das Umbläüttern der Seiten, wenn ich e-books lese. So wirklich anfreunden kann ich mich damit noch nicht. Doch künftig kann es ganz anders aussehen, wobei ich aber nicht glaube, dass die Printbücher je abgeschafft werden.

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  22. Ich lese am liebsten auf der Seite liegend – da ist der einfache Kindle mit der Taste an der Seite unschlagbar!!!
    Lese gerade seit langem mal wieder ein „richtiges“ Buch – und komme überhaupt nicht voran… Hätte nie gedacht, dass ich mal „so eine“ werde…
    Danke für den Artikel!

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  23. Mein Senf hierzu: was mich in den unzähligen Foren/Blogs etc. zum Thema p-book oder e-book (mal grob auf einen „Titel“ zusammengefasst) ein wenig stört, oder sagen wir: „irritiert“, ist das (meistens) Fehlen eines der Argumente GEGEN e-books, das für mich schon mal an erster Stelle steht: es braucht Strom. Energie. Wiederholt, bei jedem lesen, bei jedem „anschalten“. Ein p-book muss ich nicht erst „einschalten“. Warum um alles in der Welt fährt heute Jedermann/Jederfrau sofort und unhinterfragt auf alles ab, was mit, vereinfacht gesagt, Strom betrieben wird? Und wieder irgend so’nen Plastik-/Metal-Dingens das eine Batterie/einen Akku benötigt.
    – Gut, so einige Zeitgenossen wollten mich bereits über den enooooormen Energieaufwand und Resourcenverbrauch bei der Buchherstellung (Papier-Buch) belehren – Weiss ich – habe selber vor 20 Jahren ein Praktikum in einem Offizin gemacht – aber aus meiner heutigen Erfahrung als Hardware-Ingenieur Weiss ich sogar noch detailierter, welcher Resourcenverbrauch und welcher Energieaufwand hinter der Herstellung eines e-readers steckt (Auch PC, Tablet etc., logisch.). Energieaufwand und Resourcenverbrauch bei der Herstellung eines e-readers sind zwar nur minimal höher als beim Buch, aber eben höher. Langfristig, in der Phase des Gebrauchs nach der Herstellung frisst ein e-reader weiterhin Energie – anders gesagt: der e-reader ist ein „Verbraucher“. Ein Papier-Buch verbraucht nach seiner Herstellung (und dem Distributionsweg danach) keine Energie mehr, weder direkt noch indirekt. Im Gegenteil, wenn man es ganz pedantisch sehen möchte, führt es Energie wieder in seinen Existenzraum ab, indem es nämlich unaufhaltsam und zunächst nicht wahrnehmbar „zerfällt“, in Sauerstoff etc., sogar wenn es nur im Regal steht.
    Alleine zum Stichwort Akku fällt mir immer wieder nur ein Begriff ein: Sondermüll. Alles toxisch und (im Vergleich zu GUTEM Papier) von erschreckend kurzer Lebensdauer.
    Unser Planet wird zunehmen „elektrifiziert“ – eben auch da wo es absolut unnötig ist.
    Und by the way – ann alle Betriebswirtschaftler uner uns: die Geschichte von der unbegrenzten Reproduzierbarkeit zu einem Kostenfaktor 0 von digitalen Daten …… äh … das ist Auch nichts als eine Legende oder eine Milchmädchenrechnung: Daten benötigen immer einen Datenträger. Der kostet nichts? Wo wird der reingerechnet? Aber dem Himmel sei Dank bin ich kein Betriebswirt und kein Wirtschaftswissenschaftler.
    Sorry, für mich ist das e-book einfach ein no go.

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    • Hey, Denis, danke für deinen Kommentar. Ich finde es gut, dass du auch diese Sichtweise noch einmal darstellst.

      Ich bin weder Betriebs-, Volkswirt, Ingenieur usw., sondern nur ein einfacher Verbraucher. Als solcher kann ich zu dem Thema nur beisteuern, dass für mich der Platz, den Bücher in meinem Wohnraum einnehmen, stört. Ja, aussortieren, wegschmeißen, umschichten, verschenken … Das geht alles, kostet aber wiederum viel Zeit.

      Was die Energiebilanz angeht, magst du recht haben oder auch nicht, dass kann ich nicht beurteilen. Aber hier müsste man insgesamt auf den individuellen Lebensstil eines jeden Lesers gucken. Ich fahre beispielsweise kein Autor und fliege so gut wie nie. An anderen Stellen produziere ich mutmaßlicher Weise auch weniger Müll als viele andere, vermute ich. Das in jedem Fall aufrechnen zu wollen, ist eher müßig, denke ich.

      Am Ende bleibt es eine persönliche Entscheidung, ob man gerne was Gedrucktes in den Händen hält, oder nicht. Wenn du tagtäglich mit Hardware umgehst, ist es für dich am Feierabend vielleicht entspannend, lieber was Gedrucktes in den Händen zu halten. Bei anderen ist das unter Umständen umgekehrt.

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  24. Zum Stromaspekt. Bei mir reicht eine Akkuladung zum lesen eines 800 Seiten Buches dicke aus. Genau genommen noch viel länger. Mit dieser Akkuladung könnte man nicht mal den LKW des Holztransportes anwerfen. Geschweige denn die Maschinen zur Papierherrstellung, die LKWs zum Papiertransport, die Druckmaschinen, der Transport zum Lager, zur Buchhandlung und nach Hause. Papierbücher brauchen auch enorm viel Strom. Sie haben den nur schon verbraucht, wenn man die erste Seite gerade aufschlägt. Und das weitaus mehr als beim lesen eines eBooks.

    Nun braucht natürlich die Produktion eines eReaders auch Strom. Die Frage ist nur, ab wieviel nicht gelesenen Papierbücher hat man den wieder drin. Ich rate mal: das dauert keine zwei bis drei Jahre, je nachdem wie viel man liest. – Denis vermutet den verbrauch ja sogar nur minimal höher als bei einem Buch. Allerdings wirft man einen eReader ja nicht gleich nach einem Buch weg (oder stellt ihn sich in den Schrank) – das verrechnet sich da schon.

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  25. Der wichtigste Grund für mich, fast nur noch Ebooks zu lesen, ist, dass ich auf weit mehr englischsprachige Literatur zurückgreifen kann, als wenn ich versuche Papierbücher aus Amerika oder UK zu bestellen.
    Der zweite, fast ebenso wichtige Grund ist, dass ich jeden Tag 2 Stunden in der Bahn verbringe, um zu meinen Arbeitsplatz und nach Hause zu gelangen. Taschenbücher waren da schnell verbeult/zerknittert und man konnte immer nur eines in die Handtasche packen. Mit meinem Ebookreader kann ich je nach Stimmungslage auch mal schnell auf ein anderes Buch zugreifen, wenn mir danach ist. Ich gebe zu, ich habe manchmal bis zu 4 Bücher, die ich gleichzeitig lese.
    Der dritte Grund – und das ist der Grund warum ich mir überhaupt einen Ebookreader angeschafft habe – ist: Ich lese wahnsinnig gern Fanfiction. Früher hab ich mir die immer ausgedruckt, heute mal eben als EBUP Datei umgewandelt, rauf den auf den Reader und los geht’s.

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  26. Genau. Ich les auch gerne fanfiction. Meist auf fanfiction.net und das tool fanficfare konvertiert mir das für den reader nach epub. Meist les ich aber am pc/laptop, weil der Bildschirm viel größer ist.
    gern auch helle schrift auf dunklem hintergrund. manchmal auch mit Variation der Farbtöne.
    Bitteschön zweispaltig (coolreader und Viewer von calibre können das) am Monitor, sonst macht es bei 16:9 Bildschirm kein Spaß.
    Und muss die Blätter-Taste sein! (firefox kann auch seitenweise weiterscrollen mit space !)

    https://github.com/JimmXinu/FanFicFare/wiki

    Nehm zwar gern coolreader (sieht hässlich aus in default-config), weil mir die navigationsleiste, in dunkelgrün eingestellt oben gut gefällt (viewiel hab ich schon gelesen, kleine strichte bei kapiteln) und zweispaltig mode geht gut, aber die Software zickt noch ziemlich, die aktuelle Position zu halten, wenn man die fenstergröße ändert wars das… (keine fixe seitenzahlen, sie werden anhand wiviel buchstaben aufm monitor passen berechnet anstelle eine fixe anzahl von byte oder buchstaben als seite zu definieren, richtig kacke -.- ). Position besser merken kann FBReader, aber kann nicht zweispaltig darstellen 😦

    Mit dem Browser-Addon „GrabMyBooks“ (für firefox und google chrome) kann man ebooks von Webseiten zum mitnehmen erstellen.

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  27. >GEGEN e-books, das für mich schon mal an erster Stelle steht: es braucht Strom. Energie. Wiederholt, bei jedem lesen, bei jedem “anschalten”. Ein p-book muss ich nicht erst “einschalten”. Warum um alles in der Welt fährt heute Jedermann/Jederfrau sofort und unhinterfragt auf alles ab, was mit, vereinfacht gesagt, Strom betrieben wird?

    BlaaaBlubb. Trink bloß keinen Kaffee, denn deine Kaffemaschine wird mit STROM betrieben, denk doch mal bloß an die UMWELT!!1!!11

    Der Strom für 1 Tasse Kaffee reicht um 4000 Seiten e-book zu lesen.
    Man spart also 4000 Seiten Papiermüll für den Strom einer Tasse Kaffö.

    Wer sagt, nen reader herstellen kostet auch Energie: dann kauft auch keine anderen elektronischen Spielzeuge und esst vor allem kein Fleisch.
    —-
    Milchmädchen-Rechnung:
    Ladung USB: (Angenommene Ladedauer für ebook: 4h. max. erlaubte Leistungsabnahme am PC-Port: 2.5W)
    2.5W*4h=10Wh

    Annahme: 500 Seiten pro Ladung kann man lesen.

    Eine typische Kaffeemaschine hat z.B. 1000W
    1000W*(1/12)h=83.33Wh (Kochzeit eine Tasse: 5min) –> ca. 80Wh pro Tasse
    —-

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  28. Ich habe ursprünglich angefangen eBooks zu lesen weil ich viel reise und beruflich unterwegs bin. Um acht Stunden Flug zu überbrücken, hätte ich mein Handgepäckgewichtlimit mit Papierbüchern schon halb ausgereizt… Angefangen habe ich mit einem Kindle mit Ledereinband, inzwischen lese ich fast nur noch auf dem Smartphone. Warum?
    – man hat immer seine ganze Büchersammlung in der Tasche und kann lesen was man wann man Lust hat, zum Beispiel wenn die Bahn mal wieder Verspätung hat
    – man braucht nichts einpacken außer dem was man eh dabei hat

    Energiekosten? Mein SP ist eh immer an. Um ein Buch herzustellen wird nicht nur viel mehr Energie verbraucht, sondern zudem noch ein Haufen umweltschädigender Chemikalien verwendet, Wald abgeholzt, Trinkwasser verbraucht und CO2 in die Luft geblasen

    Diese Chemikalien sind dann übrigens auch Bestandteil des schönen ‚Büchergeruchs‘.

    Was DRM betrifft…
    Als ich noch Papierbücher gelesen habe, habe ich viel weniger Bücher gekauft. Warum? Weil ich zu viel lese. Ich habe mir die Bücher ausgeliehen. Gekauft habe ich nur Bücher für Schule/Studium/Beruf in die ich tatsächlich schreiben wollte, aber auch die habe ich ausgeliehen wenn es irgendwie ging, oder 2ter Hand gekauft. Alle Bücher die ich tatsächlich in Papierform besitze sind Bücher die ich geschenkt bekommen habe oder so sehr liebe, dass ich sie auf meinem Regal ‚verewigen‘ wollte. Damit hat sich auch durch eBooks nichts geändert. Nun kaufe ich aber eher die billigen eBooks für ein paar EUR/$ anstatt sie zu leihen. Ich würde mal gerne eine ehrliche Statistik lesen, wie sich der Buchmarkt durch eBooks entwickelt hat, und ich bezweifle sehr, dass der Absatz über alle Formate hinweg gesunken ist, ich vermute eher das Gegenteil.

    eBooks machen es faulen Menschen, Menschen mit wenig Zeit und Menschen die es hassen schwere Taschen mit sich herumzuschleppen unendlich viel leichter, Bücher zu kaufen. Faule Menschen wie ich haben außerdem auch nicht die kriminelle Energie, Bücher die man mit einem Klick für 99 Ct herunterladen kann von irgendeiner illegalen Seite in hässlichen Formaten plus eventuell Viren herunterzuladen.

    Solche kriminelle Energie entwickeln sie – rein theoretisch natürlich – nur wenn es ein Buch das man gerne lesen würde absolut nicht als eBook gibt.

    Der einzige wirkliche Nachteil des eBooks besteht für mich darin, dass man nicht hineinschreiben kann (obwohl auch das inzwischen nicht mehr ganz unmöglich ist, aber für die Übersicht über Lesematerial ist das Gedruckte noch immer besser). Ich schreibe allerdings in die wenigsten Bücher, und wenn sie geliehen wären könnte ich auch nicht hineinschreiben…

    Es gibt aber natürlich auch Bildbände und andere großformatige Bücher mit technischen Zeichnungen etc. Schwer vorzustellen, dass diese einmal durch eBooks ersetzt werden, denn jeder Bildschirm stellt ein Bild anders dar.

    Letztendlich haben für mich beide Formate ihre Daseinsberechtigung. Ich besitze übrigens auch Schallplatten (ja, diese großen schwarzen Dinger aus dem letzten Jahrhundert) und DVDs. Von den Musikstücken und Filmen die ich in meinem Regal verewigen will.

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    • Ein sehr interessanter Kommentar, Miranda. Hui, du hast noch Schallplatten … Hochachtung. Mir waren die irgendwann zu sperrig und die Jagd nach den Ersatzteilen für meinen Plattenspieler zu anstrengend.

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