Deborah Perlberg: The Complete Idiot’s Guide To Writing For Young Adults (Rezension)

Deborah Perlberg ist im angloamerikanischen Raum eine erfolgreiche Autorin von Kinder- und Jugendbüchern, die auch Workshops und Vorträge zum Schreiben von Literatur für jugendliche Leser hält.

Ihr „The Complete Idiot’s Guide To Writing For Young Adults“ ist ein umfangreiches Buch, das bisher leider nur in Englisch vorliegt. Es ist allerdings locker-flockig und leicht verständlich geschrieben, so dass man nicht unbedingt herausragende Sprachkenntnisse benötigt, um es zu verstehen.

Perlberg nimmt den Leser an die Hand, um ihn von Null bis zum publizerten Autor zu begleiten. Praktisch jedes Thema, von der Grundidee bis hin zum fertigen Manuskript, vom dem Anschreiben an Verlage bis hin zum veröffentlichten Buch, wird behandelt.

Vor allem den Basics des Schreibprozesses widmet Deborah Perlberg viel, viel Raum. Lesern ohne Vorkenntnisse wird hervorragend erklärt, was eine gute Grundidee ist, wie man zu seinem Plot gelangt, wieso Konflikte und aktive Prämissen wichtig sind uvm.

Auch dem erfahreneren Autor werden noch ein paar Tipps zum Überarbeiten und Verbessern eines Buchprojektes eröffnet.

Es mag ein wenig daran liegen, dass ich mir die Kindle-Edition des Buches geholt habe und diese hauptsächlich auf dem iPod und dem iPhone gelesen habe, aber das Layout des Buches bedeutete für mich eine echte Geduldsprobe. Es wimmelt nur so vor Textkästen, die mit einem ausgeklügelten System aus Piktogrammen verschiedenen Themenbereichen zugeordnet werden.

Prinzipiell finde ich so was nicht verkehrt. Allerdings habe ich mich bei der Masse an Kästen schon gefragt, wieso diese denn nicht eigene Kapitel bekommen haben. Irgendwann ist halt der Punkt erreicht, an dem Nebensächliches zur Hauptsache wird, was dann für den Leser irritierend ist.

Ich werte diese Kastenflut als Anzeichen dafür, dass Deborah Perlberg sehr, sehr viel Informationen in ihrem Werk unterbringen wollte, um sozusagen ihr umfassendes Wissen und ihre geballte Berufserfahrung an den Mann und die Frau zu bringen.

Das mag ihr auch gelungen sein, nur hat sie damit an meinem Interesse vorbeigeschrieben. Ihr Buch ist ganz sicher ein ziemlich gutes Schreibbuch und als solches empfehlenswert, aber leider nicht unbedingt eines über das Schreiben von Jugendbüchern. Wer schon das eine oder andere Buch zum Kreativen Schreiben gelesen hat, findet hier leider wirklich gar nichts Neues. Der Jugendbuchaspekt beschränkt sich – abgesehen von ein paar einleitenden Worten im ersten Teil des Buches, der sich mit Alterseinschätzungen, geeigneten Themen und der speziellen Erzählstimme für Jugendbücher beschäftigt – auf das Illustrieren der Theorien an Beispielen aus Jugendbüchern.

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2 Antworten auf “Deborah Perlberg: The Complete Idiot’s Guide To Writing For Young Adults (Rezension)”

  1. Bisher fand ich alle „Complete Idiots Guides…“, die ich mir geholt hatte, nicht so toll. Nun gut, hab demnächst nicht vor, mich an einem Jugendbuch zu versuchen, aber wenn ich mal eine über „Thriller“ oder so sehe …

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