Neuer YouTube-Channel: Crime und Co – eine Viertelstunde Verbrechen

 

Mein bester Freund, Autorenkollege und Writing Buddy Axel Hollmann und ich haben einen neuen Youtube-Channel ins Leben gerufen. Mit den SchreibDilettanten produzieren wir ja jede Woche eine neue Folge für Autorinnen. Das neue Format Crime und Co. wendet sich nun an Leserinnen, vor allem von Krimis und Thrillern.

Axel und ich stellen in Crime und Co. wöchentlich jeder ein Buch, einen Film, eine Fernsehserie, Spiel oder was auch immer aus dem Bereich Krimi und Thriller vor, die uns beeindruckt haben.

Schau doch mal vorbei. Und wenn dir die erste Folge gefällt, würde ich mich freuen, wenn du den Channel abonnieren, liken und/oder weiterempfehlen würdest.

Viel Spaß!

 

Meine Leipziger Buchmesse 2017 #lbm17

Für am 25.03.2017 machte ich mich auf den Weg von Berlin nach Leipzig. Es war so früh, dass es zwar gerade mal hell war, aber die Gaslaternen bei mir noch brannten.

Am S-Bahnhof Treptower Park angekommen, musste ich feststellen, dass meine S-Bahn dort endete und nicht, wie auf der App ausgewiesen, bis zum S-Bahnhof Ostkreuz fuhr. Also musste ich die Strecke laufen. Prinzipiell keine so große Hürde – wenn ich nicht darauf angewiesen gewesen wäre, meinen Zug nach Leipzig pünktlich am Hauptbahnhof zu erwischen.

Das sorgte schon ein wenig für morgendliche Aufregung.

Immerhin verschaffte mir der Spaziergang die Gelegenheit, schicke Fotos zu machen. Auch gut.

Knapp erwischte ich die S-Bahn am Bahnhof Ostkreuz und schaffte es bis 7:25 Uhr rechtzeitig zum Gleis 2 auf dem Hauptbahnhof … um zu erfahren, dass mein Zug nach Leipzig Verspätung hat …

Wieder einmal habe ich auf diese Weise mit der Reise zum Hauptbahnhof innerhalb Berlins länger gebraucht als mit dem Zug nach Leipzig. Aber was soll’s.

Auf dem Messegelände angekommen gab es den nächsten Dämpfer: Trotz meiner Autorentätigkeit für den Selfpublisher wollte man mich dort nicht akkreditieren. Schade. So kam ich nicht in den Genuss eines Presseausweises. Und ich brauchte länger, um die Messe zu kommen, was dazu führte, dass ich schon mal die ersten spannende Dinge verpasste.

Nicht verpasst habe ich Axel Hollmann und diese Zuschauer der SchreibDilettanten.

Und Axel und ich haben es geschafft, rechtzeitig beim Meet & Greet des Autorensofas einzutreffen und ein paar Fotos zu schießen.

Dort trafen Axel Hollmann und ich auch noch Elvira Ziegler und Chris Karlden. Eine sehr angenehme und sympathische Gesprächsrunde, die nach einer Wiederholung und Vertiefung schreit.

Anschließend sahen Axel und ich beim Stand von Midnight by Ullstein vorbei und trafen dort Roland von Büchergefahr.de, der ein Interview mit uns führte.

Natürlich konnten Axel und ich es uns auch nicht verkneifen, ein typisches Messefoto zu schießen.

Im Anschluss schwirrte Axel, der schon am Freitag zur Messe angereist war, wieder ab in Richtung Heimat. Doch er hat seine Spuren auf der Messe hinterlassen. Zum Beispiel am Stand von Papyrus Autor.

Ich verbrachte noch eine Weile am Stand der BartBroAuthors und traf dort auf weitere Zuschauer und Zuschauerinnen der SchreibDilettanten, Fans meiner Bücher und Leserinnen meines Blogs. Vielen Dank an dieser Stelle an das viele tolle Feedback. Hat mich umgehauen.

Nach meinem Standdienst schnackte ich noch ein wenig mit Sandra Uschtrin von der Federwelt und dem Selfpublisher und machte mich dann auf zum Meet & Greet der BartBroAuthors – das ich nicht fand.

Die Zeit drängte, mein Zug nach Berlin fuhr schon um 17:20 Uhr vom Hauptbahnhof in Leipzig ab, sodass ich auch nicht länger suchen konnte. Sehr schade. Noch mehr nette Menschen und tolle Gespräche verpasst.

Aber zum Glück ist ja auch Frankfurt schon wieder gar nicht mehr so lange hin und auch die nächste Leipziger Messe kommt bestimmt. Ich freue mich jedenfalls drauf und schwelge jetzt schon in Erinnerungen an die diesjährige Leipziger Messe.

Wie du deine Leserinnen von den Socken haust (erfährst du in Annika Bühnemanns WOW-Kurs)

Wirklich fesselnde Bücher zu schreiben, die deinen Leserinnen am Ende im Gedächtnis bleiben, ist keine Zauberei, sondern Handwerk. Annika Bühnemann zeigt dir in ihrem Online-Kurs.

Falls du einen inhaltlichen Ausblick gewinnen willst, worum es in dem Kurs geht, findest du auf Annikas Website eine Kurzfassung in Textform:

Die Anmeldung ist noch bis zum 31.03.2017 möglich.

 

Was machst du auf der Buchmesse als Autorin, wenn du noch nichts veröffentlicht hast?

Was machst du auf der Buchmesse als Autorin, wenn du noch nichts veröffentlicht hast?Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür. Falls du noch nichts veröffentlich hast und/oder noch keinen Verlag und somit keinen Stand als Anlaufpunkt hast, glaubst du vielleicht, dass du dort nichts verloren hast. Weit gefehlt.

Wie kommst du als unveröffentlichte Autorin auf die Buchmesse?

Zunächst einmal kannst du dir wie jede andere Besucherin auch einfach ein Ticket kaufen. Falls du jedoch bereits einen Blog oder YouTube-Channcel haben solltest, der sich maßgeblich mit Büchern beschäftigt und/oder bereits für ein Magazin geschrieben hast (auch online), kannst du dich akkreditieren lassen.

Das geht auch noch am Messetag selbst. Dann solltest du mit deinen Veröffentlichungen zur Pressestelle gehen, sie dort zeigen und höflich fragen, ob ein Akkreditieren noch möglich ist. Es hat einige Vorteile, als Journalist auf der Messe zu sein. Neben einem coolen Presseausweis, auf dem dein Name steht, und kostenloser Garderobe, bei der du nicht ewig anstehen musst, hast du Zutritt zum Pressebereich, wo es entspannter und ruhiger zugeht, als auf der restlichen Messe.

Natürlich solltest du, wenn du als Journalistin akkreditiert bist, auch Beiträge über die Messe auf deinem Blog etc. veröffentlichen und nicht nur die Vorteile abgreifen.

Die naheliegendste Möglichkeit besteht darin, dich als »Fachbesucher: Autor« auf die Messe zu begeben. Das hat einige Vorteile, die hier alle aufzuzählen, den Rahmen sprengen würde. Auch die Anmeldung zum »Fachbesucher:Autor« ist nicht ganz trivial und kann hier nichts schnell in ein paar Worten erklärt werden. Hier findest du eine Übersicht.

Und was genau machst du als unveröffentlichte Autorin auf einer Buchmesse?

Zunächst einmal, was du nicht machen solltest: Du solltest nicht mit deinem Manuskript von Verlagsstand zu Verlagsstand ziehen und es dort den Mitarbeiterinnen anbieten. Und du solltest auch nicht zu den Literaturagentinnen gehen, um ihnen dein Manuskript schmackhaft zu machen.

Verlagsmitarbeiterinnen und Literaturagentinnen sind nicht auf einer Messe, um neue Autorinnen zu entdecken und Manuskripte zu lesen. Wäre das so, könnten sie sich vor dem Ansturm wahrscheinlich gar nicht retten.

Was aber machst du dort also dann?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Es hilft, sich die Messe wie eine einzige große (wirklich, wirklich große) Party vorzustellen. Auch auf einer Party möchtest du ja nicht, dass jemand mit dir die ganze Zeit über sich selbst redet und versucht, sich selbst so gut wie möglich zu präsentieren. Und du willst auch nicht mit Werbegeschenken überhäuft werden.

Auf einer Party möchtest du dich amüsieren, anregende (aber auch nicht allzu tiefgründige) Gespräche führen und neue Leute kennenlernen.

Im Endeffekt geht es darum auch auf einer Buchmesse. Sei offen für Menschen, die auf dich zukommen oder gehe offen auf andere zu, plaudere mit ihnen und – meiner Ansicht nach das Wichtigste – versuche von anderen Besucherinnen oder Ausstellerinnen zu lernen: Was machen die gerade? Was machen sie prinzipiell? Warum tun sie, was sie tun? Inwiefern sind sie weiter als du in ihrer Autorinnenkarriere? Was unterscheidet sie von dir?

Und so weiter. Generell würde ich sagen, dass es besser ist, zu versuchen, so viel wie möglich zuzuhören und aufzunehmen, als zu versuchen, sich selbst zu präsentieren.

Wie kannst du als introvertierte Autorin die Messe nutzen?

Autorinnen sind ja häufig nicht unbedingt Rampensäue (obwohl es durchaus Ausnahmen gibt).

Selbst wenn du meinst, zu introvertiert zu sein, um auf andere zugehen und Gespräche zu führen, dann kannst du immer noch durch die Reihen der Stände schlendern und einfach nur lauschen, was hier und dort so geschieht. Kling nicht spektakulär? Du wirst lernen. Und zwar viel.

Vor allem bekommst du mit, wie der Buchmarkt funktioniert, wie die Buchwelt tickt und wie Verlagsmitarbeiterinnen so sind.

Das alles sind vielleicht keine Dinge, die dazu führen, dass du am Montag nach der Messe veröffentlichte Bestsellerautorin bist. Aber – regelmäßige – Messebesuche sind ein Baustein von vielen in deiner Autorinnenkarriere.

Am Ende wirst du mindestens einen Effekt verspüren, der nicht unterschätzt werden sollte: Du wirst dich mehr noch als Autorin fühlen als zuvor.

Was macht eigentlich eine Literaturagentur und brauchst du eine?

Was macht eigentlich eine Literaturagentur und brauchst du eine?

Vielleicht stellst du dir vor, dein Manuskript einem Verlag zu schicken, wenn es fertig ist. Das ist jedoch inzwischen ein höchst unwahrscheinlicher Weg, veröffentlicht zu werden. Verlage nehmen in der Regel keine unverlangten Manuskripte an – sie verlassen sich meistens auf jene, die ihnen Literaturagenturen vermitteln.

Agenturen haben in den letzten Jahrzehnten die Rolle übernommen, die früher noch Verlagslektorinnen hatten: Das Sichten von Manuskripten neuer Autorinnen.

Die meisten Agenturen prüfen unverlangt eingesandte Manuskripte und melden sich bei dir, wenn ihnen dein Manuskript gefällt und nehmen dich dann unter Vertrag.

Das bedeutet, sie nehmen die Rolle eines Vermittlers zwischen dir und Verlagen ein und vertreten dich in allen wichtigen Bereichen. Sie holen Angebote rein, prüfen Verträge und versuchen das Bestmögliche für dich herauszuholen.

In der Regel gilt, dass eine Agentur wesentlich bessere Konditionen verhandeln kann, als du selbst. Erfahren Literaturagenten kennen alle Fallstricke des Vertragsrechts. Sie wissen, worauf zu achten ist, wenn es um das Verhandeln von Hörbuch-, Lizenz- und Filmrechten für einen Roman geht, und haben auch eine Idee, bei welchen Verlagen ein Manuskript auf welche Weise am chancenreichsten angeboten werden kann.

Darüber hinaus betreuen dich viele Agenturen intensiv. Sie vermitteln deine Manuskripte nicht nur, sie helfen auch dabei, sie so zu überarbeiten, dass sie auf dem Markt die besten Chancen haben.

Kurzum: Agenturen helfen dir, das für dich beste Angebot zu finden, professioneller aufzutreten und deine Interessen zu vertreten. Dafür wollen sie einen gewissen Prozentsatz des Autorenhonorars (meistens etwas zwischen zehn und zwanzig Prozent), wenn es gezahlt wird. Seriöse Agenturen wollen keine Vorschüsse.

Klingt gut? Ist es auch. Eine gute Agentur hilft dir, dich in allen Bereichen zu entwickeln und will dafür eigentlich relativ wenig.

Warum verzichten dann manche Autorinnen trotzdem auf eine Agentur?

Das kann viele Gründe haben. Manche wollen tatsächlich das Geld sparen, das eine Agentur kostet. Andere wiederum haben das Glück, andere Verbindungen zu Verlagen zu haben oder kennen sich selbst so gut in dem Milieu aus, dass sie keine Literaturagentin brauchen. Wieder andere wollen von vornherein im Selfpublishing verlegen – und dann können Agenturen relativ wenig für einen tun.

Es ist allerdings durchaus interessant, dass selbst manche Autorinnen, die bereits viel veröffentlicht haben – auf eigene Faust bei Verlagen oder als Selfpublisher – frühe oder später dann doch eine Agentur beauftragen, sie zu vertreten. Selbst nachdem ein Manuskript schon von einem Verlag akzeptiert worden ist, engagieren manche Agenturen, um für sie dann die Details des  Vertrags auszuhandeln.

Ob du also eine Agentur brauchst oder nicht, hängt davon ab, wie viel von der Arbeit, die sie erledigt, du dir selbst zutraust.

Bleibt noch die Frage offen, wie du an eine Agentur gelangst. Auch das ist ein sehr individueller Weg. Manche Autorinnen habe auch hier bereits Verbindungen, die sie nutzen können, andere müssen sich bewerben, ganz so, wie man es früher bei Verlagen getan hat, indem man unverlangt ein Anschreiben mit Exposé und Leseprobe versendet.

Literaturagenturen findest du, indem du sie einfach im Netz suchst. Jede Agentur hat auch eine Website, über die du Kontakt aufnehmen kannst. Ob eine Agentur für dich geeignet ist, erfährst du schon, wenn du dir ihren Internetauftritt genau ansiehst. Meistens wird hier auch schon gesagt, welche Genres die Agentur vertritt.

Triff mich auf der Leipziger Buchmesse 2017!

Triff Marcus Johanus auf der Leipziger Buchmesse 2017

Wer mich gerne treffen möchte, um ein wenig zu schnacken, ein Buch signieren zu lassen oder eine der beliebten Cover-Postkarten und/oder ein »Tödliche Gedanken«-Lesezeichen abzustauben, der hat dazu auf der Leipziger Buchmesse die Gelegenheit.

Postkarten und Leszeichen Tödliche Gedanken und Tödliche Wahrheit

Ich werde den ganzen Samstag, den 25.03.2017 auf der Messe sein. Man findet mich dann entweder im Schlepptau mit Axel Hollmann oder auch alleine irgendwo in den Hallen orientierungslos herumirren. Gute Chancen hat man auch, mich am Stand von Midnight by Ullstein oder beim Uschtrin-Verlag zu erwischen, wo ich mich ebenfalls ein wenig herumtreiben werde.

Garantiert wird man mich am Stand D318 in Halle 5 meiner BartBrothers-Kollegin Kia Kahawa zwischen 14 und 15 Uhr antreffen.

Ich freue mich schon darauf! Bis bald in Leipzig.

Wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben?

Wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben?Ich stoße immer wieder auf die Frage, wie lange es dauert, ein Buch zu schreiben. Obwohl eine pauschale Antwort schwerfällt, kann es hilfreich sein, anderen Autorinnen mal über die Schulter zu gucken und deren Arbeitsweise mit der eigenen zu vergleichen.

Es gibt erhebliche Unterschiede in der Arbeitsweise und damit auch im Arbeitstempo von Autorinnen.

Mickey Spillane beispielsweise hat nach eigener Aussage seinen Bestseller und Krimi-Klassiker des Hard-Boiled-Genres »Ich, der Richter« an einem Wochenende geschrieben. Immerhin ein 180-Seiten-Roman. Michael Moorcock rühmt sich damit, seine meisten Romane in drei Tagen zu schreiben und hat dazu sogar ein spezielles System entwickelt.

Dem steht das berüchtigte Beispiel von George R.R. Martin gegenüber, dessen Arbeitszeit an seiner »A Game of Thrones«-Serie inzwischen zu einem Running Gag geworden ist und sogar schon besungen wird.

Der Thriller-Autor J.A. Konrath erwähnt auf seinem Blog, dass er in der Regel um die drei Monate für einen Roman von einer Länge von ca. 300-400 Seiten benötigt. Einen Zeitraum, den ich für einen routinierten Vollzeit-Autor für realistisch halte.

Hier zum Vergleich ein etwas detaillierterer Einblick in meine Arbeitsweise und die Zeit, die ich mir nehme, um einen Roman fertigzustellen. Dabei muss beachtet werden, dass ich in der Regel eine, maximal zwei Stunden am Tag zum Schreiben habe, sehr selten mehr.

  1. Phase: Brainstorming und Recherche

Ich erarbeite mir das Grundgerüst eines Romans (Worum soll es gehen? Wer ist die Hauptfigur?) manchmal aufgrund eines spontanen Einfalls. Manchmal starte ich auch ohne eine Idee und brainstorme so lange, bis mir was einfällt. So oder so – anschließend recherchiere ich eine Weile, brainstorme weiter, recherchiere, brainstorme usw. Für diese Phase setze ich mir ein Maximum von vier Wochen. Danach ist Schluss. Ganz gleich, welche Fragen noch alle offen sind. Die Erfahrung zeigt: Setze ich mir hier keine Deadline und halte ich sie nicht strickt ein, dann zieht sich diese Arbeitsphase bis in alle Ewigkeit und ich fange nie mit dem Schreiben an.

  1. Phase: Figuren erschaffen und Plotten

Beides geht Hand in Hand. Mal starte ich mit dem Plot, manchmal halte ich mich länger mit den Figuren auf. Aber es ist ein Puzzlespiel, denn Plot und Figuren beeinflussen sich gegenseitig. Im Schnitt brauche ich einen Tag, um ein Kapitel zu plotten. Ein Roman von mir hat zwischen 30-60 Kapitel. Pie mal Daumen dauert diese Phase also ein bis zwei Monate.

  1. Phase: Schreiben des ersten Entwurfs

Der erste Entwurf eines Romans hat bei mir meistens so um die 100.000 Wörter. Dank des NaNoWriMos bin ich darauf trainiert, 50.000 Wörter in einem Monat zu schaffen. Auch diese Phase dauert also in etwa zwei Monate.

  1. Phase: Erste Überarbeitung

Meisten schaffe ich es, ein Manuskript erst einmal eine Weile liegen zu lassen. In der Zeit kümmere ich mich dann um neue Projekte (Grundideen finden, Brainstorming, Recherchieren …). Dann wird es überarbeitet. Auch das dauert meisten rund ein bis zwei Monate. Das Geschreibsel eines ersten Entwurfs ist häufig so schlecht, was Details der Logik und Dramaturgie angeht, dass ich noch viel Arbeit in den zweiten Entwurf investieren muss. Häufig lösche ich hier ganze Kapitel, schreibe sie grundlegend um und/oder ersetze sie durch neue Texte. Das Manuskript, was aus dieser Phase hervorgeht, nenne ich Alpha-Entwurf.

  1. Phase: Zweite Überarbeitung

Der Alpha-Entwurf geht zu meinen Alpha-Testleserinnen. Jetzt habe ich häufig ein paar Wochen Pause von dem Text, die ich meisten ebenfalls dafür nutze, um neue Projekte zu entwickeln oder zu schreiben. Habe ich die Manuskripte zurück, ist meistens wiederum viel Überarbeitung notwendig. Ich schätze, dass ich nochmal rund ein bis zwei Monate den Alpha-Entwurf überarbeite.

  1. Phase: Dritte Überarbeitung

Nach der 6. Phase halte ich den Beta-Entwurf in den Händen, der dann zu meinen Beta-Testleserinnen geht. Auch hier habe ich wiederum eine Weile Sendepause, in denen ich am nächsten Projekt arbeite. Da die Beta-Entwürfe schon recht nahe an veröffentlichungsreifen Texten sind, ist meistens nicht mehr so viel an ihnen zu überarbeiten, nachdem ich sie zurückbekomme. In der Regel brauche ich also so um die vier Wochen, um das Manuskript dann fertigzustellen.

Fazit:

Insgesamt würde ich also schätzen, dass die reine Arbeitszeit an einem Roman zehn bis zwölf Monate beträgt, den Leerlauf, den ich habe, während ich auf das Feedback von Testleserinnen warte, nicht mitgerechnet. Wie gesagt, das bezieht sich auf eine durchschnittliche tägliche Arbeitszeit von einer Stunde. Würde ich hauptberuflich Romane schreiben, ginge es wahrscheinlich in der Hälfte der Zeit.