Warum wir Monster lieben – Ein Gastartikel von John Paxing

Warum wir Monster lieben

Ich freue mich sehr darüber, einmal wieder einen Gastbeitrag präsentieren zu dürfen: Viel Spaß bei einem aufschlussreichen Artikel des Horror-Autors John Paxing. Mehr über John auf seinem lesenswerten Blog Jpaxing.wordpress.com.

Warum ist der Boogey-Mann für viele Menschen gruseliger als der gewöhnliche Mörder? Warum lauert unter dem Bett ein undefinierbares Wesen mit langen Klauenfingern und einem verzerrten Gesicht anstelle eines Wolfs? Aus demselben Grund, aus dem viele Menschen überhaupt Horror mögen: Monster machen uns nicht nur Angst, sondern auch neugierig.

So seltsam das auch klingt: Wir haben nicht nur Angst, wenn wir ein Untier am Waldrand stehen sehen, sondern wir sind auf einer gewissen Ebene auch an ihm interessiert. Ein Teil von uns kann den Blick nicht von der Kreatur abwenden, will sie beobachten und mehr über sie erfahren. Was die Gefahr durch Tiere angeht, hat die Evolution uns nämlich mit einem Mix aus Angst und Interesse ausgestattet. Die Angst dient der schnellen Reaktion, das Interesse der gesteigerten Aufmerksamkeit. Wenn wir an Dingen interessiert sind, sind wir aufmerksamer und lernen schneller Neues über sie dazu. Evolutiv gesehen macht das Sinn, denn es ist vorteilhaft, die Gefahren in der eigenen Umwelt besser einschätzen zu können. So können wir die groben Schablonen, die uns unser Alarmsystem vom Feind mitgibt, mit überlebenswichtigen Informationen füllen, wie zum Beispiel: Braunbären sind am aggressivsten, wenn sie Junge haben; Jaguare sind im Wald extrem gut getarnt; Krokodile sind an Land sehr viel schneller, als man denkt.

Wenn das Wesen ein paar fiktive Eigenschaften hat, die es uns erschweren, es sofort einschätzen zu können, steigern wir im Betrachter die Neugier. Vor einem normalen Wolf läuft man einfach davon. Aber ein Wolf, der (wie die „ Scrunts “ in Lady in the Water) moosgrünes, drahtiges Fell hat anstelle von Haaren und blutrote Augen, gewinnt unsere volle Aufmerksamkeit, denn er gibt uns gleichzeitig zum Fluchtreflex noch Rätsel auf. Ein halb-realistischer Feind versetzt uns in die Lage des Kindes zurück, das einer Gefahr zum ersten Mal im Leben begegnet. Der daraus entstehende Zustand aus Angst und Neugierde macht das halb-realistische Monster zu einem absoluten Hingucker.

Wie immer gilt natürlich, dass keine Regel aus Gold besteht. Natürlich verfehlt eine gute Story auch mit einem normalen Mörder, einem alten Bären oder einer tödlichen Giftspinne nicht ihre Wirkung, nur weil kein fiktionales Element eingebaut wurde. Das ist letztlich auch Geschmackssache des Lesers und des Autors. Es gibt aber einen Grund dafür, dass die Monster in unseren Geschichten über alle Kulturen und Zeiten hinweg oft Mischwesen sind, und dass selbst Aliens all zu oft den Grundbau des Menschen haben: Wir haben alle Angst vor ähnlichen Feinden, und wir sind alle neugierig und leicht zu faszinieren, wenn wir es mit etwas zu tun haben, das nicht so ganz in eine bekannte Schublade passen will.

Jede Geschichte wird besser mit einer Liebesgeschichte

Jede Geschichte wird besser mit einer Liebesgeschichte

Liebesgeschichten gehören nicht nur in den Liebesroman. Ich finde, jeder Roman wird besser durch eine Liebesgeschichte. Auch und gerade Thriller. Ich stehe da ganz in der Tradition Alfred Hitchcocks, der einmal gesagt hat, dass seine Filme im Kern Romanzen sind.

Liebesgeschichten sind als Subplot eine ideale Zutat für jeden Roman, weil berühren uns auf einer ganz grundlegenden  emotionalen Ebene berühren. Jeder sehnt sich nach Liebe und Partnerschaft. Deswegen wecken Liebesgeschichten automatisch das Interesse der Leserinnen und lassen sie mitfiebern.

Außerdem ist eine Hauptfigur ohne Liebesleben eine unvollständige Hauptfigur. Eine Liebesgeschichte rundet sozusagen jede Figur ab und macht sie dreidimensional.

Je nach Stimmung und Genre muss das nicht immer eine einfache Boy-Meets-Girl- und/oder Boy-Gets-Girl-Substory sein. Zu einem grimmigen Thriller könnte beispielsweise das Misslingen einer Partnerschaft dazugehören – oder deren plötzlicher Abbruch durch den Tod des Partners oder der Partnerin (womöglich durch die Hand des Schurken).

Realistische, sozialkritische Romane können auch zeigen, wie schwierig es ist, eine Beziehung aufrecht zu erhalten, während man gleichzeitig versucht, Serienkiller zu jagen.

Auch Dreiecksbeziehungen eigenen sich hervorragend als Unterthema für Thriller, die im Polizeimilieu spielen. Die Arbeitstage sind lang, die Nächte werden durchgemacht – dann ist es nicht weiter verwunderlich, wenn der Kollege attraktiver wird als der Ehepartner.

Dienen Liebesgeschichten als Subplot für andere Genres, wie zum Beispiel dem Thriller oder dem Krimi, ist vor allem auf zwei Dinge zu achten:

  1. Der Sublot darf nicht den Hauptplot überdecken.
  2. Die Liebesgeschichte muss (mindestens) eine originelle Wendung nehmen.

Ersteres stellt einen schwierigen Balanceakt dar. Im Thriller oder Krimi bilden der Kampf gegen den Schurken und/oder die Ermittlungsarbeit, die notwendig ist, um ihn zu stellen, den Hauptplot. Einerseits darf also die Liebesgeschichte sich nicht zu sehr in den Vordergrund rücken, andererseits sollte auch die Liebesgeschichte nicht als unabhängiger Handlungsfaden existieren, sondern mit dem Hauptplot verbunden sein.

Ein spannendes Beispiel ist Thomas Harris‘ »Schweigen der Lämmer«. Hier entspinnt sich eine eher abartige unterschwellige Erotik zwischen Hannibal Lecter und der Hauptfigur Agent Starling. Faszinierend und gruselig zugleich. Harris zeigt, wie weit man sozusagen mit der Liebesgeschichte im Thriller gehen kann und wie wichtig sie für die emotionale Intensität eines Romans ist.

Harris‘ Roman ist auch ein gutes Beispiel für eine originelle Wendung, die eine Liebesgeschichte nehmen kann. Sie entsteht an einer Stelle und auf eine Weise, wie Leserinnen sie nicht vermuten würden – und erzeugt dadurch auch Gefühle, die normalerweise nicht mit einer Liebesgeschichte verbunden werden.

Robert Blochs Psychothriller »Psycho« wagt eine andere Gratwanderung. Da hier der Haupteffekt des Romans mit der überraschenden Wendung in der Mitte zusammenhängt, mutet er seinen Leserinnen zu, einen krassen emotionalen Bruch durchzumachen.

ACHTUNG SPOILER:

Die Figur, die uns zu Beginn des Romans als Hauptfigur präsentiert wird, Mary Crane, wird uns vor allem durch ihre Liebesgeschichte nährgebracht. Das, was sie tut, ist zwar böse, aber sie tut es aus Liebe. Das erzeugt in den Leserinnen ein ambivalentes Verhältnis und gleichzeitig eine Verbindung mit ihr. Somit ist ihr gewaltsame Tod in der Mitte des Romans einerseits erschütternd, andererseits empfinden wir ihn aber auch als eine Form von Gerechtigkeit.

Dieser Zwiespalt wird im zweiten Teil der Handlung aufgelöst, wenn Marys Schwester Lila nach ihrer Schwester forscht und quasi stellvertretend für sie den Schurken stellt. Marys Liebesgeschichte mit ihrem Verlobten Sam wird indirekt fortgesetzt, wenn sich Lila und Sam als Paar ausgeben, um »verdeckt« ermitteln zu können. Von untergründiger erotischer Spannung, die gleichermaßen auch ein Tabu darstellt, ganz zu schweigen.

Sehr viel komplexer und enger verwoben mit der Haupthandlung kann eine Liebesgeschichte im Thriller eigentlich nicht sein.

Beide Beispiele zeigen, wie hervorragend Liebesgeschichten zur emotionalen Dichte eines Romans beitragen können und gleichermaßen ins Genre passen und originell sein können.

Wieso das, was du nicht schreibst, genauso wichtig ist, wie das, was du schreibst

Wieso das, was du nicht schreibst, genauso wichtig ist, wie das, was du schreibst

Bücher, die aus Bleiwüsten bestehen, lese ich nicht. Autorinnen solcher Bücher sind das Äquivalent zu einer Gesprächspartnerin, die mich nicht zu Wort kommen lässt. Tatsächlich finde ich, dass der Leerraum eines Textes mindestens genauso wichtig ist, wie der Text. Und das liegt nicht nur daran, dass viele Absätze, ein großzügiger Zeilenabstand, große Buchstaben und ein breiter Rand angenehm fürs Auge sind.

Ja, manchmal sind nicht Autorinnen, sondern Verlage dafür verantwortlich, dass ein Buch zu einer Bleiwüste wird. Auch manche Selfpublisher haben das Problem, dass sie Druckkosten sparen müssen und sich dann entscheiden, kleine Buchstaben mit einem geringen Zeilenabstand und schmalen Rand zu wählen, damit sie einen akzeptablen Verkaufspreis für ein Buch wählen können.

Aber das meine ich nicht. Selbst ein eng bedrucktes Buch kann viel Weiß lassen. Nämlich durch kurze Sätze und viele Absätze.

Kurze Sätze und viele Absätze verraten mir in der Regel über einen Text – ohne dass ich den Inhalt kennen muss -, dass dessen Autorin an die Leserinnen denkt. Autorinnen, die ihre Texte auf diese Weise verfassen, wissen, dass Texte ihre Wirkung nicht dadurch entfalten, dass sie möglichst viel auf möglichst engem Raum mitteilen.

Ein wirklich guter Text kann mit wenig Worten einen Gedanken, ein Gefühl oder ein inneres Bild bei der Leserin auslösen, weil es genau die richtigen Worte sind, die die Fantasie befeuern.

Herausragende Autorinnen vertrauen auf ihre Leserinnen, dass sie mitdenken und mitfühlen und mit ihrer Fantasie ergänzen, was weggelassen wird. Die besten Texte stehen nicht auf dem Papier, sondern entstehen im Kopf der Leserinnen.

Je besser die Autorin, desto weniger Worte benötigt sie, um eine große Wirkung zu erzielen.

Eine der berührendsten Geschichten ist für mich Ernest Hemingways Kürzestgeschichte:

»Zu verkaufen:

Babyschuhe. Nie getragen.«

Das ist nicht etwa der Titel der Geschichte.

Es ist die Geschichte.

Sie entfaltet ihre Wirkung nicht dadurch, dass Leserinnen möglichst viel Informationen erhalten, sondern nur die allernotwendigsten. Eigentlich besteht sie nur aus Stichworten und einem Absatz. Die Geschichte dahinter entsteht in der Fantasie der Leserinnen.

Hemingway hat es nicht nötig, Leserinnen zu zeigen, wie genial er Sätze verschachteln, Metaphern erfinden oder eindeutig beschreiben kann. Er vertraut seinem Publikum. Es kann die Geschichte hinter den wenigen, sehr geschickt und bewusst gesetzten Worten selbst ergänzen.

Eine wirklich gute Autorin schreibt für meine Begriffe ihre Texte nicht, damit die Leserin darüber staunen kann, wie genial sie ist, sondern, damit die Leserin beim Lesen merkt, wie genial sie eigentlich selbst ist.

Eine wirklich gute Autorin lässt alles weg, was nur dazu dient, das eigene Können zu beweisen und damit aber die Fantasie ihrer Leserin einengt.

Eine wirklich gute Autorin vertraut darauf, dass sich ihre Leserin das Meiste selbst ausmalen und vorstellen kann. Sie will nicht ihre Geschichte an die Leserin bringen – sie will, dass ihre Geschichte die Geschichte der Leserin wird.

Deswegen ist der Leerraum in einem Buch mindestens genauso wichtig wie der Text. Er ermöglicht es der Leserin, Pausen einzulegen und so der eigenen Muse Zeit zu geben, das Gelesene auch zu verarbeiten.

Im Interview mit Annika Bühnemann von »Vom Schreiben leben«

Mein Writing Buddy Axel Hollmann und ich wurden als Die SchreibDilettanten von der Liebesroman-Autorin und Social-Media-Expertin Annika Bühnemann interviewt.

Warum wir Geschichten über wahre Helden brauchen

Warum wir Geschichten über wahre Helden brauchen

Gemischte Charaktere sind zur Zeit angesagt – also Figuren, die weder eindeutig gut noch böse sind. Sie sind realistisch und erleichtern es dem Publikum, eine Verbindung mit der Hauptfigur aufzunehmen. Denn im wahren Leben gibt es eher selten wahre Helden und niederträchtige Schurken. Trotzdem gibt es gute Gründe dafür, Geschichten mit wahren Helden als Hauptfiguren zu erzählen.

Philip Zimbardo – bekannt durch das Stanford-Prison-Experiment (sehr populär geworden dank der filmischen Umsetzung »Das Experiment«) – macht in seinem sehr bemerkenswerten Vortrag »The Psychology of Evil« deutlich, dass uns die selbe Situation zu drei verschiedenen Handlungen veranlassen kann: Wir können zum Täter werden, zum passiven Beobachter oder zum Helden.

Nehmen wir an, die Hauptfigur unseres Romans wird unvermittelt Zeuge eines Überfalls. Es ist beim Job mal wieder spät geworden, es regnet, die Straßen sind dunkel und die Luft ist schneidend kalt. Als sie die Treppe zum Bahnsteig hinabläuft, hört sie bereits verdächtige Geräusche: Stöhnen, Keuchen, dumpfe Schläge.

Auf dem Asphalt liegt ein Jugendlicher. Reglos. Zwei weitere treten auf den Bewusstlosen ein.

Drei Reaktionsmöglichkeiten definieren, ob es sich bei unserer Hauptfigur um einen Helden, einen Schurken oder einen gemischten Charakter handelt.

  1. Couragiert eilt sie dem bewusstlosen Jugendlichen zur Hilfe.
  2. Sie berauscht sich an der Gewalt, gesellt sich zu den Tätern und tritt ebenfalls auf das Opfer ein.
  3. Schon beim ersten Anzeichen für Gefahr ergreift sie die Flucht.

Hand aufs Herz: Die meisten von uns würden sich gerne wie in Alternative 1 verhalten, werden aber 3. wählen. Zum Glück werden die wenigsten Möglichkeit 2 wählen.

Wir empfinden es als befreiend, literarische Figuren bei Verhaltensweisen wie in Möglichkeit 3 zu erleben, denn unser Gewissen wird erleichtert: Ja, moralisch und zwischenmenschlich nicht gerade eine beispielhafte Handlung, aber eben menschlich.

Viele Romane, Filme und Serien bedienen sich deswegen gemischter Figuren. Wahre Helden empfinden wir als anstrengend, denn sie zeigen uns, wie wir uns verhalten sollten, es aber in der Regel nicht tun. Wir fühlen uns ertappt und in gewisser Weise beleidigt. Statt Unterhaltung bekommen wir ein schlechtes Gewissen. Viele reagieren deswegen auf Heldendarstellung mit Zynismus oder Sarkasmus und bezeichnen entsprechende Geschichten als unrealistisch oder kitschig.

Tatsächlich gibt es aber in der Realität durchaus Heldentum. Immer wieder entscheiden sich Menschen in extremen Situationen dazu, einfach das Richtige zu tun (Zimbardo nennt in seinem Vortrag selbst ein sehr eindrucksvolles Beispiel).

Wie wir uns entscheiden – zum Guten, zum Bösen oder zum Nichtstun – ist in Extremsituationen meistens kein bewusster Prozess. In der Regel übernehmen unsere Reflexe oder unsere Intuition, das über Jahrzehnte erlernte Verhalten und antrainierte Einstellungen das Handeln.

Eben das ist meiner Ansicht nach der Grund, warum es wichtig ist, Geschichten über wahre Helden zu erzählen. Nach Zimbardos Definition sind Helden eben keine Übermenschen, sondern Menschen wie du und ich, die sich in außergewöhnlichen Situation heroisch verhalten. Psychologisch ausgedrückt verhalten sie sich nicht egozentristisch, wie die meisten von uns, sondern »soziozentristisch«. Sie überwinden also ihren Selbsterhaltungstrieb oder auch nur ihre Bequemlichkeit, um anderen zu helfen.

Die Grundlage dafür, dass Menschen sich soziozentristisch verhalten können, nennt Zimbardo »heroische Imagination«. Sind wir in unserer Selbstwahrnehmung eher Schurken oder gemischte Figuren – oder haben wir das Bild von uns, dass wir Helden sind, die nur auf eine Gelegenheit warten, ihr Heldentum auch in der Realität unter Beweis zu stellen.

Nach Philip Zimbardo ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen in einer extremen Situation das Richtige tun, umso höher, je ausgeprägter ihre heroische Imagination ist. Hier sehe ich den Ansatzpunkt, die übergeordnete moralische Aufgabe von Autoren von Thrillern, Krimis und entsprechenden TV-Shows oder Filmen: Es ist wichtig, den Zynismus und Sarkasmus, in den uns unser »Ego-Zentrismus« leicht verfallen lässt, zu überwinden und entgegen dem Zeitgeist immer und immer wieder die Heldenreise zu erzählen.

So können unsere Geschichten zu einem kleinen Baustein werden, im Publikum die »heroische Imagination« zu befeuern.

Meine Schreibziele für den Februar – #Autorenwahnsinn #1

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Der Februar steht bei mir ganz im Zeichen des Überarbeitens. Mein NaNoWriMo-Projekt des letzten Jahres »Die Liste der vergangenen Sünden« schlummert auf der Festplatte und braucht eine Menge Politur. Damit werde ich (nicht nur) den ganzen Februar beschäftigt sein.

Challenge: 31 Tage Autorenwahnsinn, Tag 31 – Wünsche für das Schreibjahr 2017

Challenge: 31 Tage Autorenwahnsinn, Tag 31 - Wünsche für das Schreibjahr 2017

Nr. 1 auf der Spiegel-Bestseller-Liste mit allen Projekten, die dieses Jahr veröffentlicht werden. 😉

Hm. Im Ernst?

Eigentlich lief in den letzten beiden Jahren seit der Veröffentlichung von »Tödliche Gedanken« mein Autorenleben ziemlich genau so, wie ich es mir gewünscht habe. Natürlich kann – und sollte – man sich immer ehrgeizigere Ziele setzen und sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Aber im Prinzip bin ich da, wo ich immer sein wollte. Ich veröffentliche Bücher und habe Leserinnen, die das gut finden und darauf warten, Neues von mir zu lesen.

Ja, es könnten noch mehr Leserinnen sein. Das trifft aber wahrscheinlich auf jede Autorin zu, die nicht gerade Weltbestseller mit Millionenauflagen schreibt. Also auf 99,9% aller Autorinnen.

Ich würde mich also nicht als wunschlos glücklich bezeichnen. Aber ich bin sehr dankbar dafür, dass ich gelesen werde. Noch dankbarer bin ich dafür, dass ich treue Leserinnen habe, die meine Bücher auf diversen Plattformen rezensieren und nach der Lektüre nicht die Hände in den Schoß legen, sondern ihr Leseerlebnis mit anderen teilen.

Ich wünsche mir für 2017, dass das so bleibt.

Und den Weltfrieden.