Rivalität und Rationalismus: Die Ursprünge von »Entfesselter Tod«

Entfesselter Tod Preview Klappentext

Romane entstehen nicht aus dem Nichts heraus. Mein demnächst erscheinender Thriller »Entfesselter Tod« bildet da keine Ausnahme. Ich bin einmal in mich gegangen und habe darüber nachgedacht, was mich eigentlich alles zum Schreiben des Romans gebracht hat. Hier ein paar der wichtigsten Quellen, die mich inspiriert haben:

Eine der wichtigsten Inspirationen für »Entfesselter Tod« war für mich die Biografie Harry Houdinis. Wer sich mit ihr beschäftigen möchte, macht mit der Min-TV-Serie »Houdini« nichts falsch. Sie ist dramatisch, spannend, hat schöne Bilder, fängt die Zeit und das Milieu Houdinis gut ein und ist damit nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch lehrreich.

Das Interessante an Harry Houdini ist für mich weniger, dass er ein hervorragendes Bühnenmagier war. Was ihn besonders wichtig macht, ist sein Talent zur Selbstvermarktung. Was die Medienwirksamkeit angeht, war er nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern eher seinen Zeitgenossen weit voraus.

Sich zum Beispiel aus einer Zwangsjacke zu befreien, ist kopfüber von einer Kette über den Straßen der Großstadt hängend nicht schwieriger als im Stehen auf einer Bühne. Aber Houdini war sehr bewusst, dass die Wirkung einfach spektakulärer war. Also tat er das, was andere nur im Varieté zeigten, in der Öffentlichkeit zur Mittagsstunde in einem außergewöhnlichen Rahmen und warb damit perfekt für seine Shows und natürlich für seinen eigenen Mythos, an dem er selbst stets unermüdlich feilte.

Für mich besonders interessant: die enge Verbindung zwischen Harry Houdini und Arthur Conan Doyle. Gerade als Krimi- und Thriller-Leser und vor allem als großer Sherlock-Holmes-Fan, fasziniert es mich, dass diese beiden so unterschiedlichen Figuren miteinander bekannt, ja sogar befreundet waren.

Zentral ist hier für mich das unterschiedliche Verhältnis zwischen Houdini und Doyle zum damals so populären Spiritismus. Arthur Conan Doyle, der mit Sherlock Holmes den rationalen Detektiv erfunden hatte, der die Naturwissenschaft mit Ermittlungsarbeit verband, war ein große Anhänger des Spiritismus, wohingegen Houdini ein radikaler Skeptiker war.

Das empfinde ich schon fast als einen Witz der Geschichte. Der geistige Vater der Detektivgeschichte, die auf Logik setzte, glaubte an Geister, wohingegen der Zauberer, der auf der Bühne so tat, als gäbe es Magie, in Wirklichkeit ein Verfechter  der Wissenschaft war und sich sogar darum bemühte, Spiritismus als die Scharlatanerie zu entlarven, die sie war.

Sherlock Holmes ist dabei ein weiteres gutes Stichwort. Gerade in seiner aktuellsten und bekanntesten Inkarnation, in der TV-Serie »Sherlock« begeistern mich diese klassischen Detektivgeschichte und vor allem die Figur des Meisterdetektivs selbst. In jeder meiner Romanfiguren steckt ein kleiner Teil Sherlock, so auch in dem Protagonisten von »Entfesselter Tod«, Christopher Vanick.

Das wiederum verbindet den Entfesselungskünstler meines Romans mit einem anderen berühmten Serienhelden, nämlich mit dem Ermittler Patrick Jane aus »The Mentalist«. Eine Serie, die ich geradezu verschlungen habe. Die Mischung aus Arroganz und Warmherzigkeit, dem Drang zur Aufklärung und dem Individualismus, mit dem sie verfolgt wir, standen bei meinem Helden Christopher Vanick unleugbar Pate.

Weitere wichtige Einflüsse waren für mich zahlreiche Filme über Bühnenmagier, angefangen von »The Prestige«, einem meiner Lieblingsfilme schlechthin, über »The Illusionist« bis hin zu »Die Unfassbaren«, um nur drei populäre Beispiel zu nennen. Ich gehe in jeden Film, der Bühnenmagie thematisiert.

»The Prestige« gibt wunderbare Einblicke in die Welt der Magie und zeigt zwei besessene Zauberer, die über ihre Rivalität auf der Bühne zu Erzfeinden werden und sich das Leben zur Hölle machen, bis hin zur absoluten Selbstaufgabe und auch zur Selbstvernichtung. Dieses Kernthema steckt auch tief im Plot von »Entfesselter Tod« und lenkt zu einem gewissen Teil die Figuren.

An »Die Unfassbaren« faszinierte mich die Leichtigkeit, der Humor und das Tempo, mit der das Thema Bühnenmagie in all ihren Facetten thematisiert wird. Der Film krankt ein wenig daran, dass manche der Tricks reine Fantasy sind, aber trotzdem ist er eine extrem spaßige Auseinandersetzung mit dem Thema und eine wirklich große Geschichte. Seine Leichtigkeit und Schnelligkeit haben mich ebenfalls beim Schreiben von »Entfesselter Tod« geleitet.

Neben diesen Haupteinflüssen gibt es noch viele andere, die mich beim Schreiben des Romans inspiriert haben. Bei vielen bin ich mir bestimmt nicht einmal bewusst. Das hier sind nur ein paar, die wichtigsten und vielleicht auffälligsten.

Wenn du wie ich ein großer »Sherlock«-Fan bist, »The Mentalist« gerne gesehen hast, dich die Filme wie »The Prestige« und »Die Unfassbaren« ins Kino gelockt haben und du schon immer das Wirken und Leben von Harry Houdini faszinierend fandest und du auch noch gerne Krimis und Thriller liest – dann dürfte »Entfesseltet Tod« für dich auch interessant sein.

Rezi-Exemplare zu vergeben

Entfesselter Tod: Rezi-Exemplare zu vergeben!

Rezi-Exemplare zu vergeben

Ende August erscheint mein neuer Thriller »Entfesselter Tod«. Wenn du dich für Krimis- und Thriller interessierst, gerne Buch-Rezis veröffentlichst und/oder ein Buch-Blogger bist, kannst du dich ab jetzt für ein Rezensions-Exemplar bewerben.

Wie viele Exemplare ich herausgebe, hängt von der Anzahl der Bewerbungen ab. Ich kann nicht garantieren, dass alle Bewerbungen auch eine Ausgabe des Romans erhalten. Die Rezi-Exemplare verschicke ich nur als E-Books per E-Mail, wahlweise als .mobi oder .epub.

Entfesselter Tod Preview Klappentext

Bewirb dich mit ein paar Infos zu dir und – wenn vorhanden – der URL zu deinem Buchblog oder -vlog. Ein eigener Blog oder YouTube-Kanal ist allerdings keine Teilnahmebedingung. Bewerbungsschluss ist der 21. August 2017. Gerne kannst du dich in den Kommentaren, per PN oder E-Mail bewerben: marcus.johanus@googlemail.com.

Es besteht keinerlei Rechtsanspruch auf ein Rezi-Exemplar. Ich behalte mir vor, ihre Anzahl und Empfänger selbst zu bestimmen. Ich freue mich über eine Rezi auf Amazon oder deinem Blog, erwarte aber selbstverständlich keine Gefälligkeits-Rezension.

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Die Entstehung von »Entfesselter Tod«

Entfesselter Tod Preview Klappentext

Entfesselungskunst begeistert mich, seit ich als Neunjähriger im Fernsehen den biografischen Spielfilm »Houdini, der König des Varieté« mit Tony Curtis in der Hauptrolle gesehen habe.

Meine Eltern bemerkten, dass ich ein großes Interesse für Bühnenmagie entwickelte. Also schenkten sie mir zum Geburtstag eine Karte für eine Zaubershow für Kinder. Ich durfte bei dieser Gelegenheit sogar auf der Bühne einen Acrylglaskasten des Magiers begutachten, eine vollkommen durchsichtige Box, nur etwas größer als ein Schuhkarton. Ich klopfte und tastete sie gewissenhaft ab, überzeugte mich unter den Augen des Publikums  davon, dass sich dort keinerlei doppelter Boden, Geheimfach oder Ähnliches befand.

Kurz darauf zauberte der Magier aus eben dieser Box eine lebende Taube.

Meine Leidenschaft für Bühnenmagie war seitdem entfacht. Zwar habe ich nie daran gedacht, selbst Tricks einzustudieren (dafür bin ich einfach nicht geschickt genug), aber das Thema ließ mich nicht mehr los. Schon als Kind sah ich Fernsehsendungen und las Bücher, die verrieten, wie Zaubertricks funktionierten.

Noch mehr als die konkreten Tricks faszinierte mich die Welt der Bühnenmagier. Mir erschienen sie immer ein wenig wie Superhelden, die im Alltag ein normales Leben führten, aber auf der Bühne Übermenschliches vollbrachten. Die mysteriöse und geheimnisvolle Atmosphäre, die Zauberschulen umgeben, übte einen großen Reiz auf mich aus. Schon immer witterte ich dahinter den Stoff für große Geschichten, weswegen ich bis heute begeistert jeden Roman mit diesem Thema lese und in jeden Kinofilm pilgere, der im Magier-Milieu spielt, von »The Prestige« bis hin zu »Die Unfassbaren«.

Seit ich als Kind kurz nach meiner ersten Bühnenerfahrung in Sachen Zauberei mit dem Schreiben begann, fühlte ich mich stets der Zauberkunst verbunden. Das Schreiben spannender Romane und das Aufführen von Zaubertricks sind für mich eng miteinander verwandt. Beides dient der Unterhaltung, dazu den Alltag des Publikums mit ein wenig Glamour zu erfüllen und mit Erwartungen zu spielen, um Spannung zu erzeugen.

Vor allem Thriller-Autoren sind mit Bühnenmagiern vergleichbar. Sie platzieren in der Handlung versteckte Hinweise und lenken die Aufmerksamkeit des Publikums auf Unwesentliches. Im Hintergrund bereiten sie die Tricks vor, über die das Publikum am Ende genussvoll staunt.

Kurzum: Es lag für mich einfach auf der Hand, früher oder später nicht nur auf einer abstrakten Ebene diese beiden lebenslangen Leidenschaften miteinander zu verbinden, sondern auch als Stoff für einen Roman.

Im Oktober 2012 begann ich mit der Arbeit an »Entfesselter Tod«. Der National Novel Writing Month stand vor der Tür und ich brauchte noch einen Einfall für ein Manuskript. Und deswegen kramte ich die Idee hervor, die schon seit Jahrzehnten an mir nagte: einen Krimi mit einem Ermittler zu schreiben, der gleichzeitig ein Zauberer ist.

Nach dem Brainstorming fiel für mich die Wahl auf einen Entfesselungskünstler, einfach, weil ich der Ansicht war, dass dieser für einen Thriller die beste Wahl ist. Und ich verarbeitete eine weitere Idee, die ich schon eine Weile mit mir herumtrug: Ein Serienkiller schickt seinen zukünftigen Opfern Videos des letzten Mordes zu.

Seit 2012 ist nun viel Zeit vergangen. In den fünf Jahren habe ich diese Ideen nicht nur zusammengeführt, sondern auch unzählige Male erweitert und verändert.

Einiges ist in diesen Jahren geschehen. Zunächst zeigte im Sommer 2013 eine Agentur – für mich überraschend – Interesse an dem Manuskript meines Jugendbuchs »Tödliche Gedanken«. Das geschah zu einem Zeitpunkt, an dem ich schon geglaubt hatte, dass niemand sich jemals für diesen Roman interessieren würde. Deswegen musste ich die Arbeit an »Entfesselter Tod« für lange Zeit unterbrechen.

»Tödliche Gedanken« hatte noch einen langen Weg und viele Überarbeitungsschritte gebraucht, um schließlich 2015 seinen Weg zum Ullstein-Imprint Midnight zu finden und dort im Sommer veröffentlicht zu werden. Nachdem das Buch sehr positiv aufgenommen wurde, stand für mich außer Frage, dass ich das Manuskript für dessen Fortsetzung »Tödliche Wahrheit« aus meinen Archiven hervorkramen und fit für eine Veröffentlichung machen musste.

Im Sommer 2016 erschien dann auch dieser Roman, womit die Geschichte um deren Protagonistin, Patricia Bloch, erst einmal abgeschlossen war. Nun musste ich mich entscheiden, was ich als nächstes Projekt angehen wollte. Ich brauchte nicht lange, bis meine Wahl auf das Manuskript von »Entfesselter Tod« fiel.

Ein weiteres Mal überarbeitet ich den Roman massiv. Gleichzeitig reifte in mir das Bedürfnis, »Entfesselter Tod« selbst zu veröffentlichen. Seit ich mit dem Schreiben des Manuskripts begonnen hatte, hatte sich viel im Selfpublishing getan. Und so gerne und gut ich auch mit Midnight zusammengearbeitet hatte und so dankbar ich den freundlichen Mitarbeiterinnen des Verlages auch bis heute bin, so sehr juckte es mir in den Fingern, mit »Entfesselter Tod« Self-Publishing auszuprobieren.

»Entfesselter Tod« erscheint nun Ende August 2017 exklusiv bei Amazon als E-Book und als Taschenbuch.

Cover-Preview »Entfesselter Tod«

Cover Preview Entfesselter Tod

Wenn alles wie geplant verläuft, erscheint im August mein neuer Thriller »Entfesselter Tod«.

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In den kommenden Tagen und Wochen gibt es immer wieder Neues zum Roman.

Entfesselter Tod Cover

Widerstehe der Versuchung, Kurzgeschichten zu schreiben

Widerstehe der Versuchung, Kurzgeschichten zu schreiben-2
Kurzgeschichten sind scheinbar eine gute Idee. Überall gibt es Wettbewerbe, bei denen man sie einreichen kann. Du kennst sie aus dem Deutschunterricht, wo sie als hochliterarisch gelobt und häufig besprochen werden. Alle großen Schriftsteller scheinen sie geschrieben zu haben – warum also nicht auch du?

Und, hey, sie sind kurz, was soll schon passieren? Mal so eine Kurzgeschichte schreiben, auch nur zu Übung – das kann doch nicht schaden …

Doch. Kann es. Und hier einige Argumente, warum du der Versuchung Kurzgeschichten zu schreiben, widerstehen solltest, wenn du eigentlich doch Romane schreiben möchtest.

1. Kurzgeschichten sind eine Form der Prokrastination

Die Aufschieberitis lauert überall und hat viele Masken, wenn du so ein langwieriges und schwieriges Projekt wie einen Roman in Angriff nimmst. Gerade Tätigkeiten, die so wirken, als würden sie mit deinem Romanprojekt zutun haben, bilden eine besonders heimtückische Zeitfalle.

Kurgeschichten sind doch eine tolle Übung, liest du vielleicht auf Blogs oder in Schreibratgebern. Versuche dich erst einmal mit einem kurzen Text, bevor du einen Roman schreibst, ist ein gut gemeinter Ratschlag, den ich immer wieder lese.

Aber Romane schreiben lernst du vor allem, wenn du Romane schreibst. Ja, natürlich können Kurzgeschichten in gewisser Weise eine gute Vorbereitung für das Romanschreiben sein. Das kann aber das Auswendiglernen des Dudens oder das Verfassen von Gedichten auch sein. Natürlich lernst du beim Schreiben immer etwas dazu, ganz gleich, was du schreibst. Doch wenn du Kurzgeschichten schreibst, lernst du vor allem, Kurzgeschichten zu schreiben, nicht das Schreiben von Romanen.

Kurzgeschichten sind verführerisch, weil sie eben so schön kurz sind und deswegen beherrschbarer als ein Manuskript von 100.000 Wörtern. Sie mögen dir vielleicht leichter fallen. Aber eine gute Vorbereitung oder Übung für das Schreiben von Romanen sind sie nicht. Sie halten dich nur davon ab, das zu tun, was du eigentlich möchtest.

2. Kurzgeschichten haben mit Romanen wenig zu tun

Kurzgeschichten und Romane wirken auf den ersten Blick verwandt. Beide erzählen eine Geschichte, beide verwenden dazu Prosa, haben Dialoge, Beschreibungen, einen Spannungsaufbau und so weiter.

Viel wichtiger aber als die Gemeinsamkeiten sind die Unterschiede. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht: Kurzgeschichten haben viel mehr mit Gedichten gemeinsam als mit Romanen. Kurzgeschichten leben von der Kürze, also der  sprachlichen Verdichtung. Der Roman ist das genaue Gegenteil. Zu ihm greifen die Leserinnen gerade wegen seiner epischen Breite. Eine Kurzgeschichte ist nun einmal Kurz und muss sich deswegen auch sprachlich stark einschränken, wenn sie denn gut sein soll. Sie lebt von Andeutungen und Leerstellen, die der Roman gerade füllt.

Insofern schadet es sogar deinem Stil, wenn du Kurzgeschichten schreibst. Es kann gut sein, dass du dann beim Romanschreiben deinem Publikum exakt die Dinge vorenthältst, die  sie eigentlich gerne lesen wollen.

3. Kurzgeschichten haben eine stark eingeschränkte Zielgruppe

Das Genre der Kurzgeschichten ist bei Germanisten, Literaturkritikern in Schreibseminaren oder bei Literaturwettbewerben sehr beliebt. Diese stellen aber eine Literatenblase dar, die nicht viel mit dem breiten Publikum für Romane zutun hat. Wenn du dich damit zufrieden geben willst, für eine Elite und für Wettbewerbe zu schreiben, dann sind Kurzgeschichten eine gute Idee.

In der Regel möchtest du aber als Romanautorin ja viele Leserinnen erreichen.

Auf den ersten Blick scheinen Kurzgeschichten durchaus erfolgreich zu sein. Immerhin gibt es viele Kurzgeschichtensammlungen auf dem Markt. Immer wieder erscheinen Anthologien, die auch beworben und gelobt werden.

Aber wirf einen Blick in die Amazon-Charts, auf die Spiegel-Bestsellerliste oder auf beliebige andere Verkaufsränge. Hier tauchen so gut wie nie Kurzgeschichtensammlungen auf. Sie fehlen hier nicht nur in den Top 10, sondern auch in den Top 20, 40, 50 …

4. Mit Kurzgeschichten verbrennst du deinen Namen

Kurzgeschichten sind auch deswegen verführerisch, weil du sie vielleicht in der Regionalzeitung in Form eines Kurzkrimis oder bei einer ähnlichen Publikationsform leicht unterbringen kannst. Leichter jedenfalls als ein Romanmanuskript bei einem großen Publikumsverlag. Das kann kleines, aber schnelles Geld bedeuten und dir eine Plattform liefern, die immerhin ein paar hundert, wenn nicht ein paar tausend Leute lesen. Das klingt doch gut, oder?

Diese Veröffentlichungsform ist meiner Ansicht nach eine Sackgasse. Es ist eine Illusion zu glauben, dass die Leute, weil sie eine tolle Kurzgeschichte von dir lesen, sich Monate oder Jahre später auch an deinen Namen erinnern und dann zu deinem Roman greifen. Für eine Handvoll Leute mag das stimmen. Für die Masse eher nicht.

Vor allem funktioniert das meiner Erfahrung nach nicht bei Lektoren oder Agenten. Denen ist in der Regel ziemlich gleichgültig, ob du Kurzgeschichten irgendwo erfolgreich veröffentlich hast, wenn es darum geht, dein Romanmanuskript zu beurteilen.

Nur, weil der umgekehrte Fall funktioniert, tappen viele in diese Wahrnehmungsfalle. Ja, wenn ein bereits etablierter Autor mit einem Massenpublikum, wie z.B. Stephen King, Kurzgeschichten irgendwo veröffentlicht, die begeistert gelesen werden und sich im Anschluss dann seine Romane super verkaufen, heißt das nicht, dass das bei dir auch klappt.

Wenn du Pech hast, setzt ein gegenteiliger Effekt ein: Die Menschen verbinden mit deinem Namen die netten Kurzkrimis und trauen dir nicht zu, auch einen komplexeren Roman schreiben zu können.

Lohnen sich digitale Imprints?

Lohnen sich digitale Imprints

Ich erinnere mich noch gut. Als Midnight, das digitale Imprint des Ullstein-Verlags, vor drei Jahren gegründet wurde, stellte sich Marguerite Joly, Projektleiterin digitale Verlagsprogramme bei den Ullstein Buchverlagen. im Rahmen eines Pub’n’pub in Berlin den Fragen des Publikums zu dieser damals recht neuen Form der Veröffentlichung. Um es mal so zu sagen: Sie wurde vom Publikum nicht unbedingt auf Händen getragen.

Für diejenigen, an denen die Entwicklung digitaler Imprints vorbeigegangen ist, hier eine kurze Erklärung: Digitale Imprints sind E-Book-Sparten der Publikumsverlage. Bastei, Carlsen, Knaur, Ullstein und andere Verlage haben in den letzten Jahren »E-Book-Only-Plattformen« gegründet, in denen Autorinnen nicht im regulären Katalog des Verlags erscheinen. Sie werden nicht über den Buchhandel vertrieben und auch nicht – oder zumindest nicht im herkömmlichen Sinne – gedruckt.

So ähnlich hatte auch damals Joly ihre Projekte Midnight und Forever im Rahmen des Berliner Ullstein-Verlages vorgestellt. Die meisten anwesenden Autorinnen – meinem Eindruck nach überwiegend Selfpublisher und/oder Blogger – löcherten Joly mit kritischen Fragen und wirkten – um es vorsichtig zu formulieren – skeptisch.

Heute, drei Jahre später, gewinne ich den Eindruck, dass digitale Imprints keinen guten Ruf genießen. Kritiker meinen, Digitalimprints kombinieren die Nachteile der Verlagsveröffentlichung mit denen des Selpublishings und haben bei Leserinnen einen schlechten Ruf. Es fällt auf, dass Bücher digitaler Imprints nicht ganz vorne in den Bestsellerlisten dabei sind.

Die Frage ist also, lohnt es sich für dich, dein Manuskript bei einem digitalen Imprint einzureichen? Haben die Skeptiker recht? Oder ist diese Form der Publikation besser als ihr Ruf?

Ich würde sagen: Jein.

Kritiker übersehen, dass digitale Imprints durchaus große Vorteile bieten.

Amazon verzerrt in gewisser Weise die Perspektive auf den E-Book-Markt, weil sich hier in den Top 100 häufig Kindle-E-Books tummeln. Nur, wen wundert es, dass bei Amazon vor allem Amazon-Bücher erfolgreich sind und E-Books anderer Anbieter nicht?

Bislang wurden Autorinnen, die nicht direkt bei Amazon veröffentlichten, sondern den Umweg über Digitalimprints wie die des Ullstein-Verlages nahmen, deswegen belächelt.

Aktionen wie Amazon Prime Reading dürften bei einigen dieses Lachen im Halse stecken lassen. Sie zeigen, wie fragil der Erfolg bei Amazon ist, denn er steht und fällt mit den Konditionen die Amazon anbietet – und jederzeit ändern kann und es auch schon mehrfach getan hat.

Digitale Imprints sind hier vielleicht etwas behäbigere Partner, die auch keine so große Gewinnbeteiligung wie Amazon ermöglichen – dafür aber verlässlicher sind und dein E-Book von vornherein wesentlich breiter aufstellen.

So manche Autorinne bei digitalen Imprints verkaufen sich auch ganz ordentlich und stecken einige Selfpublisher mit ihren Absätzen in die Tasche. Es stimmt, echte Bestseller sind bisher noch nicht über ein Digitalimprint veröffentlicht worden – allerdings ist ja bekanntlich auch nicht jeder Selfpublisher automatisch Bestseller-Autorin. Vielleicht ist dies nur noch ein Frage der Zeit, vielleicht ist dies tatsächlich ein strukturelles Problem. Das wird die Zukunft zeigen.

Meiner persönlichen Meinung nach lohnen sich digitale Imprints auf jeden Fall für Erstautorinnen, die keine geübten Coverdesigner sind, selbst nicht in Vorkasse gehen wollen, um Lektorat und Korrektorat zu bezahlen und die keine geborene Marketingexperten sind. Wir reden immerhin über insgesamt rund 3.000 Euro, die ein Selfpublisher in die Veröffentlichung seines Buches investieren muss.

All dies sind Dinge, die Digitalimprints einer Autorin abnehmen. Hier funktionieren sie wie richtige Verlage: Sie entlasten eine Autorin eigentlich um alle wesentlichen Aufgaben, die nicht mit dem Schreiben zu tun haben.

Gut, ums Marketing muss man sich beim digitalen Imprint in gewisser Weise selbst kümmern. Doch das gilt heutzutage eigentlich für alle Autorinnen, ganz gleich, wo und wie sie veröffentlichen. Man denke nur daran, wie viele abgefahrene Marketingaktionen sich Sebastian Fitzek einfallen lässt, obwohl man vielleicht glauben sollte, dass er das nicht „nötig“ habe oder dass diese eigentlich sein Verlag organisieren müsste.

Du solltest nicht vergessen: Bekommst du die Gelegenheit, bei einem Digitalimprint zu veröffentlichen, arbeitest du mit Verlagsprofis zusammen. Du wirst von denselben Leuten betreut, die auch die Autorinnen des Printbereichs betreuen. Du erhältst nicht nur ein professionelles Cover, sondern auch einen professionellen Klappentext, Lektorat, Korrektorat und wirst über die digitalen Kanälen eines Publikumsverlags vertrieben und beworben.

Fazit: Ja, es hat Nachteile bei einem digitalen Imprint zu veröffentlichen. Doch Nachteile lauern überall. Die Vorteile digitaler Imprints sollten nicht zu leichtfertig abgetan werden. Natürlich sind diese Vorteile nichts für jemanden, der ohnehin gerne und gut alle Aufgaben, die eine Veröffentlichung mit sich bringt, erledigen kann und will. Für alle anderen sind digitale Imprints in meinen Augen durchaus mehr als eine Veröffentlichungsform dritter Klasse.

Versuche nicht krampfhaft, dich von »der Masse« abzuheben

Versuche nicht krampfhaft, dich von »der Masse« abzuheben

Auf Tor-online.de ist eine interessante Dokumentation veröffentlicht worden: Warum viele Medien Fantasy-Literatur immer noch ignorieren (und warum uns das egal ist). In ihr macht sich Florian Jung auf die Suche nach Gründen dafür, weshalb ausgerechnet Fantasy einen schwierigen Stand im deutschen Feuilleton hat.

Ab spätestens Minute 04:00 bekomme ich bei dem Video das kalte Grausen. Florian Jung interviewt unter anderem Volker Weidermann vom literarischen Quartett. Darauf angesprochen, ob er Autoren wie Kai Meyer, Bernhard Hennen oder Markus Heitz kenne, antwortet er sinngemäß, dass er nie von ihnen gehört habe und unterstellt ihnen indirekt, dass sie ja auch nicht lesenswert seien, denn es gehe ihnen nur um den Plot und nicht darum, literarisch zu sein.

Er definiert literarisch folgendermaßen: »…ähem, Neuerfindung, von … eine neue Art der Darstellung von …, sind Sie sich, dass sie sich, sind Sie daran interessiert …?«

Okay, ich konnte mir das Transkript seines Gestammels nicht verkneifen, obwohl das natürlich nicht fair ist. Was Weidermann, glaube ich, meint: Literarisch anspruchsvoll sei ein Buch, das sich nicht (nur) auf den Plot konzentriere, sondern innovativ Sprache verwende.

Mich stört weniger die Definition selbst (obwohl ich auch diese für sehr zweifelhaft halte), sondern vor allem die offensichtliche Borniertheit, die seine Mimik und Gestik transportieren. Mir sind da Literaturkritiker wie Denis Scheck lieber, die auch keine Schwierigkeiten damit haben, die Jubiläumsausgabe des Superman-Omnibus‘ oder »Die Tribute von Panem« zu besprechen – und zwar ohne Naserümpfen.

Warum genau stört mich Weidermanns Haltung so sehr?

Zunächst einmal empfinde ich sie als arrogant. Arroganz ist etwas, das ich prinzipiell ablehne. Aber das ist eher eine persönliche Sache, als eine inhaltlich begründete.

Ich teile diese Vorstellung von Literatur nicht, weil mit ihr – wenigstens indirekt, meistens aber sehr unverhohlen – Menschen diskriminiert werden, die bestimmte Formen der Literatur lieben, die in das »literarische« Konzept von Literatur nicht hineinpasst.

Ich erwarte von Literaturjournalismus – wie von jeder Art von Journalismus – Information, Orientierung und Neutralität.

Literaturjournalismus in den Leitmedien ist jedoch fast immer nicht nur tendenziös, sondern sogar  unverhohlen dogmatisch und ideologisch – und auch noch stolz darauf. Etwas das sich keine andere Sparte des Journalismus‘ in dieser Form leisten kann (und will).

Man stelle sich vor, in der Tagesschau würde über die einzig wahre Politik, die zwangsläufig konservativ sein muss, berichtet. Liberalismus oder Sozialdemokratie seien nicht innovativ und »politisch« genug. Andere Politiker als Angela Merkel müsse man gar nicht kennen, denn ihnen gehe es ja nicht um »echte Politik«.

Selbstverständlich ist es in Ordnung, im Rahmen einer Rezension seine eigene Wahrnehmung und individuelle Position zu vertreten. Es ist sogar wichtig. Nur allzu häufig habe ich, wie auch in dem kurzen Interview in diesem Video, den Eindruck, dass dies nicht als eine Meinung unter vielen präsentiert wird, die kontrovers diskutiert werden kann und sollte, sondern als eine Art universeller Maßstab, eine Art von Ersatz-Religion, an der nicht gezweifelt und die nicht in Frage gestellt werden darf.

Mich ärgert das, denn diese Haltung ist für mich das Gegenteil von dem, was sie eigentlich suggeriert. Sie ist eben nicht offen für anderes, sondern engstirnig und verbohrt auf Literarisches fixiert. Sie ist das Gegenteil von Aufklärung, auf die sich der Feuilleton aber gleichzeitig so gerne beruft.

Was mich jedoch noch mehr ärgert, ist die Tatsache, dass Florian Jung als offensichtlicher Fantastik-Fan Weidermann indirekt und bestimmt ungewollt auch noch zustimmt (ca. Minute 22:00): »Ich wünsche mir, dass auch bei Fantastik weniger auf Massenware und mehr auf Qualität geachtet wird.«

Dieser Haltung begegne ich häufig. Sie stört mich sogar noch mehr als die Borniertheit eines Volker Weidermanns, weil sie sich einerseits etwas netter daher kommt, in ihrer Konsequenz aber mindestens genauso ignorant und vernichtend ist.

Was genau soll an »der Masse« prinzipiell schlecht sein? Warum sollen nicht auch die Vielleser eines Genres bedient werden? Was ist schlimm daran, wenn jemand gerne viel liest und dann eben auch die Literatur konsumiert, die exakt für diesen Zweck geschrieben wird? Es wird sich doch häufig beschwert, dass angeblich zu wenig gelesen werde.

Ich empfinde das als Widerspruch. Ich kann an dem Lesen von Literatur (und ich meine eben nicht nur das, was dem Feuilleton gefällt und sich von »der Masse« abhebt) einfach nichts Schlechtes abgewinnen.

Lesen ist einfach prinzipiell besser als Nicht-Lesen. Ich finde es unverantwortlich, Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden, weil sie gerne viel lesen.

Außerdem: Ohne Masse kann es auch keine Spitze geben. Denn nur, wenn viel geschrieben wird, kann es auch Werke geben, die sich eben von dieser Mehrheit abheben. Es kann halt einfach keine Elite ohne ihr Gegenstück geben. Nur möchte – in gewisser Weise verständlich – jeder gerne zur Elite, aber nicht zur »Masse« gehören.

Howard Tayler hat das im Podcast Writing Excuses mal sehr schön auf den Punkt gebracht: »Alle wollen gerne J.K Rowling sein, aber niemand Kevin J. Anderson.«

Was er damit meint: Kevin J. Anderson ist ein sehr erfolgreicher Autor. Er verdient mit Schreiben seinen Lebensunterhalt, veröffentlicht mehrere Romane pro Jahr, darunter viele Auftragsarbeiten. Er gilt als verlässliche Größe, weil er Deadlines einhalten kann und Verlagen exakt das liefert, was sie wollen. Und da sich seine Romane sehr gut verkaufen, schreibt er offensichtlich auch das, was das Publikum will.

Er ist nur halt eben nicht originell oder innovativ (schon gar nicht, was seine Sprache angeht). Kaum jemand kann sich an seinen Namen erinnern

J.K. Rowling hat mit »Harry Potter« eine eigenständige Marke geschaffen (obwohl man auch darüber streiten könnte), etwas Unverwechselbares. Anderson schreibt Star-Wars- oder Dune-Romane am Fließband.

Es ist natürlich nichts Schlimmes daran, einem Ideal wie J.K. Rowling nachzueifern. Es ist allerdings in meinen Augen auch nichts Schlimmes daran, als Autorin das Geschäftsmodell Kevin J. Anderson anzustreben. Beides hat seine Berechtigung, weil es sein Publikum findet und für die jeweiligen Menschen wichtig ist.

Darüber hinaus stellt »die Masse«, einen kreativen Pool dar, eine Art Nährboden, aus dem mehr wachsen kann.

Raymond Chandler ist beispielsweise einer der bedeutendsten Krimiautoren des 20. Jahrhunderts und gleichzeitig einer der wenigen, die auch hier und da vom Feuilleton wahrgenommen werden, weil ihn seine Sprache von »der Masse« abhebt (seufz).

Trotzdem hat Chandler als Pulp-Autor begonnen und sich eben genau am Anfang seiner Karriere an dieser »Masse« orientiert. Es war nicht seine Absicht, sich zwanghaft von Groschenheftgeschichten abheben zu wollen. Er tat es mit der Zeit einfach, weil er Geschichten halt so schrieb, wie er sie gerne schreiben wollte.

Diese Ablehnung »der Masse« hat meiner Vermutung nach gar nicht so viel mit Kultur zu tun, sondern mit Psychologie. Ich habe den Eindruck, dass Menschen mit einem geringeren Selbstbewusstsein besonders große Furcht davor haben »in der Masse« unterzugehen, weil sie gern mit aller Macht ein herausragendes Individuum sein wollen und den Gedanken nicht ertragen können, einer unter vielen zu sein, ganz normal, so wie alle anderen auch. Deswegen wollen sie auf keinen Fall das lesen, was alle lesen, und schon gar keine Massenware schreiben.

Ich halte es für ein pubertäres Bedürfnis, unbedingt »etwas Besonderes« sein zu wollen. Fragt man Fünfzehnjährige, was sie später mal machen wollen, antwortet kaum jemand »Sachbearbeiterin«. Alle wollen in diesem Alter »Rockstar«, »Model« oder etwas Ähnliches werden.

Auch daran ist prinzipiell nichts verkehrt – wenn denn das Interesse wirklich ist, sich in diesem Beruf zu beweisen.

Oftmals steckt aber meiner Vermutung nach eher das Bedürfnis dahinter, bewundert und geliebt zu werden. Und zwar eben nicht, wie fälschlich behauptet wird, »um meiner Selbst willen«, sondern dafür, mit aller Macht herausragend zu sein.

Was dabei übersehen wird: Der Gedanke, so wie alle anderen auch zu sein, kann etwas sehr Schönes und Beruhigendes an sich haben. Dazu zu gehören, den Eindruck eines Miteinanders zu bekommen – das alles finde ich nicht schlecht und sogar wichtig.

Um den Kreis zu schließen:

Deswegen finde ich Menschen wie Volker Weidermann und die Gedanken und die Haltung, die sie verbreiten, nicht besonders eindrucksvoll, sondern bestenfalls lächerlich, schlimmstenfalls sogar schädlich. Ich habe den Eindruck, dass diese zwanghafte Abgrenzung von »der Masse« oder »dem Trivialen« eine Haltung ist, die aus einer (post-) pubertären Unsicherheit heraus entsteht. Eine Unsicherheit, die am Ende auch noch glorifiziert und idealisiert wird.

Das Schlimme daran: Sie impliziert, dass Menschen, die sich nicht von »der Masse« abheben, weniger wert seien. Und eben das halte ich für fatal. Promis sind keine besseren Menschen, sondern einfach nur berühmter als die meisten anderen.

Ich halte beides, krampfhaft zur Masse gehören zu wollen oder sich auf Teufel komm raus von ihr abheben zu müssen, für falsch.

Erst, wenn du so weit bist, als Autorin und/oder Leserin dein eigenes Ding durchzuziehen, ganz gleich, ob du dich dadurch von »der Masse« nun abhebst oder eben nicht, tust du genau das, was du wirklich gerne möchtest. Alles andere ist nur eine Anleitung zum Unglücklichsein.