Es gibt keine Garantie für Bestseller – aber Hindernisse, die du beseitigen kannst

Es gibt keine Garantie für Beststeller aber Hindernisse die du beseitigen kannstBestseller sind nicht planbar. Den Erfolg deines Buches kannst du nicht erzwingen Aber es gibt durchaus einige Stellschrauben, an denen du drehen kannst, damit dein Roman sichtbarer und attraktiver wird.

Ein zu langer Autorenname

Wenn du einen Blick in die Bestsellerlisten wirfst, wirst du schnell erkennen, dass die Autoren, die sich ganz oben tummeln, häufig auch griffige, kurze Namen haben: Dan Brown, Chris Carter, Jo Nesbo. Geht auch auf Deutsch: Wulf Dorn, Arno Strobel, Kai Meyer.

Sollte dein Name in die Kategorie Ashallayn’darkmyr Ibrahimnovicic fallen, würde ich mir dringend überlegen, ein Pseudonym zuzulegen. Das ist keine Schande, sondern eine gute Entscheidung hin zu mehr Sichtbarkeit deines Buches.

Ein wenig aussagekräftiger Titel

Der richtige Romantitel ist mindestens genauso entscheidend wie ein griffiger Autorenname. Es fällt auf, dass die erfolgreichsten Bücher selten Titel haben, in denen mehr als fünf, meistens eher weniger, Wörter vorkommen.

Ein-Wort-Titel haben sich in meinen Augen ein wenig abgenutzt. »Der Hundertjährige, der aus einem Fenster stieg und verschwand« ist ein Gag, der offensichtlich funktioniert hat, den man aber nicht zu oft bringen kann. Ich würde die goldene Mitte suchen.

Kein serienfähiger Titel

Es ist eine gute Idee, über das erste Buch hinaus zu planen. Ganz gleich, ob du nun tatsächlich eine Serie schreibst oder einzelne Romane, die nichts oder wenig miteinander zu tun haben. Du solltest versuchen, eine Masche, einen wiederkehrenden Effekt in den Titeln deiner Romane zu finden.

J.A. Konrath nennt seine Romane im Original alle nach bekannten Drinks. Ein Running-Gag, der sich auch in seiner Serienfigur „Jack“ Daniels fortsetzt. Ob man das so plakativ machen möchte oder nicht, sei jedem selbst überlassen.

Zu geringes Output

Von Bestseller-Autoren wie Stephen King oder auch Sebastian Fitzek kannst du lernen, dass es gut ist, Bücher in dichter Folge zu schreiben. Nahezu alle Autoren, die sich immer wieder in den Bestsellerlisten tummeln, haben ein hohes Output von ungefähr einem Buch pro Jahr. Auf diese Weise unterstützen sich die Romane gegenseitig beim Verkauf und Leser haben immer wieder etwas, worauf sie sich freuen können. Das erzeugt Kundenbindung.

Uninteressantes erstes Kapitel

Manche behaupten, die erste Seite oder sogar nur der erste Satz würden darüber entscheiden, ob Leser ein Buch wieder aus der Hand legen. Ich zumindest kann das von meinem Leseverhalten her nicht bestätigen. Bei mir haben Bücher durchaus etwas länger eine Chance. Aber im ersten Kapitel sollte ein Buch mich schon packen, sonst wird es weggelegt.

Schreibe also das erste Kapitel so spannend und interessant wie möglich. Deute Vieles an, das später im Roman eine Rolle spielt und auf spannende Wendungen und Enthüllungen hindeutet. Fasse dich vor allem kurz. Das erste Kapitel sollte nicht mehr als 3000 Wörter haben.

Zu lange (Ab-)Sätze

Buchstabenwüsten sind schwer lesbar. Je mehr weißes Papier zwischen den einzelnen Absätzen existiert, je kürzer deine Sätze sind, desto schneller kann dein Roman auch gelesen werden. Schnelles Lesen ist für die meisten Genres gut, denn es macht vielen Leserinnen Spaß. Ein hohes Lesetempo unterstützt die Spannung.

Keine leserrelevante Hauptfigur

Die Haupt- und Perspektivfigur deines Romans sollte ungefähr deiner Zielgruppe entsprechen. Das bedeutet: Sie sollte Einiges an alltäglichen Merkmalen (Alter, Gewohnheiten, Bildungsstand, persönliche Stärken und Schwächen) mit deiner idealen Leserin gemeinsam haben, sich aber in ein, zwei wesentlichen Punkten unterscheiden, die sie aus dem Alltäglichen herausstechen lassen.

Keine Entwicklungsfigur für die Heldin

Die Heldin deines Romans sollte eine Figur haben, die sie begleitet, mit der sie befreundet ist, der sie vertraut, aber die ihr auch widerspricht und mit der sie sich streiten kann. Es ist wichtig für die Handlung und Figurenentwicklung, dass deine Hauptfigur jemand hat, mit dem sie reden kann.

Kommasetzung – Was Autoren wirklich wissen müssen oder: vier wirklich einfache Regeln für weniger Kommafehler

Kommasetzung - Was Autoren wirklich wissen müssen

Kommasetzung ist für die einige Autoren und Autorinnen ein leidiges Thema – zu recht. Sich mit den Regeln der korrekten Kommasetzung auseinanderzusetzen ist zeit- und nervenraubend. Um sie wirklich zu durchdringen und alle Sonderfälle zu verstehen, muss man teilweise tief in die Grammatik einsteigen.

Aus diesem Grund winken viele schnell ab, wenn es um Kommata geht, und berufen sich auf »künstlerische Freiheit« oder setzen sie lieber »nach Gefühl«.

Zum Glück ist es aber auf der anderen Seite gar nicht so schwierig, ein paar grundlegende Regeln zu verinnerlichen, mit denen man zwar nicht alles, aber doch schon mal eine ganze Menge richtig macht. Weiterlesen

Plots entwickeln sich zwischen den drei Eckpfeilern Ziel, Motivation und Konflikt.

Plots entwickeln sich zwischen den drei Eckpfeilern Ziel, Motivation und KonfliktEin Großteil der Handlung deines Romans hängt davon ab, welches Ziel seine Heldin verfolgt. Was motiviert sie und was steht hier dabei im Weg, ihr Ziel zu erreichen?

Mit anderen Worten, der Plot entwickelt sich zwischen den drei Eckpfeilern Ziel, Motivation und Konflikt.

Ziel und Motivation sind zweierlei, obwohl sie häufig miteinander verwechselt werden. Das sollte dir nicht passieren, denn dann wird die Handlung deines Romans verwässert.

Du musst ganz genau zeigen, was deine Hauptfigur motiviert. Mehr noch: Du musst erreichen, dass die Leserin die Motivation deiner Heldin spürt, fühlt und emotional nachvollzieht. Dann hast du einen packenden Roman geschrieben, denn die Motivation deiner Hauptfigur wird im gewissen Sinne zur Motivation deiner Leserin. Am Ende fiebert sie dadurch mit und dein Roman wird zu einem spannenden Lesevergnügen. Weiterlesen

Tödliche Gedanken gibt es nun auch als Taschenbuch!

Tödliche Gedanken Taschenbuch

Wer beim Lesen gerne mehr in der Hand hält als seinen E-Book-Reader, sein Tablet oder Smartphone, der kann von nun an »Tödliche Gedanken« auch als Taschenbuch lesen – für 14,99 €  in allen Online-Buchhandlungen (wie z.B. bei Amazon) bestellbar und natürlich auch im physischen Buchladen.

Das Buch ist, wie vielleicht auf dem Foto erkennbar, etwas großformatiger als gängige Taschenbücher und verfügt über 400 Seiten, die nach meinem Geschmack weder zu eng, noch zu großzügig bedruckt sind. Der Verlag hat bei der Gestaltung wirklich gute Arbeit geleistet, wie ich finde. Aber ich gebe zu, ich bin voreingenommen.

Die Buchrückseite:

„Ich glaube weder an Gott, noch an das Schicksal – aber heute musste es einfach eine höhere Macht geben, die gegen mich arbeitete.“

Patricia Bloch, hochbegabte 18-Jährige in einem brandenburgischen Kaff, will die Provinz endlich hinter sich lassen, als Merkwürdiges geschieht: In einer rätselhaften Vision wird sie vor einem Amoklauf gewarnt. Kurz darauf erlebt sie vor ihrem geistigen Auge einen grauenhaften Mord. Hat Lias etwas damit zu tun – der einzige Mensch, dem sie sich nahe fühlt? Was ist sein Geheimnis? Und ehe sie begreift, was eigentlich geschieht, warnt sie eine innere Stimme erneut: Jemand hat es auf ihr Leben abgesehen.

„Es fiel mir (…) schwer von Patricia und der Geschichte Abschied zu nehmen, und ich hoffe, dass der Autor bald noch weitere Bücher auf seine Leser/innen loslassen wird.“ Der Duft von Büchern und Kaffee

Hier die exakten Daten zur Druckversion:

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Midnight (28. April 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958199038
  • ISBN-13: 978-3958199033
  • Größe: 13,5 x 3,1 x 20,5 cm

Noch mehr über »Tödliche Gedanken« (wie zum Beispiel Leseproben und den Buchtrailer) erfährst du auf meinem Blog auf der Seite »Bücher«.

Übrigens gibt es die Vorgeschichte zu »Tödliche Gedanken«, eine Novelle mit dem Titel »Lelana« für nur 0,99 € als E-Book.

Ziemlich, vielleicht und eigentlich sind eigentlich ziemlich schlechte Wörter – oder vielleicht auch nicht …

Ziemlich, vielleicht und eigentlich sind eigentlich ziemlich schlechte Wörte - vielleicht aber auch nicht ...

Harmlos wirkende Wörter, die wir im Alltag gerne und gefahrlos benutzen, können in einem Roman viel Schaden anrichten. Zu ihnen gehören »ziemlich«, »vielleicht« und »eigentlich«. Sie wirken unscheinbar, sind aber brandgefährlich. Weiterlesen

Das Genre eines Romans zum Plottwist zu machen ist schwierig, aber möglich

DasGenreeinesRomans

Es gibt einige erfolgreiche Beispiele für Romane, deren Plottwist ein Genrewechsel oder deren Settingprämisse ein Genremix ist: Marion Zimmer Bradleys Darkover-Serie, Terry Brooks‘ Shannara sind eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction.

Manche Thriller von Michael Crichton oder Philipp Kerr mischen dieses Genre mit einigen SF-Elementen. Dan Wells‘ Serienkiller-Reihe stellt eine Mischung aus Horror und Thriller dar. Horror und Fantasy sind ohnehin stark miteinander verbunden, so dass es hier zahlreiche Überschneidungen gibt. Weiterlesen

Plotten für Autoren, die Plotten hassen: Die »›Ja, aber …‹ und ›Nein, und …‹«-Methode

Plotten für Autoren, die Plotten hassen: Die »›Ja, aber ...‹ und ›Nein, und ...‹«-MethodeGeorge R.R. Martin teilt die verschiedenen Typen von Autoren, wie ich finde, ganz treffend in Gärtner und Architekten ein.

Gärtner – auch Pantser oder Discovery Writer genannt – hassen es meisten, zu wissen, wie ihre Geschichten ausgehen, bevor sie mit dem Schreiben des Manuskripts beginnen, weil sie dann ihr Interesse an dem Projekt verlieren.

Gärtner kommen mit dieser Einstellungen an zwei Punkten gelegentlich in Schwierigkeiten: Weiterlesen