5 Dinge, die man unbedingt wissen muss, wenn man mit einem Autor zusammen lebt

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Autoren sind anders als andere Menschen. Sie sind z.B. glücklich, wenn sie mit einem Laptop auf den Knien unbeachtet in einer Ecke sitzen können – und das für Stunden. Andere schütteln über so was nur den Kopf. Richtig schwierig kann das in Beziehungen werden, denn die Bedürfnisse von Autoren sind schon recht speziell.

Folgende Liste kann den Partnern von Autoren vielleicht helfen und in schwierigen Momente daran erinnern, dass das Verhalten des Lebensgefährten vielleicht merkwürdig erscheint, für Autoren aber ganz normal ist:

1. Autoren müssen täglich schreiben

Die Betonung liegt auf MÜSSEN. Außenstehenden mag es als Fanatismus erscheinen. Manchmal wünscht man sich als Partner bestimmt auch, dass die Priotritäten anders gesetzt werden. Wer in einen Sportverein geht oder angelt, betreibt sein Hobby ja schließlich auch nur am Wochenende.

Bei Autoren ist das anders. Schreiben ist kein Hobby. Es gehört schlichtweg zum Handwerk dazu, es täglich auszuüben, denn sonst rostet es ein, Ideen gehen verloren und der ganze Prozess kommt zum Erliegen. Das bedeutet nicht, dass andere Dinge dem Autor nicht wichtig sind. Es bedeutet, dass er entweder nur täglich schreiben kann – oder gar nicht.

2. Autoren müssen täglich lesen

Am Strand, im Bett, auf dem Klo, in der Badewanne, auf der Parkbank … Wenn andere Menschen ihren Blick durch die Landschaft streifen lassen, ist die Nase eines Autors zwischen zwei Buchdeckeln. Wenn Autoren nicht schreiben, müssen sie lesen, um ihr Handwerk zu verbessern. Das kann manchmal nerven, aber, hey, es gibt Schlimmeres, als mit einem belesenen Menschen zusammen zu sein, oder?

3. Autoren sind Kritiker

Um ein guter Autor zu sein, müssen sie sich selbst stets hinterfragen und sind eigentlich nie mit ihrer eigenen Leistung so richtig zufrieden. Das lässt sich schwer abstellen. Fragt man den Autor beim Abendbrot: “Na,  schmeckts’s?” Ist die Antwort: “Ja, ganz gut, aber ein kleines Bisschen Muskat würde der Sache mehr Pep verleihen.” keine bös gemeinte Kritik. Es ist einfach ein Tick, aus allem noch ein bisschen mehr Qualität herausholen zu wollen.

Genauso ist es die Hölle, mit Autoren ins Theater oder ins Kino zu gehen. Nicht tun, wenn man hinterher nicht detaillierte Analysen über Spannungsaufbau, Figuren, Dialoge etc. hören will.

4. Autoren müssen ihrer Inspiration folgen

So wichtig es für einen Autor ist, täglich zu schreiben, genauso wichtig kann es für ihn sein, alles stehen und liegen zu lassen, um “schnell mal was zu notieren”. Oder “nur noch diesen einen Satz zu ändern.” Hinter der Stirn eines Autors arbeitete es ständig, ob nun beim Abwaschen, Spielen mit den Kindern oder Autofahren. Ein kleiner Teil des Gehirns bastelt gerade garantiert am aktuellen Romanprojekt. Und gute Ideen sind manchmal flüchtig.

Das bedeutet nicht, dass dem Autor die aktuelle Tätigkeit gerade keinen Spaß macht oder er lieber woanders wäre.

5. Autoren sind verschlossen

Am verrücktesten: Selbst wenn man mit Autoren gerne über das Schreiben reden will, bekommt man manchmal nur ausweichende oder einsilbige Antworten. Das liegt jedoch nicht immer daran, dass ein Autor nicht über seine Projekte reden möchte, sondern häufig daran, dass er einfach nicht darüber sprechen kann. Manchmal sind die Ideen zu unausgereift.

Ideen brauchen Zeit, bevor man sie kommunizieren kann. In solchen Phasen wirken Autoren verschlossen und abwesend und reagieren vielleicht nicht immer besonders einfühlsam und freundlich, wenn man sie anspricht, weil man sie aus ihren Gedanken reißt.

Effizient beschreiben

Effizientbeschreiben

Ob ein Roman bis zum Ende gelesen oder vorher aus der Hand gelegt wird, entscheidet sich unter anderem daran, ob es dem Text gelingt, Kopfkino zu erzeugen. Beschreibe ich zu viel, wird die Fantasie des Lesers erstickt. Beschreibe ich zwar wenig, aber die falschen Dinge, kann der Leser sich nicht in die Story hineinversetzen und wird den Roman ebenfalls nicht mehr weiterlesen. Continue reading Effizient beschreiben

Was Konflikte wirklich spannend macht

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Die oberste Regel in James N. Freys Schreibratgebern “Wie man einen verdammt guten Roman/Krimi/Thriller” schreibt, lautet: Konflikt! Konflikt! Konflikt! Und tatsächlich ist schon eine Menge gewonnen, wenn diese Regel beherzigt wird. Allerdings gibt es Konflikte und wirklich spannende Konflikte. Continue reading Was Konflikte wirklich spannend macht

5 unverzichtbare Webressourcen für Autoren

6unverzichtbareWebressourcenfrGroßartige Werkzeuge für Autoren müssen nicht teuer sein. Einige wirklich gute gibt es im Netz auch kostenlos. Um so wichtiger finde ich es, sie zu unterstützen, indem ich sie weiterempfehle. Continue reading 5 unverzichtbare Webressourcen für Autoren

E-Books als Werkzeug zum Überarbeiten

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Um eigene Texte effizient überarbeiten zu können, ist es wichtig, eine neue Perspektive einzunehmen. Alles, was dazu dient, Distanz zum selbstgeschriebenen Romanprojekt, aufzubauen, kann dabei helfen, mit den Augen eines Lektors und nicht mit denen eines Autors einen Text zu verbessern. Continue reading E-Books als Werkzeug zum Überarbeiten

10 Genres, die man kennen sollte

10Genresdieman Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit hier mal eine Liste mit 10 Genres, von denen ich glaube, dass man sich mit ihnen mal auseinandergesetzt haben sollte. Sei es, um herauszufinden, was man denn eigentlich selbst schreibt, oder um einfach mal zu wissen, was es denn so alles gibt. Continue reading 10 Genres, die man kennen sollte

Wie man das richtige Genre für seinen Roman findet

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Viele beginnende Autoren kennen nicht das Genre ihres Romanes. Fragt man sie danach, bekommt man meistens eine Antwort wie: “Er lässt sich nicht so richtig einordnen. Es gibt eine Liebesgeschichte, aber er ist kein typischer Liebesroman. Und es kommt auch eine Leiche darin vor, nur so ein normales Ermittlungsding finde ich langweilig, deswegen ist er auch kein Krimi.” Continue reading Wie man das richtige Genre für seinen Roman findet

Rezension: Diana Hillebrands “Heute schon geschrieben?”


FullSizeRenderDiana HillebrandsHeute schon geschrieben?“-Schreibratgeber fallen zunächst einmal angenehm auf, weil die einzelnen Bände sehr kurz sind. Dafür gibt es viele. Und damit sind wir nicht nur bei einem äußerlichen, sehr auffälligen Merkmal, sondern meiner Ansicht nach auch schon bei der besten Eigenschaft. Continue reading Rezension: Diana Hillebrands “Heute schon geschrieben?”

Emotionen in Körpersprache übersetzen – eine praktische Tabelle zum Nachschlagen

Folgende Tabelle kann helfen, wenn es darum geht, Emotionen abwechslungsreich in kurzen Sätzen (z.B. in Redebegleitsätzen) zum Ausdruck zu bringen. Viel Spaß damit!

Tabelle - Emotionen in Körpersprache

Download als PDF: Tabelle – Emotionen in Körpersprache übersetzen

7 Tipps, die dabei helfen, mehr zu lesen

7Tippsdiedabei-2Lesen ist für Autoren die zweitwichtigste Tätigkeit, um ihre Schreibfähigkeiten zu entwickeln. Oft ist dazu ein intensives Lesen notwendig. Die genaue Analyse von Texten hilft dabei, das eigene Schreiben zu verbessern. Gleichzeitig muss ich als Autor aber auch wissen, was innerhalb meines Genres passiert und auch hier und da mal über den Tellerrand schauen. Mit diesen Tipps gelingt es mir, mein Lesepensum zu erhöhen. Continue reading 7 Tipps, die dabei helfen, mehr zu lesen

Bessere Absätze für mehr Spannung

BessereAbstzefrmehr-2Autoren mögen Absätze erst einmal nicht.  Sie unterbrechen den Gedankenfluss beim Schreiben. Leser lieben Absätze. Texte erhalten durch sie Struktur. Und sie gewähren ihnen Orientierung und kleine Pausen. Mit den folgenden Tipps gelingen Absätze, so dass sie das Lesevergnügen steigern. Continue reading Bessere Absätze für mehr Spannung

Wie viel Privatleben verträgt ein Thriller?

WievielPrivatlebenvertrgt-2Thriller sollen plotgetrieben Pageturner sein. Seine Merkmale sind Ereignisse, die sich überschlagen, temporeiche Verfolgungsjagden und Kämpfe, mysteriöse Rätsel und überraschende Wendungen. Doch damit der Leser mit den Figuren mitfiebern kann, muss er die Chance haben, eine Beziehung wenigstens zum Helden der Geschichte aufzubauen. Continue reading Wie viel Privatleben verträgt ein Thriller?

9 Maßnahmen, die schnell Schreibblockaden lösen

9ManahmendieschnellSchreibblockaden können vom einfachen Feststecken (“Verflixt, wie soll’s hier weitergehen?”) bis hin zur kompletten Selbstsabotage reichen (“Was bilde ich mir ein? Ich kann gar nicht schreiben.”). Diese 9 Maßnahmen können helfen: Continue reading 9 Maßnahmen, die schnell Schreibblockaden lösen

Top 10 Schreibtipps von Stephen King

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Stephen King ist nicht nur als unermüdlicher Schriftsteller bekannt – er hat mit Das Leben und das Schreiben eines der bekanntesten und beliebtesten Bücher über das Schreiben vorgelegt, das in keinem Haushalt eines Autors fehlen sollte. Hier seine meiner Meinung nach zehn wichtigsten Tipps: Continue reading Top 10 Schreibtipps von Stephen King