Was nach dem NaNoWriMo kommt

WasnachdemNaNoWriMo-2Der NaNoWriMo ist zwei Wochen her. Vielleicht hast du seitdem eine kleine Pause vom Schreiben eingelegt. Nach der großen Anstrengung im November war es auch mal Zeit, ein paar Tage die Füße hochzulegen und sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Doch nun gilt es, wieder in die Hände zu spucken und dafür zu sorgen, dass die ganze Arbeit nicht für die Schublade war.

Im NaNoWriMo geht es darum 50.000 Wörter zu schreiben.

50.000 Wörter sind allerdings noch kein Roman, sonder eher eine Novelle. Bist du ein Selfpublisher, dann ist das okay. Als E-Book lassen sich Novellen ganz gut selbst publizieren.

An eine Agentur oder einen Verlag im Printbereich wirst du ein 50.000-Wörter-Manuskript aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht los.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Vielleicht ist dein Manuskript nach 50.000 Wörtern noch nicht fertig. Dann schreibst du einfach fleißig weiter. Das ist in der Regel bei mir der Fall. Es werden meisten in den Wochen nach dem NaNoWriMo noch so insgesamt 80.000-100.000 Wörter oder noch ein wenig mehr. Damit hat man – allein das Volumen betrachtet – ein ansehnliches Manuskript, das auch zur Veröffentlichung als Roman taugt.
  2. Solltest du mit den 50.000 Wörtern tatsächlich am Ende sein und du willst keine Novelle als Self-Publisher auf eine E-Book-Plattform stellen, kannst du damit auf verschiedene Weisen umgehen:
  • Betrachte dieses Manuskript als Übung und beginne dein nächstes Projekt. Du weißt jetzt, wie lange und wie viel du so schreiben kannst. Noch wichtiger: Du hast das Gefühl erlebt, ein Manuskript fertigzustellen. Plane beim nächsten Mal einfach einen etwas größeren und komplexeren Plot.Es ist nichts verkehrt daran, Texte nur zur Übung zu schreiben. Es gibt die Faustregel, dass die ersten fünf bis acht Romanmanuskripte ohnehin eher für einen selbst sind und sozusagen als Gesellenstücke gelten, bevor man den ersten “richtigen” Roman hinbekommt. Dann ist es vielleicht besser, eher kürzere Entwürfe zu schreiben, die man in der Schublade verschwinden lässt, als noch viel Zeit zu investieren.

    Es wäre allerdings nicht mein Weg, denn ich denke, dass es über den ersten Entwurf hinaus noch viel zu lernen gibt. Ich überarbeite also auf jeden Fall ein NaNoWriMo-Projekt. Und das kann auch heißen, dass es erweitert werden muss.

  • Dazu kannst du z.B. überlegen, ob es noch Platz für interessante (!) Nebenhandlungen gibt. Können deine Figuren dem Leser noch nährgebracht werden? Wenn es dafür Möglichkeiten gibt, dann lässt sich dein Manuskript vielleicht noch sinnvoll erweitern. Allerdings darfst du nicht einfach Wörter schinden. Das merken Leser – und vor allem Lektoren – sehr schnell.
  • Überdenke dein Projekt sehr gründlich. 50.000 Wörter sind so ca. die Hälfte eines Romans. Ist dein spannender Schluss vielleicht eher ein dramatischer Wendepunkt? Lässt sich von hier an vielleicht noch die Geschichte aus einer anderen Perspektive weitererzählen? Gibt es lose Enden, die aufgegriffen werden sollten?
  • Hast du im ersten Entwurf deinem Schurken genug Raum gegeben? Manchmal ist es sehr interessant, das Geschehen auch aus seinen Augen zu betrachten. Dann ergibt sich vielleicht die Möglichkeit, noch einige Kapitel aus seiner Perspektive einzufügen.
  • Durchforste gründliche deinen Plot hinter dem Plot. Gibt es vielleicht doch Dinge, die der Leser sehen sollte?

Warum ich dieses Jahr am NaNoWriMo scheiterte

WarumichdiesesJahr-2Seit 2011 habe ich jeden NaNoWriMo mitgemacht, dieses Jahr sogar das Sommercamp besucht – und von Mal zu Mal habe ich es geschafft, meinen Wordcount zu steigern. Der NaNoWriMo 2014 zeigte mir nun meine Grenzen. Statt der 50.000 Wörter habe ich nur rund 45.000 geschafft. Hier eine Selbstanalyse, wie es dazu kommen konnte. Continue reading Warum ich dieses Jahr am NaNoWriMo scheiterte

6 Gründe, wieso es nie zu spät ist, mit dem Schreiben anzufangen

6Grndewiesoes

Ab wann bin ich zu alt, um noch ernsthaft eine Karriere als Autor oder Autorin beginnen zu können? Sollte ich aufgeben, wenn dreißig Jahre in Folge meine Manuskripte abgelehnt werden? Diese sechs Gründe verraten, wieso “Ach, dazu bin ich zu alt.” keine Ausrede ist, um es nicht mit dem Schreiben und Veröffentlichen zu versuchen. Continue reading 6 Gründe, wieso es nie zu spät ist, mit dem Schreiben anzufangen

Warum es sehr wichtig ist, beim Schreiben kleine Erfolge zu feiern

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Einen Roman fertigzustellen ist weniger eine Frage des Talents als des Durchhaltevermögens. Viele kleine Schritte sind dazu notwendig, tägliche Anstrengungen und vor allem die Fähigkeit, den Frust auszuhalten, sich immer und immer wieder mit den gleichen Textstellen zu beschäftigen – sei es aufgrund eigener Unzufriedenheit, dank des Feedbacks von Testlesern oder der “roten Liste” des Lektors. Continue reading Warum es sehr wichtig ist, beim Schreiben kleine Erfolge zu feiern

4 Dinge, die jeder Autor von Märchen lernen kann

VierDingediejeder-2Die meisten von uns sind mit Märchen aufgewachsen. Wir haben sie als Kinder vorgelesen bekommen, sie in unzähligen Varianten im Kino oder im Fernsehen gebannt verfolgt, im Unterricht behandelt und nicht zuletzt in vielen anderen Geschichten in versteckter Form erlebt, ohne es vielleicht zu merken (wie z.B. in Star Wars).

Deswegen sind Märchen für Autoren – ganz gleich welchen Genres – immer einen Blick Wert, um von ihnen zu lernen. Hier vier Dinge, die man meiner Ansicht nach vor allem aus Märchen gewinnen kann: Continue reading 4 Dinge, die jeder Autor von Märchen lernen kann

3 Tipps, mit denen Flashbacks gelingen

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Flashbacks – also Rückblicke auf Dinge, die vor der aktuellen Romanhandlung geschehen sind – gehören zu einem der schwierigsten Mittel, die man in einem Roman verwenden kann. Es ist immer heikel, die Haupthandlung zu durchbrechen und  somit den Lesefluss zu stören. Mit den folgenden drei Tipps kann es trotzdem gelingen. Continue reading 3 Tipps, mit denen Flashbacks gelingen