Romane schreiben wie Jim Butcher

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Ich werde stets hellhörig, wenn bekannte und erfolgreiche Autoren verraten, wie sie Romane schreiben. Jim Butcher, einer meiner Lieblingsautoren, hat über die Jahre viele Artikel im Netz angehäuft, in denen er tiefe Einblicke in seinen Schaffensprozess gewährt.

Ich habe sie alle mit großer Begeisterung gelesen und gebe hier mal einen Überblick über die Highlights und verlinke auch zum jeweiligen Original.

1. Story Skeletons

Interessant für jeden, der Schwierigkeiten damit hat, Pitches und Exposés zu verfassen, ist Butchers Artikel Story Skeletons. Hier lässt er sich darüber aus, wie es gelingen kann, den Plot, den ich im Kopf habe, in eine einfache Form zu bringen, und warum es wichtig ist, das zu tun, bevor ich mit dem Schreiben beginne.

2. Figuren

Über Figuren schreibt Jim Butcher in seinem Artikel Characters Lesenswertes. Er betont, wie wichtig es ist, bemerkenswerte Figuren im Roman zu haben und bricht den Umgang mit ihnen auf fünf einleuchtende Punkte herunter: Übertreibung, exotischer Ort, Einführung, Glaubwürdigkeit und Empathie.

Mit

  • Übertreibung meint Butcher, dass Figuren eines Romans wenigstens eine herausragende Eigenschaft besitzen sollten, die nicht unbedingt alltäglich ist. Figuren an einem
  • exotischen Ort vorzustellen, hilft, die Figuren interessant und die Geschichte spannend zu machen.
  • Glaubwürdigkeit und
  • Empathie erklären sich von selbst und mit
  • Einführung meint Butcher, dass es sehr wichtig ist, sich gut zu überlegen, wie der erste Auftritt einer Figur im Roman gestaltet wird. Denn was ich dort nicht an den Leser bringe, kommt wahrscheinlich später nicht mehr an (weil der Leser das Interesse an der Figur oder schlimmstenfalls am ganzen Roman verloren hat).

3. Scenes und Sequels

Auch über Scenes und Sequels schreibt Butcher meiner Meinung nach Bemerkenswertes.

In einer Scene wird nach Butcher der Plot vorangetrieben. Sie wird damit eröffnet, dass die Perspektivfigur ein Ziel verfolgt, ihm aber etwas – meistens der Plan und die Aktivitäten des Schurken – entgegensteht. Dies bezeichnet Butcher mit Konflikt oder als Frage der Szene. In einem letzten Schritt, erfolgt die Antwort auf diese Frage, also die Lösung des Konflikts.

In der Sequel erfolgen laut Butcher schließlich die Aufräumarbeiten nach der Scene. Hier reflektiert die Perspektivfigur über das in der Scene erlebte, verarbeitet es emotional und setzt sich neue Ziele.

4. Der Hänger in der Mitte

Einer meiner absoluten Lieblingsartikel über das Schreiben überhaupt ist Butchers The Great Swampy Middle, worin er über den Hänger in der Mitte schreibt. Wirklich lesenswert, sehr motivierend und vor allem voller interessanter Lösungsansätze, wie man diese kritische Phase in einem Schreibprojekt überwinden kann.

5. Höhepunkte

Auch was Butcher zum Höhepunkt einer Geschichte in Story Climax schreibt, finde ich extrem lesenswert. Kurz gefasst, besteht für ihn der Höhepunkt einer Geschichte aus folgenden Zutaten:

  • Isolation (der Held ist von anderen getrennt und hat auch die tollen Spielzeuge nicht mehr, die ihm sonst helfen),
  • Konfrontation (erklärt sich von selbst, denke ich),
  • ein dunkler Moment (in dem der Held zu scheitern droht),
  • Entscheidung (der Held muss sich ein letztes Mal bewusst dafür entscheiden, die Dinge zum Guten zu wenden, könnte aber auch auf die Dunkle Seite der Macht wechseln …),
  • dramatische Wendung (die guten Handlungen des Helden führen zu einem – vielleicht nur für ihn – schlechten Resultat) und
  • Auflösung.

Analysierendes Lesen für Autoren

AnalysierendesLesenfrAutorenWer selbst Romane schreibt, verlässt die Perspektive des reinen Konsumenten und will einen Blick hinter die Kulissen werfen, um den Kniffen seiner Vorbilder und Kollegen auf die Schliche zu kommen. Zumindest geht das mir so. Hier die Dinge, auf die ich beim Lesen besonders achte: Weiterlesen

Kostenlose Scrivener-Vorlage für Thriller

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Scrivener ist meiner Meinung nach die App für Autoren schlechthin. Ich arbeite ständig mit ihr und habe über die Jahre an meiner Vorlage zum Romanschreiben gefeilt – in meinem Fall speziell für Thriller – die ich hier gerne teilen möchte.

Da ich einerseits die Dinge gerne einfach halte und andererseits dazu neige immer wieder Details zu vergessen, weist meine Vorlage eine schlichte Ordnerstruktur auf und strotzt nur so vor kleineren Gedächtnisstützen und Checklisten. Manche Dinge erklären sich von selbst, andere dürften regelmäßigen Lesern meines Blogs bekannt vorkommen und werden unter den jeweiligen Links noch einmal genauer erklärt. Weiterlesen

Figuren entwickeln mit dem Enneagramm – Ein praktisches Beispiel

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Hier nun der zweite Teil des Gastartikels von Alexanders KuprijanowTeil 1 findest du hier.

Jens Becker, Professor für Drehbuch an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Babelsberg, legt ein Werkzeug vor, das Autoren unterstützen soll, sowohl bei Charakteren als auch beim Plot. Sein E-Book „Drehbuch-Tool Enneagramm 2.0“ beschreibt ein universelles Modell, das auf dem Enneagramm basiert.

Mein Ansatz: ich möchte das Enneagramm nun praktisch einsetzen, um einen kleinen Charakterentwurf zu schreiben. Die Figur will sich mit den zahlreichen Ungerechtigkeiten um sie herum nicht länger abfinden und schreitet irgendwann selbst entschlossen zur Tat. Weiterlesen

Figuren entwickeln mit dem Drehbuch-Tool Enneagramm 2.0 von Jens Becker

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Ich freue mich sehr darüber, mit diesem aufschlussreichen Artikel über das Erschaffen von Figuren auf meinem Blog einen weiteren Gastbeitrag von Alexander Kuprijanow präsentieren zu dürfen.

Wenn er sich nicht gerade mit Spieldesign, Comics, Filmen und Drehbüchern beschäftigt, wirkt Alexander Kuprijanow an dem Horrorspiel U55-END OF THE LINE mit, das dem geistigen Erbe Lovecrafts folgt und in der Berliner U-Bahn spielt. Weiterlesen

Lernpsychologie für Autoren

LernpsychologiefrAutorenSchreibgruppen, Seminare u.ä. helfen beim Lernprozess eines Autors. Trotzdem ist man mehr noch als in vielen anderen Tätigkeiten beim Roman schreiben auf eigenverantwortliches Lernen angewiesen: Es gilt, permanent den eigenen Schreibprozess zu reflektieren, zu hinterfragen und zu justieren, Schwachstellen selbst zu erkennen und dafür zu sorgen, dass man besser wird, wenn man Autor werden will.

Ein paar Kenntnisse darüber, wie Lernen funktioniert, haben mir dabei geholfen, diesen Prozess zu optimieren: Weiterlesen

Gewinne eine Ausgabe von Axel Hollmanns Thriller “Asphalt”

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Im Rahme unseres Die SchreibDilettanten-Blogs verlosen Axel Hollmann und ich in den kommenden Tagen Freiexemplare seines E-Book-Thrillers Asphalt. Ein Fall für Julia Wagner unter allen Abonnenten des SchreibDilettanten-Newsletters.

Axel Hollmanns Asphalt

Julia Wagner ist eine echt toughe Frau. Ihren Job als Kommissarin beim Berliner LKA hat sie kurzerhand wegen einer dummen Affäre mit Frank, einem verheirateten Kollegen, geschmissen. Seitdem schlägt sich die 29-jährige als Sensationsreporterin für eine Boulevardzeitung durch. Als Frank unvermittelt wieder auftaucht, ahnt Julia schon, dass das Ärger bedeutet. Und tatsächlich, bald hat sie eine Motorradgang und die Polizei auf dem Hals.

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