16 wichtige Fachbegriffe, die man als Autor kennen sollte

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Hier eine Liste mit den meiner Meinung nach wichtigsten Fachbegriffen des Kreativen Schreibens, die man kennen sollte:

1. Brainstorming

Beim Brainstorming schreibe ich einen Begriff (Grundidee, Arbeitstitel oder den Namen einer Figur) auf die Mitte eines Blattes und schreibe so schnell wie möglich ohne viel nachzudenken alles auf, was mir einfällt.

Es ist wichtig, die Ideen nicht zu bewerten oder zu sortieren. Beim Brainstorming sollen neue Ideen aus den letzten Winkeln meines Hirns ins Rampenlicht gezerrt werden.

Brainstorming bietet sich an, wenn ich Charaktereigenschaften für eine Figur suche oder mir Gedanken darüber mache, wie eine Szene ausgehen könnte, welche unerwartete Wendung eine Handlung nehmen kann usw.

2. Clustering

Auch beim Clustern schreibe ich zunächst Zentrales auf ein Blatt und assoziiere – allerdings geordneter als beim Brainstorming. Ich nehme den ersten Begriff, der mir zum Ausgangswort einfällt und schreibe dann wiederum alles auf, was mir zu diesem Wort einfällt. Wenn ich damit fertig bin, nehme ich den nächsten Begriff und mache damit das Gleiche usw.

Clustern bietet sich an, wenn ich bereits ein paar Ideen habe und diese vertiefen möchte. So kann ich beispielsweise den Namen meiner Hauptfigur aufschreiben und dann alles zur physiologischen, psychologischen und soziologischen Dimension clustern u.ä.

3. Discovery Writer

Entdeckende Autoren schreiben ohne Plan, sobald sie eine Grundidee haben. Meistens haben Discovery Writer eine Vorstellung von ihrer Hauptfigur, aber Nebenfiguren und die Romanhandlung werden beim Schreiben entwickelt. Die meisten Discovery Writer lieben es, vom Ende ihres Romans selbst überrascht zu werden.

4. Exposé

Ein Exposé ist eine inhaltliche Zusammenfassung meines Romans. Es wird im Präsens (Gegenwart) geschrieben. Das Exposé sollen einem Profi (Lektor, Agenten usw.) einen Eindruck von der Geschichte und den Fähigkeiten des Autors vermitteln. Deswegen beinhalten Exposés immer auch das Ende eines Romans.

Es gibt kurze und lange Exposés. Wie ein Exposé im Detail aussehen soll, ist vom Zweck und von den Anforderungen des Adressaten abhängig. Will ich ein Exposé z.B. an einen Agenten schicken, muss ich mich vorher sehr genau erkundigen, wie es beschaffen sein soll, damit es auch gelesen wird.

5. Infodump

Manche Autoren laden wichtige Hintergründe zu Plot, Figuren oder Setting als langen Text in ihren Roman ab. Einige wenige kommen damit durch. Die meisten werden von einem Agenten oder Lektor in ihrem Tun gestoppt, bzw. gar nicht erst beachtet.

6. Mindmapping

Beim Mindmapping schreibe ich ein Wort oder Satz auf ein Blatt und assoziiere klar strukturiert. Mindmapping eignet sich weniger, um Ideen zu generieren wie beim Brainstorming, sondern eher, um vorhandene Ideen zu hierarchischeren, zu strukturieren und Verbindungen zu schaffen.

7. Maiden-and-Butler-Dialogue

Einer der plumpsten Versuche, Infodump zu vermeiden und deswegen genauso schlimm. Der Begriff kommt aus dem Theater. Er bezeichnet dort Dialoge, in denen Butler und Dienstmädchen an den Bühnenrand treten und ein Gespräch führen, das nur dazu da ist, für den Zuschauer Wissenswertes zu präsentieren:

“Du weißt doch, Margaret, dass der Lord heute früh in die Stadt in den Club gefahren ist.”
“Natürlich weiß ich das, Mr. Blank. Aber Sie wissen bestimmt nicht, dass er eigentlich zu seiner Geliebten fährt.”
“Gutes Kind, das ist doch ein offenes Geheimnis. Aber wie wir beide wissen, ahnt die Lady nichts von alledem.”
“Ganz richtig, so soll es auch bleiben.”

8. Outliner

Der Outliner fängt seinen Roman nicht an, bevor er keinen Plan von Figuren, Plot und Setting ausgearbeitet hat. Viele Outliner wollen vor allem wissen, wie das Ende ihres Romans aussieht, bevor sie mit dem Schreiben beginnen.

9. Pitch

Auch Elevator Pitch genannt – gerüchteweise deswegen, weil es in Hollywood notwendig ist, Produzenten während einer Fahrstuhlfahrt von einer Drehbuchidee zu überzeugen. Und da so eine Fahrstuhlfahrt meistens nichts besonders lange dauert, muss man sich beeilen. Deswegen ist ein Pitch immer sehr kurz, manchmal besteht er sogar aus nur einem Satz.

Ein Pitch ist also im Prinzip eine Art sehr kurzes Exposé, das aber weniger auf die Handlung des Romans abzielt, dafür aber herausstellt, was das Besondere an dem Projekt ist.

10. Plot

Die Handlungsstruktur eines Romans. Es gibt einige verschiedene Schablonen, die sich über die Jahre etabliert haben.

11. Prämisse

Die Prämisse eines Romans ist eine Behauptung, die durch die Handlung bewiesen wird, wie z.B. “Rache führt in den Untergang.” oder “Treue zahlt sich aus.”. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Prämisse besonders originell oder wahr ist (wobei dies auch nicht schadet). Sie dient als roter Faden, die dem Roman Zusammenhang verleiht.

12. Scene-Sequel-Strukur

Im Prinzip besagt diese Struktur, dass dem Leser nach einer aufregenden Szene mit der nächsten Szene Ruhe gegönnt wird. Durch den Kontrast wird die Spannung gesteigert. Die Sache ist allerdings noch ein wenig komplexer, was ich hier vertiefe.

13. Setting

Die Hintergrundwelt des Romans. Settings sind vor allem für SF- und Fantasy-Autoren wichtig und heikel, da sie ihre Geschichten an exotischen und fiktiven Schauplätzen ansiedeln, die sie detailliert ausarbeiten müssen. Auch Autoren historischer Romane müssen ihr Setting gestalten, bzw gründlich recherchieren.

14. Show Don’t Tell

Damit ist gemeint, dass man dem Leser etwas nicht erzählt, sondern es ihn erleben lässt.

15. Story Bible

Ein Dokument, eine Datei oder sogar ein ganzes Online-Wiki, in dem ich als Autor alles Wichtige zu meinem Roman festhalte. Story Bibles sind insbesondere bei Fantasy- und SF-Autoren beliebt, die mehrbändige Serien schreiben. Hier gilt es, alle Figuren, Besonderheiten des Settings, Plotwentwicklngen usw. festzuhalten.

16. Treatment

Auch Kapitelübersicht oder Stufendiagramm genannt. Ähnlich wie bei einem Exposé schreibe ich hier alle wesentlichen Handlungsschritte meines Romans in der Gegenwart auf. Nur diesmal tue ich das nicht als Fließtext und auch nicht so kurz wie möglich, sondern halt nach Kapiteln geordnet.

Spannendere Thriller und Krimis mit dem MacGuffin schreiben

SpannendereThrillerundKrimis

Alfred Hitchcocks berühmter MacGuffin ist ein zweischneidiges Mittel, um Spannung zu erzeugen. Einerseits kann er sehr wirkungsvoll sein, andererseits besteht die Gefahr, den Leser zu vergraulen. Richtig angewendet kann er als Basis für einen extrem spannenden Thriller oder Krimi dienen. Weiterlesen

3 Tipps für spannendere Dialoge

3Tippsfrspannendere Wie ich Dialoge formal so gestalte, dass sie beim Leser eine größere Wirkung entfalten können, habe ich in dem Artikel Wie Dialoge besser werden dargestellt. Inhaltlich kann es schon schwieriger werden, jeden Dialog spannend zu schreiben. Manchmal gilt es ja auch, Figuren in ihrer Alltagswelt zu zeigen, ohne dass welterschütternde Ereignisse das Geschehen beherrschen. Diese drei Tipps helfen mir dabei, auch solche Dialoge aufzupeppen. Weiterlesen

4 Gründe, warum es wichtig ist, einfach weiterzuschreiben

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Als Outliner bin ich beim Schreiben an einem Roman oft an einem Punkt, an dem neue Ideen in meinem Kopf auftauchen, die sich viel, viel besser anfühlen als alles, was ich mir im Vorfeld ausgedacht habe. Die Versuchung ist dann stets groß, diesen neuen Eingebungen zu folgen, statt mich an meine Outline zu halten. Weiterlesen

Die praktische Körpersprachenliste

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Kleinen Sätze, wie “Er zuckte mit den Achseln.”, “Sie lächelte.” oder “Sie seufzte.” usw. lassen Figuren lebendiger werden. Meistens sind sie zwischen Dialoge eingestreut, um das Problem der sprechenden Köpfe zu lösen. Der Leser bekommt dank dieser Redebegleitsätze oder Ergänzungen zu den Dialogen den Eindruck, dass die Figuren sich bewegen, gestikulieren und auch ein Leben außerhalb einer Dialogzeile haben. Weiterlesen